Jürgen Filius (GRÜNE)
Abgeordneter Landtag Baden-Württemberg

Grunddaten
Jürgen Filius
© Grüne BW
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt
Wohnort
Ulm
Wahlkreis
Ulm
weitere Profile
(...) Ich persönlich habe große Zweifel an der Angemessenheit des Einsatzes. Es ist jedoch Sache der Justiz, die Legalität zu klären. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Jürgen Filius
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
09.03.2012
Von:

Ihre Antwort an Herrn Stolz vom 8.3.2012

Sehr geeherter Herr Filius,

Sie machen es sich sehr sehr einfach...! - indem Sie sich der Diktion Ihrer Partei anschließen, die Volksabstimmung habe alle Fragen zu S21 abschließend beantwortet.

Stimmen Sie mir zu, dass die VA nur EINE Frage beantwortet hat, nämlich die, ob die Landesregierung nach Möglichkeiten zum Ausstieg aus dem Skandalprojekt suchen sollte???

Halten Sie es für legitim - oder gar "demokratisch" - in diese eine Entscheidung hinein alle anderen Aspekte des Projektes mit hinein zu interpretieren, wie es Ihr -ich mag nicht mehr sagen unser - Ministerpräsident und Ihre Parteifreunde tun?

Halten Sie alle Einwände für irrelevant, die gegen die VA vorgebracht werden:
- es wurde eine verfassungswidrige Finanzierung (Mischfinanzierung) zur Abstimmung gestellt
- der Stresstest war ein Betrug als vorbereitende Maßnahme der VA
- es gab eine amtliche Wählertäuschung durch massive staatliche Desinformation?
(Konkrete Erläuterungen zu diesen drei Punkten findet jederman im Antwortbrief von Valentin Dübbers an MP Kretschmann mit dem Titel "Drei Gründe, warum die Volksabstimmung null und nichtig ist".)

Falls noch nicht geschehen, empfehle ich Ihnen diesen Brief dringend zur Lektüre.

Bitte antworten Sie mir auf meinen Brief nicht mit den mittlerweile bekannten und nicht erträglichen Parteifloskeln!

MfG
Antwort von Jürgen Filius
bisher keineEmpfehlungen
15.03.2012
Jürgen Filius
Sehr geehrter Herr ,

könnte es sein, dass Sie etwas verwechseln? Nirgendwo in meiner Antwort habe ich geschrieben, dass mit der S21-Volkabstimmung ALLE Fragen beantwortet seien. Vom Volk geklärt wurde die Frage, ob Baden-Württemberg an den geschlossenen Verträgen festhalten soll. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Ihre Unterstellung, die Entscheidung würde irgendwo "hineininterpetiert" werden, ist für mich ebenso wenig nachvollziehbar. Was meinen denn Sie damit genau?

Ob die Finanzierung verfassungswidrig ist, ist sicherlich eine spannende Frage. Aber bisher wurde die Verfassungswidrigkeit nicht festgestellt, lässt sich somit auch nicht als Argument verwenden.

Der Stresstest wurde nicht so durchgeführt, wie ich es mit gewünscht hätte. Es war jedoch bei der Volksabstimmung bekannt, wie der Stresstest gemacht wurde, und scheidet als Argument gegen die Abstimmung [nicht gegen das Projekt] aus.

Den Vorwurf der massiven Desinformation müssen Sie wohl nicht an die GRÜNEN adressieren, oder?

Im Übrigen habe ich den erwähnten Brief wie auch viele andere gelesen. Die meisten dieser Schreiben haben einen Makel: sie fordern die Landesregierung auf, etwas zu tun gegen das Projekt. Dabei verkennen sie, dass die Landesregierung nicht Bauherrin und nicht Genehmigungsbehörde ist. Sie kann nur nach Recht und Gesetz handeln, nicht aber nach einem politischen Ermessen. Daher auch unser Ansinnen, ein neues Gesetz per VA zu schaffen. Ich darf daran erinnern: das Gesetz hat im Landtag alle GRÜNEN Stimmen erhalten und einige von der SPD. Wäre es dort schon beschlossen worden, wäre "S21" gestoppt. Wenn Sie sagen, das Projekt verletze seinerseits das geltende Recht, so können nicht die Landesregierung und erst Recht nicht die GRÜNEN das Projekt auf dieser Grundlage stoppen. Dafür sind Gerichte da – in diesem Land gilt die Gewaltenteilung.

