Prof. Dr. Klaus Buchner (GUT)

Prof. Dr. Klaus Buchner
Jahrgang
1941
Berufliche Qualifikation
Physiker
Ausgeübte Tätigkeit
Universitätsprofessor, Technische Uni München
Wohnort
-
Wahlkreis
Magdeburg III
Ergebnis
1,3%
Landeslistenplatz
1
Fragen an Prof. Dr. Klaus Buchner
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
17.03.2006
Von:

Sehr geehrter Prof. Buchner,

Sie sind Naturwissenschaftler und setzen sich im Bündnis GUT für gleichzeitig nachhaltige ökologische und ökonomisch vernünftige Politik ein. Das ist im Detail kompliziert.

1. Würden Sie dafür plädieren, daß bei der ökologischen Wende gezielt dynamische mathematische Optimierungsverfahren eingesetzt werden, um gewisse Etappenziele zu erreichen, oder sollten wir das weiterhin lobbygesteuerten Politikern überlassen ?

2. Der Übegang zu Solartechnik braucht Zeit. Sollte man nicht durch Forschung und Entwicklung neu überdenken und überrechnen lassen, ob die Abhängigkeit und Erpressbarkeit Deutschlands von Gas- und Ölförderländern durch Rückbesinnung auf in der Vergangenheit in Mitteldeutschland praktizierte Technologien der Synthetisierung von Gas und Treibstoffen aus Kohle und Wasser vermindert werden kann, und ob dies vielleicht auch aus ökologischer Sicht zumindest nicht schlechter als der jetzige Weg ist ?

3. Stimmen Sie zu, daß die Ökosteuer heute für ökologiefremde Zwecke mißbraucht wird und im wesentlichen eine Abzocke des kleinen Mannes darstellt ? Sollte sie im Detail auf den Prüfstand kommen und dadurch auf eine neue Basis gestellt werden, daß man sich nicht einseitig an der Energie orientiert (nicht die Energie, sondern die Automaisierung ist für Arbeitsplatzabbau verantwortlich), sondern vielmehr einerseits jeden Primärressourcenverbrauch (Roh- und Energiestoffe) und zweitens alle schädlichen Emissionen (stofflich oder physikalisch) besteuert, während der Endverbraucher ungeschoren bleibt ? Würde das nicht Staat und Kommunen neue finanziell vorteilhafte und gleichzeitig ökologisch sinnvolle Möglichkeiten eröffnen ?

4. Sind Sie umgedreht auch dafür daß Recycling und niedrige Immissionen zu Steuerentlastungen führen sollten, damit solche Unternehmen Vorteile haben, die sich daran orientieren ?

Mit f reundlichen Grüßen und guten Wünschen für einen Wahlerfolg

Spaarmann
Antwort von Prof. Dr. Klaus Buchner
5Empfehlungen
24.03.2006
Prof. Dr. Klaus Buchner
Sehr geehrter Herr Dr. Spaarmann,

In Ihrer ersten Frage sprechen Sie ein großes Problem der letzten beiden Bundesregierungen an. Für die ersten groben Entscheidungen benötigt man jedoch meiner Meinung nach noch keine mathematischen Optimierungsverfahren. Zum Beispiel hätte man von Anfang an gewusst, dass man durch bauliche Sanierungsmaßnahmen mit weniger Geld schnell weit mehr für den Klimaschutz tun kann, als durch manche Rot-Grüne Prestigeobjekte. Trotzdem sind wir es dem Steuerzahler schuldig, für die Feinabstimmung die Methoden der Optimierung zu nutzen, damit die Fördergelder so effektiv wie möglich eingesetzt werden.

Zu Ihrer zweiten Frage: Wir haben immer einen möglichst breiten Mix aus verschiedenen Energien befürwortet. Dazu gehört (naturbelassenes) Pflanzenöl als Treibstoff ebenso wie die Synthese von Treibstoffen aus Kohle, aber auch aus Pflanzen (Bioalkohol). Welche Verfahren sich letztlich durchsetzen, können wir getrost dem Markt überlassen, falls er allen Treibstoffen die gleichen fairen Chancen bietet. Auf jeden Fall wird Sachsen-Anhalt von ihrer Produktion profitieren.

Ihrem dritten Punkt kann ich voll zustimmen. Hier handelt es sich um Maßnahmen, die schon seit Jahren im ödp-Programm stehen. Das gilt im Prinzip auch für Ihren vierten Punkt,.das Recycling, auch wenn unser Programm hier keine unmittelbare Steuerentlastung vorsieht, sondern eine mittelbare über die Einsparung von Abgaben auf Rohstoffverbrauch und Energie.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Buchner
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Frage zum Thema Bürgerrechte
21.03.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Buchner,

das folgende Thema betrifft vorrangig Ostdeutsche:

Kirchensteuernachzahlungen für Jahre(!) nach dem
Kirchenaustritt.

