Kai Buschmann (FDP)

Kai Buschmann
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Studium Geschichte, evang. Theologie, Philosophie
Ausgeübte Tätigkeit
Gymnasiallehrer, stellv. Schulleiter eines privaten Gymnasiums
Wohnort
-
Wahlkreis
Ludwigsburg
Ergebnis
11,2%
Landeslistenplatz
-
Persönliche Website
www.buschmann2006.de
Fragen an Kai Buschmann
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
14.03.2006
Von:

"Es geht nicht darum, was Lehrer lehren sollen (das Denken des alten Lehrplans), sondern was Schüler können müssen (das Denken der neuen Bildungsstandards)."

Das hört sich grundsätzlich gut an, trotzdem war das eigentlich nicht ganz meine Frage. Abgesehen davon, dass ich bei manchen, vorallem älteren Lehrern teilweise Zweifel an ihrer fachlichen Kompetenz hab, stellt sich mir die Frage was genau soll ein Schüler ihrer Meinung nach können?
In unserer Schule (bin selbst noch Schüler), wird Biologie, Erdkunde mit Physik in ein Ding gepackt. Halten sie es für Sinnvoll, die Naturwissenschafte, die wohl einen deutlich höheren Stellenwert als eine Fremdsprache haben müssen wie z.B Französisch, als ein Fach anzubieten?
Finden sie es gut, dass sich das Fach Erdkunde mehr mit der Standortwahl eines Unternehmens beschäftigt, als mit dem Klima, Tecktonik, Atmosphäre, etc. ?
Antwort von Kai Buschmann
bisher keineEmpfehlungen
15.03.2006
Kai Buschmann
Sehr geehrter Herr ,

die Bildungsstandards zielen natürlich auch auf einen gewissen Bildungskanon, der letztlich gesellschaftlich vereinbart ist, vor allem aber auf Fertigkeiten und Methodenkompetenzen. Im Idealfall sollte ein Schüler, wenn er die Schule verlässt, methodisch in der Lage sein, sich selbst jederzeit Wissen zu beschaffen und anzueignen. Lebenslanges Lernen ist die Perspektive der Zukunft bei einer sich so rasant wandelnden Lebenswelt. Das Wissen, das in der Schule vermittelt wird, wird zukünftig eine viel geringere Rolle im "Lebenswissensbudget" eines Menschen spielen als früher.

Es wurde vor einigen Jahren richtig beobachtet, dass Schulfächer abgekapselt unterrichtet werden und der fächerübergreifende Zusammenhang bei Wissenskomplexen gar nicht deutlich wird. Darauf wurde sinnvoll reagiert mit dem so genannten "fächerverbindenden Unterricht". Dann hat man überzogen und gleich die Fächer zugunsten von Fächerverbünden abgeschafft (MNK in Grundschule, natur- und gesellschaftswissenchaftliche Verbünde in Haupt- und Realschule). Damit wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, denn die Trennschärfe des methodischen Zugriffs der Fächer auf die Welt geht verloren. Gerade unter Methodengesichtspunkten halte ich das für falsch.

Der starke wirtschaftsgeographische Gehalt des Erdkundeunterrichts geht auf einen weiteren klaren Mangel zurück: Es gibt an den staatlichen Schulen kein Schulfach "Ökonomie", was ich bei unserer durch die Wirtschaft geprägten Lebenswelt sehr bedauere. Also werden Wirtschaftsthemen wenigstens ein bisschen über Erdkunde abgehandelt, was zu Lasten der Kernaufgaben dieses Faches geht. Seit Jahren setze ich mich für das Schulfach Ökonomie ein und habe am Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim ein entsprechendes bundesweit einmaliges Modell etabliert. Näheres von mir finden Sie unter
www.lichtenstern-gymnasium.de

Mit freundlichen Grüßen

Kai Buschmann
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Frage zum Thema Umwelt
17.03.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Buschmann,

eine Frage zum Thema "neues Energiesteuergesetz":

Wie stehen Sie / Ihre Partei zu dem Gesetzesentwurf des Energiesteuergesetzes, speziell zu der geplanten Besteuerung von 10 ct/L für RME bzw. 15ct/L für Pflanzenöl ?

