Mario Czaja (CDU)
Abgeordneter Landtag Berlin

Grunddaten
Geburtstag
21.9.1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Betriebswirt (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Senator für Gesundheit und Soziales
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Marzahn-Hellersdorf WK 5 , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
41,5%
Landeslistenplatz
-
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(...) Daran werde ich die nächsten Jahre versuchen politisch mitzuwirken. Dabei ist für mich Kunst und Kreativität ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Daher finde ich es richtig, dass das Land Berlin die Kreativwirtschaft aktiv unterstützt und im Rahmen seiner Cluster-Politik fördert. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Soziales
26.01.2013
Von:

de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Spandau
Kunst und Kultur sind Standortfaktoren. Die in Spandau lebenden Fluxuskünstler Ines Eck und bauten die Kunstlandschaft Spandau auf.

Arbeitsleistungen werden weltweit benutzt, sie sind in Wikipedia verankert, das Bundespräsidialamt unterstützte und unterstützt uns. Wir wurden im Jobcenter Spandau mit Psychoterror, Medizinischem Dienst und Entzug des Existenzminimums bedroht, bevor wir nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit im Bereich Soziokultur einen Antrag auf Grundsicherung gestellt hatten, eine fachkompetente Arbeitsberatung wurde uns trotz mehrfachem Bitten verweigert. Es wirkte wie eine Körperverletzung. Dienstaufsichtsbeschwerden gingen in Leere.

Wir können Jobcenter aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder betreten, - andere auch. Künstlern wird in Berlin trotz Wohngeldbescheid ein Sozialpass, der Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen helfen würde, verweigert. Der Amtsleiter schob die Verantwortung auf Sie und Senat.

Welche Problemlösung bieten Sie uns und den Bürgern an, die monatlich weniger Arbeitslohn erhalten als das Existenzminimum, aber aus gesundheitlichen Gründen keine "Grundsicherung" in Anspruch nehmen können? Familien gehören dazu.
Antwort von Mario Czaja
2Empfehlungen
29.01.2013
Mario Czaja
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihren Beitrag mehrfach gelesen; die Fragen jedoch nicht verstanden. Mir ist nicht klar, weshalb aus gesundheitlichen Gründen keine "Grundsicherung" zu erhalten sei.

Sollte sich Ihre Frage an mich als Senator für Soziales und Gesundheit richten, dann bitte ich Sie die Anfrage auch an diese Adresse zu senden, damit ggf. auch ein Mitarbeiter mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann, um die Frage zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Czaja
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Frage zum Thema Soziales
27.01.2013
Von:
Eck

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schwerbehinderte-verlierer-auf-dem-arbeitsmarkt-a-870630.html . Schwerbehinderte fühlen sich doppelt behindert: körperlich und sozial. Ich bin infolge einer Krebserkrankung als Journalistin/Kulturmanagerin selbst 80% schwer behindert und von Arbeitsweisen in Jobcentern (Verweigerung von Kündigungsschutz im Öffentlichen Beschäftigungssektor, Bedrohung mit dem Entzug des Existenzminimums) und Rentenversicherung (Verweigerung von Erwerbsunfähigkeitsrente) traumatisiert.

Miltons Friedmans These war: Freie Märkte befördern eine freiheitlich orientierte Gesellschaft. Milton Friedman erhielt den Nobelpreis. Deutsche Politiker plapperten das nach. Im Modell Friedman ist eine bedingungslose Grundsicherung als Verhandlungsbasis über Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen integriert – als Voraussetzung für eine freiheitlich orientierte und menschenwürdige Gesellschaft. Politiker verschweigen das. Sie auch?

Politiker haben die Verantwortung für die Rahmenbedingungen, in denen Bürger leben und arbeiten können. Das Recht auf selbst bestimmte Arbeit in gemeinnützigen Vereinen für ein bedingtes Bürgergeld (Existenzminimum plus Aufwandspauschale) wäre bereits eine Hilfe. Aktion Mensch unterstützt die Idee.

Welche Problemlösung bieten Sie und Ihre Partei mir und anderen Schwerbehinderten an?
Antwort von Mario Czaja
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06.02.2013
Mario Czaja
Sehr geehrte Frau Eck,

für Ihre Nachricht vom 27. Januar 2013 danke ich Ihnen. Leider ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, dass schwerbehinderte Menschen gleichermaßen am Aufschwung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt profitierten wie Menschen ohne Behinderung. Das bedauere ich außerordentlich - auch vor dem Hintergrund, dass es in Berlin, wie auch in anderen Bundesländern, eine Vielzahl von Unterstützungsmöglichkeiten für die Teilhabe von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsleben gab und gibt.

Sie verweisen auf einen Artikel auf SPIEGEL ONLINE, der meines Erachtens die Situation von schwerbehinderten Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt etwas verkürzt darstellt. Sehr viel aussagekräftiger ist hingegen eine Publikation der Bundesagentur für Arbeit vom März des vergangenen Jahres mit dem Titel "Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen", den Sie hier statistik.arbeitsagentur.de einsehen können.

