Manfred Weber (CSU)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Manfred Weber
© info@cducsu.eu
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ingenieur (FH) Physikalische Technik
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Bayern
Bundeslistenplatz
4
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(...) Ulfkotte nicht bestätigen. Ein definitiver, konkreter Betrag für die tatsächlichen sozialstaatlichen Immigrationskosten geht auch aus diversen Gutachten nicht hervor. Dafür ist dieses Thema zu komplex. (...)
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
16.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Weber,

auf heise.de [1] habe ich gerade einen Artikel gelesen. Sie werden dort wie folgt zitiert:

"Wenn man aber beispielsweise Patente auf Software ablehne, so bedeute dies einen Angriff auf die Kreativität von Urhebern und Ingenieuren."

Ich würde an dieser Stelle gerne wissen, in wie weit es einen "Angriff auf die Kreativität von Urhebern und Ingenieuren" darstellt, wenn man sich an deutsches Recht hält, das Software-Patente ausschließt.

Des Weiteren würde ich gerne wissen, warum Sie offenbar Software-Patente gutheißen, wenn man doch in den USA deutlich sieht, dass Software-Patente ein krasses Innovationshindernis darstellen und Patentklagen Innovation verhindern und ersetzen [2].

Mit freundlichen Grüßen


[1] www.heise.de
[2] www.eff.org
Antwort von Manfred Weber
bisher keineEmpfehlungen
08.05.2012
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Anfrage danke ich Ihnen. Die Themen Freiheit im Internet und Innovation im Internet sind mir sehr wichtig. Eine wesentliche Triebfeder für Innovation ist die Gewissheit des Erfinders, mit seiner Arbeit Geld verdienen zu können. Deshalb ist es in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen möglich, Software patentieren zu lassen (siehe dazu u.a. den Beschluss des Bundesgerichtshofs Xa ZB 20/08).

Als Politiker und leidenschaftlicher Nutzer des Internets bin ich mir der Tatsache bewusst, dass gerade die innovative Kraft des Internets auch in dessen freier Nutzung wurzelt. Wie Sie dem Heise-Artikel, den Sie zitieren, entnommen haben, setze ich mich daher besonders dafür ein, durch eine Verankerung des Begriffs der Internetfreiheit in der Verfassung den Bürgern die Sorge zu nehmen, dass der Staat diesen besonderen Raum der persönlichen Entfaltung unverhältnismäßig stark reglementieren möchte. Mein Wunsch ist es, dass die Debatte über diesen Themenkreis intensiv weitergeführt wird.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Manfred Weber
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Weber,

mit großem Interesse habe ich in heise.de den Artikel "CSU-Politiker will Freiheit des Internets in der Verfassung verankern" gelesen. Das ist ein interessanter Ansatz, den Sie hier vertreten. Mich interessieren folgende Punkte und bitte Sie hierzu um ein kurzes Statement:

1. in wie weit sind Ihre Aussagen in der CSU mehrheitsfähig ?
2. wie stellen Sie sich die Einbindung aller Bürger (d.h. "Digital Natives" als auch "Digital denier") in diesem Themenkomplex vor ?

Gerne höre ich von Ihnen.

Grüße

Antwort von Manfred Weber
1Empfehlung
16.05.2012
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Anfrage danke ich Ihnen herzlich.

Es freut mich, dass meine Initiative bei Ihnen auf ein positives Echo stößt. Die CSU diskutiert bereits seit geraumer Zeit die Netzpolitik - länger als manche meinen - und insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit, dessen Abwägung ja gerade bei diesem Thema so schwer fällt. Der CSU-Netzrat hat hierzu Debattenbeiträge geliefert. So hat er dieses Jahr in einem Positionspapier beispielsweise die These vertreten, dass es sinnvoller ist, den Menschen die Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu vermitteln, als die Freiheit im Internet unnötig einzuschränken.

Die Aufgabe der CSU-Zukunftskommission, der ich vorstehe, ist, Grundsatzdiskussionen aufzugreifen. Ich glaube, dass wir der besonderen Rolle des Internets, ein freies Internet, das jene gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationskraft, wie wir sie in den letzten Jahren beobachten durften, hervorbringen kann, derzeit noch nicht ausreichend würdigen. Hierzu soll mein Vorschlag zur Aufnahme der Freiheit des Internets und damit verbundener Fragen in die Verfassung ein Diskussionsbeitrag sein. Ich stehe mit unserem Parteivorsitzenden, Ministerpräsident Horst Seehofer, im engen Austausch. Es ist für diese Diskussionen ausgesprochen aufgeschlossen.

Zu Ihrer zweiten Frage: Eine Einbindung aller Bürger gelingt dann, wenn wir den Internetnutzern die entsprechende Kompetenz vermitteln, im Internet Gefahren selbständig zu erkennen. Nur so kann die sog. "Digitale Spaltung" überwunden werden. Das Vermitteln von Internetkompetenz ist jedoch nicht nur für die ältere Generation relevant. Daher spricht sich der Netzrat auch für entsprechende Lerninhalte in der Schule aus. Zudem bietet ja auch gerade das Internet die Chance, viel mehr Bürgerinnen und Bürgern bei den Diskussionen zu beteiligen und die Partizipation bei politischen Prozessen zu erhöhen.

Mit freundlichem Gruß

Manfred Weber
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