Zum Thema "Parteifloskeln": meine Partei kämpft seit knapp 20 Jahren gegen dieses Unsinnsprojekt. Ich kenne keine andere, die dieses für sich behaupten kann. Aber zu einem politischen Einsatz gehören auch Niederlagen. Es bringt nichts, diese nicht wahrhaben zu wollen. Ich sehe keine Möglichkeit mehr, das Projekt auf der baden-württembergischen Ebene politisch zu stoppen. Es kann durch Gerichte gestoppt werden, durch eine Entscheidung der DB AG oder nach den nächsten Wahlen eventuell durch den Bund. Durch das Land nicht mehr und Sie sollten sich damit abfinden. Meine Aufgabe sehe ich nun darin, den Kostendeckel zu halten – denn Kostensteigerungen sind absehbar, und Vorschläge, das Land soll doch was drauf legen auch. Da wird die nächste Schlacht zu schlagen sein, hoffentlich mir anderem Erfolg.

Freundliche Grüße,

Jürgen Filius, MdL
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
11.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Filius,

durch Zufall habe ich von Ihrer Idee, Teile der Schlecker Filialen zu Dorfläden für die ländliche Nahversorgung umzuwandeln gelesen.

Als Diplom Geograph mit Schwerpunkt Anthropogeographie habe ich mir im Zuge der Schlckerinsolvenz Gedanken über die Nahversorgung sowie eine Folgenutzung der Schleckerfilialen und vor allem über neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die ehemaöigen Schleckerangestellten gemacht und kam zu einem ähnlichen Schluß wie Sie.
Daher würde es mich freuen zu erfahren, wie weit Sie mit Ihrem Vorschlag und beim Gespräch am 19.06.2012 mit Ihrer Idee gekommen sind und ob diese auf fruchtbaren Boden fiel.
Gerne würde ich hier mein Wissen und meine Ideen einbringen, um wenigstens für einen Teil der ehemaligen Schleckerangestellten wieder einen Arbeitsplatz zu schaffen und gleichzeitig zum Erhalt der Nahversorgung beitragen zu können.

Mit freiundlichen Grüßen aus Bopfingen


Dipl. Geograph (Univ.), Wirtschaftsförderer (VWA), City- und Regionalmanager (ICR)
Antwort von Jürgen Filius
1Empfehlung
17.07.2012
Jürgen Filius
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage und Ihre Unterstützung! Gegenwärtig bin ich dabei, Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen; das Scheitern der Transfergesellschaft an der Profilierungssucht einer ganz bestimmten Partei macht die Sache jedoch nicht gerade einfach. Dennoch bin ich zuversichtlich, zeitnah ein konkretes Ergebnis zu erarbeiten.

Sehr gerne mache ich von Ihrem freundlichen Angebot Gebrauch, mich mit Informationen zu versorgen. Da ich Ihre Kontaktdaten nicht habe, würde ich Sie bitten, auf mein Büro zuzukommen, Sie erreichen es unter www.juergen-filius.de .

Freundliche Grüße,

Filius
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
06.09.2012
Von:

Warum bleibt es trotz Wende bei einer ihre Macht mißbrauchenden Justiz?
Ich verweise auf die unter meinem Namen ("Herbertingen") veröffentlichten Kommentare vom 04.09.12 um 15.26 Uhr und 02.09.12 um 13.33 Uhr zu www.sueddeutsche.de und vom 01.09.12 um 13.58 Uhr zu www.sueddeutsche.de

Bekanntlich können Richter machen, was sie wollen, solange sie Unrecht gegen Personen ohne Lobby sprechen. Solche Menschen finden oft nicht einmal eine anwaltliche Vertretung. Aber die Staatsanwaltschaften haben dieses Privileg nicht.

Auch der neue Justizminister akzeptiert, daß die Unterschlagung von 216 Euro Kindesunterhalt vom Konto einer Rechtsanwältin nicht geahndet wird (Generalstaatsanwaltschaft 24 Zs 1173/12).
Warum beachtet man "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich" nicht?

