Lino Coscia (FÜR VOLKSENTSCHEIDE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Lino Coscia
Jahrgang
1988
Berufliche Qualifikation
Abitur
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Bückeburg
Wahlkreis
Nienburg II - Schaumburg
Ergebnis
0,4%
Landeslistenplatz
-, Niedersachsen
(...) Ich würde mich dafür einsetzen, dass jede Privatisierung oder Verstaatlichung von einem bundesweiten Volksentscheid abhängig gemacht wird, dem eine ausreichende mediale Informationskampagne vorausgegangen ist. Der Bürger muss entscheiden dürfen, was mit seinem Besitz gemacht wird. (...)
Fragen an Lino Coscia
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
16.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Coscia,

Sie sind noch recht jung, dennoch engagieren Sie sich als parteiloser Direktkandidat für Volksentscheide. Nun warum schließen Sie sich nicht einer Partei an, die Volksentscheide vertritt? Gibt es einen Grund für ihre Motivation, dass Sie diesen Weg eingeschlagen haben? Und warum glauben Sie sind Voilksentscheide so wichtig? Ist das demokratische Abstimmungsverfahren unser gewählten Volkvertreter nicht mehr ausreichend?
Antwort von Lino Coscia
4Empfehlungen
18.08.2009
Lino Coscia
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ich werde mit der Frage nach meiner Motivation beginnen. Als 2008 die Ratifizierung des Vertrags von Lissabon beinahe selbstverständlich druchgebracht und nur nochmal durch das Referendum unserer irischen Freunde abgewendet wurde, konnte ich sehen welch mächtiges Instrument zur Verteidigung von Rechtstaatlichkeit und Freiheit direkte Demokratie ist. Ich begann mich mehr mit der Thematik zu befassen und konnte zunehmend nicht verstehen warum unser Staat, der sich als demokratisch bezeichnet, den fundamentalen Grundsatz von direkter Demokratie nicht vertritt. Also wusste ich aktiv werden zu müssen und bin so auf die Initiative "FÜR VOLKSENTSCHEIDE" gestoßen.

Damit komme ich auch zur ersten Frage, warum ich mich keiner Partei anschließe. Am 23. April wurde im Bundestag über Vorschläge von FDP, GRÜNE und LINKE abgestimmt, die die Einführung bundesweiter Volksentscheide zum Ziel hatten. Die SPD, obwohl sie vorgibt für die Einführung direkter Demokratie zu sein, hat gegen die Vorschläge gestimmt. Der Grund war der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Laut Forsa Studie wünschen sich 80% der Bürger direkte Demokratie. Die Abgeordneten haben hier also nicht den Willen des Volkes, sondern den Willen von Parteien vertreten. Da hört meiner Meinung nach die Demokratie auf. Fraktionszwang steht der Unabhängigkeit der Abgeordneten im Weg, damit ist für mich klar, dass ich mir nur als fraktionsloser Direktkandidat echte Unabhängigkeit bewahren kann und nur so als VOLKSvertreter arbeiten kann. Wer jetzt sagt, in der Realpolitik ginge das aber nicht anders, dem muss ich entgegnen, dass Artikel 38 des Grundgesetzes jedem Abgeordneten das Recht, die Macht und die Pflicht gibt anders zu handeln.

Und ja, ich finde der Vertrag von Lissabon zeigt eindeutig, dass eine rein Representative Demokratie nicht mehr ausreichend ist und es vielleicht nie war. Macht braucht Kontrolle und die kann nur vom Bürger direkt kommen.

Ich hoffe ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Grüße
Lino Coscia
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Soziales und Familie
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Coscia,

leider konnte ich bislang keine Internet präsenz von ihnen finden, in der Sie zu allgemeinen Themen Stellung beziehen. Ich hoffe dies ändert sich noch rechtzeitig vor der Wahl.

Vorweg würde mich interressieren, wie Sie zu einem Grundgehalt stehen. und falls positiv, wie sie dies umsetzen würden wollen.

mfg
Antwort von Lino Coscia
4Empfehlungen
28.08.2009
Lino Coscia
Sehr geehrter Herr ,

bis jetzt gibt es noch keine Internetpräsentz von mir persönlich. Da ich
jedoch als übergeordnetes Sachthema Volksentscheide vertrete, möchte
ich darauf hinweisen, dass es von der Initiative "FÜR VOLKSENTSCHEIDE" eine
Internetpräsentz gibt, die über dieses Thema aufklärt.

Ich halte es erst einmal für Sinnvoll, wenn Sie weitere Themen die Sie interessieren, einfach als Frage, direkt an mich richten.

Nun zum Grundgehalt. Ich nehme an, dass sie damit das Grundeinkommen meinen. Diese Frage möchte ich mit einem Zitat von Charles de Montesquieu beantworten:
"Der Staat schuldet allen seinen Einwohnern einen sicheren Lebensunterhalt, Nahrung, geeignete Kleidung und einen Lebensstil, der ihre Gesundheit nicht beeinträchtigt."

Das ist auch meine Ansicht, der Staat muss einen würdevollen Lebensstandard für jeden Sicherstellen, bedingungslos und ohne Nachweiß eines Bedarfs.

Die Umsetzung gestaltet sich meiner Meinung nach auch nicht so schwer wie uns immer versucht wird weiß zu machen. Die Finanzierung geschieht primär durch die Streichung aller anderen Sozialleistungen, was auch zu einem Abbau des gewaltigen Bürokratieapparats führt und weiter Kosten spart.

