Jürgen Scharf (Die Unabhängigen)
Abgeordneter Leverkusen
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Angaben zur Person
Jürgen Scharf
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Journalist
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Leverkusen
Wahlkreis
Leverkusen (Stadtrat)
Landeslistenplatz
-
(...) Der absolut unparteiische Vermittler aber könnte ich nicht sein. Denn nach meiner Meinung ist dieses Stadion an seinem heutigen Ort in Jahrzehnten gewachsen, von der Kommunalpolitik und der Verwaltung dort auch ebenso lange gewünscht und letztlich richtig platziert, weil andere Standorte in Leverkusen ausfallen. (...)
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Frage zum Thema Finanzen
16.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Scharf,

die SPD fordert höhere Gebühren für die Bayer 04 Fußball GmbH für die Ausrichtung der Fußballspiele in der BayArena. In der Ratssitzung, bei der immerhin eine Erhöhung von 50 auf über 700 Euro pro Jahr - den Höchstsatz im Rahmen der Gebührenordnung - beschlossen wurde, wurde das Thema bemerkenswert heftig diskutiert, unter anderem von Ihnen. Die von der SPD geforderte Erhöhung auf 1500 Euro pro Spiel indes wurde abgelehnt. Ratsherr Schoofs mutmaßte, die Herren bei Bayer 04 würden über diese hitzige Debatte sicher schmunzeln. Als Redakteur für das BayArena-Magazin können Sie vielleicht verraten, ob und wie sehr bei Bayer 04 geschmunzelt wurde? Sie haben - wie die Ratsmehrheit - gegen eine Gebührenerhöhung gestimmt: Wäre eine Gebührenerhebung im vierstelligen Bereich für die Bayer 04 Fußball GmbH denn wirklich eine unzumutbare Belastung - zumal bei der strapazierten Kassenlage der Stadt?
Antwort von Jürgen Scharf
2Empfehlungen
16.06.2011
Jürgen Scharf
Sehr geehrter Herr ,

die Gebührenerhöhung durch die Verwaltung liegt am unteren Ende der Möglichkeiten. Die Verwaltung würdigt damit die erheblichen freiwilligen Leistungen, die von der Bayer 04 Fußball GmbH in jeder Saison aufgebracht werden, um die Spiele in der für eine Bundesligaarena nicht günstigen Verkehrslage durchzuführen. U.a zahlt Bayer 04 allein 10.000 Euro für den verkehrsregelnden Ordnerdienst. Das Angebot der Fußball GmbH, zusätzlich Ordner zu stellen, lehnte der städtische Fachbereich Straßenverkehr ab, weil es dabei Kompetenzprobleme geben könnte.

Zum Vergleich: In keine anderen Bundesligastadt beteiligen sich die Verein an den Kosten für die Verkehrsregelung, weil dies dort zumeist als originäre Aufgabe der öffentlichen Verwaltung angesehen wird. In Dortmund z.B. stellt der Verein bei jedem Spiel vier Ordner, die aber auch nur bis Spielbeginn eingesetzt werden können, weil sie danach ins Stadion wollen. In Kaiserslautern stellt die Stadt sogar Parkplätze, weil der Betze ebenfalls ungünstig liegt.

In der Ratssitzung wurde auch behauptet, die Zahlungen der Bayer 04 Fußball GmbH an die Wupsi seien gerade einmal kostendeckend. Die hat sich inzwischen als glatte Lüge herausgestellt, Aber danach fragen Sie am besten Herrn Dr. Mende.
Wie Bayer 04 selbst auf diese Debatte, die sich rasch zur Neiddiskussion ausgeweitet hat, reagierte, konnte Sie in den Boulevardmedien lesen, wo Herr Holzhäuser als Sprecher der Fußball GmbH kein Verständnis für die Forderungen der SPD zeigte. Dabei geht es nicht um die Höhe der Gebühren, sondern darum, dass in fünf Jahren des Oberbürgermeisters Küchler die bisher geltende Regelung niemals in Frage gestellt wurde und der Ausbau der Arena als für die städtische Verkehrsregelung unbedenklich genehmigt wurde. Warum OB Küchler dies so gehandhabt hat, müssen Sie ihn bitte selbst fragen. Ich persönlich halte es nach wie vor für richtig, denn die Alternative wäre ein ganz neues Stadion südlich des Kurtekotten gewesen - in Köln-Flittard.