Dienstaufsichtsbeschwerden werden einfach nicht bearbeitet, Beschwerden gegen Einstellungen der Ermittlung werden ohne inhaltliche Bearbeitung abgewiesen (Generalstaatsanwaltschaft 24 Zs 1415/12 und 1500/12). Zu welchem Zweck gibt es das Petitionsrecht, wenn nie jemand auf sachliche Beweise eingehen muß?

Ist es keine berechtigte Frage, warum ein Staatsanwalt eine Frau für zwei Monate hinter Gittern bringen darf, weil sie seiner Meinung nach einmal einen Nachbarn und einmal dessen Schwiegersohn beleidigte, aber bei einer per DVD nachgewiesenen Beleidigung "kein öffentliches Interesse" an einer Bestrafung des Täters sieht? "Öffentliches Interesse" nach Gutdünken, ist das ein Rechtsstaat?

Warum dürfen Strafanzeigen wegen Rechtsbeugung, Strafvereitelung und ähnlichem von der selben Staatsanwaltschaft "bearbeitet" werden, deren Gerichtsbezirk betroffen ist?
Antwort von Jürgen Filius
bisher keineEmpfehlungen
19.09.2012
Jürgen Filius
Sehr geehrte Frau ,

ohne die Details des Falles zu kennen ist es mir nicht möglich, Ihnen zu antworten. Ich würde Sie daher bitten, mir die entsprechenden Unterlagen in Kopie zukommen zu lassen.

Vielen Dank und freundliche Grüße,

Ihr Jürgen Filius, MdL
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Frage zum Thema Gesundheit
17.02.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Filius

die Grünen sind zur Landtagswahl 2011 angetreten, den Nichtraucherschutz auch in Baden-Württemberg auf ein funktionierendes System zu stellen.

In Bayern funktioniert ein "rauchfreies Ausgehen" nach eine Entscheidung des Volkes mittlerweile hervorragend, NRW wird im Juli 2013 als bevölkerungsreichstes Bundesland den guten Erfahrungen in BY folgen - nicht zuletzt auf Druck Ihrer Parteikollegen im Düsseldorfer Landtag wurde hier ein Nichtraucherschutz wie in Bayern beschlossen. Auch im Ausland (z.B. Italien, Frankreich, Spanien, UK, Skandinavien, Baltikum ja sogar in Ungarn oder Polen) sind mittlerweile alle gastronomischen Angebote ohne Zigarettenrauch in Innenräumen (Raucher gehen vor die Türe).

In Baden-Württemberg herrscht meiner Meinung nach wegen der vielen Ausnahmeregelungen und auslegungsfähigen Vollzugsrichtlinien ein heilloses Durcheinander. Abgesehen von einigen hartnäckigen Revoluzzeren sind Gaststätten mit Essenangebot weitgehend rauchfrei. Im Bereich Szene(musik)kneipen, Cafes etc. herrscht allerdings Anarchie (75qm, Haupt-/Nebenraum, Einfaches Essen etc.) - Auszeichnungspflichten werden ignorieren (Stuttgart ist praktisch keine Gaststätte nach dem Gesetz ausgezeichnet!) und die Behörden geben als Erklärung für die laxe Kontrolle oft einfach "Kapazitätsengpässe" als Grund an.

Um es nochmals klar zu sagen: ein Gastronom wird - speziell in der Partyszene - immer versuchen seinen Gästen den bestmöglichen Service zu bieten. Innen zu rauchen gehört LEIDER oft vermeintlich dazu - und Raucher nehmen das Angebot gerne an.
Damit verzerrt sich der Wettbewerb, viele Wirte, die rauchfrei machen wollten, rudern zurück, weil die Raucher alle beim Nachbarn sitzen.

Das Beispiel Bayern (Umsatzplus 2012 4,7%) zeigt, daß allen Unkenrufen zum Trotz diese Lösung die beste für alle ist und nur diese funktioniert (einfach zu kontrollieren) und schafft gleiche Bedingungen für alle Wirte.

Welche konkreten Aktionen starten dieGrünen in BaWü?

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