Problematisiert wird darin insbesondere das Auslaufen vorruhestandsähnlicher Regelungen, die letztlich zum Anstieg der Arbeitslosigkeit bei älteren schwerbehinderten Menschen führten. Mit Programmen wie "Initiative Inklusion", das auch in Berlin umgesetzt wird, wird das Bemühen deutlich, sowohl älteren als auch jungen schwerbehinderten Menschen zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten für die Teilhabe am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zukommen zu lassen.

Im Juli des vergangenen Jahres hat der Senat die Eckpunkte der strategischen Neuausrichtung der Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik des Landes Berlin - BerlinArbeit - beschlossen. Gegenstand des 1. Handlungsfeldes von BerlinArbeit ist ein Rahmen-Arbeitsmarktprogramm, das derzeit unter Federführung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen erarbeitet wird. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass im Rahmen-Arbeitsmarktprogramm insbesondere auch die Belange von Menschen mit Behinderung angemessen berücksichtigt werden. Ich hoffe und gehe davon aus, dass das Programm somit auch wichtige Impulse für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.

Ich hoffe, dass meine Ausführungen erkennen lassen, dass es vielfältige Bemühungen für eine Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt. Letztlich kommt es allerdings darauf an, dass Arbeitgeber bereit sind, Menschen mit Behinderung eine Beschäftigungsmöglichkeit zu geben. Politik kann hier nur unterstützend tätig werden.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Czaja
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Frage zum Thema Integration
06.02.2013
Von:

U.a. Aktion Mensch unterstützt unsere Fluxus-Aktion für einen Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik. www.kunstlandschaft-spandau.de

Wir verankern Ihre Antwort auf Abgeordnetenwatch zum Thema Schwerbehinderte, aber sie geht auf unseren Problemlösungsvorschlag, dass Schwerbehinderte für ein Bürgergeld selbstbestimmt gemeinnützige Arbeit in gemeinnützigen Vereinen verrichten könnten, gar nicht ein.

Der Arbeitswert wird in Ihrem System beständig begutachtet, Schwerbehinderte müssen beständig durchleben, dass sie auf dem Arbeitsmarkt wie eine preisreduzierte Ware angeboten werden, die niemand will. Schwerbehinderte werden mit Hilfe von Drohungen, ihnen das Existenzminimum zu entziehen, gezwungen, in Behindertenwerkstätten zu arbeiten, in denen sie durchleben müssen, dass ein Teil der Belegschaft (sogenannte Betreuer) Arbeitslohn erhält, während sie im Sozialhilfestatus leben und arbeiten müssen und den Sozialhilfestatus durch Arbeitsleistungen gar nicht verlassen können. Es verletzt Menschenwürde.

Wie stehen Sie zu unserem Vorschlag, selbst bestimmte Arbeit für gemeinnützige Vereine im Schwerbehindertenbereich als Arbeit anzuerkennen und mit einem Bürgergeld zu honorieren?
Antwort von Mario Czaja
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13.02.2013
Mario Czaja
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Nachricht vom 6. Februar 2013 danke ich Ihnen. Im Juli des vergangenen Jahres hat der Senat die Eckpunkte der strategischen Neuausrichtung der Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik des Landes Berlin - "BerlinArbeit"- beschlossen. Gegenstand des 1. Handlungsfeldes von "BerlinArbeit" ist ein Rahmen-Arbeitsmarktprogramm, das derzeit unter Federführung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen erarbeitet wird. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass im Rahmen-Arbeitsmarktprogramm insbesondere auch die Belange von Menschen mit Behinderung angemessen berücksichtigt werden. Ich hoffe und gehe davon aus, dass das Programm somit auch wichtige Impulse für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.

Trotzdem gibt es auch noch in diesem Bereich genug zu tun. Ob das Bürgergeld, in welcher Form und Ausgestaltung auch immer, das richtige Instrument dafür ist, kann ich schwer beurteilen. Die vorliegenden Diskussionsansätze sind bisher aus meiner Sicht noch nicht ausgereift und in der Praxis anwendbar. Für mich ist wichtig, mehr Menschen mit Schwerbehinderungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Daran werde ich die nächsten Jahre versuchen politisch mitzuwirken.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Czaja
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Frage zum Thema Integration
09.02.2013
Von:

Warum wird in Flughäfen investiert, nicht in Menschen? Wir waren von Senatsmitarbeitern gebeten worden, Berliner zu werden, Berlin solle Europäische Literatur- und Kulturhauptstadt werden, alle bedeutenden Autoren und Künstler Berliner werden.