Viele Grüße

Jürgen Scharf
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.06.2011
Von:

Guten Tag Herr Scharf,

wie stehen Sie zu der Möglichkeit einen Bürgerhaushalt in Leverkusen einzuführen? Wenn man sich die offiziellen Homepages der Stadt Münster und Gütersloh ansieht, kann man sehr schnell feststellen, dass hier eine rege Beteiligung der dortigen Bürger stattfindet und das doch auch ein Schritt in die richtige Richtung sein sollte.
Antwort von Jürgen Scharf
1Empfehlung
17.06.2011
Jürgen Scharf
Sehr geehrter Herr ,

vor einigen Jahren haben wir im Rat einmal darüber abgestimmt, ob es einen Bürgerhaushalt geben soll. Ich habe damals dagegen gestimmt, weil ich dachte, was sollen die Bürgerinnen und Bürger denn beitragen, wenn wir ohnehin kaum finanziellen Spielraum haben. Inzwischen bin ich durch Beispiele in anderen Städten eines Besseren belehrt worden. Gerade dann, wenn die Mittel im Etat knapp sind, können die Anregungen der Bürgerschaft helfen, einvernehmlich einen Etat der Möglichkeiten zu entwickeln und zu verabschieden.

Anfang des Jahres haben wir als Freie Wähler in zwei Veranstaltungen in Opladen und in Schlebusch darüber diskutiert und dazu etliche Vereine und Verbände eingeladen. Die Resonanz in Opladen war recht gut, die zweite Veranstaltung war nicht mehr so gut besucht. Das zeigt uns, dass wir über das Wesen und die Chancen des Bürgerhaushalts noch viel mehr informieren müssen.

Insgesamt sehen wir heute darin eine große Gelegenheit der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger und werben darum innerhalb des Jamaika-Bündnisses, so rasch wie möglich einen Bürgerhaushalt für die Stadt Leverkusen aufzustellen - auch wenn das Arbeit macht.

Viele Grüße
Jürgen Scharf
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.01.2012
Von:

Muss noch nen Vortrag für Politik fertig machen . Hab Euch in den Ferien ein wenig verpennt .

Deshalb muß ich noch schnell wissen:

WAS wollt Ihr anders machen als die Großen ? (Nur wenige Sätze = Muß das in der Klasse auch so vortragen , das es alle verstehen ...)



Ist wirklich wichtig

DANKE !!!!!!!!!!!!!!!!!!

ACH ja : Wann haben wir in Leverkusen wieder Wahlen ?

Gute N8
Antwort von Jürgen Scharf
2Empfehlungen
07.01.2012
Jürgen Scharf
Lieber ,

was machen wir anders als die Großen (Parteien)?
Als Freie Wähler fassen wir uns nicht als Partei auf, die zu allem und jedem eine Antwort haben muss, sondern wir konzentrieren uns ausschließlich auf kommunale Thema. Also auf das, was in der eigenen Stadt passiert und was das Geschehen in der eigenen Stadt beeinflussen kann. Das sind zum Beispiel Gesetze, die Land und Bund verabschieden, die aber eine Stadt erfüllen muss. Aktuelles Beispiel dafür ist die Pflicht der Kommunen, schon bald für möglichst viele Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze anzubieten. Das kostet viel und macht uns Probleme.

Unser Ziel ist auch, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungen in der Stadt zu beteiligen. Darum haben wir sehr viele "bürgerschaftliche" Mitglieder in den Ratsausschüssen, die selbst dem Rat gar nicht angehören. Auch wollen wir in den nächsten Jahren den so genannten Bürgerhaushalt erreichen. Der Haushaltsplan für die Stadt muss jedes Rat vom Rat verabschiedet werden. Wir wollen, dass die Bürger direkt dazu Vorschläge machen und so an der Etat-Aufstellung mitwirken können.

