Lars Holster (SPD)
Abgeordneter Hamburg

Angaben zur Person
Geburtstag
19.11.1972
Berufliche Qualifikation
Versicherungskfm., Studium VWL/Germanistik auf Lehramt
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Stellvertretender Schulleiter der Stadtteilschule Süderelbe
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Bergedorf
Landeslistenplatz
29, über Liste eingezogen
(...) Grundsätzlich haben Sie aber natürlich recht, wünschenswert ist die von Ihnen erwähnte "angenehme, lernkonstruktive Atmosphäre" und dies muss das Ziel der gesamten Lehrerausbildung sein. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Schulen
14.09.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Holster,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort vom 14.07.2014.

Bedauerlicherweise haben Sie meine Frage noch unzureichend beantwortet. Mich interessiert weniger den Inhalt der Verordnung, den ich auch vor Ihrer Antwort kannte, als den dahinter liegenden Sinn. Daher möchte ich meine Frage präzisieren:

Ist aus rechtlicher Perspektive der Hamburger Schulbehörde die Durchführung einer Klassenreise für Lehrer eine Dienstreise oder eine freiwillig ausgeübte Tätigkeit, die über die Dienstaufgaben eines Lehrers hinausgeht? Wieso vertritt die Schulbehörde diese rechtliche Perspektive?

Sind Sie der Auffassung, dass Lehrer für eine durchzuführende Klassenreise privat aufzukommen haben? Die Verordnung zeigt sich dergestalt, als die Gesamtkosten einer Studienfahrt beispielsweise nicht von der Schulbehörde übernommen werden, während das Arbeitsamt für sozialhilfeberechtigte Schüler Kosten bis zu 350 Euro, also weit mehr als es die Schulbehörde bei Lehrer tut (!), übernimmt. Bitte begründen Sie Ihre Sichtweise.

Im Zuge der Schulreform wurden mehrere Schulen fusioniert, also mehrere Schulen bilden jetzt eine Schule. Zu welchen allgemeinen Ergebnissen kommt die Schulbehörde bzw. Sie zum Fusionsprozess, insbesondere bei solchen Schulen, deren verschiedene Standorte über weite Strecken voneinander entfernt liegen und die Kollegien daher nur schwer zusammenwachsen können? Wie hoch sind die mittelfristigen Einsparungspotentiale für die Schulbehörde? Meines Wissens nach werden sicherlich mittelfristig Funktionsstellen abgebaut, insofern fusionierten Schule jeweils einen Leiter für die verschiedenen Abteilungen bekommen. Ähnlich verhält es mit weiteren Verwaltungsaufgaben wie die Bezahlung von Fachleitern.

Ich danke Ihnen für Ihre präzisen Antworten auf meine Fragen und verbleibe mit besten Grüßen,
Antwort von Lars Holster
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22.12.2014
Lars Holster
Sehr geehrter Herr ,

zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen für Ihr großes Interesse an der Politik und insbesondere an der Schulpolitik dieser Stadt bedanken.

Über diese Plattform haben Sie schon mehrfach Fragen an mich gerichtet. All diese Fragen habe ich immer nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet.
Offenbar habe ich jedoch Ihre letzte Frage nicht zufriedenstellend beantworten können, was mir sehr leid tut und ich sehr bedauere.

Ihre spezifizierte Frage vom 14. September an mich betrifft verschiedenste Bereiche der Schulpolitik, darunter die Regelung zur Bezahlung von Klassenreisen und die Fusionierung von Schulstandorten.
Ihre Fragen sind äußerst umfangreich und sehr tiefgehend. Manche mir gestellten Fragen müssen Sie aber eher der Schulbehörde stellen. Die könnte Ihnen darauf sicherlich eine Antwort geben.

Die von Ihnen gestellten Fragen sind zum Teil eher Fragen, die einem Abgeordneten als kontrollierendes Organ der Staatsgewalt zustehen. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass ich Ihre Frage hier in dieser Form und in diesem Rahmen nicht beantworten kann.

