Katja Suding (FDP)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
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Angaben zur Person
Katja Suding
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Kommunikationsberaterin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wahlkreis
Blankenese , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 22.354, 9,5%über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1, Stimmen (Liste): 73.700
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(...) Desgleichen wollen wir die zahlreichen Stäbe, Arbeitsgruppen, und Projektgruppen auflösen, die ohne konkreten Auftrag oder ohne konkretes Ziel arbeiten. Dass wir in einem oder mehreren bestimmten Ämtern oder Abteilungen einer Behörde nicht sparen wollen, heißt nicht, dass es woanders in dieser Behörde keine Einsparpotentiale gibt. Das gilt z.B. auch für die von ihnen genannte Finanzbehörde. (...)
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Frage zum Thema Arbeit
01.02.2011
Von:

Guten Tag Frau Suding,
mit Schrecken habe ich im Interview bei HH1 gehört, wie Sie sagten Sie seien gegen einen Frauenquote. Warum?
Frau Schröder, Frau von der Leyen sind dafür. Der "Spiegel" hat es diese Woche zum Titelthema gemacht und die EU Kommission droht schon mit einem Gesetz, weil sich nichts bewegt. Sogar in der "Bild" beklagte der türkische Journalist Özkök, dass zu wenige Frauen bei Weltwirtschaftsforum in Davos seien. Und in Skandinavien wird die Quote schon sehr erfolgreich praktiziert.

Wie also kann es sein, dass Sie sich als moderne Frau sehen, die mitten im Leben steht (so Ihr Credo bei HH1) und doch diese Forderung nicht unterstützen?


Mit Verlaub, ich finde Ihre Haltung eher anti-modern. (Bitte bedenken Sie, dass Ihre Tätigkeit als Teilzeitkraft mit Personalverantwortung für 8 Leute nicht die Regel ist und vielleicht nur ein Glücksfall, weil Sie Spitzenkandiatin der FDP geworden sind).
Und: Ihr Einsatz für flexiblere Kita-Betreuung in allen Ehren - von einer Wirtschaftspartei wie der FDP muss zu diesem Thema doch mehr kommen...

Vielen Dank, dass Sie sich dem Thema stellen!
Antwort von Katja Suding
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Katja Suding
Guten Tag Herr Chors,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. Nach meiner liberalen Ansicht sollte der Staat nicht regeln, was er nicht regeln muß. Eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote bedeutet aber einen erheblichen Eingriff in die private Vertragsfreiheit.
Zufrieden bin ich mit der gegenwärtigen Situation, in der es sehr wenige Frauen in Führungspositionen gibt, aber nicht. Ich bin mir aber auch sicher, dass die Entwicklung in den nächsten 10-15 Jahren eine ganz andere sein wird als in den vergangenen 10-15 Jahren. Kompetente, gut ausgebildete Frauen werden es in den nächsten Jahren immer mehr in Führungspositionen schaffen, auch ohne Quote. Alleine der demographische Wandel und der Fachkräftemangel werden Strukturen ganz ohne Quoten verändern. Schon heute verlassen mehr Frauen die Universitäten als Männer, sie haben schneller studiert und die besseren Abschlüsse gemacht. Die Unternehmen werden auf sie als Arbeitskräfte in Führungspositionen nicht verzichten können.
Dass Frauen bisher in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, hängt auch damit zusammen, dass sich Familie und Beruf häufig nicht ausreichend miteinander vereinbaren lassen. Gerade deswegen ist unsere Forderung nach günstiger und flexibler Kinderbetreuung entscheidend und wichtig. Insbsondere für eine Partei, die sich für die mittelständische Wirtschaft und bessere Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze einsetzt.
Ich halte eine gesetzlich vorgeschriebene starre Frauenquote daher nicht für das richtige Instrument, um Frauen verstärkt in Führungspositionen zu bringen, sondern setze auf einen bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den Einsatz der Frauen selbst und die Einsicht der Unternehmen, dass sie alleine aus Wettbewerbsgründen gut daran tun, Frauen in Führungspositionen gezielt zu fördern.

