Mechthild Dyckmans (FDP)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Mechthild Dyckmans
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
26.12.1950
Berufliche Qualifikation
Richterin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Kassel
Wahlkreis
Kassel
Ergebnis
7,8%
Landeslistenplatz
5, Hessen
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(...) Wie bei allen Arzneimitteln kann dies jedoch nur auf der Grundlage des Arzneimittelgesetzes (AMG) und des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) geschehen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
24.01.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dyckmans,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 23.01.2012, hiermit nehme ich Bezug auf diese.

"Sie vergessen bei Ihrer Aufzählung der negativen Folgen des Konsums die wissenschaftlich belegten negativen psychischen und psychiatrischen Folgen vor allem für Kinder und Jugendliche."

Ich habe keineswegs diese möglichen Folgen vergessen. Ich bin absichtlich nicht darauf eingegangen, da es sich dabei nicht um typische Folgen des Cannabiskonsums handelt. Es ist falsch allgemeine Rückschlüsse über das Gefahrenpotential eines Stoffs anhand einer bestimmten Bevölkerungsgruppe zu treffen. Sicher gibt es Menschen, für die der Konsum von Cannabis nicht geeignet ist. Jedoch gibt es auch Menschen die Milch oder Nüsse nicht vertragen und im schlimmsten Fall an allergischen Reaktionen sterben können. Außerdem ist nicht abschließend geklärt, in wie weit Cannabis tatsächlich für das auftreten solcher Probleme verantwortlich gemacht werden kann.

Leider sind Sie nicht darauf eingegangen, ob Sie die Folgen der Repression als weniger schwerwiegend einschätzen, als die Gefahren die Cannabis birgt.
Eine Studie des Journal of the American Medical Association belegt, dass bei einem Konsum von einem Joint/Tag (pur, ohne Tabak), nicht mit einer Schädigung der Atemwege oder der Lunge zu rechnen ist. Also bleibt für den -durchschnittlichen Konsumenten- nur die vorübergehende "Nebenwirkung" des getrübten Urteilsvermögens und die verminderte Reaktionsfähigkeit.

Eine Zusammenfassung der aktuellsten Studien (mit Fundstellen) über das Gefahrenpotential von Cannabis finden Sie unter www.chanvre-info.ch
Dort wird eindrucksvoll dargelegt, mit welchen Schäden bei Konsum von Cannabis tatsächlich zu rechnen ist und mit welchen nicht.

Studie des Journal of the American Medical Association: jama.ama-assn.org

Wie können Sie angesichts dieser Studien und der Repressionsuhr an Ihrer gefährlichen Politik festhalten?

MfG

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Frage zum Thema Gesundheit
25.01.2012
Von:

Sehr geehrte Damen und Herren,

sie behaupten, das eine "Freigabe" von nicht zu verantworten wäre, da somit eine weitere gesundheitsgefährdene Substanz auf den Markt kommen würde.

Wie kommt es, das im ganzen Land,wenn Cannabis ja kein Teil der Gesellschaft sein soll, in jedem kleinen Dorf sogennante Longpapers verkauft werden? Zigaretten werden nicht damit gedreht...

Cannabis ist in gesamt Deutschland verfügbar, auf dem Schwarzmarkt. Es käme defacto keine neue Substanz auf den Markt, da diese nicht reguliert und ohne Jugendschutz schon jetzt überall verfügbar ist...

Warum wurde damals Cannabis weltweit durch die USA verboten? Welche Leute trugen hierfür die Verantwortung und welche politischen und wirtschaftlichen Positionen bekleideten damals die Prohibitionisten?

Wo sehen Sie Paralellen zwischen der Alkoholprohibition und der Cannabisprohibiton?

Hat(te) das Verbot wie in Deutschland oder eine Freigabe in den Niederlanden einen Effekt auf die Konsumhäufigkeit?

Wo ist die Studie,die belegt, dass Strafverfolgung (worauf die Drogenpolitik vorwiegend basiert, bitte keine Floskeln) eine Auswirkung auf Konsumhäufigkeit oder Quantität hat?

Wieso ist der Drogenkonsum in Ländern wie Portugal und Spanien?


Wieso maßt sich die Regierung an, zu bestimmen, was man als Erwachsener mit seinem Körper macht? Wieso spielt das bei einem Nervengift, dass bei übermässigen Konsum tödlich sein kann eine Rolle?

Vielen Dank für Ihre Mühen,


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Frage zum Thema Inneres und Justiz
29.01.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dyckmans,


Gegen Fragen nach einer Cannabislegalisierung argumentieren Sie in der Regel wie folgt:
"Denn zum einen ist es nicht im Sinne des Gesundheitsschutzes, wenn man bestehenden Risiken, wie sie durch den Konsum von Tabak oder Alkohol bestehen, weitere hinzufügt, indem man Cannabis legalisiert."
Worauf stützen Sie Ihre Behauptung, dass der Cannabiskonsum nach einer Legalisierung ansteigen würde?
Wie erklären Sie dann, dass in den Niederlanden der Konsum auf einen vergleichbaren Niveau ist, obwohl dort Cannabis für jeden Erwachsenen frei verfügbar ist?

Des Weiteren schreiben Sie:
"Zum anderen gelten Tabak und Alkohol in unserer Gesellschaft anders als Cannabis nicht als Drogen, und werden deshalb vom Gesetzgeber auch nicht als solche eingestuft."

Medizinisch gesehen ist es völlig absurd zu behaupten, diese Substanzen, die jährlich mehrere Hunderttausend Tote verursachen, seien keine Drogen.
Denken Sie nicht, dass durch eine gesellschaftliche Anerkennung von Alkohol und Tabak als "Genussmittel" der Konsum verharmlost wird?

Die Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten führt zu einer enormen Belastung der Polizei ( www.muensterschezeitung.de ) und der Justiz ( www.tagesspiegel.de )
Dies könnte verhindert werden, in dem man diese Vergehen nicht mehr mit einer Anzeige, sondern mit einem Ordnungsgeld bestrafen würde.
Was spricht Ihrer Meinung nach dagegen?


Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Gesundheit
05.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dyckmans,

ich hatte Ihnen bereits am 06.10.2011 eine Frage gestellt. Ich und mittlerweile 25 Interessierte warten gespannt auf eine Antwort von Ihnen. Ich möchte Sie (oder ggf. auch Ihr Antwort-Team) bitten zu meiner Frage Stellung zu nehmen.

Vielen Dank.

Zusätzlich möchte ich noch Anmerken, dass die von Ihnen und von der CDU/CSU genannte Schädigung für das Volk meines Erachtens nicht vom verbotenen Cannabis sondern vielmehr vom Verbot ausgeht. Ich habe mir die Anhörung des Gesundheitsauschsusses angesehen und bin entsetzt, dass trotz solch gewichtigen Gegenargumenten das Verbot komme-was-wolle beibehalten wird. Ich finde man sollte objektiver an das Thema herantreten, als es bisher von Verbotsbefürwortern getan wird.

Bitte beantworten Sie meine Frage vom 06.10.2011. Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

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