Bitte lesen Sie:

www.kirchensteuern.de,
Kirchen und Geld,
Spezial Rasterfahndung.

Durch den Staatskirchenvertrag - Zusammenarbeit mit den Kirchen - wird das Land mitverantwortlich, wenn es auch in Sachsen-Anhalt die oben erwähnten Fälle gibt.

In Staatskirchenverträgen gibt es keine Regelungen
zur Kündigung und zur Laufzeit. Was halten Sie davon?

Freundliche Grüße
Antwort von Prof. Dr. Klaus Buchner
4Empfehlungen
23.03.2006
Prof. Dr. Klaus Buchner
Sehr geehrter Herr ,

über die von Ihnen angesprochenen Fälle habe ich keine weiteren Informationen. Deshalb bitte ich Sie, mir über die Begebenheiten, die Sie persönlich kennen, die Eckdaten mitzuteilen. Wenn sich die Vorgänge wie beschrieben abgespielt haben, ist das natürlich empörend. Auf jedem Fall sollte man jedoch beide Seiten hören. Erst dann kann ich mir ein Urteil bilden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Buchner
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Frage zum Thema Verkehr
22.03.2006
Von:

Guten Tag Herr Buchner!

Sie kandidieren in Magdeburg. Ist Ihnen bewußt, daß es in Sachsen Anhalt außer in der Region Halle, keine Verkehrsverbünde gibt, in denen man Bus und Bahn mit einer Fahrkarte nutzen kann?

Setzen sie sich für die Vollendung der Nahverkehrsgleise Stendal- Berlin ein?

Diese wären im Flachland preiswert zu verlegen. Dann müßten die Nahverkehrszüge nicht mehr die Schnellbahntrasse nutzen, wo diese zu viele Fahrplantrassen für weitere ICE blockieren. Die Trasse liegt seit Jahren halbfertiggestellt im märkischen Sand.

Wie stehen sie zum Ausbau einer effizienten Containerbahn, die im Takt verkehrt, wie die Personenzüge und über die www.mobiler.de -Technik an jedem Bahnhof mit dem LKW vernetzt werden kann? (aktueller Bericht in www.zeitschrift-schiene.de oder im Bahnhofsbuchandel nach der "SCHIENE" suchen).

MfG.
Antwort von Prof. Dr. Klaus Buchner
5Empfehlungen
23.03.2006
Prof. Dr. Klaus Buchner
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben Recht: Ein Verkehrsverbund im Raum Magdeburg ist meiner Meinung nach nötig, obwohl dort das Angebot im Regionalverkehr nicht schlecht ist. Zum Ausbau des Nahverkehrs Stendal - Berlin fehlen mir im Augenblick die nötigen Daten, die ich aber nach der Wahl leicht beschaffen kann. Deshalb will ich mich dazu jetzt nicht äußern. - Das Problem mit der effizienten Containerbahn sind die hohen Investitionen, die sie erfordert, z.B. Ausbau von Geleisen an relativ vielen Stellen. Auch hier fehlen mir die relevanten Daten über die Menge der Güter, die auf diese Weise auf die Bahn gebracht werden können. Denn Sie wissen: Selbst wenn die Bahn gleichwertige oder nur geringfügig bessere Leistungen anbietet, wechselt nur ein Teil der Unternehmen vom bisherigen Transporteur zur Bahn. Daher muss ich mir erst detaillierte Unterlagen beschaffen, bevor ich hier einem Plan zustimme bzw. ihn ablehne.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Buchner
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Frage zum Thema Bürgerrechte
24.03.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Buchner,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 23.3. zum Thema Kirchensteuernachzahlungen.
Zu Ihren Fragen:
Der 2. Vorsitzende - Tel.: 02364 7699 - eines von Christen gegründeten Vereins wird Ihnen Folgendes bestätigen:
Insbesondere aufgrund der Situation in der DDR ist es heute in vielen Fällen unmöglich, Kirchenaustritte nachzuweisen. Das nutzen die Berliner Kirchen aus. Deshalb bezeichnet ein Anwalt die Kirchensteuernachforderungen als SKRUPELLOSES GESCHÄFTSGEBAREN.

Aufgrund der Staatskirchenverträge arbeiten die
Kirchen und die Länder bei der Kirchensteuererhebung zusammen. Deshalb sind die Landesregierungen mitverantwortlich. Was passiert, wenn jetzt andere Kirchen Gefallen an den Berliner Methoden finden?

Hier wird ein weiteres Problem deutlich:
Kinder werden ohne ihre Zustimmungt getauft. Wenn sie später aus der Kirche austreten wollen, müssen sie in vielen Bundesländern(auch in Sachsen-Anhalt?) Kirchenaustrittsgebühren(in NRW 30 Euro!) entrichten.

Ist es mit den Menschenrechten und dem Grundgesetz vereinbar, wenn das Recht auf Weltanschauungsfreiheit von einer Geldleistung abhängig gemacht wird?

Vielen Dank im voraus.

Freundliche Grüße


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