Vielen Dank und mit freundlichem Gruß,

Antwort von Kai Buschmann
bisher keineEmpfehlungen
18.03.2006
Kai Buschmann
Sehr geehrter Herr ,

die FDP kritisiert vor allem den Beimischungszwang für Benzin und Diesel, durch den der Anteil der biogenen Kraftstoffe erhöht werden soll. Dieser Beschluss wird das Aus für viele Biodieseltankstellen in Deutschland bedeuten. Die Steuersätze von 10 und 15 Cent halten wir für zu hoch. Besonders haben wir die Vorgeschichte dieses Gesetzes kritisiert: In der letzten Legislaturperiode des Bundestages war nämlich beschlossen worden, Biokraftstoffe bis zum 1.1. 2009 von der Mineralölsteuer zu befreien. Der Koalitionsvertrag von CDU/SPD hat diese Mineralölsteuerbefreiung durch einen Beimischungszwang ersetzt. Von dieser Entscheidung sind zahlreiche Betriebe betroffen, die im Vertrauen auf die bis 2009 beschlossene Mineralölsteuerbefreiung investiert hatten. Ihr Vertrauen in die Regierungspolitik ist enttäuscht worden. Das ist der typisch deutsche Zick-Zack-Kurs bei den Rahmenbedingungen für Wirtschaftsakteure. Da braucht man sich nicht wundern, wenn Firmen ihre Investitionen in Länder verlagern, die in steuerpolitischen Fragen verlässlicher und konstanter sind.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Buschmann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.03.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Buschmann,

nach einer aktuellen Polit-Barometer-Umfrage des ZDF haben in Baden-Württemberg 46 Prozent der Befragten angegeben, dass sie entweder noch keine Entscheidung getroffen haben oder sich ihrer geäußerten Wahlabsicht noch nicht sicher sind.

Ich gehöre auch dazu. Deshalb wüßte ich gerne von Ihnen, warum ich ausgerechnet Ihnen und nicht Herrn Schmiedel, Herrn Herrmann oder Herrn Walter meine Stimme am Sonntag geben soll?

Bitte beten Sie jetzt nicht das Wahlprogramm der FDP herunter!

Ich freue mich auf Ihre mich überzeugende Antwort und werde auch Feedback geben, ob Sie mich für sich gewinnen konnten und ich Sie wähle.

Bürgerliche Grüße
Antwort von Kai Buschmann
3Empfehlungen
21.03.2006
Kai Buschmann
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihre Anfrage. Hier meine kurze Stellungnahme ohne "Wahlprogrammherunterbeten": Mein Slogan bei dieser Wahl lautet "Vertrauen in die Menschen. Andere Politik." Das bedeutet für mich, dass ich auf die Bürger, ihre Fähigkeiten, Gestaltungskraft, Rechte und Freiheiten setze statt auf einen alles regelnden Staat. Ich traue uns, den Bürgern, etwas zu. Und dass ich mich um einen sach- und ergebnisorientierten Politikstil bemühe, denn für die Politikverdrossenheit der Menschen habe ich nach den Erfahrungen der letzten Jahre viel Verständnis.

Ich habe in der Kommunalpolitik und im Bildungs- und Wirtschaftsbereich vielfältig Erfahrungen gesammelt, die ich nutzbringend in ein Mandat einbringen kann. Ich möchte da für die Menschen im Wahlkreis etwas bewegen. Meine Mitbewerber, die Sie angesprochen haben, sind seit zwei bzw. sogar seit drei Legislaturperioden im Landtag. "Frisches Blut" kann da nicht schaden.

Viele inhaltliche Aussagen von mir finden Sie unter www.buschmann2006.de .

Mit freundlichen Grüßen
Kai Buschmann
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