Die FDP Hamburg hat übrigens gezeigt, dass es Frauen auch ganz ohne Quote schaffen. Trotz eines Anteils weiblicher Mitglieder von leider nur ca. 20 Prozent, sind im Landesvorstand fünf von zwölf Mitgliedern Frauen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
02.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Suding,

neben den Freien Wählern und der NPD ist die FDP die einzig namhafte Partei, die sich gegen die Stadtbahn ausspricht. Nach meiner Ansicht verträgt sich das nicht mit dem Willen zum Sparen, deswegen würde ich gerne wissen, wie die FDP die durch den Verzicht verursachten Mehrkosten kompensieren will.
Im Einzelnen:
  • Treibstoffkosten: die Treibstoffkosten für Busse sind doppelt so hoch wie bei der Stadtbahn, alleine beim ersten Streckenabschnitt betragen die jährlichen Mehrkosten 1,3 Millionen EUR. Wo soll dieses Geld eingespart werden?
    www.welt.de

  • Personalkosten: um die notwendige Beförderungsleistung zu erhalten, werden 78 zusätzliche Busfahrer im Vergleich zur Stadtbahn benötigt. Welche anderen Stellen werden dafür zur Kompensation gestrichen?

  • Im Zuge des Stadtbahnbaus soll auch die Brücke Hudtwalckerstraße neu gebaut werden, die sowieso spätestens in 10 Jahren erneuert werden muß. Wenn die Mittel nicht aus dem Stadtbahnbau kommen, wo soll stattdessen im Straßenbau gespart werden, um die Kosten zu tragen?

  • Im Rahmen des Baus sollen 74 Millionen EUR Fördermittel des Bundes fließen. Wie sieht die Kompensation für die Hamburger Bauindustrie aus, wenn diese Fördermittel nicht nach Hamburg fließen? Welche Einsparungen sind geplant, um den Ausfall an Steuern und Sozialabgaben auszugleichen?

  • Die vom Stadtbahnbau betroffenen Straßen erhalten in dem Zuge gleich eine Grundsanierung, bezahlt u.a. mit den Fördermitteln. Fällt ohne den Bau diese Sanierung ersatzlos weg, oder werden Mittel aus dem sowieso zu geringen Straßenbauetat dafür abgezweigt?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Katja Suding
1Empfehlung
08.03.2011
Katja Suding
Sehr geehrter Herr ,

zum Glück haben neben uns mittlerweile alle in Hamburg relevanten Parteien bis auf die GAL den verkehrpolitischen oder doch zumindest den haushaltpolitischen Irrsinn der Wiedereinführung der Straßenbahn erkannt, so dass wir recht zuversichtlich sein können, dass sie uns allen auch ohne einen sonst notwendigen Volksentscheid erspart bleiben wird.
Zum Glück haben sich die meisten Hamburger nicht davon blenden lassen, wenn bei der Werbung für die Stadtbahn Äpfel mit Birnen verglichen wurden. Regionalisierungsmittel des Bundes, die Hamburg einwerben kann, werden nach dem Ende der Straßenbahnplanungen für sinnvollere Verkehrsprojekte verwendet werden können, was nicht nur der Bauindustrie vergleichbare Umsätze bringen kann, sondern durch eine leistungsfähigere Verkehrsinfrastruktur auch Mehrwert und Wohlstand schafft und damit nicht zuletzt auch mehr Steuern und Sozialabgaben einbringt. Damit lassen sich Kürzungen vermeiden und die Neuverschuldung auf Kosten künftiger Generationen verringern.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
03.02.2011
Von:

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hatten Sie vor kurzem eine prinzipiell positive Einstellung zum längeren gemeinsamen Lernen (wie es alten liberalen Grundsätzen entspricht - siehe früher Hamm-Brücher). Ihre Partei hat sich dann für das totale Ablehnen der Primarschule entschieden. Welche Politik würden Sie in der Bürgerschaft vertreten?
Antwort von Katja Suding
bisher keineEmpfehlungen
08.02.2011
Katja Suding
Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Was beim Volksentscheid galt, gilt auch heute noch. Wir setzen uns für eine freie Schulwahl und den Erhalt der Gymnasien ein. Wir standen als einzige Partei auf der Seite der Bürger im Kampf gegen die Einführung einer flächendeckenden Zwangs-Einheitsschule. Längeres gemeinsames Lernen in einer Primarschule halten wir als Angebot für richtig - nicht aber als von oben verordneten Zwang für alle.

Viele Grüße,
Katja Suding
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Frage zum Thema Senioren
04.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Suding,

werden Sie noch auf die 8 vorherigen Fragen antworten? Es mutet unangenehm an, wenn der Spitzenkandidat einer Partei auf Fragen von Bürgern nicht antwortet. Vorallem, wenn der Werbespruch "Nahe am Bürger" lautet.

