Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Frage zum Themenfeld des ESM sowie Ihre freundlichen Worte über meine Arbeit im Wahlkreis.
Es freut mich zu hören, dass diese Arbeit im Wahlkreis wahrgenommen wird.
Zu Ihrer Frage möchte ich jedoch gleich einleitend sagen, dass ich als Bürgerschaftsabgeordneter keinerlei Einfluss auf Fragen der Europa- und Finanzpolitik des Bundes habe und mich deshalb auch nicht intensiv mit diesen Fragen befasst habe. Wohl aber setzt sich unsere Bundestagsfraktion detailliert mit allen Fragen, die den ESM betreffen auseinander.
Die SPD-Bundestagsfraktion vertritt die Auffassung, dass es richtig war, den dauerhaften Rettungsschirm, den so genannten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), vorzuziehen.
Die Rettungsschirme sind Ausdruck der innereuropäischen Solidarität. Diese Solidarität ist selbstredend keine Einbahnstraße. Die betroffenen Staaten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Schulden abbauen. Klare und strikte Bedingungen für Hilfsmaßnahmen, die Haushalte zu konsolidieren, sind unerlässlich. Aber ebenso wichtig ist es, Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Die notwendige Konsolidierung kann ohne wirtschaftliche Belebung nicht gelingen. Vor allem muss aber der Finanzsektor reguliert und an den Kosten der Krise beteiligt werden. Wir lehnen es ab, in erster Linie die Steuerzahler und nicht die Krisenverursacher die Zeche zahlen zu lassen. Deshalb fordern wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit geraumer Zeit die Einführung einer Steuer auf Spekulationen (Finanztransaktionssteuer).
Der ESM kann harte Auflagen und Bedingungen für die betroffenen Länder vereinbaren, aber auch Wachstum befördern. Der ESM kann notleidenden Staaten Darlehen gewähren oder deren Staatsanleihen aufkaufen. Hierfür stehen dem Rettungsschirm Garantien und Eigenkapital zur Verfügung.
Unser Bundestagsabgeordneter Ingo Egloff steht Ihnen gerne für alle weiteren Fragen, die den ESM betreffen, zur Verfügung.
Sie erreichen sein Wahlkreisbüro unter: Tel.: 68 94 45 15
Es grüßt Sie herzlich, Ihr Wahlkreisabgeordneter,
Lars Pochnicht.