Lars Holster (SPD)
Abgeordneter Landtag Hamburg

Grunddaten
Geburtstag
19.11.1972
Berufliche Qualifikation
Versicherungskfm., Studium VWL/Germanistik auf Lehramt
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Stellvertretender Schulleiter der Stadtteilschule Süderelbe
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Bergedorf
Landeslistenplatz
29, über Liste eingezogen
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(...) Die Reduzierung der Schulabbrecherquote ist in der Tat ein wichtiges Anliegen des Senates und der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Hierzu sind bereits wichtige Schritte getan worden, es liegt aber auch noch viel Arbeit vor uns. (...)
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
05.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Holster,

ich habe einige Fragen bezüglich des Mindestlohnes und des Lohns studentischer Hilfskräfte.

Sie haben sich als SPD für einen Mindestlohn von 8,50€ in öffentichen Unternehmen in Hamburg ausgesprochen. Meinen Sie davon kann man gut leben? Reichen bei 40h pro Woche 900€ netto im Monat aus? Kann man davon überhaupt eine Wohnung mieten, eine HVV Fahrkarte für 72€ kaufen und ggf. noch eine Familie gründen? Bitte begründen Sie wieviel Geld wofür vorgesehen sind? Ich selbst sehe den Lohn ansonsten also zu gering an, sodass die Motivation fehlt arbeiten zu gehen und man z.B. ohne die benötigte Fahrkarte ohne arbeiten zu gehen mehr Geld hätte.

EIne Kuriosität: Ein studentischer Tutor, welcher an einer Hamburger Universität Nachhilfe für eine ganze Gruppe (anwesend etwa 20-30 Personen) gibt, bekommt pro Stunde gemäß Tarif für studentische Hilfskräfte 8,62€. Bei privater Einzelnachhilfe bekommen Studenten im Schnitt aber 12€-15€ pro 45min. Deshalb ist es tlw. schwierig überhaupt Tutoren zu finden. Weshalb ist der Tarifsatz hier nicht dem Nachhilfemarkt angepasst?

Viele Grüße
Antwort von Lars Holster
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10.04.2012
Lars Holster
Sehr geehrter Herr ,

Die SPD setzt sich seit längerer Zeit für die Einführung eines einheitlichen Mindestlohns in Deutschland ein. Der aktuell in der Partei und in der Öffentlichkeit diskutierte Mindestlohn liegt dabei bei 8,50 €. Für uns ist es wichtig, dass mit der Einführung des Mindestlohns vor allem prekäre Arbeitsverhältnisse ein Ende finden. In Deutschland gibt es noch immer Branchen und Arbeitgeber, die ihre Angestellten so gering entlohnen (weit unter dem Ansatz von 8,50 € pro Stunde), dass diese zusätzlich durch Grundsicherungsleistungen des Staates unterstützt werden müssen. Jeder der in Deutschland einer Arbeit nachgeht, der muss für diese auch entsprechend gerecht und anständig entlohnt werden. Darüber hinaus setzt sich die SPD für die steuerliche Entlastung von Gerningverdienern ein. Hier ist in den vergangen Jahren vieles auf den Weg gebracht worden. So ist beispielsweise der Steuerfreibetrag im Einkommenssteuerbereich zu Gunsten von Gerningverdienern angehoben worden.

Die Vergütung von studentischen Hilfskräften wird von den Universitäten, in Zusammenarbeit mit den studentischen Vertretern, geregelt. Hier ist in den letzten Jahren geregelt worden, dass studentischen Hilfskräfte eine Vergütung von ca. 8,60 € die Stunde erhalten sollen. Sie haben sicherlich recht, dass dieser Stundensatz unter den üblichen Stundensätzen im privaten Nachhilfebereich liegt. Eine Anhebung wäre aus meiner Sicht auch von den jeweiligen Gremien zu diskutieren. Jedoch muss hier beachtet werden, dass studentischen Hilfskräfte mit ihrer Arbeitsleistung in der Regel kein volle Stellen ausfüllen, um damit ihren Lebensunterhalt vollständig zu beschreiten und somit etwas anders zu betrachten sind, als Angestellte mit geringen Entlohnungen. Darüber hinaus gilt auch, dass Studenten mit einem Bachelorabschluss, die als Hilfskräfte eingestellt werden, anders einzustufen und höher zu entlohnen sind. Hier liegt nach meinem Wissen der Stundensatz etwas über 16 €.
Sie haben natürlich recht, dass gerade bei einer geringen Vergütung die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln eine wichtige Rolle spielt. Auf Studenten trifft dies jedoch nicht zu, da diese über ihre Semesterbeiträge eine Semesterticket erhalten, mit dem sie in Hamburg alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Holster
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Frage zum Thema Umwelt
12.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Holster,

ich möchte sie bitten, sich dem Fraktionszwanz zu entziehen, und im Sinne der Hamburger gegen die unnötige Minderheitsbeteiligung der Stadt an den Energienetzen zu stimmen. Die von der Stadt selber in Auftrag gegebenen Studien sehen dies als ungünstigen Schritt an, sollten sie anderes vorhaben, erklären sie bitte auf Grundlage welcher Informationen sie dies tun werden.
Antwort von Lars Holster
bisher keineEmpfehlungen
16.05.2012
Lars Holster
Sehr geehrter Herr ,

in dem vergangenen halben Jahr haben wir innerhalb der SPD-Fraktion und in der Bürgerschaft intensiv über die Beteiligung an den Energienetzen diskutiert. Der Senat hat uns Abgeordnete und die Bürgerschaftsfraktionen transparent und mit einer Vielzahl an Informationen und Unterlagen versorgt, aus denen die inhaltlichen Vertragspunkte, aber auch alle Chancen und Risiken deutlich entnommen werden konnten. Nach meiner Ansicht hat der Senat bei dem Anteilserwerb an den drei Netzgesellschaften gut verhandelt, um das finanzielle Risiko für die Stadt möglichst gering zu halten. Das unternehmerische Risiko tragen in den kommenden Jahren fast vollständig die Mehrheitsgesellschafter, E.ON-Hanse und Vattenfall. Die Stadt Hamburg wird eine garantierte Dividende erhalten, mit der die Refinanzierungskosten des Kaufpreises deckt werden.
Die Beteiligung an den Energienetzen bringt Hamburg in Sachen Energiewende einen großen Schritt weiter. Um bei der Energiewende Einfluss auf die Energiewirtschaft ausüben zu können, brauchen die Beteiligung an den Energienetzen. Denn von nun an kann die Stadt mitbestimmen und die Netze für die Energiewende aufrüsten. Wichtig ist unter diesen Gesichtspunkten, dass vor allem die dezentrale Energiewelt mit den notwendigen Investitionen gefördert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Holster
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