Das ist so das Wichtigste. Gewählt wird in Leverkusen wieder im Sommer 2014 (Rat und Bezirksvertretungen). Die Wahl des Oberbürgermeister ist dann erst 2015 dran.

Viele Grüße

Jürgen Scharf
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Frage zum Thema Integration
24.02.2012
Von:

Die Ratsblockade des neuen Bürriger-Integrationshauses stößt auf totales Unverständnis !
Bislang war kein lokalpolitisches Konzept für Bürrig zu erkennen.
Senioren sind dort traurig und junge Familien frustriert über die Degradierung eines einst blühenden Stadtteils zur Discounter-Hinterhofauffahrt. Selbst die Sparkasse ist geschlossen.
Mit dem neuen WGL-Seniorenhaus und dem Integrationshaus haben sich die Menschen einen gewaltigen Anschub für Einzelhandel und Infrastruktur versprochen.(=Wachstum .Lebensqualität)

Aber auch für ganz Leverkusen bedeutet die dortige Qualifizierung von Migrantenkindern, in einen sich zunehmend globalisierenden Arbeitsmarkt, einen entscheidenden Standortvorteil.

Die vom Rat vorgetragenen Verweigerungsargumente für den Bürriger Standort laufen hingegen vollständig ins Leere.
Aus einer langjähriger Betriebsprüfererfahrung ist mir bekannt, dass in die "Schrottbranche" häufig nur sog. "entsandte" osteuropäische " Wanderarbeiter" und in der Verwaltung oft nur Angehörige oder 400-EURO-Jobber beschäftigt , was volkswirtschaftlich doch als ehe kontraprodukiv gilt.
Die Gebotsdifferenz des "Schrotthändlers" zu den Marokanern wirkt in Ausicht auf einen Leverkusener-Anteil am NRW Integrationsförderbudget (=14,1Millionen EUR.) fast lächerlich.

FRAGE:
Wie positioniert sich Ihre Fraktion, angesichts des so deutlichen "Bürrigerwillens" und dieser klaren volkswirtschaftlichen Parameter zum Integrationshaus am Bürriger-Overfeldweg ?
Antwort von Jürgen Scharf
2Empfehlungen
24.02.2012
Jürgen Scharf
Sehr geehrter Herr ,

zunächst vorweg: Die Freien Wähler sind in Ihrer Position für die endgültige Abstimmung, ob das Objekt am Overfeldweg an den Marokkanischen Elternverein oder an den ebenfalls bietenden Unternehmer verkauft wird, noch offen. Wir haben uns allerdings auf folgende Punkte festgelegt:
Als Stadt im Nothaushalt muss Leverkusen sich für eine gesicherte Finanzierung des Ankaufs entscheiden und ebenso für den Bieter, der nennenswert mehr bezahlen würde.
Die angebotene Kaufsumme muss jedoch unter den Aspekt des vorgelegten Konzeptes gewichtet werden. Das Konzept des Elternvereins liegt vor. Sie benennen aus diesem Konzept Punkte, die auch ich persönlich für überlegenswert halte.
Am Ende darf nicht unberücksichtigt bleiben, wenn ein Unternehmen innerhalb eines bereits bestehenden Gewerbegebietes einen Betrieb mit Arbeitsplätzen anbietet, der auch Gewerbesteuer für die Stadt generiert.
Solche Überlegungen müssen wir vor unserer Entscheidung anstellen, die - wie angedeutet - noch offen ist, die sich aber an den drei Kriterien ausrichten wird.
Zu Ihrer Frage gehören auch einige Einschätzungen zum Projekt selbst und zum Stadtteil Bürrig. Einige Aspete des Konzeptes des Elternvereins, die Sie hervorheben, sind auch aus meiner Sicht begrüßenswert. Eben darum haben wir die Stadtverwaltung aufgefordert, parallel zum jetzigen Bieterverfahren im Zweifel dem Elternverein ein anderes, passendes Objekt im Stadtgebiet anzubieten. Es erschließt sich mir nicht, warum allein das Haus am Overfeldweg geeignet sein sollte. Gleiches gilt natürlich auch für den Mitbieter, wobei eine Präferenz für ihn die Tatsache darstellt, dass es sich am Overfeldweg um ein für Gewerbe ausgewiesenes Areal handelt.
Insgesamt teile ich Ihre Einschätzung zum Stadtteil Bürrig nicht ohne weiteres. Bürrig ist vor allem ein traditionelles Wohngebiet. Die Größe des Stadtteils nach Fläche vereint natürlich sehr verschiedene Einrichtungen vom reinen Wohnen über kleine Gewerbeansiedlungen bis hin zum Currenta-Entsorgungszentrum. Mich besorgt, dass in Bürrig in den letzten Jahren verschiedene Geschäfte der Nahversorgung geschlossen haben. Das gilt z.B. für den früheren Edeka an der Erzberger Straße vor einen Jahren oder aktuell die Metzgerei Paffrath. Als zeitweiliger Anwohner in Bürrig ist mir das sehr präsent und ich bedaure die Entwicklung. Sie werden mir aber nicht ernsthaft erläutern wollen, dass die Ansiedlung des Integrationshauses am Overfeldweg diesen negativen Trend verändern könnte. Da sind
andere Maßnahmen erforderlich.


