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Sehr geehrter Herr Weber,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Nach meinen Erfahrungen und auch nach Internetrecherchen läuft in Deutschland (und sicher überall) alles darauf hinaus, den Staat von dem Einstehen für ihm zuzurechnendes Unrecht freizustellen. (vgl. z.B.
www.hoerbuchkids.de ).
Dieses einheitliche Verhalten erinnert mich an die ehemalige angeblich volksnahe DDR.
Man kann zwar unendlich viele Rechtsmittel einlegen, sich bei ungerechter Behandlung und auch bei Rechtsbeugung beschweren und anfragen, macht allerdings immer wieder die Erfahrung, dass dieser Aufwand zwecklos ist und meist nur hohe Kosten verursacht.
So werden z.B. Dienstaufsichtsbeschwerden nach dem allgemein bekannten Prinzip: "fristlos, formlos, fruchtlos" erledigt (vgl. Brell, Abfassung Dienstaufsichtsbeschwerden, 2006,
www.justizirrtum.de ).
Unter
www.odenwald-geschichten.de , Rechtsstaat nur Fiktion: "Dr. Egon Schneider, früher Richter am OLG Köln, führt experimentellen Nachweis" kann man z.B. lesen: Welche Rechtsverletzungen Richter auch immer begehen mögen, ihnen droht kein Tadel. Alles wird "kollegialiter" unter den Teppich des "Kernbereichs der richterlichen Unabhängigkeit” gekehrt.
Auch weitere Beschwerdemöglichkeiten einschließlich der Verfassungs- bzw. Menschenrechtsbeschwerden kann man vergessen. Sie werden in der Regel ohne jegliche Begründung nicht angenommen. Die Erfolgsquote der Beschwerden zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte habe ich z.B. mit nur 0,46% berechnet (vgl.
www.bmj.de ). Die tatsächliche Erfolgsquote geht noch mehr gegen Null, denn deutsche Gerichte sind nicht zwingend an die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gebunden (vgl.
homepage.hamburg.de ).
Welche Ideen haben Sie, etwas gegen diese Entwicklungen zu unternehmen?
Mit freundlichem Gruß
J.