Markus Heurung (PIRATEN)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Angaben zur Person
Markus Heurung
Jahrgang
1977
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Informatiker (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Fachlehrer, Berufsförderungswerk Würzburg gGmbH
Wohnort
Würzburg
Wahlkreis
Würzburg
Ergebnis
2,2%
Landeslistenplatz
-, Bayern
(...) Eine in meinen Augen sehr gute Lösung dafür ist tatsächlich ein bedingungsloses Grundeinkommen, da es jedem Menschen die Möglichkeit bietet, unabhängig von Interessen anderer sein Leben würde- und sinnvoll gestalten zu können. (...)
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
31.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Heurung,

was macht für Sie persönlich eine Demokratie aus?

Inwiefern erfüllt Deutschland diese Kriterien und inwiefern würden Sie, wenn Sie an der Macht wären, die Beteiligungsregeln in Deutschland ändern?

Welche Rolle hat für Sie der Föderalismus in einer Demokratie?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Markus Heurung
6Empfehlungen
13.08.2009
Markus Heurung
Sehr geehrter Herr ,

eine Demokratie ist meiner Meinung nach genau das, was der Begriff im ursprünglichen Sinne bedeutet: direkte Volksherrschaft. Jeder Bürger kann an der Politik des Landes mitwirken und sich einbringen, soweit er mag und sich dafür geeignet hält.

In Deutschland haben wir mit unserer Interpretation einer "repräsentativen Demokratie" eine Form gewählt, die davon sehr weit entfernt ist. Der normale Bürger kann alle paar Jahre einen Haken setzen und muss hoffen, dass der gewählte Vertreter die angekündigte Politik dann tatsächlich auch umsetzt. Andere Möglichkeiten, wie z.B. Volksentscheide, stehen nicht oder nur auf Länder- bzw. Bezirksebene zur Verfügung. Diese wären dann auch ein Ansatz, um die Beteiligung der Bürger an der Demokratie zu verbessern.

Daneben wird es aber auch schon sehr helfen, wenn Politik transparenter wird. Das bedeutet meiner Meinung nach zum Beispiel, dass die Prozesse, wie Gesetze geschaffen werden, offener sein müssen. Momentan ist die direkte Mitarbeit von Anwaltskanzleien und Wirtschaftsvertretern in den Bundesministerien bei der Entwicklung von Gesetzestexten nämlich sehr undurchsichtig. An dieser Stelle möchte ich deshalb auch auf die ePetition "Veröffentlichung der Mitwirkung von externen Mitarbeitern in Bundesministerien" unter epetitionen.bundestag.de hinweisen. Genau dies sind die kleinen Schritte, die unsere Demokratie stärken können!

Föderalismus in einer Demokratie stellt für mich ein wichtiges Instrument der Gewaltenteilung dar, die sicherstellt, dass politische Bereiche nicht alle zentral am Kopf eines Staates gesteuert werden. Damit ist er ein sehr wichtiges Mittel, um Demokratie und Pluralismus zu ermöglichen.

Vielen Dank für Ihre Fragen!

beste Grüße,
Markus Heurung
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Frage zum Thema Arbeit
05.08.2009
Von:

Guten Tag

Hartz4 bedeutet Stress. Stress zerstört Kreativität.

Wie ist Ihre und die Position Ihrer Partei zu einem bedingungslosen/schikanefreiem Grundeinkommen, das unter anderem Kreative und Selbständige, die ohne Grundgehalt und Tarifschutz leben müssen, absichern würde?

Freundliche Grüße
Antwort von Markus Heurung
5Empfehlungen
13.08.2009
Markus Heurung
Hallo Herr ,

ich arbeite in einem Berufsförderungswerk, wo ich jeden Tag mit Menschen zusammen arbeite, die unter Hartz4 leiden. Sie treffen es genau auf den Punkt, wenn Sie sagen, dass Hartz4 Stress bedeutet, da es sehr oft als Schikane- und Druckmittel gegenüber genutzt wird.

Eine in meinen Augen sehr gute Lösung dafür ist tatsächlich ein bedingungsloses Grundeinkommen, da es jedem Menschen die Möglichkeit bietet, unabhängig von Interessen anderer sein Leben würde- und sinnvoll gestalten zu können. Die unterschiedlichen Modelle zum BGE überzeugen mich sehr, da sie neben der Absicherung der Lebensgrundlage aller Bürger auch eine transparenter (Steuer-) Politik ermöglichen. Die Folgen, die das BGE Kulturschaffenden, Kreativen und Selbständigen bietet, habe ich selbst noch nicht komplett erfassen können, ich halte das dadurch freigesetzte Potential für enorm!