Senioren und Menschen mit Behinderungen werden in der Hamburger Politik seit Jahren mißachtet. Bisher hat keine Partei es für nötig gehalten, auch diese Wählergruppe zu einem wichtigen Thema zu machen. Bedauerlich!

Sofern Sie den Einzug in die Bürgerschaft bewältigen, was werden Sie tun, um Senioren und Menschen mit Behinderungen das Leben in der Hansestadt einfacher zu gestalten? Denn diese scheitern häufig bereits an Kleinigkeiten im Alltag.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Katja Suding
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08.03.2011
Katja Suding
vielen Dank für hre Frage, die ich gerne beantworte. Wir von der FDP wollen für die Senioren in unserer Stadt:

· den Aufbau von Engagement fördernden Strukturen, insbesondere Informations- und Beratungsangebote auf kommunaler Ebene, wie z. B. Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen und Mehrgenerationenhäuser

· neue Wohnformen verwirklichen, die die Selbstständigkeit, die gegenseitige Hilfe sowie nachbarschaftsbezogenes, generationenübergreifendes Zusammenleben und die professionelle Betreuung miteinander verbinden.

· den barrierefreien Umbau von zehn Schnellbahnstationen pro Jahr sowie die verstärkte barrierefreie Gestaltung von öffentlichen Gebäuden, Verkehrs-, Kultur- und sonstigen Einrichtungen.

· Kultur- und Freizeitangebote für ältere Menschen, deren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten. Besonders ist dabei auf die Erreichbarkeit zu achten und der Zeitfaktor wie Jahres- und Tageszeit zu berücksichtigen.

Menschen mit Behinderung sind ein Teil unserer Gesellschaft und werden von ihr unterstützt. Dabei geht es der FDP nicht um eine allumfassende Versorgung, sondern um die Schaffung von Voraussetzungen zu größtmöglicher Selbstständigkeit. Der wichtigste Faktor für ein menschenwürdiges und möglichst selbstständiges Leben ist die Mobilität. Die FDP Hamburg fordert deshalb den umgehenden verstärkten barrierefreien Ausbau der Schnellbahnstationen in Hamburg. Pro Jahr sollen zehn Stationen barrierefrei umgebaut werden.

Die FDP Hamburg fordert weiter
· die verstärkte Einsetzung von Arbeitsassistenzen,
· die konsequentere Umsetzung des persönlichen Budgets, insbesondere für Kinder und Jugendliche,
· die Vermeidung von zu hoher Arbeitsverdichtung in den stationären Einrichtungen bei der Umsetzung der geplanten Ambulantisierung,
· vermehrt Angebote der Inklusion für Kinder mit Behinderung in Regelschulen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Suding
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Frage zum Thema Gesellschaft
06.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Suding,
vor der letzten Bürgerschaftswahl hat sich Ihre Partei in Sachen Rahmenbedingungen für die Hundehaltung in Hamburg als äußerst informierter und aufgeschlossener Gesprächspartner mit vernünftigen Ansichten gezeigt.
Leider war kein Vertreter der FDP beim 1. Tierschutzforum im Hamburger Tierschutzverein anwesend. Deshalb an Sie persönlich die Frage: Wenn Ihre Partei nach dem 20. Februar an der Regierungsverantwortung beteiligt wird, werden Sie dann am bestehenden Hamburger Hundegesetzt in seiner jetzigen Form mit vier als unwiderlegbar gefährlich geltenden Rassen festhalten und können Sie sich vorstellen, die Grünanlagenverordnung dahingehend zu ändern, dass Familienhunde, die durch eine Prüfung vom generellen Leinenzwang befreit sind und damit bewiesen haben, dass von ihnen keinerlei Gefahr oder Belästigung für andere Parkbesucher ausgeht, auch in Hamburgs Grünanlagen nicht mehr dem generellen Leinenzwang unterliegen. In diesem Zusammenhang erinnere ich daran, dass es Ihre Partei in den 70er Jahren war, die die Grünanlagenverordnung seinerzeit entstaubt und beispielsweise Schilder wie "Rasen betreten verboten" entfernt hat.
Hundefreundliche Grüße
Antwort von Katja Suding
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08.02.2011
Katja Suding
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Wir stehen zu unserem Wort: Was im letzten Wahlkampf galt, gilt auch heute. Wir halten das Hamburger Hundegesetz für falsch und möchten es nach wie vor ändern.

Viele Grüße,
Katja Suding
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Ihre Frage an Katja Suding
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