Jürgen Osterlänger (ÖDP)

Jürgen Osterlänger
Jahrgang
1958
Berufliche Qualifikation
Entwicklungsingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Entwicklungsingenieur in einem großen Wälzlagerunternehmen
Wohnort
-
Stimmkreis
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Fürth-Land
Landeslistenplatz
3, Mittelfranken
(...) Eine Stimme für die CSU ist eine verlorene Stimme, denn sie bedeutet "Weiter so". Wer ökologisch notwendige und ökonomisch sinnvollen Politik will, muss ödp wählen! Nur das bringt langfristig die Etablierten zum Umdenken. Angesichts unserer Lage in vielen gesellschaftlichen Krisenbereichen (Bildung, Energie, Verkehr, Frieden u.s.w.) bleibt leider nicht mehr viel Zeit, uns alle vor einem Kollaps zu schützen. (...)
 
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
11.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Osterlänger,

nachdem ich auf der Homepage der ödp-Bayern Ihren Kommentar zum Tierschutz gelesen und über Ihre Ablehnung von Tierversuchen gelesen habe, möchte ich Ihnen zu diesem Thema noch Fragen stellen.

Der Tierschutz wurde unter Rot-Grün sogar als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen. Das Tierschutzgesetz verbietet, "einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden" zuzufügen. Stellen das Jagen (wenn es nicht aus existentiellen Gründen geschieht) und das Verzehren von Fleisch Ihrer Meinung nach vernünftige Gründe dar?

Würden Sie sich konsequent für die Abschaffung der Massentierhaltung einsetzen? Was halten Sie von den Seehofer-Käfigen (Kleinvoliere)? Ist es nicht notwendig, um dem Klimawandel und den hohen Nahrungsmittelpreisen effizient entgegenzuwirken, dass der Fleischkonsum weltweit stark eingeschränkt wird?

(Fast ein Viertel aller Treibhausgase weltweit wird durch die Fleischproduktion emittiert, so die UNEP; Es benötigt bis zu 10 Pflanzenkalorien um eine Tierkalorie herzustellen.)
Antwort von Jürgen Osterlänger
18Empfehlungen
11.09.2008
Jürgen Osterlänger
Sehr geehrter Herr ,

zum Thema Tierschutz habe ich eine eigene Meinung, die durchaus von der Parteimeinung abweichen kann, bzw. weit darüber hinaus geht. Ich ernähre mich seit vielen Jahren vegetarisch, vorwiegend aus ethischen und gesundheitlichen Gründen. Ich möchte diese Ernährungsform niemand vorschreiben und auch meine Minderheitsmeinung nicht zu laut offenbaren. Hier schreibe ich sie still: Ich habe Ehrfurcht vor dem Leben und lehne für mich das Töten von Mensch wie Tier ab. Traditionell werden in unserer Kultur jedoch Tier gehalten, getötet und gegessen.
Jagen und der Verzehr von Fleisch stellt für mich - ich betone für mich - keinen Grund zum Töten dar! Ich bin mir bewußt, dass ich mit dieser Meinung ziemlich alleine dastehe. Ich gehe damit auch nicht in die Öffentlichkeit - außer eben jetzt.

Da ich mit meiner Lebensweise Tierleid auch nicht ausschließen kann, bin ich da eben vorsichtig. Ich weiss, wenn ich zum Beispiel Butter verzehre, müssen Kälber geschlachtet werden, die geboren werden, damit die Mutterkühe Milch geben. Kein leichtes Kapitel.

Wenn die Seehofer-Käfige den Lebensraum für Hühner bestimmen, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass diese mit deren natürlichen Bedürfnissen nichts zu tun hat. Ich bin aber in diesem Punkt nicht informiert.

Für die Abschaffung der Massentierhaltung würde ich mich sofort einsetzen!

Ich bin ebenso der Meinung, dass wir unseren Fleischkonsum auch aus Klimaschutzgründen zurückfahren müssen. Außerdem schafft und verstärkt das Fleisch der Reichen den Hunger der Armen. Auch dies ist ein längeres Kapitel.

Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben (G.B. Shaw)

Ein Sonntagsbraten wie zu Omas Zeiten - für die, die das wollen - wäre vertretbar. Aber nicht jeden Tag 2 bis 3 mal Wurst und Fleisch.

Herr , ich denke, wir sind hier ziemlich derselben Meinung. Es ist nur nicht ganz einfach, hier die richtigen Weichenstellungen zu setzen.
Es ist schon schwer genug, die eigenen Lebensgewohnheiten in den Griff zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Osterlänger
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Frage zum Thema Wirtschaft
24.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Osterlänger,

ich informiere mich noch über alle Parteien und deren Ziele und Vorhaben. Was ich gemerkt habe ist, dass alle das gleiche wollen und versuchen werden auch durchzusetzen. Jedoch keiner kann mir sagen wie er diese Ziele auch finanzieren will.
Bisher war es doch immer schon so das viel versprochen wurde und kurz darauf die Steuern und Abgaben zur Finanzierung der versprochen Sachen erhöht wurden oder neue eingeführt wurden.

