Karl-Heinz Florenz (CDU)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Karl-Heinz Florenz
© info@cducsu.eu
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Kaufmann, Landwirtschftsmeister
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Bundeslistenplatz
2
weitere Profile
(...) Das Europäische Parlament steht nach wie vor hinter dem Verbot von Cadmium in Elektronik-Geräten. Derzeit wird Cadmium in Bezug auf Elektro- und Elektronik-Geräte in der Richtlinie über Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (=RoHS) geregelt. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Karl-Heinz Florenz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Gesundheit
17.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Florenz,

da sich alle 4 Hauptbestandteile eines e-Liquids bereits seit Jahrzehnten
in Zigaretten befinden - bestünde von Ihrer Seite die Möglichkeit, dass Sie sich an die
Tabakwarenindustrie wenden und sich von dort die zur Zulassung erforderlichen
Dokumente (BfR) und Studien (DKFZ) aushändigen lassen? Oder gibt es eine zentrale Genehmigungsdatenbank?

Wenn ich Ihrer Logik folge, muss ich davon ausgehen, dass sich für jeden der 4.000 verwendeten Zusatzstoffe im Tabak eine Langzeitstudie in den Archiven befindet - ohne diese hätte es keine Zulassung geben dürfen. Darunter sollten sich dann ebenfalls die 4 Stoffe befinden, um die es geht. Würden Sie das bitte recherchieren?

Was halten Sie von der Idee, den Bürger mittels einer kompakten und vollständigen Veröffentlichung im Internet (Wikipedia) über die Forschungsergebnisse der Zusatzstoffe zu informieren, die Sie recherchiert haben?

Zur Erinnerung: Zigaretten sind im Handel zugelassen und dürfen an Personen ab 18 Jahren
bedenkenlos ausgehändigt werden, um sie in den Genuss einer Abhängigkeit kommen zu lassen. Finden Sie es nicht erstaunlich, dass Zigaretten nicht in Packungen unter 17 Stück und auch nicht einzeln verkauft werden dürfen? Tritt erst ab Packungsgrößen von 18 Stück der gewünschte Anhängigkeitsgenuss ein oder wie erklären Sie das? Vgl. > tabakwelt.de > branchenthemen > jugendschutz

Zur Information: In Tabakzigaretten werden PG, VG, Nikotin und Aromen mit einer Temperatur
von ca. 800 °C zusammen mit Papier verbrannt. Wussten Sie, dass die gefürchteten Nitrosamine ab 180 °C durch verbrennen von Tabak entstehen? Ab dieser Temperatur wird auch das im Tabak enthaltene Glyzerin wird für den menschlichen Organismus schädlich.

Ist Ihnen bekannt, dass die e-Zigarette in der Regel eine e-Liquid-Verdampf-Temperatur an der Wendel ab 60 °C erzeugt und damit deutlich innerhalb dieser Toleranz liegt? Würden Sie einen Vergleichstest beim TÜV in Auftrag geben?

Mit besten Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 10 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
17.02.2012
Von:

Zum Thema e-Zigarette hätte ich noch die ein oder andere Frage:
Ist es richtig das Bei einordnung von Funktionsarzneimitteln das so genannte Mosaikprinzip angewendet werden muss, also alle blickwinkel betrachtet werden müssen?

1.Ist es richtig das Nikotin ähnliche Eigenschaften hat wie beispielsweise Koffein welches als Genussmittel vertrieben wird?

2.Ist Ihnen bekannt ob das BfArM Nikotin als Arzneimittel einstuft?

3. Wussten Sie das Apotheken inzwischen angehalten sind beim Verkauf von Lebensmittelzusatzstoffen E1520 und E422 angehalten wurden den geplanten Verwendungszweck zu erfragen und bei Zweifel den Verkauf unterbinden sollen?

4.Ist Ihnen bekannt in wie weit die Richtlinien der European Medicals Agency für Deutschland relevant sind und was die EMA bereits zu e-Zigaretten folgendes festgestellt hat, in der Richtlinie CHMP/EWP/369963/05 vom Dezember 2008.

Potential Reduced Exposure Products like cigarettes with low polycyclic aromates or nitrosaminecontents, and smokeless tobacco products are beyond the scope of this guidance document, as these products are not therapeutic drugs and fall under different legislations.

Frei Übersetzt:

Potentiell geringer belastende Produkte wie Zigaretten mit niedrigem polyzyklische Aromaten oder nitrosaminen sowie Rauchfreie Tabakprodukte sind über dem Rahmen der vorliegenden Richtlinien, da diese Produkte keine Arzneimittel sind und unter andere Gesetzgebungen fallen.