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Scharf
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
25.02.2012
Von:

Bin tief beeindruckt über Geschwindigkeit und Qualität Ihrer Antwort = RESPEKT !

Ihre erwähnte "Bürriger -Trendwende" ist dringend geboten und eine klassische Stadteilaufrüstung angesichts der kommunalen Herkulesaufgaben und Haushaltsituation ehe ausgeschlossen, wie mir Herr Buchhorn mitteilte.
Hingegen beweisen nicht nur " Little Italy, Schanzenviertel, Kreuzberg oder auch die Düsseldorfer Japaner , welch wirtschaftliche/gesellschaftliche Initialzündung von multikulturellen Ansiedlungen ausgeht. Ein mit Landesmitteln subventioniertes Integrationszentrum,das neben Feier/ Begegnungsstätte vor allem auch Schulungs und Tagungszentrum seien kann ,wäre der Kern für solche Entwicklungen. und in Bürrig Wurzel für dringend benötigte "Startups".
Auch die WFL wäre schlecht beraten,wenn sie hier nicht das "Scheunentor" zum nach "Arabischen Frühling", völlig neu aufgestellten nordafrikanischen Markt erkennt.

Wobei für den Standort Bürrig, neben der verkehrstechnisch SUPER - Lage, vor allem die dort dringend benötigten, steuerzahlenden "Startups" zur Infrastrukturaufrüstung sprechen.

FRAGE
Wären dies Argumente für Ihre ergebnisoffenen Beratungen ?

(Wobei mir, in Hochachtung der kommunalen Arbeitsbelastung, schon ein schlichtes Ja oder Nein als Antwort reicht ?

Liebe Grüße


( Ur-Bürriger - Spitzensteuersatz- Zahler )
Antwort von Jürgen Scharf
2Empfehlungen
25.02.2012
Jürgen Scharf
Sehr geehrter Herr ,

nicht nur ein schlichtes Ja oder Nein: Die von Ihnen genannten Argumente bedenke ich sehr wohl. Gleichwohl wird allein ein Integrationszentrum mit seiner guten aber letztlich begrenzten Wirkung Bürrig nicht helfen. Da ist mehr nötig. In dieser Frage weis ich mich auch einig mit anderen Ratsmitgliedern, vor allem Frau von Styp, der engagiertesten Sachwalterin Bürriger Interessen.

Wie gesagt. Ich kann Ihnen heute nicht letztlich sagen, wie ich abstimmen werde. Aber bitte glauben Sie mir, wir machen uns die Entscheidung nicht leicht.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Scharf
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