Natürlich will ich mich aber nicht vor einer Antwort drücken.
Sehr gerne biete ich Ihnen ein persönliches Gespräch an, in dem ich Ihnen dann Rede und Antwort stehe.
Dafür möchte ich Sie bitten, sich per Mail an mein Büro (info@lars-holster.de) zu wenden, damit meine Mitarbeiter sich mit Ihnen, zwecks Terminabsprache, in Verbindung setzen können.


Ich danke Ihnen noch einmal sehr für Ihre Fragen und möchte Sie wirklich bitten, mit mir einen Termin zu vereinbaren.


Ich verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen
Lars Holster
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Frage zum Thema Schulen
24.11.2014
Von:
-

Sehr geehrter Herr Holster,

ich würde Ihnen gerne folgende zwei Fragen stellen:

Wie viele Gymnasiasten aus den Hamburger Vier- und Marschlanden pendeln täglich zu den Gymnasien in Hamburg?

Warum wurde bei den Neubauplanungen zur Stadtteilschule Kirchwerder nicht auch der Bau eines Gymnasiums für die Vier- und Marschlande an demselben Standort am Kirchenheerweg eingeplant?

Erläuterung meiner Fragen:
Die Hamburger Vier- und Marschlande stellen für mich das Gebiet südlich der A 25 dar, obwohl dies historisch betrachtet nicht korrekt ist. Da mir bekannt ist, dass Gymnasiasten aus den Vier- und Marschlanden nicht nur Gymnasien in Bergedorf ansteuern, sollte zur Beantwortung der ersten Frage ganz Hamburg in die Betrachtung einbezogen werden.

Der Bezirk Bergedorf hat insgesamt 5 Gymnasien (Gym) und 5 Stadtteilschulen (StS). Im Stadtteil Lohbrügge gibt es 2 Gym und 2 StS, im Stadtteil Neuallermöhe 1 Gym und 1 StS und im Stadtteil Bergedorf 2 Gym und 1 StS. In den Hamburger Vier- und Marschlanden, also dem von mir definierten Gebiet südlich der A 25, gibt es lediglich eine weiterführende Schule (StS Kirchwerder) und kein Gymnasium. Die Vier- und Marschlande umfassen laut meiner Definition die Hamburger Stadtteile Moorfleet, Allermöhe, Tatenberg, Spadenland, Ochsenwerder, Kirchwerder, Neuengamme, Altengamme, Curslack und Reitbrook.

Die Stadtteile nördlich der A 25 sind hinsichtlich der schulischen Versorgung sowohl mit Stadtteil- als auch mit Gymnasien besser aufgestellt, trotz unwesentlicher Unterschiede in der Anzahl der unter 18jährigen. Die Anzahl der unter 18jährigen aus dem Stadtteil Billwerder habe ich in den Daten nicht berücksichtigt:

Anzahl der unter 18jährigen in

1. Neuallermöhe: 5815
2. Bergedorf: 5299
3. Lohbrügge: 6149
4. Vier- und Marschlande: 4555

(Quelle: Regionaler Bildungsatlas der Stadt Hamburg)

Vielen Dank für die Beantwortung meiner zwei Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
-
Antwort von Lars Holster
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22.12.2014
Lars Holster
Sehr geehrte Frau Giezelt-,

vielen Dank für Ihre Fragen zu der Situation der Schüler in den Vier- und Marschlanden bezüglich der Versorgung mit Stadtteilschulen, sowie Gymnasien.

Zu Ihren Fragen kann ich wie folgt Stellung beziehen:

Sie fragten, wie viele Gymnasiasten aus den Hamburger Vier- und Marschlanden täglich zu den Gymnasien in umliegende Stadtteile pendeln.
Soweit mir bekannt pendeln etwa 750 Schüler aus den Vier- und Marschlanden zu Gymnasien in umliegende Stadtteile. Diese sind über alle Jahrgangsstufen verteilt.

