Katrin Göring-Eckardt (DIE GRÜNEN)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Angaben zur Person
Katrin Göring-Eckardt
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Theologiestudium
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Thüringen
(...) Ich teile Ihre Beobachtung, dass die Zahl derer, die sich zutrauen Menschen im Sterben zu begleiten und die dafür auch die nötige Unterstützung erfahren, den Bedarf nicht deckt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Umwelt
05.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Göring - Eckardt ,

Wie stehen Sie als Christ und Mitglied der Partei Grüne zu der industriellen Massentierhaltung?
Hier in Oldisleben soll eine dieser Tierfabriken errichtet werden. Die EU , Nabu , Bürgerinitiative , die Heil -und Kurstat Bad Frankenhausen , Thüringer Pettitionsausschuss sind in das Verfahren involviert. 1400 Einwender haben dem Landesverwaltungsamt in Weimar Ihre Einwendungen gegen die Schweinemastanlage übermittelt.
Gibt es in Ihrem Wahlprogramm bundes- und thüringenweit Punkte, die die industrielle Massentierhaltung ächten und den Tierschutz stärken?
Wie stehen Sie und Ihre Partei zu den Förderungen der EU , die diese Anlagen erst lukrativ für Investoren machen?
Die geplante Schweinemastanlage soll in nur 900 Meter Entfernung zum FFH - Gebiet und Eu - Vogelschutzgebiet Esperstedter Ried entstehen. Diese Gebiete gehören zum Natura 2000 Gebiet. Zahlreiche geschützte und rote Liste Tier - und Salzpflanzenarten befinden sich in diesem Gebiet. Die Kiesteiche und Kiesgruben sollen nach dem Raumordnungsplan für Nordthüringen dem sanftem Tourismus und der Erholung dienen. Das Eu - Vogelschutzgebiet ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Zugvögel und gehört zum Naturpark und Geopark Kyffhäuser.
Über eine baldige Antwort würden wir uns freuen.
Das Wahlprogramm Ihrer Partei für Thüringen und Deutschland interessiert uns sehr.
Eine gesegnete und gute Zeit wünschen,

Bärbel und .
Antwort von Katrin Göring-Eckardt
1Empfehlung
20.08.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrte Familie ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich kann Ihre Sorge sehr gut nachvollziehen. Es ist in der Tat unerträglich, wie sehr industrielle Tierproduktion gerade in Ostdeutschland seit einigen Jahren auf dem Vormarsch ist. In strukturschwachen Gebieten erhoffen sich Investoren weniger Widerstand und mehr Interesse an Arbeitsplätzen. Aus meiner Sicht ist das jedoch eine fatale Hoffnung, da gerade solche riesigen Anlagen Arbeitsplätze in kleineren und gewachsenen Strukturen zerstören - von den unwürdigen Zuchtbedingungen ganz zu schweigen. Ich kann Sie nur ermuntern, sich vehement gegen solche Pläne zu engagieren. Zwar ist erst vor kurzem eine völlig überdimensionierte Schweinezuchtanlage in Alkersleben (südlich von Erfurt) genehmigt worden, aber es gibt auch andere Beispiele, wo Investoren sich wieder zurückgezogen haben. Als Grüne ist Tierschutz für uns ein zentrales Anliegen. Entsprechend ablehnend sind wir gegenüber solchen gigantischen Mastanlagen. Im Landtagswahlprogramm heißt es dazu: "Thüringen gehört zu den Ländern, die den Tierschutz in ihrer Verfassung verankert haben. In der Praxis ist davon oft nichts zu merken, wie die Entscheidungen etwa zu industriellen Schweinemastanlagen [.] zeigen. [.] In der Landwirtschaft werden wir Umstellungsprogramme für artgerechte Tierhaltung initiieren und tierquälerische Intensivtierhaltungen verhindern." In unserem Bundestagswahlprogramm heißt es: "Das Staatsziel Tierschutz muss im Tierschutzrecht konsequent umgesetzt werden. Wir GRÜNE setzen in der Landwirtschaft auf die artgerechte Haltung von allen Nutztieren. Dafür wollen wir die Rahmenbedingungen schaffen, unter anderem durch Reformen und strikte Anwendung des Emissions-, Bau- und Planungsrechts, um industrielle Massentierhaltungsbetriebe zu verhindern."

