Karl-Georg Wellmann (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Karl-Georg Wellmann
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt und Notar
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt und Notar
Wahlkreis
Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Landeslistenplatz
3, Berlin
weitere Profile
Es bleibt dabei, dass wir keine neuen Atomkraftwerke bauen werden. (...) Falls sich Atomkraftwerke als nicht mehr sicher erweisen, insbesondere durch gehäuft auftretende Störfälle, müssen sie sofort abgeschaltet werden, ohne Rücksicht darauf, ob für sie im Rahmen des Kompromisses noch eine längere Laufzeit vorgesehen war. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Karl-Georg Wellmann
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

mit entsetzen habe ich die Nachricht vom geplanten Paintballverbot vernommen. Die Politiker sagen laut Medien es sei simuliertes töten. Ich selber habe auch schon öfters Paintball gespielt und bin der Meinung das es ein Manschaftssport ist der nichts mit simulierten töten zu tun hat sondern eher mit einer Form von Fölkerball. Meiner meinung nach ist das geplante Verbot auch ein Verstoß gegen den Artikel 2 des GG.

Meine Frage an Sie ist wie stehen sie zu dem geplanten Paintballverbot?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karl-Georg Wellmann
1Empfehlung
14.05.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum geplanten Paintball-Verbot.

Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden im März 2009, hat sich die große Koalition darauf geeinigt, noch vor der Sommerpause das Waffenrecht zu verschärfen. Die Koalitionsarbeitsgruppe hat sich inzwischen auf eine ganze Reihe von neuen Regelungen verständigt. Dazu gehört, dass es in Zukunft unangemeldete verdachtsunabhängige Kontrollen bei Waffenbesitzern geben soll. Die Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen soll von 14 auf 18 Jahren angehoben werden. Einigkeit besteht auch darüber, dass der Zugang zu Waffen durch biometrische Blockiersysteme erschwert werden soll. Bei dieser Sicherung ist ein Fingerscan des Besitzers notwenig, um die Blockade zu lösen.
Der Diskussionsprozess über ein sog. Paintball-Verbot ist noch offen. In dieser Legilaturperiode ist aber die Herabstufung zu einem Prüfverfahren am wahrscheinlichsten. Dies könnten am Ende schärfere Auflagen bei der Altersfreigabe und den Spielregeln mit sich bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

nach dem Amoklauf in Winnenden ist viel darüber diskutiert worden, dieses Recht zu verschärfen, mit der Intention damit weitere derartige Taten zu verhindern. Ebenso sollen sog. "Killerspiele",sowie "Jagdspiele" verboten werden, um die Bevölkerung vor solchen Taten zu schützen

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Ich bitte um Ihre Antwort, da dieser Punkt für mich ein Entscheidendes Kriterium bei der Abgabe meiner Stimme bei der kommenden Bundestagswahl darstellt.

Mit freundlichen Grüßen

D.
Antwort von Karl-Georg Wellmann
2Empfehlungen
14.05.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur geplanten Verschärfung des Waffenrechts.

Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden im März 2009, hat sich die große Koalition darauf geeinigt, noch vor der Sommerpause das Waffenrecht zu verschärfen. Die Koalitionsarbeitsgruppe hat sich inzwischen auf eine ganze Reihe von neuen Regelungen verständigt. Dazu gehört, dass es in Zukunft unangemeldete verdachtsunabhängige Kontrollen bei Waffenbesitzern geben soll. Auch die Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen soll von 14 auf 18 Jahren angehoben werden. Zudem soll der Zugang zu Waffen durch biometrische Blockiersysteme erschwert werden.
Der Diskussionsprozess über ein sog. Paintball-Verbot ist noch offen. In dieser Legilaturperiode ist aber die Herabstufung zu einem Prüfverfahren am wahrscheinlichsten. Dies könnten am Ende schärfere Auflagen bei der Altersfreigabe und den Spielregeln mit sich bringen. Diese Maßnahmen entbinden uns aber nicht von unserer Verpflichtung, Kindern und Jugendlichen ein friedliches Konfliktlösungsverhalten ohne Gewalt vorzuleben.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Forschung
16.06.2009
Von:

In dieser Woche findet ein Bundesweiter Bildungsprotest statt. Es geht dabei um Forderungen wie Ausfinanzierung der Studienplätze, Verbesserung der Lehrqualität, Beibehaltung und Verbessern der demokratischen Mitbestimmung im Bildungssystem und Hinwendung zum Humboldtschen Bildungsideal.