Sie fragten, warum bei der Neubauplanung der Stadtteilschule Kirchwerder nicht auch der Bau eines Gymnasiums am selben Standort eingeplant wurde.
Bei meiner Antwort beziehe ich mich auf den Schulentwicklungsplan, der die Grundlage bildet für die Schulbauplanung. Danach ist ein Zubau für die STS aufgrund des Bedarfs für eine Sechszügigkeit erforderlich. Die Versorgung der Bedarfe für Gymnasien können derzeit durch die anderen Gymnasien im Bergedorfer Bereich abgedeckt werden.

Im Übrigen verweise ich gerne auf eine zum Thema passende schriftliche kleine Anfrage, die in den nächsten Tagen als Drucksache auf hamburgische-buergerschaft.de zu finden sein wird.


Mit freundlichen Grüßen

Lars Holster
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Frage zum Thema Schulen
24.12.2014
Von:
-

Sehr geehrter Herr Holster,

vielen Dank für Ihre Antworten.
Sie schreiben, dass die Versorgung des Bedarfs in den Vier- und Marschlanden für ein Gymnasium derzeit durch andere Gymnasien im Bezirk Bergedorf abgedeckt werden könne.

Warum haben Eltern aus den Vier- und Marschlanden im Februar 2013 in der Bezirksversammlung Bergedorf gegen das Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen mit der Begründung protestiert, SchülerInnen aus den Vier- und Marschlanden würden benachteiligt werden?

Welche Lösungen wurden bzw. werden in Zukunft für das in der Bezirksversammlung Bergedorf angesprochene Problem von Seiten der SPD gefunden?

Warum rechtfertigen mehr als 750 Gymnasiasten aus den Vier- und Marschlanden nicht den Bau eines Gymnasiums am Kirchenheerweg, wenn im Stadtteil Allermöhe ein Gymnasium mit 663 SchülerInnen sowie in derzeit mindestens 17 anderen Stadtteilen in Hamburg Gymnasien mit weniger als 750 SchülerInnen vorhanden sind?

Erläuterung meiner Fragen:
Viertklässlern aus den Hamburger Vier- und Marschlanden kann der erste, zweite oder sogar dritte Schulwunsch an einem gewünschten Gymnasium möglicherweise nicht erfüllt werden, wenn es mehr Anmeldungen als freie Plätze gibt. Die gültigen Kriterien sind - in dieser Reihenfolge - Härtefälle, Geschwisterkinder und Wohnortnähe. SchülerInnen aus den Hamburger Vier- und Marschlanden wohnen immer weiter weg als andere SchülerInnen aus den anderen Bergedorfer oder Hamburger Stadtteilen.

Im Februar 2014 konnte man der Bergedorfer Zeitung entnehmen, dass am Luisen Gymnasium in Bergedorf lediglich 87,3 % der Erstwünsche von Fünftklässlern erfüllt werden konnten. Die restlichen 12,7 % wurden auf die anderen Schulen nach obigen Kriterien verteilt. SchülerInnen aus weiter entfernten Stadtteilen der Vier- und Marschlande wurden aufgrund der Verteilungskriterien wieder benachteiligt.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner drei Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
-
Antwort von Lars Holster
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29.01.2015
Lars Holster
Sehr geehrte Frau -,

zu den konkreten Forderungen der betroffenen Eltern aus dem Februar 2013 kann ich Ihnen leider keine Auskunft geben, weil ich bei Sitzungen der Bezirksversammlung nicht anwesend bin.

Nach meinen Informationen hat die Schulbehörde damals den Widersprüchen stattgegeben, so dass alle betroffene Schülerinnen und Schüler die Stadtteilschule Kirchwerder besuchen konnten.

In der Schulentwicklungsplanung werden nicht einzelne Stadtteile, sondern Regionen berücksichtigt. Die Vier- und Marschlande gehören zur Region Bergedorf. Würde die Behörde ein Bau eines Gymnasiums in den Vier- und Marschlanden planen, müsste hier auch überlegt werden, welchen gymnasialen Standort man dafür in Bergedorf oder Neu-Allermöhe aufgeben will. Die Schließung eines Standortes zugunsten eines in den Vier- und Marschlanden ist daher momentan nicht geplant.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Holster
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