Mathias Wagner (DIE GRÜNEN)

Mathias Wagner
Jahrgang
1974
Berufliche Qualifikation
Politologe
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Wiesbaden
Wahlkreis
Wiesbaden II
Ergebnis
7,9%
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
(...) Sie fragen jetzt gezielt nach Tandemunterricht. Tandemunterricht - also zwei Lehrerinnen und Lehrer in einer Klasse - ist auch im hessischen Schulsystem nicht unbekannt. Er findet unter der Bezeichnung "Doppelbesetzung" vor allem im gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf Anwendung. (...)
 
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
01.09.2013
Von:

Guten Tag Herr Wagner,

die hessischen Schüler belegen bei Bundesländervergleichen meist einen unterdurchschnittlichen Platz.
Ein Beispiel ist der Ländervergleich 2011 zu "Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik" siehe www.iqb.hu-berlin.de

Wie kann dieses Problem nachhaltig gelöst werden?

Im Österreichischen Bundesland Tirol wird jetzt Flächendeckend das Konzept "Neue Mittelschule" eingeführt siehe tibs.at

Dort wird grundlegend der Unterricht ist der Mittelstufe reformiert u.a. werden die Lehrer dort sechs Stunden pro Klasse im Teamteaching d.h. 2 Lehrer gemeinsam in einer Klasse, in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eingesetzt.
Ist so ein Konzept auch in Hessen finanzierbar?
Antwort von Mathias Wagner
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12.09.2013
Mathias Wagner
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Frage.

In der Tat schneidet das hessische Schulsystem in allen Vergleichsstudien bestenfalls mittelmäßig ab. Um dies zu ändern, sind aus meiner und der Sicht meiner Partei eine Fülle von Veränderungen notwendig. Wir haben diese in unserem Konzeptpapier "Für einen Schulfrieden - Verlässlichkeit und Perspektiven für Hessens Schulen zusammengefasst: gruenlink.de .

Über das von Ihnen angesprochene Konzept im österreichischen Bundesland Tirol muss ich mich erst noch eingehender informieren, um es qualifiziert einschätzen und eine Aussage zu seiner Finanzierbarkeit machen zu können. Das werde ich angesichts der derzeitigen Termindichte wahrscheinlich vor der Wahl nichts mehr schaffen, wofür ich um Ihr Verständnis bitte.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Wagner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Wagner,

Die hessischen Grünen haben sich in der letzten Legislaturperiode wiederholt kritisch zu Privatisierungen von Landeseigentum (u.a. Universitätsklinikum Gießen-Marburg, JVA Hünfeld) geäußert.
Würde Sie sich – den Fall einer Regierungsbeteiligung vorausgesetzt – für eine Gesetzesinitiative einsetzen, die Landeseigentum unter den besonderen Schutz der Verfassung stellt? Denkbar wäre beispielsweise, dass eine Veräußerung von Landeseigentum nur mit einer 2/3 Mehrheit oder einem zustimmenden Volkentscheid erfolgen darf.

Über eine Antwort von Ihnen freue ich mich!

Herzliche Grüße
Antwort von Mathias Wagner
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2013
Mathias Wagner
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Mail.

Für uns GRÜNE ist Privatisierung in der Tat kein Selbstzweck und gerade im Bereich der Daseinsvorsorge sind viele Bereiche in öffentlicher Hand besser aufgehoben, als wenn sie auf dem freien Markt einem Gewinnerzielungsdruck ausgesetzt sind. Deshalb haben wir zu den von ihnen angesprochenen und weiteren Privatisierungen eine äußerst kritische Haltung eingenommen. Zu dem von Ihnen gemachten Vorschlag habe ich zunächst eine Nachfrage: Soll sich das 2/3-Quorum auf sämtliches Landeseigentum beziehen, also auch auf jede teilweise sehr kleine Grundstücks- bzw. Gebäudeveräußerung? Wenn nein, wo würden Sie die Grenzen ziehen, ab der das hohe Zustimmungsquorum erreicht sein muss?

