Katja Suding (FDP)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Angaben zur Person
Katja Suding
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Kommunikationsberaterin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wahlkreis
Blankenese , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 22.354, 9,5%über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1, Stimmen (Liste): 73.700
(...) Vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. Wir werden bei der Aufarbeitung des schwarz-grünen Schulchaos im Rahmen der Erarbeitung des neuen Schulentwicklungsplanes (SEPL) in Bürgerschaft, Deputation und Bezirken darauf drängen, dass die Schulstandorte für eine bedarfgerechte, wohnortnahe Versorgung ausgelegt werden und bewährte, gewachsene Schulstrukturen vor Ort erhalten statt zerschlagen werden. (...)
Fragen an Katja Suding
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung und Forschung
13.02.2011
Von:

Als Vater von zwei Kindern, die die Grundschule Goosacker besuchen, frage ich Sie:
Was werden Sie tun, damit die Grundschule Goosacker in Osdorf als eigenständige Schule mit Schulleitung und Verwaltung und ausreichenden Räumen auf dem jetzigen Gelände bleibt?
Die Schule ist jetzt zweizügig und im neuen Schuljahr reichen die Anmeldungen für drei neue Klassen.
Es werden in nächster Zeit in Osdorf zwei Neubaugebiete entstehen.
Der Stadtteil ist im demografischen Wandel begriffen d.h. die von Älteren freigemachten Wohnungen werden von jungen Familien mit Kindern bezogen.
Antwort von Katja Suding
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Katja Suding
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. Wir werden bei der Aufarbeitung des schwarz-grünen Schulchaos im Rahmen der Erarbeitung des neuen Schulentwicklungsplanes (SEPL) in Bürgerschaft, Deputation und Bezirken darauf drängen, dass die Schulstandorte für eine bedarfgerechte, wohnortnahe Versorgung ausgelegt werden und bewährte, gewachsene Schulstrukturen vor Ort erhalten statt zerschlagen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bildung und Forschung
14.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Suding,

auf Ihren Plakaten steht Bildung als Stichwort ganz vorn. Ich möchte Sie daher fragen, wie Sie zu den jüngsten Aktionen Ihres Parteifreundes, des Schleswig-Holsteinischen FDP-Bildungsministers Klug stehen: Er überzieht zur Zeit ca. 2000 Lehrer mit Disziplinarverfahren, teilweise mit dem Ziel des Verlustes von Funktionsstellen. Zugesagte Beförderungen in Funktionen hat er bereits gestrichen. Dies alles wegen der Teilnahme an einem zweistündigen Warnstreik im letzten Sommer. Halten Sie diese Maßnahmen für rechtens, für verhältnismäßig, für Motivation fördernd? Oder können Sie zusichern, dass in Hamburg solche Aktionen mit der FDP nicht zu befürchten sind?

Ich werde diese Frage auch an andere Kandidaten Ihrer Partei senden, da die Lust zu antworten bei vielen Ihrer Parteifreunde nicht groß ist. Mir liegt aber sehr an einer Antwort noch vor der Wahl!

Mit bestem Gruß

Antwort von Katja Suding
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Katja Suding
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beanwtorte. Ich bitte um Verständnis, dass ich zu den Vorgängen in Schleswig-Holstein nicht Stellung nehme. Ich kenne die Hintergründe nicht im Detail und bin außerdem der Meinung, dass ich mich als Hamburgerin nicht in die Angelegenheiten von Schleswig-Holstein einmischen sollte.

Ich kann allerdings zu der grundsätzlichen Frage Stellung nehmen, ob Lehrer streiken dürfen und ob ihnen ggf. Disziplinarmaßnahmen drohen sollten. Zunächst ist es beamteten wie angestellten Lehrern unbenommen, ihre politische Meinung zu äußern. Sie können selbstverständlich auch an Demonstrationen teilnehmen.

Anders sieht es aus mit Streiks: Wenn Lehrer streiken, geschieht dies zwangsläufig auf Kosten der Schüler. Dies ist sehr fragwürdig, ganz besonders dann, wenn es letztlich um eigene Interessen der Lehrer geht, also z.B. Gehaltserhöhungen oder kürzere Arbeitszeiten.

Wenn beamtete Lehrer streiken, wird es besonders schlimm: Beamte dürfen nicht streiken, schließlich nehmen sie alle Vorteile des Beamtenstatus in Anspruch, dann müssen sie auch die Nachteile hinnehmen. Ein solcher Verstoß gegen ihre Dienstpflichten muß m.E. disziplinarrechtlich gewürdigt werden. Ob es zu Disziplinarmaßnahmen kommt, ist im Einzelfall zu entscheiden. Dabei ist sicher auch zu berücksichtigen, ob der betreffende Beamte in einer Leitungsfunktion ist oder sich für eine solche bewirbt.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
15.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Suding,

17 Fragen und nur 3 Antworten! Sie reden davon, die FDP sei Nahe am Bürger und doch ignorieren Sie zahlreiche Fragen an Sie. Stellen Sie sich so eine Nähe zum Bürger vor? Ist Ihnen die Pressepräsenz bereits zu Kopfe gestiegen? Fühlen Sie sich wie ein gefeierter Star, der seinen Hofstaat nicht mehr beachten muß? Liebe Frau Suding, diese Arroganz ist schon ganz anderen zum Verhängnis geworden. Am Sonntag entscheiden Hamburgs Bürger darüber, ob Sie wieder im Nichts verschwinden oder ob die FDP wieder in die Bürgerschaft einzieht. Und eventuell sind es die 14 Stimmen, die hier mißachtet wurden, die Ihnen und der Partei für den Einzug fehlen. Ein gut gemeinter Rat.

