Lothar Sommer (Einzelbewerber)

Lothar Sommer
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Ökonom
Ausgeübte Tätigkeit
selbständiger Champignonproduzent
Wohnort
Locktow
Wahlkreis
Brandenburg an der Havel - Potsdam-Mittelmark I - Havelland III - Teltow-Fläming I
Ergebnis
0,7%
Landeslistenplatz
-, Brandenburg
(...) Nehmen wir nur mal die weltweite Rüstungsproduktion, die den Wert von 1 Billion Dollar jährlich übersteigt. (...)
 
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Sommer,

da die Wahl zwischen den Direktkandidaten zum Bundestag für mich keine wirklichen Alternativen darstellt und mir bewusst ist, wie ihre Mitbewerber/innen antworten, hier meine Fragen:

1. Wie ist Ihre Position zum Thema Vorratsdatenspeicherung? Sollte diese noch ausgebaut werden oder sollte sie zurück gefahren werden? Ist eine Überwachung der Bürger zur Terrorismusbekämpfung notwendig? Wie ist Ihre Meinung zum Zugangserschwerungsgesetz (zur Bekämpfung der Kinderpornographie)?

2. Wie denken Sie über den Kinderschutz in unserem Land? Was ist Ihrer Meinung nach noch notwendig in der Gesetzgebung?

3. Wie wollen Sie den Schuldenabbau des Landes voranbringen (Wer soll die Krise bezahlen?)?

Ich danke Ihnen für die Beantwortung der Fragen und wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Kandidatur.
Antwort von Lothar Sommer
4Empfehlungen
04.09.2009
Lothar Sommer
Hallo Frau ,

ich beginne mit dem letzten Teil Ihrer Frage, dem Schuldenabbau. Der Staat hat sich in unverantwortlicher Weise verschuldet. Die, von denen er sich Geld borgt, stützt er mit Milliarden und entschuldet sie zudem noch. Das ganze System ist auf den Kopf gestellt. Uns Bürgern will man weiß machen, dass die Staatsverschuldung notwendig ist – einschließlich der "Bankenrettung". Es wird gelogen und betrogen ohne Ende. Die Lösung kann also nur sein, dieses politische System zu entlarven und "abzuwracken". Was hindert uns denn daran, die so genannte Schuldenuhr auf NULL zu stellen und einen Neuanfang zu machen (?), eine Währungsreform und nationale Währungshoheit eingebunden.
Was den Kinderschutz betrifft - ich denke der Gesetze gibt es genügend, die Umsetzung fehlt. Wir leben leider in einer zutiefst kinderfeindlichen Gesellschaft. Politiker gaukeln uns täglich etwas vor, ändern aber nichts an den Ursachen. Almosen (Erhöhung Kindergeld, Kindergartenplätze…) werden als Errungenschaften gefeiert – es sollten Selbstverständlichkeiten sein. Gelder sind dafür genügend da – muss man nur umverteilen. Aber wie gesagt, Geld alleine macht es nicht. Das gesamte gesellschaftliche Umfeld muss stimmen. Erst wenn der Mensch (Kind) und nicht der Profit im Mittelpunkt allen Handelns steht, werden wir einen Umschwung erreichen. Das ist machbar. Dann brauchen wir auch keine so gennannte Vorratsdatenspeicherung. Terrorismus ist nur ein Vorwand. Es geht um Überwachung und Terrorisierung der Bürger. Außerdem werden damit immense Rüstungsausgaben und Kriege begründet. Diese Entwicklung verfolge ich nun schon seit meiner frühen Jugend und das Ausmaß wird immer bedrohlicher. Deshalb trete ich zu den Bundestagswahlen an – ich möchte meine Stimme erheben: Wir wollen das nicht mehr länger hinnehmen!

Ich verbleibe
Mit sonnigen Grüßen

Lothar Sommer
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Frage zum Thema Arbeit
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Sommer,

Sie treten für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger ein. Im Sinne einer Vereinfachung der komplexen Sozialsysteme und verschiedenen Transferleistungen mit ausufernder Bürokratie kann ich mich diesem Gedanken grundsätzlich auch anschließen. Nur dürfte die Höhe eben dieses Grundeinkommens m. E. maximal die tatsächlichen menschlichen Grundbedürfnisse - also Essen, Schlafen, Kleiden - abdecken. Ansonsten würde doch der Leistungsgedanke, auf dem unsere soziale Marktwirtschaft (noch) fußt, ad absurdum geführt. Je höher dieses Grundeinkommen, umso weniger Menschen wären doch bereit, durch eigene Leistungen weiteres Einkommen zu erwerben und somit zur Finanzierung dieser Starthilfe für alle beizutragen.