Uns wurde und wird in Jobcentern eine fachkompetente Arbeitsberatung verweigert, obwohl wir bereit waren und sind, zusätzlich Arbeitsfähigkeiten im Bereich Soziokultur einzubringen: www.kunstlandschaft-spandau.de ; www.kunstlandschaft-spandau.de ; www.kunstlandschaft-spandau.de . Kunst und Kultur sind Standortfaktoren. Das Internetportal Kunstlandschaft Spandau wertete und wertet Spandau soziokulturell und wirtschaftlich auf. Wir erhalten dafür vom Berliner Senat keine Gegenleistung, keine fachkompetente Beratung. Warum?

Ich habe nach Ihrem Antwortschreiben auf Abgeordnetenwatch erneut versucht, Kontakt zu Ihnen und Ihren Mitarbeitern über die Senatsadresse zu knüpfen. Keine Reaktion. Keine Antwort. Kein Problemlösungsangebot. Die Arbeitsweise von Mitarbeitern in Jobcentern löste schwere Depressionen (Arbeitsunfähigkeiten!) aus. Viele Bürger können infolge von Depressionen Post nicht mehr öffnen und werden sanktioniert! Wir baten und bitten darum, dass Geringverdiener, die Wohngeld erhalten, in Berlin einen SOZIALPASS erhalten können, der ihnen TEILHABE AM KULTURELLEN LEBEN der Stadt ermöglicht. Das ist ein einfach realisierbarer bürokratischer Akt.

Wir baten und bitten darüberhinaus um eine Grundsicherung als Grundvergütung respektierter Arbeit im Bereich Soziokultur. Wie wollenund können Sie uns und anderen helfen?
Antwort von Mario Czaja
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24.02.2013
Mario Czaja
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 10. Februar 2013. Gern möchte ich Ihnen im Folgenden darauf antworten.

Der Berliner Senat investiert nicht nur in Flughäfen, sondern auch in Menschen. Das wird in vielen Bereichen deutlich. Beispielsweise versuche ich in meiner Funktion als Senator für Gesundheit und Soziales eine bessere und gerechtere Verteilung von Ärzten im Land Berlin zu erreichen oder mit der Weiterentwicklung der Stadtteilzentren die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten der Berliner zu stärken.

Zu Ihrer zweiten Frage:

Wie ich schon bei abgeordnetenwatch.de in seiner Anfrage vom 6. Februar 2013 geantwortet habe, kann ich nur schwer beurteilen, ob das Bürgergeld, in welcher Form und Ausgestaltung auch immer, das richtige Instrument für eine gerechtere Gesellschaft ist. Die vorliegenden Diskussionsansätze sind bisher noch nicht vollständig ausgereift und damit in der Praxis anwendbar. Für mich ist wichtig, mehr Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Daran werde ich die nächsten Jahre versuchen politisch mitzuwirken. Dabei ist für mich Kunst und Kreativität ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Daher finde ich es richtig, dass das Land Berlin die Kreativwirtschaft aktiv unterstützt und im Rahmen seiner Cluster-Politik fördert.

Die Teilhabe am kulturellen Leben ist für Berlinerinnen und Berlinern, die Leistungen der Sozialversicherung erhalten, wird durch unterschiedlichste Programme ermöglicht. In Ihrem Bezirk wird man Ihnen dafür Hinweise geben können. Eine Institution in Berlin ist die Berliner Kulturloge. Idee und Ziel der Kulturloge Berlin ist es, Menschen mit niedrigen Einkünften eine Möglichkeit zu geben, kostenfrei am kulturellen und vielfältigen gesellschaftlichen Leben der Stadt Berlin teilnehmen zu lassen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.kulturloge-berlin.de .

Mit freundlichen Grüßen

Mario Czaja
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Frage zum Thema Soziales
14.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Czaja,

wie kann es sein, dass Sie Herrn Büge als Staatssekretär entlassen, dem allseits eine hohe Fachkompetenz zugestanden wird, nur weil er Mitglied einer Burschenschaft ist? Burschenschaften standen an der Wiege der deutschen Demokratie- und Nationalbewegung und sind bis heute basisdemokratisch organisiert und ausgerichtet. Nicht umsonst führt unser Staat die Schwarz-Rot-Goldenen Farben der Burschenschaft als Nationalfahne.
Antwort von Mario Czaja
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21.05.2013
Mario Czaja
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage richtet sich an mich in meiner Funktion als Senator für Gesundheit und Soziales. Insofern ist diese Frage hier auf abgeordnetenwatch.de eigentlich nicht zu beantworten, da ich hier Fragen zu meiner Arbeit als Abgeordneter beantworten sollte.

Ich möchte Ihnen die Frage jedoch trotzdem gern kurz beantworten und Sie dafür auf meine Stellungnahme auf der Homepage der Senatsverwaltung verweisen:

www.berlin.de

Wie Sie möglicherweise wissen, hatte mein Staatssekretär im letzten Jahr erklärt, er werde aus seiner Burschenschaft austreten, wenn diese nicht den Dachverband verlässt. Aus diesem Grund ergab sich der in der Presseerklärung genannte Zusammenhang.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Czaja
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