Sie reden von der Stärkung der Kreativwirtschaft in Hamburg. In wie fern wollen Sie diese stärken und wie soll das aussehen? Berlin hat Hamburg längst den Ruf der Medienhauptstadt abgelaufen, unter anderem, weil es Hamburg an Räumlichkeiten fehlt und natürlich auch aus Kostengründen. Wie möchten Sie dagegen vorgehen, dass noch weitere Kreative abwandern?

MfG
Antwort von Katja Suding
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Katja Suding
Sehr geehrter Herr ,

wir wollen in Hamburg ein Umfeld schaffen, das für die Kreativen attraktiv ist. Den Unternehmen der Kreativwirtschaft wollen wir durch die Sanierung und Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur, die Bereitstellung von mehr Gewerbeflächen, den Abbau bürokratischer Hürden und die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes attraktivere unternehmerische Rahmenbedingungen bieten.
Durch eine von uns angestrebte Reform des Länderfinanzausgleiches hätte Berlin zudem weniger Möglichkeit, Unternehmen durch üppige Gratifikationen aus Hamburg abzuwerben, da dieses nicht mehr im gegenwärtigen Umfang von erfolgreich wirtschaftenden anderen Bundesländern finanziert werden müßte.
Um Kreative nach Hamburg zu ziehen und sie hier zu halten, sind aber auch andere Faktoren wichtig: eine leistungsfähige Universität, gute Schulen, günstige und flexible Kitas, eine attraktive Kulturszen und bezahlbarer Wohnraum.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Stadtplanung
18.02.2011
Von:

Liebe Frau Suding,

ich wohne auf einem Bauwagenplatz in Wilhelmsburg / Bezirk Mitte, der bis 30.04.2011 geduldet ist.
Wir befinden uns auf einer in öffentlicher Hand befindlichen Industriefläche, sind bereit Pacht zu bezahlen, Müll zu entsorgen etc. Es liegt auf der Hand, dass wir auch nach dem 30.04.2011 einen Ort zum Leben im Wagen in Hamburg brauchen. Dies scheint ein Politikum, an dem sowohl Bezirk als auch die jetzige BSU beteilgtigt sind.

Meine Fragen an Sie:

Was empfehlen Sie mir und der Wagengruppe Zomia, wie ich zu einem legalen Wagenplatz in Hamburg kommen kann?

Wie stehen Sie persönlich dazu, wenn Menschen wie ich mich entscheide in Hamburg im Bauwagen leben zu wollen? Haben Sie da was gegen?

Empfinden Sie es als angemessen und verhältnismäßig, wenn Menschen, die lediglich die Forderung nach einer konkreten Legalisierung ihrer Lebensform haben, wie von Markus Schreiber angedroht, gewaltsam geräumt werden und Wägen konfisziert werden? Halten Sie ein solches Szenario für erstrebenswert?

Wie würden Sie empfehlen mit folgender Argumentation umzugehen: Entscheidungsträger_innen behaupten generell und allgemein nichts gegen neue Wagenplätze zu haben, weichen aber auch, wenn es um konkrete Fläche geht und finden Argumente, warum es auf jeder einzelnen Fläche nicht geht?
Wie würden Sie damit konstruktiv umgehen?

Und zuletzt:
Wie könnten Sie mir, der Wagengruppe Zomia und anderen Wagen-Menschen in Hamburg weiterhelfen, wenn Sie und Ihre Partei Teil der Hamburger Regierung werden würde? Wie würden Sie sich positionieren?

Für mehr Hintergrund:
zomia.blogsport.eu

Mit besten Grüßen,
Ihre // Wagenplatz Zomia Hamburg-Wilhelmsburg
Antwort von Katja Suding
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Katja Suding
Liebe Frau ,

Das große Problem in dieser ganzen Angelegenheit ist das Hamburgische Wohnwagengesetz. Dieses ist eine in den 50er Jahren geschaffene Adaption des bis dahin geltenden nationalsozialistischen "Anti-Zigeuner-Gesetzes" aus den 30er Jahren. Dieses Gesetz verbietet auf Dauer angelegtes Wohnen in Wohnwagen, Bauwagen u.ä. Wohnstätten. Alle Versuche, entsprechende Plätze zu schaffen oder zu erhalten, enden daher in Hamburg stets in einer rechtlichen Grauzone mit einer Duldung eines irgendwie rechtswidrigen Zustandes. Daher ist üblicherweise auch keine rechtlich saubere Regelung der Rahmenbedingungen von Wohn-/Bauwagenplätzen möglich.
Da wir Liberalen es nicht als eine Staatsaufgabe betrachtet, Menschen eine bestimmte Wohnform aufzuzwingen, haben wir in unserer letzen Bürgerschaftsfraktion in der Legislaturperiode 2001-2004 eine entsprechende Änderung der Rechtslage angestrebt. Leider hatten wir damit kaum eine Erfolgschance, da es bei der Schill-Partei und vor allem der CDU, aber auch bei Sozialdemokraten härtesten Wiederstand gab. Solange die Rechtslage so unbefriedigend ist, sind wir auch als Rechtsstaatspartei bereit, solche Wohnformen in den genannten rechtlichen Grauzonen zu dulden, natürlich nur, solange für alle Einwohner geltende Anforderungen wie Ver- und Entsorgung, Bodenschutz und nachbarschaftliche Rücksichtnahme eingehalten werden.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Katja Suding
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.