5. In wie weit sind diese Richtlinien in der BRD bindend?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 10 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
27.01.2013
Von:

Sie schreiben in ihrer Antwort vom Februar 2012 Interesse an Studien zur E-Zigarette haben. Ist Ihnen die Untersuchung des Fraunhofer-Instituts Braunschweig bekannt, nach der u.a. feststellt wurde

"Es gab die Theorie, dass Formaldehyd durch die Vernebelung entstehen könnte. Durch einen ´Verbrennungsprozess´ sozusagen, der an der Heizwendel stattfindet. Dies konnten wir nicht nachweisen. Wir haben kein Formaldehyd bei unserer Analytik gefunden. Und das ist natürlich ein wesentlicher Unterschied zur normalen Tabakzigarette, die selbst sehr viel Formaldehyd durch den Verbrennungsprozess freisetzt."

und weiter

Tobias Schripp: "Beispielsweise war die Propylenglykol-Konzentration in der Kammer bei der normalen Tabakzigarette größer als bei der Benutzung der eZigarette. Also in unserer Studie haben wir das Propylenglycol im Bereich von einem Mikrogramm pro Kubikmeter gefunden, während also etwas das Hundertfache in der normalen Tabakzigarette der Fall war."

Die E-Zigarette produziert also KEIN Formaldehyd und hat eine geringere Konzentration von Propylenglycol.

Sind diese Ergebnisse einer deutschen Forschungsanstalt kein bemerkenswertes Ergebnis hinsichtlich der positiven Eigenschaften der E-Zigarette gegenüber der Tabakzigarette.

Sind solche Untersuchungen aus ihrer Sicht geeignet, das faktische Verbot von E-Zigaretten zu überdenken und in den Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments einzubringen?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 8 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umwelt
16.04.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Florenz,

derzeit läuft im Internet eine Kampagne, mit der EU-Parlamentarier aufgefordert werden, den Emissionshandel als wichtiges Instrument des Klimaschutzes aufrecht zu erhalten. Es wir darin behauptet, Sie wollten verhindern, dass die Preise für Emissionen nach oben angepasst werden. Ist das richtig? Wenn ja, warum versuchen Sie das zu verhindern? Wenn nein, handelt es sich um ein Missverständnis? Wie ist Ihre Position zum Vorschlag, die Preise für Emissionen zu erhöhen?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Karl-Heinz Florenz
bisher keineEmpfehlungen
19.04.2013
Karl-Heinz Florenz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage und dass Sie der Sache auf den Grund gehen. Leider habe ich aufgrund der angesprochenen Kampagne einige nicht sehr höfliche E-Mails erhalten und freue mich deswegen über Ihre interessierte Rückfrage und die Möglichkeit, Ihnen meine Entscheidung darlegen zu können.

Lassen Sie mich bitte als allererstes mein uneingeschränktes Ja zum Emissionshandelssystem bekräftigen.

In der Tat habe ich gegen das sogenannte "Backloading", d.h. die vorübergehende Herausnahme von 900 Millionen Zertifikaten aus dem Emissionshandelssystem, gestimmt. Dies ist allerdings von der Überzeugung getragen, dass es sich zum einen bei dem EU-Emissionshandelssystem (ETS) um ein marktwirtschaftlich basiertes System handelt, dass es verbietet, kurzfristig politisch motiviert einzugreifen, ohne dass dies auf klaren, vorhersehbaren Kriterien basiert. Zum anderen hilft ein kosmetischer Eingriff, wie der Backloading Vorschlag, nicht, das grundlegende Problem, vor dem wir stehen, zu lösen. Wir müssen hier tiefer gehend nachfragen: Was sind die Ursachen des niedrigen Preises? Weshalb besteht kaum Nachfrage nach CO2-Zertifikaten und wie schaffen wir es, Innovationen anzustoßen, die bisher ausbleiben? Wie kann diesem Problem grundlegend und langfristig begegnet werden?

Es gibt einige Gründe für den Preisverfall. Einer liegt in der zu großzügigen Verteilung von CO2-Zertifikaten durch die Kommission, ein Fehler der bereits in den vorausgehenden Handelsperioden von den Mitgliedstaaten begangen wurde. Ferner hat die Wirtschaftskrise zu weniger Produktion und damit einem massiven Rückgang an Emissionen geführt, die letztlich zu einer geringeren Nachfrage an Zertifikaten geführt hat. Des Weiteren ist der Zusammenhang und die Auswirkungen der Erneuerbaren Energien (EEG in Deutschland) zu berücksichtigen. Auch die massive Nutzung von CO2-Zertifikaten für Emissionsminderungen in Entwicklungsländern (CDM) hat einen erheblichen Anteil am derzeitigen Überschuss von Zertifikaten.

