Katharina Fegebank (DIE GRÜNEN)

Katharina Fegebank
Geburtstag
27.02.1977
Berufliche Qualifikation
Politik- und Europawissenschaftlerin, M.A., M.E.S.
Ausgeübte Tätigkeit
wissenschaftliche Mitarbeiterin, Leuphana Universität Lüneburg
Wahlkreis
Fuhlsbüttel - Alsterdorf - Langenhorn , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 8.137, 4,3%, über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
7, Stimmen (Liste): 8.242
(...) Ein Verbot von ästhetischer Chirugie erscheint mir daher problematisch. Denn zum einen würde dies aus meiner Sicht nur bewirken, dass sich Menschen entweder in anderen Bundesländern und im Ausland operieren lassen und dass vermutlich eine illegale Szene entsteht, die überhaupt nicht zu kontrollieren ist und in der sämtliche medizinischen Standards außer Kraft gesetzt werden, so dass Operationen noch gefährlicher sind als ohnehin schon. (...)
 
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
15.02.2011
Von:
Ina

Sehr geehrte Frau Fegebank,

zu Ihrer Antwort zu meiner vorherigen Frage: Hatten die Studiengebühren tatsächlich so einen schlechten Einfluss? Haben Sie dafür Belege zur Hand?
Außerdem: Der Ersatzfinanzierungsplan der Grünen bezüglich der wegfallenden Studiengebühren scheint noch nicht sehr ausgereift zu sein...

Freundliche Grüße
Antwort von Katharina Fegebank
bisher keineEmpfehlungen
18.02.2011
Katharina Fegebank
Liebe Frau ,

Studiengebühren halten immer noch viele junge Menschen vom Studium ab. Mit dem Konzept der nachgelagerten Studiengebühren haben wir einen ersten Schritt unternommen, um Zugangsbarrieren zum Studium zu senken. Es ist aber auch nicht aus den Augen zu verlieren, dass über die Einführung von Studiengebühren an den Hochschulen zahlreiche Stellen geschaffen wurden, um das Betreuungsverhältnis oder die Qualität der Lehre zu verbessern. Allerdings muss man feststellen, dass die bürokratischen Abläufe nicht optimal sind, viele Mittel aus Studiengebühren schlecht oder gar nicht abfließen oder in Bereiche gehen, für die ausdrücklich keine Verwendung aus Studiengebühren vorgesehen ist. Für die GAL ist Bildung und damit auch Hochschulbildung und Wissenschaft auch in der nächsten Legislaturperiode erklärter Schwerpunkt. Vor diesem Hintergrund müssen wir die Prioritätensetzung bei den Ausgaben und Kompensationsmöglichkeiten beim Wegfall von Studiengebühren bei möglichen Koalitionsverhandlungen klar definieren. Ich bin der Meinung, dass Investitionen in den Wissenschaftsstandort Hamburg zukunftsweisend sind und auf die neuen Stärken der Stadt setzen. Im Kontext der ab 2020 greifenden Schuldenbremse ist das eine echte Herausforderung, hier muss die zukünftige Regierung aber "Nägel mit Köpfen" machen.



Beste Grüße
Katharina Fegebank
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Frage zum Thema Gesellschaft
18.02.2011
Von:
von

Hallo Frau Fegebank,

ich wende mich an Sie, weil Sie mir grundsätzlich sympathisch sind.

ich bin aus Altona, 21 Jahre alt und zurzeit arbeite ich im Thalia Theater als Hospitant und Statist.
Bei den bisherigen Wahlen habe ich immer (!) die Grünen gewählt - auf Bundesebene und auch in Hamburg. Das wird sich nun voraussichtlich ändern, es sei denn Sie können mich argumentativ überzeugen.

Warum ich die Grünen nicht mehr wählen will hängt mit den Entscheidungen in der Kulturpolitik zusammen.
Die GAL hat in Hamburg zusammen mit der CDU beschlossen das Altonaer Museum zu schließen, dem Schauspielhaus hätte perspektivisch das gleiche gedroht und den Bücherhallen wurde auch ein immenser Betrag auferlegt. Nun werden Sie mir wahrscheinlich erzählen, dass die Grünen sich sehr viel für die Kultur eingesetzt haben und sonst alles noch viel schlimmer gekommen wäre, aber das ist in dieser Hinsicht erstmal zweitrangig. Fakt ist: Sie (als GAL) haben diese unverantwortlichen Kürzungen mitgetragen - standen also dahinter. Erst als die GAL gemerkt hat, dass sie damit ein erhebliches Wählerpotential gefährdet hat sie in letzter Sekunde die Reißleine gezogen. Somit werfe ich Ihnen vor, Ihre eigenen Grundsätze zum Zwecke von Machterhalt vergessen zu haben. Oder korrigieren Sie mich bitte, wenn die Grünen sich nicht grundsätzlich für Kultur stark machen, vielleicht war das ja auch eine generelle Fehleinschätzung meinerseits (?).