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.08.2009
Von:

Werte Frau Göring-Eckhardt,

wie stehen Sie und Ihre Partei zu einer Rot-Rot-Grünen Regierungskoalition auf Bundesebene nach der Wahl?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Katrin Göring-Eckardt
1Empfehlung
21.08.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich kann mir zur Zeit eine Koalition mit der Linkspartei nicht vorstellen. Als jemand, der in der DDR aufgewachsen ist, bin ich von der Erinnerung an deren Vorgängerpartei SED geprägt, die nicht zuletzt für den Spitzeldienst der Stasi verantwortlich war. Ihre eigene Geschichte hat die PDS bzw. Partei "Die Linke" bis heute nicht wirklich ernsthaft und offen aufgearbeitet. Dies ist der Hauptgrund, weshalb ich mir eine Koalition mit dieser Partei auf Bundesebene nicht vorstellen kann. Hinzu kommen aktuelle inhaltliche Gründe: Die Linkspartei betreibt einerseits einen durchschaubaren Populismus mit unbezahlbaren Versprechungen, entzieht sich aber selbst immer wieder der politischen Verantwortung - etwa wenn es um die europäische Integration geht, wo die Partei "Die Linke" sich in eine europafeindliche Verweigerungshaltung zurückzieht. Und die Art und Weise wie Oskar Lafontaine Ressentiments schürt, etwa indem er von "Fremdarbeitern" spricht, finde ich schlicht unerträglich.

Ganz davon abgesehen kämpfen und streiten wir im Wahlkampf zuallererst für eigenständige grüne Inhalte und für unsere Idee einer besseren Welt. Regieren ist für uns kein Wert an sich, sondern nur dann erstrebenswert, wenn sich dabei ein ökologisch-sozialer Politikwechsel durchsetzen lässt.

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.08.2009
Von:

Sehr geehrte Fr. Göring-Eckardt,
Sie schrieben am 29.07.2008 "Homosexualität bedarf keiner Korrektur, noch ist sie durch Therapie überwindbar." Ich habe eine Frage zum zweiten Teil ihrer Aussage, denn Menschen wie Markus Hoffmann (1), Gerlach (2) oder Glatze (ehem. Gründer von "Young Gay America") (3) haben es anders erlebt und der Psychologe und Redakteur von "Psychology Today" Robert Epstein berichtet von einem weiteren Fall (4). Auch der Abgeordnete der UK Green Party, der homosexuelle Peter Tatchell, widerspricht in einem sehr lesenswerten Artikel der Theorie einer rigiden sexuellen Vorherbestimmtheit: "The evidence does not support the idea that sexuality is a fixed biological given" (5). Dementsprechend sagt der frühere Präsident der APA (2004) Robert Perloff (6): "Einen Psychotherapeuten, der einen Klienten mit Konversionswunsch begleiten möchte, davon abzuhalten, ist Anti-Forschung, Anti-Wissenschaft und antagonistisch zur Suche nach Wahrheit". Studien belegen ebenfalls, dass es Konversionen gibt, wenn auch nur im unteren zweistelligen Prozentbereich (7).
Für mich passen Ihre obige Aussage und die der genannten Betroffenen, Experten, Politiker und Wissenschaftler nicht zusammen. Können Sie mir bitte helfen, diesen Widerspruch aufzulösen und zu begründen, warum ihre Meinung dir richtige ist? Quellen, die eine 0% Konversions-Chance Änderungswilliger bescheinigen, wären dabei äußerst hilfreich.
Mit freundlichen Grüßen
M. H.