Die Umsetzung und die Machbarkeit des ganzen ist dann auch der Punkt, der in der Piratenpartei noch umstritten ist. Ein Konsens haben wir hier noch nicht gefunden.

beste Grüße,
Markus Heurung
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Frage zum Thema Außenpolitik
09.08.2009
Von:

Ein Thema, zu dem ich bei ihrer Partei bisher keine klare Meinung erkennen konnte, ist die Asylpolitik. Wie stehen sie beispielsweise zu dem Paragraphen der Bayerischen Asyldurchführungsverordnung, der "die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern" (§7, Abs. 5) soll? Und wie stehen sie allgemein zu Flüchtlingen und ihrer Lagerunterbringung in Bayern?
Ich spreche dabei sie konkret an, da auch am 5.September eine Demonstration zum Thema in Würzburg stattfindet.

Sollte es auf die Fragen keine parteiübergreifende Meinung geben, bitte ich um ihre persönliche Stellungnahme.

Danke!

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
16.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Heurung,

wie ist Ihre bzw. der Piraten Haltung zum Thema Rauchverbot in der Gastronomie.

Sie betonen ja immer die Freiheit. Deshalb ist die Entscheidung, ob in einem Lokal geraucht werden darf, dem Wirt zu überlassen. Man kann ja noch eine Kennzeichnungspflicht einrichten, wie in der Tschechei, so dass jeder Gast frei entscheiden kann, ob er in ein Raucherlokal geht oder nicht.

Viele Grüße

Antwort von Markus Heurung
4Empfehlungen
02.09.2009
Markus Heurung
Sehr geehrter Herr ,

die Piratenpartei hat keine Aussage zum Rauchverbot in der Gastronomie eingenommen. Wie Sie bestimmt wissen konzentrieren wir uns in unserem Programm auf die Punkte, in denen wir Kompetenz vorweisen können.

Trotzdem möchte ich Ihnen meine persönliche Meinung zu diesem Thema sagen.

Freiheit hört da auf, wo sie beginnt die Freiheit des anderen einzuschränken. Ein Gastwirt hat demnach nur soweit die Freiheit zu bestimmen, ob in seinem Lokal geraucht werden darf, wie andere dadurch nicht gefährdet werden. Ein Gast hat die Wahl ein Lokal zu betreten und sich der "Gefährdung" Rauch auszusetzen. Ein Angestellter allerdings nur sehr wenig, eigentlich fast garnicht. Und der Schutz des Angestellten vor den Gefahren des Passivrauchens überwiegt die freie Wahl des Gastwirten bzw. des Gastes meiner Meinung nach bei weitem.

beste Grüße,
Markus Heurung
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
19.08.2009
Von:
Max

Wollen Ihre Kandidaten an der Wehrpflicht festhalten? Oder die Wehrpflicht reformieren? Oder diese aussetzen? Oder sie abschaffen?
Antwort von Markus Heurung
2Empfehlungen
02.09.2009
Markus Heurung
Sehr geehrter Herr ,

die Piratenpartei und damit die Gesamtheit seiner Kandidaten trifft keine Aussage zu der Wehrpflicht, wir konzentrieren uns auf unserere Kernthemen.

Ich persönlich habe zur Wehrpflicht eine sehr gespaltene Meinung. Einerseits schränkt die Pflicht zum Wehrdienst die Freiheit des Einzelnen enorm ein, andererseits ermöglicht momentan nur die Wehrpflicht, dass jährlich zigtausende Zivildienstleistende für soziale Arbeit günstig zur Verfügung stehen. Eine Abschaffung der Wehrpflicht hätte also nicht nur die Einführung einer Berufsarmee zur Folge, sondern erfordert auch eine komplette Umkrempelung unseres Sozialsystems im Bereich der Kranken- und Altenversorgung (und natürlich noch einiger Bereiche mehr).

Vom Problem der Wehrgerechtigkeit garnicht zu sprechen. Wenn nicht mal ein Viertel eines Jahrgangs zum Wehr- bzw. Ersatzdienst eingezogen wird, ist es notwendig sich alternative Lösungen zu erarbeiten.

Ich selbst habe übrigens Zivildienst geleistet und bin sehr froh über diese Erfahrung gewesen.
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