Um das noch mal klar zu stellen: Grundsätzlich bin ich eigentlich immer für die Grünen. Aber hier in Hamburg haben Sie es sich mit den Aktionen in der Kulturpolitik einfach verscherzt.

Also wie gesagt, wenn Sie mich nicht argumentativ überzeugen können - das heißt vor allen Dingen bei der Sache bleiben und nicht in nervtötende, verzerrende Floskeln abschweifen - werde ich diesmal eine andere Partei wählen müssen. Ich weiß nur noch nicht wen. Die Piratenpartei vielleicht...?

Mit freundlichen Grüßen,
von
Antwort von Katharina Fegebank
bisher keineEmpfehlungen
18.02.2011
Katharina Fegebank
Lieber Herr ,

danke für Ihre Frage. Wir Grünen haben verstanden, dass die Entscheidung des Senats, im Kulturetat zu kürzen, falsch war. Den Kürzungsplänen lagen zum Teil falsche Aussagen des zuständigen Senators zu Grunde. Wir haben uns aber frühzeitig für den Kulturgipfel eingesetzt, bei dem auch wesentliche Punkte der Senatsentscheidung wieder zurückgenommen wurden. Darüber hinaus haben wir mehrfach erklärt, dass wir die Beschlüsse für falsch halten und rückgängig machen werden, weil der Kulturetat unterfinanziert ist.

Deshalb setzen wir uns für die Einführung der Kulturtaxe ein. Mit einer kleinen Abgabe auf Hotelübernachtungen sollen so 10 Millionen Euro der Kultur zu Gute kommen. Damit sollen keine Events finanziert werden, sondern das bestehende Angebot abgesichert und ausgebaut werden.

Wenn Sie unser Programm ansehen, dann erkennen Sie schnell, dass Kultur einer der wesentlichen Schwerpunkte für uns in der nächsten Legislaturperiode sein wir. Wir haben in den letzten Wochen verstärkt durch verschiedene Formate versucht, mit allen Gruppen von Kulturschaffenden in intensiven Austausch zu kommen und ganz bewusst das Signal zu senden, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, damit auch in Zeiten angespannter Haushaltslage Kulturpolitik nicht unter die Räder kommt.

Vielleicht konnte ich Sie noch einmal umstimmen!?

Beste Grüße
Katharina Fegebank
Ergänzung vom 18.02.2011
Lieber Herr von ,

danke für Ihre Frage. Wir Grünen haben verstanden, dass die Entscheidung des Senats, im Kulturetat zu kürzen, falsch war. Den Kürzungsplänen lagen zum Teil falsche Aussagen des zuständigen Senators zu Grunde. Wir haben uns aber frühzeitig für den Kulturgipfel eingesetzt, bei dem auch wesentliche Punkte der Senatsentscheidung wieder zurückgenommen wurden. Darüber hinaus haben wir mehrfach erklärt, dass wir die Beschlüsse für falsch halten und rückgängig machen werden, weil der Kulturetat unterfinanziert ist.

Deshalb setzen wir uns für die Einführung der Kulturtaxe ein. Mit einer kleinen Abgabe auf Hotelübernachtungen sollen so 10 Mio. Euro der Kultur zu Gute kommen. Damit sollen keine Events finanziert werden, sondern das bestehende Angebot abgesichert und ausgebaut werden. Wenn Sie unser Programm ansehen, dann erkennen Sie schnell, dass Kultur einer der wesentlichen Schwerpunkt für uns in der nächsten Legislaturperiode sein wir. Wir haben in den letzten Wochen verstärkt durch verschiedene Formate versucht, mit allen Gruppen von Kulturschaffenden in intensiven Austausch zu kommen und ganz bewusst das Signal zu senden, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, damit auch in Zeiten angespannter Haushaltslage Kulturpolitik nicht unter die Räder kommt.
Vielleicht konnte ich Sie noch einmal umstimmen!?

Beste Grüße
Katharina Fegebank
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