Quellen:
(1) www.hv-cv.de/21.html
(2) www.ojc.de/392.html
(3) www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3937&cob=336379
(4) www.wissenschaft-online.de/artikel/853545
(5) www.petertatchell.net/gay%20gene/borngay.htm
(6) de.wikipedia.org Quelle [7]
(7) www.narth.com/docs/PhelanReportSummaryFact.pdf
Antwort von Katrin Göring-Eckardt
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Nachfrage. Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang auf die Antwort der Bundesregierung hinweisen, die sie auf die Anfrage der grünen Bundestagsfraktion gegeben hat. Sie können das Dokument aufrufen unter: dip21.bundestag.btg "Die Bundesregierung vertritt weder die Auffassung, dass Homosexualität einer Therapie bedarf, noch dass Homosexualität einer Therapie zugänglich ist. Homosexualität wird seit über 20 Jahren von der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler aus Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie nicht als psychische Erkrankung angesehen. Dementsprechend wurde die Homosexualität bereits im Jahre 1974 von der amerikanischen Psychiatervereinigung (APA) aus ihrem Diagnoseklassifikationssystem "Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen" (DSM) und im Jahre 1992 aus dem Diagnosekatalog der Weltgesundheitsorganisation (Internationale Klassifikation der Krankheiten, ICD) gestrichen. In der psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachwelt hat sich seither die Position durchgesetzt, dass die früher weit verbreitete psychoanalytische Auffassung von Homosexualität als pathologisch zu beurteilender Störung der psychosexuellen Entwicklung durch empirische Daten nicht gestützt wird.

Die vor allem in den 60er und 70er Jahren häufig angebotenen so genannten "Konversions"- oder "Reparations"-Therapien, die auf eine Änderung von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten oder der homosexuellen Orientierung abzielten, werden heute in der Fachwelt weitestgehend abgelehnt. Dies gründet sich auf die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und schädliche Effekte (z. B. Ängste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zu Suizidalität) auftraten und die versprochenen Aussichten auf "Heilung" enttäuscht wurden. Für therapeutische Hilfen aus dem Bereich der so genannten affirmativen Therapien konnte dagegen ein Nutzen im Sinne einer geringeren Anfälligkeit bezüglich psychischer Erkrankungen nachgewiesen werden. Bei diesem Ansatz geht es um die unterstützende therapeutische Begleitung der Entwicklung der sexuellen Identität, die Integration der sexuellen Orientierung in das Selbstbild und die Stärkung des Selbstwertgefühls des Klienten. Wenn so genannte Konversionstherapien durch Organisationen oder Gruppierungen angeboten und beworben werden, so können hier unterschiedliche, meist religiöse oder weltanschauliche Motive eine Rolle spielen, die sich einem empirisch-wissenschaftlichen Ansatz entziehen."

Mit vielen Grüßen,
Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Göring- Eckardt,

mit Verwunderung mußte ich der Tagespresse entnehmen, daß Sie nun doch eine Koalition mit den "Linken" in Thüringen eingehen wollen. Wenn dem so ist, wäre es nicht ein Verrat an alle Bürgerrechtler aus der ehemaligen DDR? Jedenfalls sollten Sie dann so viel Anstand haben und nicht mehr im Namen der Verfolgten der SED-Diktatur sprechen. Viel unglaubwürdiger geht es ja nun wirklich nicht mehr!

Mit Grüßen,
Antwort von Katrin Göring-Eckardt
1Empfehlung
21.09.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Frage.

Wenn sie heute die Zeitung lesen, dann wissen Sie, dass ich mehr als skeptisch bin, was diese Zusammenarbeit angeht. Gleichzeitig geht es natürlich vielen unserer Mitglieder so, dass sich auf jeden Fall etwas ändern muss in Thüringen. Und: wir haben eine Tradition, die darauf angelegt ist, tatsächlich über inhaltliche Fragen zu sprechen. Hier gab es, aber das wissen Sie ja, eine ganze Reihe von programmatische Übereinstimmungen.

Viele unserer Bürgerrechtler teilen einerseits große Vorbehalte und andererseits auch den Wunsch unsere inhaltlichen Anliegen voran zu bringen. Deswegen wurde am vergangenen Freitag der Beschluss zu sondieren auch von den meisten mitgetragen. Allerdings nur das. Ohne dass ich ihnen die ganze Diskussion unseres Parteirates widergeben kann, will ich Ihnen noch sagen, dass es auch einen Antrag gab, der vorsah, in eine Koalition zu gehen. Dieser hat nur eine einzige Ja-Stimme bekommen.

Gleichzeitig ist völlig klar, dass wir in keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit gehen, wenn wir keine FÜR UNS befriedigende Antwort auf die Frage der DDR-Vergangenheit und deren Aufarbeitung gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Katrin Göring-Eckardt
Ergänzung vom 24.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich danke ihnen sehr für Ihre Frage.