Allein dadurch könnte der größte Teil des Bedingungslose Grundeinkommen finanziert werden, zusätzlich kann man eine Sondersteuer für Konzerne einführen, die eine Monopolstellung errungen haben und so die Marktwirtschaft behindern. Desweiteren sollten Grundnahrungsmittel steuerfrei sein, jedoch Alkohol und Tabakwahren, die inzwischen unser Gesundheitssystem gefährden, stärker besteuert werden.

Die Umstrukturierung des Steuersystems hat sicher noch weiteres Potential, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Grüße

Lino Coscia
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Wirtschaft
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Coscia,

die zunehmende Privatisierung, also den daraus resultierenden Übergang vom staatlichen in privaten Eigentum, bringt unabsehbare Nachteile mit sich, welche sich schon heute bemerkbar machen (Wirtschaftskrise, Finanzkrise, ect.). Wie stehen Sie im allegemeinen zur Privatisierung? Sind Sie dagegen oder dafür? Wenn dagegen, was würden Sie gegen zunehmenden Privatisierung tun und in wie weit und in welchen Bereichen halten sie dann eine Verstaatlichung für sinnvoll und realisierbar?

MFG
Antwort von Lino Coscia
3Empfehlungen
04.09.2009
Lino Coscia
Sehr geehrter Herr ,

Ich werde es direkt auf den Punkt bringen, ich halte die zunehmende Privatisierung von Staatseigentum für ein Verbrechen. Es darf nicht geschehen, dass ehemaliges Volkseigentum in private Hände gegeben wird, wo es nur dem Zweck des Profiterwerbs dient.

Jede für ein Volk unbedingt notwendige Einrichtung sollte auch in staatlicher Hand bleiben. Dazu zähle ich die Post, Wasser, Strom, Gas, Eisenbahn, eine Bank, Müllentsorgung, das Straßennetz, Telekommunikation, Bildungs- und Gesundheitssystem und natürlich Feuerwehr, Polizei und Militär. Die meisten dieser Einrichtungen können nicht profitabel geführt werden, aber der Staat hat den Vorteil, dass er nicht profitabel wirtschaften muss. Er muss auch keine Gehälter kürzen und Arbeiter entlassen um einen Profit zu erzwingen, der Staat muss keine Aktionäre bei der Stange halten und auch keine Manager bezahlen, es ist für ihn nur wichtig, dass die Leistung sichergestellt ist.

Wenn ich von staatlicher Hand spreche, dann meine ich nicht die Regierung, sondern das Volk. Denn es war das Volk welches die Infrastruktur über Jahrzehnte mit seinen Händen und Steuern errichtete. Die Regierung besitzt nicht das Recht zur Privatisierung ohne Zustimmung der Bürger.

Die Privatisierung sorgt meistens dazu, dass Leistungen sich verschlechtern, Arbeitsplätze verloren gehen, Arbeitnehmerrechte untergraben werden ( z.B. Beamtenstatus). Die Kosten kommen am Ende immernoch auf den Bürger zu, denn durch Subventionen stellt die Regierung am Ende sicher, dass Konzerne ihren Gewinn sicherstellen (z.B. Kernenergie).

Auch der immer gepredigte konstruktive Wettbewerb , der die Leistungen verbessern und die Kosten reduzieren sollte, hat sich in der Realität nicht gezeigt. Wenn Büger von einer Stadt zur anderen mit dem Zug fahren wollen, wird auch nach einer Privatisierung nicht auf einmal eine zweite Bahntrasse gebaut, damit man die für den Wettbewerb zwingend notwendige Wahl zwischen zwei Unternehmen hat. Die Privatisierung stellt vielmehr einen Freibrief zur Monopolbildung dar. Ein Zustand der das Ende jeder Marktwirtschaft bedeutet. Um die Marktwirtschaft zu bewahren ist die Verstaatlichung der Infrastruktur zwingend notwendig.

Ich würde mich dafür einsetzen, dass jede Privatisierung oder Verstaatlichung von einem bundesweiten Volksentscheid abhängig gemacht wird, dem eine ausreichende mediale Informationskampagne vorausgegangen ist. Der Bürger muss entscheiden dürfen, was mit seinem Besitz gemacht wird.


Grüße

Lino Coscia
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Wirtschaft
13.09.2009
Von:

Hallo Herr Cocia,
endlich mal jemand von den "jungen", der sich politisch einbringt. Habe schon immer gesagt, dass ihr jungen Menschen euch zwingend einbringen müsst....
Es ist eure Zukunft und so wie es ist, kann es nicht weitergehen. Meine Stimme haben sie sicher..... Hochachtungsvoll, ich ziehe den Hut vor Ihnen.
Was sagen sie zu den zunehmenden Verkäufen deutscher Unternehmen an Russen und Chinesen????(z.B. Opel, Wadan Werft)
MfG
Antwort von Lino Coscia
1Empfehlung
15.09.2009
Lino Coscia
Sehr geehrte Frau ,

Vielen Dank für ihre Unterstützung.

Die zunehmenden Verkäufe deutscher Unternehmen ins Ausland sind natürlich eine traurige Entwicklung. Langsam fordert die Globalisierung auch bei uns Opfer. Wir können nicht mehr länger mit Niedriglohnländern konkurrieren, dazu kommt noch ein zurückgehender Bedarf und eine weltweite Überkapazität. Besonders traurig ist, dass gerade bei ihren Beispielen Opel und Wandan Werft zuerst gewaltige Mengen an Steuergeldern geflossen sind um die Firmen noch zu retten. Nun werden sie für lächerliche Summen an ausländische Investoren verscherbelt. Das Risiko trägt weiterhin nur der Steuerzahler, denn die Arbeitsplätze können auch nach einem Verkauf in Zukunft nicht garantiert werden.

Grüße

Lino Coscia
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Lino Coscia
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.