All diese Probleme sind nicht mit einem einfachen Eingriff, wie dem Backloading, zu regeln. Das Problem ist komplexer. Deshalb ist ein struktureller Eingriff, ja vielleicht sogar eine Revision des Emissionshandelssystems erforderlich. Wir müssen das System ertüchtigen und zu einem dauerhaft stabilem Instrument ausbauen, denn von der Bedeutung und Wichtigkeit von ETS bin ich zutiefst überzeugt.

Ich habe gegen den "Backloading"-Vorschlag gestimmt, nicht weil ich keine Preisänderung befürworte, sondern da der Vorschlag die Konstruktionsschwächen des Systems nicht beheben würde. Ich bin der Ansicht, dass das europäische Emissionshandelssystem zu wichtig ist, als mit schnellen, kosmetischen Aktionen oberflächlich vorzugehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen darlegen, dass ich mir meine Entscheidung nicht leicht gemacht habe, sie durchdacht war und ich für eine grundlegende Stärkung des Emissionshandelssystem eintrete.

Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Florenz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Integration
12.05.2013
Von:

Werter Herr Florenz,

es ist bedrückend zu erfahren, wie die soziale Lage der Menschen in Rumänien und Bulgarien ( www.taz.de ) ist. Könnte es sein, dass die Aufnahme der "armen" Länder Rumänien und Bulgarien in die EU nicht durchdacht und ideoligiebetrieben (Erweiterung der Freihandelszone im Interesse der Wirtschaft) war?
Die Menschen in diesen Ländern bleiben auf der Strecke, denn die Armut möchte die Europäische Union nicht "eingliedern" ( www.migazin.de ). Dabei suchen diese Menschen bei uns nur Arbeit ( www.wdr.de ), Frieden und ein bisschen Glück. Welches Ideal und welche Maßnahmen sind von der EU-Kommission angedacht um die Armut (u.a. auch Bildungsarmut), die Wirtschaftsschwäche und die Arbeitslosigkeit in Rumänien und Bulgarien zu bekämpfen?

Aber da gibt es in diesem Zusammenhang noch ein anderes Problem, nämlich der "Menschenhandel" in der EU ( www.dw.de ). Deutschland hat auch hier wieder eine negative Rolle übernommen, gehört sie zu den Ländern die die EU-Richtlinie nicht in ein Gesetz verankert hat ( www.welt.de ). Wie können Sie Ihren Einfluss auf die Bundesregierung ausüben um diese zu deutlich mehr Engagement zu drängen?
Wie stellt sich die EU auf um den Menschenhandel innerhalb der EU und weltweit ( menschenhandelheute.net sowie www.bild.de ) zu bekämpfen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Karl-Heinz Florenz
bisher keineEmpfehlungen
16.05.2013
Karl-Heinz Florenz
Sehr geehrter Herr ,

zunächst einmal darf ich Ihnen für Ihre nochmalige Anfrage danken. Anfang April wandten Sie sich ja bereits einmal direkt (per Email) an mich. In meiner damaligen Antwort hatte ich Ihnen meine Position zur Integration bzw. zur Zuwanderung und speziell zu Rumänien und Bulgarien bereits allgemein dargestellt.

Gern gehe ich aber auch in diesem Forum nochmals auf Ihr Anliegen und Ihre Fragen ein:

Ich hatte in meiner letzten Antwort ja u.a. auf eine Pressemitteilung des Vorsitzenden der EVP-Fraktion hingewiesen, der den "internationalen Roma-Tag" zum Anlass nahm, klarzustellen, dass die Überbrückung der sozialen Gräben in Europa, gerade auch im Hinblick auf Mitgliedstaaten im Süden und Osten der EU die wohl größte Herausforderung ist, vor der wir intern in dieser Dekade stehen. Dieser Einschätzung stimme ich auch weiterhin absolut zu.

Ich freue mich, dass auch lokal und regional viele neue diesbezügliche Initiativen entstehen, u.a. auch in Krefeld und anderen Städten am Niederrhein; schließlich schien das Thema bislang eher eine Randnotiz zu sein. Dass die Situation sich derzeit jedoch immer weiter aufheizt, und - auf beiden Seiten - Ängste geschürt werden, bedauere ich zutiefst. Ich will nicht verneinen, dass es Probleme gibt - auch aus meiner Nachbarschaft am Niederrhein höre ich immer wieder von Problemen mit Zuwanderung und Integration. Doch bin ich überzeugt, dass wir einen anderen Zugang zum Problem finden müssen.