Generell ist ein so hohes Quorum oder gar ein Volksentscheid, ein großer Einschnitt in die Entscheidungsbefugnisse der jeweiligen vom Volk gewählten Mehrheit im Landtag. Er mag im jeweiligen Einzelfall je nach politischer Sichtweise gerechtfertigt erscheinen. Aber wenn wir in vielen Bereichen dazu übergehen, 2/3-Mehrheiten bei Entscheidungen zu verlangen, können wir in eine Situation kommen, wo die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählte Mehrheit im Landtag faktisch kaum noch etwas entscheiden kann. Ich habe Zweifel, ob dies einer lebendige Demokratie und der Transparenz von Verantwortlichkeiten für Entscheidungen zuträglich ist. Daher setze ich mich für eine Mehrheit im Landtag ein, für die Privatisierung kein Selbstzweck ist und die verantwortlich mit dem Landeseigentum umgeht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Einstellung verdeutlichen. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Wagner
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
15.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Wagner,

Herr Gruhle weist Sie in seiner am 1.09.2013 gestellten Frage auf Bildungsreformen im österreichicchen Bundesland Tirol, wo im Unterricht der Mittelstufe Lehrer sechs Stunden pro Klasse in den Kernfächer im Teamteaching (2 Lehrer gemeinsam in einer Klasse) eingesetzt werden. Er fragt Sie, ob ein solches Konzept für Hessen finanzierbar wäre.

www.abgeordnetenwatch.de

Sie antworten unter gleichem Link einsehbar:

"Über das von Ihnen angesprochene Konzept im österreichischen Bundesland Tirol muss ich mich erst noch eingehender informieren, um es qualifiziert einschätzen und eine Aussage zu seiner Finanzierbarkeit machen zu können. Das werde ich angesichts der derzeitigen Termindichte wahrscheinlich vor der Wahl nichts mehr schaffen, wofür ich um Ihr Verständnis bitte."

Ich habe mir das von Ihnen verlinkte Konzeptpapier betrachtet:

www.gruene-hessen.de

Dort greift Ihre Partei zwar viele der mir bekannten Reformideen auf, nur fehlt mir durchgehend der Hinweis, ob und wenn ja, wieviel Geld die Grünen für die Umsetzung dieser Ideen in die Hand nehmen wollen?

Vieles schmeckt mir nach Absichtserklärungen ohne sinnvolle Anbindung an die realpolitischen Vorraussetzungen.

Mit dem gleichen Defizit sehe ich Ihre oben zitierte Antwort behaftet:

So ehrlich diese zunächst scheinen mag, ich finde diese für einen langjährig mit Bildung befassten Berufspolitiker sehr schwach: Die Thematik Tandemunterricht ist nun wirklich nicht neu und für bestimmte Projekte der individuellen Förderung, jahrgangsübergreifenden Eingangsklassenn und die Inklusion fundamental wichtig.

Frage:

Wenn Sie nach mehrjähriher bildungspolitischer Tätigkeit kurz vor der Wahl keine sachlich zielfördende Aussage zu dem Thema Tandemunterricht treffen können/wollen, haben Sie da nicht wichtige Elemente der Bildungspolitik verschlafen?

Viele Grüße,
Antwort von Mathias Wagner
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2013
Mathias Wagner
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Mail und die Nachfrage zu dem Emailwechsel mit Herrn Gruhle.

Herr Gruhle hatte nach dem Konzept der "Neue Mittelschule" in Tirol gefragt. Daraus hatte ich geantwortet, dass ich mich vor einer differenzierten Stellungnahme zu dem Konzept erst eingehend damit beschäftigen müsste.

Sie fragen jetzt gezielt nach Tandemunterricht. Tandemunterricht - also zwei Lehrerinnen und Lehrer in einer Klasse - ist auch im hessischen Schulsystem nicht unbekannt. Er findet unter der Bezeichnung "Doppelbesetzung" vor allem im gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf Anwendung. Diese Maßnahme hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, weshalb sie auch in unseren Konzepten ein Baustein für die Verwirklichung des inklusiven Unterrichts ist.

Eine generelle Ausweitung auf den gesamten Unterricht an allen Schulen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch würde erhebliche zusätzliche Lehrerstellen erfordern. Angesichts von anderen notwendigen Verbesserungen in unserem Bildungssystem, die wir in unserem von ihnen angesprochenen Konzeptpapier beschrieben haben, sehe ich derzeit nicht, wie dies zu finanzieren wäre.

Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage, aber ich stehe natürlich auch gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Mathias Wagner
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