Wie stehen Sie - insbesondere auch als Unternehmer - zur Höhe und zur Refinanzierung dieses Grundeinkommens?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Lothar Sommer
3Empfehlungen
07.09.2009
Lothar Sommer
Hallo Herr ,

ich halte die Finanzierung des Grundeinkommens (GE) über eine Konsumsteuer für sinnvoll (nur eine Steuer für Alles). Die Höhe des auszuzahlenden Betrages richtet sich nach dem, was sich der Staat zum entsprechenden Zeitpunkt erlauben kann, an Geld aufzubringen. Gegenwärtig würde die Orientierung bei den Zuwendungen der so genannten Hartz-Regelungen liegen. Ich selbst plädiere jedoch dafür, bei entsprechenden strukturellen Umgestaltungen, den Anteil des nichtauszuzahlenden GE recht hoch zu halten: Kindereinrichtungen, Schule, Lehre und Studium, kulturelle, sportliche Betätigung, Gesundheitsvorsorge und mehr….
Dadurch wird vielen Menschen ein breiter Zugang möglich und somit auch Teilhabe, die sich rückwirkend auf die Beziehungen zwischen den Menschen auswirkt. Wenn ich formuliere, dass mit den GE, im Ansatz her, ein Auskommen möglich sein sollte, ist das noch lange nicht so, dass man davon "große Sprünge" machen kann. Deshalb wird zwangsläufig eine Nachfrage nach Tätigkeit mit finanziellem Ausgleich entstehen. Ich stoße mit meiner Auffassung bei manchen GE-Vertretern auf Ablehnung, die sich wahrhaftig ein "Schlaraffenland" wünschen. Ich baue auf den "innerlichen Drang" der Menschen (geschichtlich gewachsen) sich zu betätigen, hervorgebracht durch das, was uns auszeichnet und zu dem gemacht hat, was wir sind, das soziale Verhalten. Das nämlich ist es, was gegenwärtig massiv gestört ist – bringen wir das wieder ins Lot, werden wir uns auch weiterentwickeln. Das GE ist hierzu eine ergänzende Möglichkeit. Also, ich merke, es wird sehr umfangreich mit der Beantwortung. Deshalb vielleicht noch zu Ihrer in der Frage formulierten Feststellung: "….. Ansonsten würde doch der Leistungsgedanke, auf dem unsere soziale Marktwirtschaft…" – Also, Leistungsgedanke ja, aber Markwirtschaft ist so ein strittiger Begriff (man sagt auch Wettbewerb) – es handelt sich dabei immer um harten und unerbittlichem Konkurrenzkampf. Der Stärkere besiegt den Schwächeren und so weiter. Insofern gibt es keine Marktwirtschaft, die sozial ist. Ich formuliere dann besser so: Marktwirtschaft mit sozialer Ausrichtung…

Noch eine Anmerkung: Legen wir den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes zugrunde, könnten die Lohnempfänger, die heute nicht mehr als die Gesamtleistungen eines Hartz-Empfängers erhalten, auf die Gleichbehandlung klagen und eben diesen Betrag auch einfordern…oder? Wenn diese aber ein GE erhalten und dann noch einer Tätigkeit nachgehen und die finanzielle Vergütung dafür erhalten, ist die ganze Sache "gerechter". Dann wird es z.B. auch wieder in solchen Bereichen, in denen ich wirke (Gartenbau) Menschen geben, die hier arbeiten wollen. Was jetzt abläuft, brauche ich wohl niemanden zu schildern. Nun gibt es ja noch die Diskussion um die Mindestlöhne – dann müssen die Verbraucher und der Handel auch bereit sein, Mindestpreise zu bezahlen und keine Inflationspreise. Es gibt Länder, da ist das teilweise Praxis (z.B. Schweiz) und die Verbraucher legen auch Wert auf einheimische Produkte. Meine Antwort auf die Diskussion um die Mindestlöhne, ist eben die Einführung eines Grundeinkommens.

Ich verbleibe mit
Sonnigen Grüßen
Lothar Sommer
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Sommer,

grundsätzlich erlangen (Bundes)Gesetze Rechtskraft, wenn sie im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurden. Der Bezug des Bundesgesetzblattes ist kostenpflichtig und schlägt mit ca. € 90,00 im Jahr zu Buche.

Die Plattform des BMJ "Gesetze im Internet punkt de" ist alles andere als aktuell.

Bei Ländergesetzen ist es ähnlich - der Bezug der Gesetzestexte ist für mich als Bürger (oder wie es weiter oben formuliert wurde - PERSONAL) gleichfalls kostenpflichtig.

Sie treten für eine direkte Bürgerbeteiligung ein - in meinen Augen gehört auch die kostenfreie Information über die aktuelle Gesetzeslage dazu.

Wie stehen Sie dazu, Herr Sommer ?

Herzliche Grüße
Antwort von Lothar Sommer
1Empfehlung
24.09.2009
Lothar Sommer
Hallo Herr ,

ich kann der Feststellung in Ihrer Frage, was die kostenfreien Information betrifft, nur beipflichten. Vielleicht würden sich dann die Gesetzgeber/Verfasser und Herausgeber hinsichtlich Inhalten, Umfang und Verständlichkeit auch einen gewissen Zwang zur Sparsamkeit auferlegen müssen....das wäre allen dienlich.
Ich verbleibe

Mit sonnigen Grüßen
Lothar Sommer
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