Lassen Sie mich ein Beispiel nennen: Oft wird u.a. der Bericht des Deutschen Städtetages zur Armutszuwanderung angeführt, der deutliche Worte findet und auch in den Medien ist oft von schier unglaublichen Zahlen die Rede. Diese unterscheiden sich jedoch stark. Während man in den Medien von knapp 150.000 Zuwanderern hört, beziffern verlässliche Studien die Zahl der Zuwanderung auf "nur" 50.000-60.000 Menschen... Ich möchte aber gar nicht über Zahlen diskutieren, denn schließlich geht es nicht um Zahlen, sondern um Menschen.

Und hier geht es nicht um "Sozialschmarotzer", die sich in Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten "ein schönes Leben machen" wollen, sondern zunächst - und wertneutral - einmal um Menschen, die ihre Heimat verlassen. Dies ist ein Schritt, den man nicht leichtfertig unternimmt und dies sollte uns immer bewusst sein.

Und auch wenn wir über den Zeitpunkt der Aufnahme der beiden Staaten in die EU trefflich streiten können, so glaube ich, dass es nun keinen Sinn mehr macht, den Beitritt an sich zu debattieren. Es wäre sicher sinnvoll gewesen, mit dem Beitritt noch zu warten, bzw. weitere Klauseln im Beitrittsvertrag zu verankern. Wir hätten die großen Unterschiede zwischen den beiden Staaten und z.B. Deutschland oder Frankreich von vornherein berücksichtigen müssen. Was wir klar darstellen müssen: Beim Beitritt um eine Entscheidung, die u.a. auch von allen Mitgliedstaaten und auch von der damaligen Bundesregierung mitgetragen wurde. Aus diesem Grund sind wir nun gefordert.

Die EU ist auf den Werten von Gemeinschaft und Solidarität gegründet. In sofern ist es ein Grundgedanke Europas, dass reichere Staaten, ärmere Staaten, wie auch Bulgarien und Rumänien, unterstützen und Europa ihnen so - gemeinsam - für alle Bürger ein besseres Leben ermöglicht. Je größer die Unterschiede innerhalb der EU sind, desto schwieriger wird dies jedoch - irgendwann stößt man an Grenzen.

Die Lebensbedingungen in Rumänien und Bulgarien sind wesentlich schlechter als in Deutschland. Zudem sind gerade Sinti und Roma oftmals Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt. Dies ist ein Problem in den Herkunftsländern - deshalb, so meine Meinung, müssen wir es auch dort bekämpfen. Dies ist unsere Verantwortung. Der Zugang zum Arbeitsmarkt, bzw. zunächst einmal zu Ausbildung und Sozialleistungen, muss für alle Bürger, auch für Sinti und Roma gewährleistet werden. Nur so können wir - nach und nach - die Lebensbedingungen verbessern. Wenn wir Menschen die Möglichkeit geben, in ihrem Heimatland ein menschenwürdiges Leben zu führen, werden sie dort bleiben wollen.

Was Ihre Fragen zum Menschenhandel, bzw. speziell zur EU-Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses angeht, so sind die von Ihnen zitierten Presseberichte in der Tat richtig - Deutschland hat die Richtlinie bisher noch nicht umgesetzt. Kommissarin Malmström hat Deutschland deshalb öffentlich gerügt - die Frist zur Umsetzung lief Anfang April ab.

Es scheint, als wenn diese Öffentlichkeit der Sache genützt hätte - es gibt bereits einen Gesetzentwurf, der die Richtlinie in deutsches Recht umsetzen soll; er wird derzeit intern unter den beteiligten Ministerien abgestimmt. Eigentlich sollte der Gesetzentwurf bereits Ende April vorgestellt werden - da die CDU/ CSU jedoch Verschärfungen forderte, die die FDP (zunächst) nicht mittragen konnte, verhandelt man nun nochmals miteinander. Über den Zeithorizont ist mir nichts bekannt, doch darf ich versichern, dass der zuständige Ausschuss im Europaparlament und meine Kollegen hier ein waches Auge haben werden.

Ich möchte nichts relativieren, möchte aber klarstellen, dass bisher lediglich sechs Staaten, nämlich Schweden, Finnland, Polen, Tschechien, Ungarn und Lettland die Vorgaben vollständig in nationales Recht umgesetzt haben - die Gemengelage, die eine Veränderung von zahlreichen Gesetzen in verschiedenen Ressorts erfordert, ist nicht einfach. Genauere Hinweise zu den Diskussionen in Deutschland können Ihnen zudem meine Bundestagskolleginnen und -kollegen geben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Hinweisen meine Position sowie die derzeitige Situation etwas klarer darstellen.

Mit den besten Grüßen,
Ihr
Karl-Heinz Florenz MdEP
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Karl-Heinz Florenz
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:

Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Spamschutz - wie viel ist 11 + 4:
  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de einverstanden. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.