Frage:
Wären Sie bereit dazu dafür die Abgaben und Bezüge von Staatsdienern, die fürs Volk da sein sollten, anzugreifen und zu kürzen, Einschnitte zu machen oder auf eine Teil dafür zu verzichten?

Der Bürger soll nach Ansicht aller Parteien ja entlastet werden und mehr im Geldbeutel zur Ausgabe für das Wirtschaftswachstum im eigenen Land haben. Doch wo soll dann die zusätzlichen Gelder zur Finanzierung der angepriesenen Vorhaben dafür herkommen?
Antwort von Jürgen Osterlänger
10Empfehlungen
24.09.2008
Jürgen Osterlänger
Sehr geehrter Herr ,

ich habe nicht den Eindruck, dass alle Parteien dasselbe wollen. Wir zum Beispiel wollen als einzige 1000 € Erziehungsgehalt, eine zweite Erziehungskraft in jeder Klasse und dass arbeitslose Jugendliche in staatlicher Verantwortung eine Ausbildung bekommen. Diese beispielhaften Programmpunkte habe ich noch bei keiner anderen Partei entdeckt.

Sie fragen aber nach der Finanzierbarkeit. Ich habe die 3 Programmpunkte aus unserem 133 Punkteprogramm herangezogen, weil sie alle Staatsgelder in Anspruch nehmen.
Als Finazierungsquelle schlage ich beispielhaft vor:
1. Besteuerung von Flugtreibstoff sowie Schiffsdiesel. Dies ist zwar Bundes- oder Europaangelegenheit, doch wir sollten diesen unzeitgemäßen und klimaschädlichen Steuervorteil dringend aufheben.
2. Unterlassung von naturschädlichen und unsinnigen Staatsausgaben wie dem Donauausbau, der 3. Startbahn am Flughafen München, der Autobahn im Isental und der Flughafennordanbindung in Nürnberg.
3. Streichung von Politikerprivilegien gemäß einem leider vom bayerischen Innenministerium gestoppten Volksbegehreninitiative der ÖDP. Weitere Sparideen finden sich im Bericht des bayerischen Rechnungshofes und bei genauer Durchforstung des bayerischen haushaltes, den ich nicht im Detail kenne.

Die Beamtenbezüge würde ich nicht über Gebühr beschränken. Die Staatsdiener sollen angemessen entlohnt werden, wie Angestellte in der Privatwritschaft auch. Wir wollen ja auch eine gute Arbeitsqualität. Dort, wo Stellen unsinnig besetzt sind oder einsparbar sind, muss gehandelt werden. Ich kann mir auch vorstellen, dass in einigen Bereichen Unterbesetzung vorliegt (Lehrer, Steuerfahndung, Wirtschaftkriminalität, ...). Hier müsste dann entsprechend aufgebaut werden.

Über allem schwebt unser Ziel: Aus Verantwortung für künftige Generationen wollen wir das Verbot von Neuverschuldung - sowohl des Freistaates als auch seiner Kommunen - in die Bayerische Verfassung aufnehmen.

Zum Wirtschaftswachstum noch ein paar Gedanken: Unsere Wirtschaft kann nicht stetig wachsen. Wir haben in vielen Bereichen die Wachstumsgrenzen bereits überschritten. In der Qualität gibt es Wachstumsbedarf (Bildung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, ...), in anderen Bereichen wie z.B. Verschwendung, Naturverbrauch, CO2 Ausstoß müssen wir uns zurücknehmen. Es geht um die Befreidigung unserer Lebensbedürfnisse und nicht um sinnleere und wirtschaftideologische Wachstumsziele, die ohnehin in einem Crash enden werden, je schneller wir jetzt diesem Wachstumsfetischismus anhängen.

Das ist ein längeres Kapitel und es lohnt, sich damit auseinanderzusetzen. Ich empfehle Suchenden diese Seiten: www.lothar-mayer.de

Mit freundlichen Grüßen

Osterlänger
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
27.09.2008
Von:

Hat ROT-GRÜN so etwas gemacht?

Der Freitag (aus Berlin) schreibt über die Zeit grüner Minister in Bund und Land ->

"WELCHES GEHEIMNIS hütet DIE LANDESREGIERUNG IN SCHLESWIG-HOLSTEIN?