Was durchaus lobenswerte Ziele für Schüler ( www.bildungsstreik2009.de ) und Studierende ( www.bildungsstreik2009.de ) vor allem in Berlin ( www.bildungsstreik-berlin.de ) sind.

Inwiefern unterstützen Sie diese Forderungen,
welche konkreten Maßnahmen möchten Sie mit ihren Möglichkeiten durchführen um sie zu unterstützen und
warum sind sie bei einigen Punkten anderer Meinung?


Vielen Dank für ihre zeitnahe Antwort,
.
Antwort von Karl-Georg Wellmann
1Empfehlung
19.06.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema "Bildung und Forschung".

Die Bundesregierung hat mit rund 18 Milliarden Euro bis zum Jahr 2019 die größte Investition in Forschung, Wissenschaft, Innovation und Bildung auf den Weg gebracht, die es in Deutschland je gab. Der Hochschulpakt 2020, die Exzellenzinitiative sowie der Pakt für Forschung und Innovation sorgen bereits für Dynamik an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen. So steigt z.B. die Zahl der Studienanfänger steigt seit 2007 erstmals wieder an, es wurden 39 Graduiertenschulen neu gegründet und 4.200 Wissenschaftler konnten durch die Exzellenzinitiative gewonnen werden. Besonder gefreut hat mich, dass die Freie Universität in meinem Berliner Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf in diesem Jahr als "Elite Universität" ausgezeichnet wurde. Dies ist auch eine bundesweite Anerkennung des exzellenten Wissenschaftsstandortes Berlin und nutzt vor allem auch den Studierenden.
Die Kritik an der Vereinheitlichung der Studienabschlüsse kann ich nicht nachvollziehen. Deutschland ist Teil des europäischen Bildungsraums. Der Bologna-Prozess bietet den Studierenden viele Chancen - europaweit. Wer die Bachelor- und Master-Studiengänge wieder abschaffen will, hat nicht zur Kenntnis genommen, dass das EU-Modell bereits in 46 Ländern gilt.

Allerdings war es ein Fehler, die Abiturzeit um ein Jahr zu kürzen, ohne gleichzeitig die Gymnasien zu Ganztagsschulen zu machen. Das Lernpensum ist in einem halbtags angelegten Stundenplan tatsächlich sehr schwer zu bewältigen. Durch die bundesweite Verkürzung wurden aber auch Lehrerkosten für ein ganzes Schuljahr eingespart. Das sind große Summen, die nun dringend in die Umstellung auf einen Ganztagsunterricht investiert werden müssen. Hier ist der rot-rote Berliner Senat in der Pflicht, sich endlich von seiner rücksichtslosen Sparpolitik zu Lasten der Schüler und Studenten zu verabschieden.

Es ist übrigens verwunderlich, dass die Schüler mit keinem Ton gegen die Pläne des rot-roten Berliner Senates aufbegehren, Schulplätze künftig nicht mehr nach Leistung sondern per Los zu vergeben. Diese unwürdige Schulplatzlotterie darf nicht zur Realität werden.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umwelt
27.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

herzlichen Glückwunsch zur Wiedererringung des Direktmandats für den Bundestag! Bei einer öffentlichen Diskussion haben Sie im Wahlkampf betont, den Konsens zum Atomausstieg nicht infrage zu stellen, sondern höchstens eine Laufzeitverlängerung einzelner Atomkraftwerke erreichen zu wollen.

Wie sehen Sie sich mit dieser Meinung in einer zukünftigen Schwarz-Gelben-Bundesregierung vertreten und was bedeutet dies für ältere Atomkraftwerke, die in den letzten Jahren zunehmend für Störfälle sorgten?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Karl-Georg Wellmann
bisher keineEmpfehlungen
29.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

es bleibt dabei, dass wir keine neuen Atomkraftwerke bauen werden. Nach meiner Meinung sollte auch versucht werden, den Atomkompromiss einzuhalten, wobei jedoch eine Stromlücke nicht entstehen darf. Sollte sich dieses im Laufe des nächsten Jahrzehnts herauskristallisieren, dann kann die begrenzte Laufzeitverlängerung erwogen werden. Falls sich Atomkraftwerke als nicht mehr sicher erweisen, insbesondere durch gehäuft auftretende Störfälle, müssen sie sofort abgeschaltet werden, ohne Rücksicht darauf, ob für sie im Rahmen des Kompromisses noch eine längere Laufzeit vorgesehen war.

Mit freundlichen Grüssen

Karl-Georg Wellmann,
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Karl-Georg Wellmann
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.