Wenn sie in diesen Tagen die Zeitung lesen, dann wissen Sie, dass ich mehr als skeptisch bin, was die Zusammenarbeit mit der Linkspartei angeht.

Gleichzeitig geht es natürlich vielen unserer Mitglieder so wie es Ihnen vielleicht bei der Wahl ging: dass sie das Gefühl hatten, dass sich auf jeden Fall etwas ändern muss in Thüringen. Und: Wir Grüne haben eine Tradition, die darauf angelegt ist, tatsächlich über inhaltliche Fragen zu sprechen. Hier gab es, aber das wissen Sie ja, eine ganze Reihe von programmatischen Übereinstimmungen.

Viele unserer Bürgerrechtler haben einerseits große Vorbehalte, andererseits aber auch den Wunsch, unsere inhaltlichen Anliegen voran zu bringen. Deswegen wurde der Beschluss für Sondierungsgespräche auch von den meisten mitgetragen. Allerdings nur das. Ohne dass ich ihnen die ganze Diskussion unseres Parteirates wiedergeben kann, will ich Ihnen noch sagen, dass es auch einen Antrag gab, der vorsah, in eine Koalition zu gehen. Dieser hat nur eine einzige Ja-Stimme bekommen.

Gleichzeitig ist völlig klar, dass wir in keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit gehen, wenn wir von der Linkspartei in Thüringen keine FÜR UNS befriedigende Antwort auf die Frage der DDR-Vergangenheit und deren Aufarbeitung bekommen!

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Umwelt
18.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt ,

Wie stehen Sie als Christ und Mitglied der Partei Grüne zu Technologien, die eine Innovation in der dezentralen Bioenergieversorgung darstellen ?

Sie geben mir heute Ermutigung als arbeitslosen Diplomingenieur und Christ mit Ihrem positiven Einfluß auf die Bildung einer rot-rot-grünen Regierung in Thüringen im Sinne eines "Regierens zur Erzielung eines ökologisch-sozialen Politikwechsels".
Sollte die CDU wieder die Regierungspartei in Thüringen werden, so wird sich trotz BIOBETH nichts bedeudenteres in Hinsicht auf die Anwendung von Technologien zur Erzeugung von Erneuerbaren Energie im Vorfeld des Nationalparkes Hainich entwickeln.
Am 03.08.09. hat der Bundesumweltminister nach seiner Sommertour im Nationalpark Hainich für das Demonstrationsvorhaben des AER-Verfahren TBM im UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb 3,5 Mio. Euro Fördermittel übergeben.
Es wird sich eine nachhaltige Entwicklung für diese Region ergeben, denn es kommt das zur Anwendung.

Wird es möglich sein, diese Technologie auch in Thüringen anzuwenden und welche Vorstellungen bestehen für die Erweiterung des Angebots von Arbeitsplätzen im Netzwerk der Kombi-Kraftwerke ?
Ich bin Informatiker mit der IHK-geprüften Zusatzausbildung "Europäischer Energiemanager" und erwarte schöpfungsgerechtes Handeln in allen kirchliche Einrichtungen, die eine effiziente Energienutzung anstreben mit Hilfe des Stromsparchecks oder im Einsatz als Bürgerarbeiter.
Im Stromsparcheck, der bundesweit für Hartz-IV Empfänger außer in Gera sonst in Thüringen nicht durchgeführt wird.
Es ist notwendig flächendeckend Programme zum Umwelt- und Energiemanagement durchzuführen, so dass auch über den "Bürgerarbeiter" ein Einsatz von qualifizierten Langzeitarbeitslosen möglich wird.
Ich denke, dass ich als qualifizierter Dipl.-Ing. nicht mehr als Hilfsarbeiter von den ARGE´n eingesetzt werden könnte bei einem ökologisch-sozialem Politikwechsel in Thüringen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Katrin Göring-Eckardt
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen. Der Umbau unserer heutigen zentralen auf fossilen Energieträgern basierenden Energieversorgung hin zu dezentralen Anlagen auf Basis von Erneuerbaren Energien ist zentraler Bestandteil Grüner Politik. Für Thüringen haben wir von Experten errechnen lassen, dass es bis zum Jahr 2050 möglich ist die Energieversorgung komplett auf Erneuerbare Energien umzustellen. Neben dem Ausbau dezentraler Energietechnologien ist dieses ambitionierte Ziel nur erreichbar wenn konsequent alle Effizienz- und Einsparpotenziale genutzt werden.