Die Kommission, die zwölf Jahre lang die Ursachen für die häufigen Leukämiefälle bei Kindern in Geesthacht untersucht hat, ist nun unter Protest zurückgetreten. Die Ereignisse, die zu diesem Rücktritt führten, könnten die Story zu einem Kriminalroman liefern, sind aber bittere Realität: In der Elbmarsch bei Geesthacht gibt es die weltweit auffälligste Häufung von Leukämiefällen bei Kindern. Die Gegend wird vom Kernkraftwerk Krümmel und dem Kernforschungszentrum GKSS beherrscht. Erst auf massiven Druck der Bürger wurde 1992 eine Leukämiekommission berufen, die sich um die Aufklärung der Ursachen kümmern sollte. Die Erkenntnisse der Kommissionsmitglieder beschränkten sich aber nicht auf ihr Fachgebiet. Sie mussten erfahren, dass die Schleswig-Holsteinische Landesregierung weder Willens noch in der Lage war, ihnen auf der Suche nach Fakten und Hintergründen für ihre Analysen zu helfen, sie lernten, dass die Landesregierung ihre Arbeit behinderte, wo sie nur konnte: Beamte fälschten ungestraft Messwerte und durften abstruse Lügenmärchen zur Erklärung beunruhigender Messergebnisse verbreiten. Die Kommission lernte, dass die Feuerwehr zwar in der Lage ist, einen komplizierten Brand zu löschen, nicht aber, den eigenen Aktenschrank (mit dem Protokoll eines Brandes am Rande der GKSS) vor dem Verbrennen zu bewahren."

aus: www.freitag.de

Welche Partei kann ich und meine Kinder überhaupt noch wählen, wenn sogar unter einer rot-grünen Regierung eine Leukämiekommission behindert wird Beamte ungestraft Meßwerte fälschen dürfen?

Antwort von Jürgen Osterlänger
3Empfehlungen
28.09.2008
Jürgen Osterlänger
Sehr geehrte Frau ,

die Häufung von Leukämiefällen ist ausreichend dokumentiert und ist ein weiterer zwingender Grund, aus der unverantwortlichen Nutzung der Atomenergie auszusteigen. Die anderen Gründe (Entsorgungsfrage ungeklärt, Anschlagsrisiko, Stärkung der Energiemonopolstrukturen, Behinderung der Energiewende, ca. 1 Mio Tote in 60 Jahren Uranerzabbau, Riskieren der Unbewohnbarkeit unseres Landes bei GAU, Uranerzverknappung, ...) erspare ich mir an dieser Stelle, näher auszuführen.

Ich bin bewußt Mitglied in der ödp, die keine Gelder von Konzernen und Verbänden annimmt. Dadurch können wir unabhängige und nur dem Gemeinwohl verpflichtete Positionen einnehmen und könnten die bayerische Politik entsprechend gestalten. Die Gesundheitsvorsorge liegt uns sehr am Herzen. So haben wir vor ein paar Jahren ein leider gescheitertes Volksgehren zur Reduzierung der Gesundheitsgefahren beim Mobilfunk angestrengt. Wir standen leider ziemlich allein da. Wir wollen in der Gesundheitspolitik die Prävention wesentlich mehr stärken und alternative Heilverfahren stärken.

Ich selber beschäftige mich seit vielleicht 20 Jahren mit dem Thema Gesundheit und gesunder Lebensweise. Ich denke, dass jeder für seine Gesundheit etwas tun muß und seine Gewohnheiten den Naturgesetzen anpassen muß, wenn man gesund bleiben oder werden will. Ich kaufe bevorzugt Lebensmittel nach Saison und möglichst regionaler Herkunft und bevorzuge Produkte aus kontrolliert biologischer Erzeugung. Ich betreibe viel Sport und pflege gute Gedanken. Ich bin Mitglied im Bund für Gesundheit www.bfgev.de und habe auch schon einmal ein Wochenendseminar mit einem ganz hervorragenden Gesundheitslehrer (Jean Huntziger) für gesunde Ernährung und Lebensweise organisiert. Gesundheit ist ja vielen Menschen scheinbar das Wichtigste. Dann darf man sich getrost auch damit ernsthaft beschäftigen und etwas dafür tun. Das ist allemal besser, als sich mit Krankheiten und seinen Symptomen die Lebensqualität beeinträchtigen zu lassen. Ich denke, solange der Staat nicht genügend Gesundheitsvorsorge organisiert, muß jeder selber das maximal mögliche tun, um sich und seine Angehörigen zu schützen.

Die von Ihnen zitierte Behinderung der Leukämiekommision ist skandalös. Solche Vorgänge sind aber in unserem Land leider kein Einzelfall, sondern haben durchaus System.

Mein Bewußtsein für Gesundheit würde ich im Landtag vehement einbringen und immer für Gesundheitsvorsorge, gegen Tierversuche, gegen Profitmaximierung der Pharmalobby, für Vorsorgegrenzwerte beim Mobilfunk, für baubiologisch gesunde Bauweisen, für gesunde und ökologisch erzeugte Lebensmittel und für ursachenbezogene und nebenwirkungsarme Heilverfahren eintreten.

Es gäbe noch viel anzudiskutieren. Ich hoffe aber, daß meine Ausführungen erst einmal reichen, damit Sie mich einschätzen können.

Ich würde mich freuen, wenn Sie der Gesundheit Ihre Stimmen geben.

Mit freundlichen Grußen

Jürgen Osterlänger
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