Wir fordern und unterstützen dabei insbesondere auch neue und innovative Energietechnologien. Gerade die Möglichkeit der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis von Feststoffvergasern kann zukünftig die bereits etablierte Biogastechnik ergänzen.

Zu ihrer weiteren Frage: es ist kaum nachvollziehbar warum das Programm www.bmu-klimaschutzinitiative.de bisher von den Kommunen mit Ausnahme von Gera nicht in Anspruch genommen wird. Gerade einkommensschwache Haushalte haben ein großes Interesse daran durch Einsparungen ihre Stromrechnung zu minimieren.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Göring-Eckardt



Ursprüngliche Nachricht-----
Von: abgeordnetenwatch.de [mailto:antwort@abgeordnetenwatch.de]
Gesendet: Samstag, 19. September 2009 20:40
An: Goering-Eckardt Katrin
Betreff: Eine Frage an Sie vom 18.09.2009 15:56

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

aus Bad Langensalza hat als Besucher/in der Seite
www.abgeordnetenwatch.de (Bundestag) bzgl. des Themas "Umwelt" eine Frage
an Sie.

Um diese Frage zu beantworten, schicken Sie diese Mail mit Ihrem
eingefügten Antworttext an uns zurück (als wenn Sie eine normale Mail
beantworten würden).



Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt ,

Wie stehen Sie als Christ und Mitglied der Partei Grüne zu Technologien,
die eine Innovation in der dezentralen Bioenergieversorgung darstellen ?

Sie geben mir heute Ermutigung als arbeitslosen Diplomingenieur und Christ
mit Ihrem positiven Einfluß auf die Bildung einer rot-rot-grünen
Regierung in Thüringen im Sinne eines "Regierens zur Erzielung eines
ökologisch-sozialen Politikwechsels".
Sollte die CDU wieder die Regierungspartei in Thüringen werden, so wird
sich trotz BIOBETH nichts bedeudenteres in Hinsicht auf die Anwendung von
Technologien zur Erzeugung von Erneuerbaren Energie im Vorfeld des
Nationalparkes Hainich entwickeln.
Am 03.08.09. hat der Bundesumweltminister nach seiner Sommertour im
Nationalpark Hainich für das Demonstrationsvorhaben des AER-Verfahren TBM
im UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb 3,5 Mio. Euro Fördermittel
übergeben.
Es wird sich eine nachhaltige Entwicklung für diese Region ergeben, denn
es kommt das zur Anwendung.

Wird es möglich sein, diese Technologie auch in Thüringen anzuwenden und
welche Vorstellungen bestehen für die Erweiterung des Angebots von
Arbeitsplätzen im Netzwerk der Kombi-Kraftwerke ?
Ich bin Informatiker mit der IHK-geprüften Zusatzausbildung
"Europäischer Energiemanager" und erwarte schöpfungsgerechtes Handeln in
allen kirchliche Einrichtungen, die eine effiziente Energienutzung
anstreben mit Hilfe des Stromsparchecks oder im Einsatz als
Bürgerarbeiter.
Im Stromsparcheck, der bundesweit für Hartz-IV Empfänger außer in Gera
sonst in Thüringen nicht durchgeführt wird.
Es ist notwendig flächendeckend Programme zum Umwelt- und
Energiemanagement durchzuführen, so dass auch über den "Bürgerarbeiter"
ein Einsatz von qualifizierten Langzeitarbeitslosen möglich wird.
Ich denke, dass ich als qualifizierter Dipl.-Ing. nicht mehr als
Hilfsarbeiter von den ARGE´n eingesetzt werden könnte bei einem
ökologisch-sozialem Politikwechsel in Thüringen?

Mit freundlichen Grüßen



Um die Frage direkt einzusehen, können Sie auch diesem Link folgen:
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Mit freundlichen Grüßen,
www.abgeordnetenwatch.de
(i.A. von )

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