Johannes Pflug (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Johannes Pflug
© spdfraktion.de
Geburtstag
08.04.1946
Berufliche Qualifikation
Diplomingenieur (FH) für Vermessungstechnik
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Duisburg
Wahlkreis
Duisburg II
Ergebnis
47,6%
Landeslistenplatz
69, Nordrhein-Westfalen
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(...) Damit soll nach fast 10 Jahren des UN-Einsatzes nicht nur der wachsenden "Kriegsmüdigkeit" der afghanischen Bevölkerung entsprochen und einer zunehmenden Ablehnung der dauerhaften internationalen Truppenpräsenz entgegen gewirkt werden. Es soll vor allem dabei geholfen werden, die Legitimität und Handlungsfähigkeit der afghanischen Regierung und Verwaltung in Afghanistan zu erhöhen und für die afghanische Bevölkerung auch glaubhaft erfahrbar werden zu lassen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Zweites Rettungspaket für Griechenland
28.02.2012
Von:
Isa

Sehr geehrter Herr Pflug,

wie ich ihrem Abstimmverhalten entnehme konnte haben sie für das 2. "Hilfspaket" für Griechenland ( Refinanzierungspaket der Banken ) mit JA gestimmt und sich so dem Fraktionszwang und ihrer Kanzlerin unterworfen.
Wissen Sie dass dieses Geld nie das griechische Volk erreichen wird?
Das erste Rettungspaket von 110 Milliarden hat nichts gebracht und das zweite über 130 Milliarden wird auch nichts bewirken. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Merkel damals hoch und heilig versprochen hat, es werden keine weiteren Zahlungen mehr folgen und 2014 wird Griechenland aus dem Gröbsten raus sein. Davon ist heute gar keine Rede mehr. Auch das zweite Paket ist unrealistisch. Dazu kommt noch die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ESM von 500 auf 750 Milliarden Euro. Es wird mit Geld um sich geschmissen, was ganz klar eine Geldentwertung bewirkt.
Wie können sie ihr abstimmverhalten mit ihrem Gewissen vereinbaren? Wie können sie einer Kanzlerin hinterherlaufen die solche Sprechblassen absondert "Ich bin sowahr niemand der etwas schön reden möchte" oder "Abenteuer aber darf ich nicht eingehen, das verbietet mein Amtseid. Das tue ich auch nicht." ( Rede: Merkel im Bundestag v. 27.02.12 )

Sie schmissen das Geld der Bürger den Banken in den Rachen, während z.B. schätzungsweise 600.000 Haushalte in Deutschland 2010 der Strom abgedreht wurde. Zitat Klaus Müller von der Verbraucherzentrale NRW "Preissteigerungen von rund 15 Prozent bei Strom und Gas in den vergangenen zwei Jahren haben Energie für viele Haushalte zur unbezahlbaren Ware werden lassen"
Diese Jahr stehen wieder Preiserhöhungen in dem Bereich an.

Was glauben sie wie belastbar die Bürger in diesem Land noch sind und wir hier griechische Verhältnisse haben werden? EU - lieber eine Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken, wie wäre es denn mal damit?

Hochachtungsvoll

Isa
Antwort von Johannes Pflug
bisher keineEmpfehlungen
28.02.2012
Johannes Pflug
Sehr geehrter Herr ,

ich habe gestern meine Zustimmung zum Rettungspaket für Griechenland gegeben und mit "JA" gestimmt. Gerne möchte Ihnen meine Gründe erläutern.

Die Rettungsschirme sind Ausdruck der innereuropäischen Solidarität. Diese Solidarität ist selbstredend keine Einbahnstraße. Die betroffenen Staaten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Schulden abbauen. Klare und strikte Bedingungen für Hilfsmaßnahmen, die Haushalte zu konsolidieren, sind unerlässlich. Aber ebenso wichtig ist es, Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Die notwendige Konsolidierung kann ohne wirtschaftliche Belebung nicht gelingen. Vor allem muss aber der Finanzsektor reguliert und an den Kosten der Krise beteiligt werden. Wir lehnen es ab, in erster Linie die Steuerzahler und nicht die Krisenverursacher die Zeche zahlen zu lassen. Deshalb fordern wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit geraumer Zeit die Einführung einer Steuer auf Spekulationen (Finanztransaktionssteuer).

Insbesondere die deutsche Bundesregierung hat jedoch auf europäischer Ebene immer wieder blockiert, gezögert und die Krise damit nicht einzudämmen vermocht. Die Vorschläge von Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy zielen einseitig auf Kürzungen in den öffentlichen Haushalten ab und stellen keine nachhaltige Lösung der Krise dar. Auch Länder mit eigentlich soliden Haushalten sind in der Vergangenheit von den Märkten abgestraft worden. Einseitige Ausgabenkürzungen führen nicht zu wirtschaftlicher Erholung und verschärfen zusätzlich die soziale Schieflage in vielen Ländern.

Ein Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM), der im Juli diesen Jahres kommen soll, kann harte Auflagen und Bedingungen für die betroffenen Länder vereinbaren, aber auch Wachstum befördern. Der ESM kann notleidenden Staaten Darlehen gewähren oder deren Staatsanleihen aufkaufen. Hierfür stehen dem Rettungsschirm Garantien und Eigenkapital zur Verfügung. Der ESM ist eine europäische Finanzinstitution, die auf einem völkerrechtlichen Vertrag beruht, der im Bundestag ratifiziert werden muss. Die parlamentarischen Beratungen beginnen zurzeit und die SPD-Bundestagsfraktion wird sich konstruktiv an ihnen beteiligen.

Aus Sicht der SPD soll der ESM zu einem schlagkräftigen Krisenreaktionsmechanismus ausgebaut werden, um die Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren. Eine gemeinschaftliche Lösung in Form eines "Europäischen Währungsfonds" ist unser Ziel. Nicht alleine die Staats- und Regierungschefs sollen über Hilfsmaßnahmen und Anpassungsprogramme entscheiden. Die Gemeinschaftsinstitutionen, insbesondere das Europäische Parlament, aber auch die nationalen Parlamente sind zu stärken, um die demokratische Legitimation zu sichern.

Auch wenn diese Lösung nicht innerhalb weniger Wochen umsetzbar ist, ist dieser Weg ein nachhaltiger Beitrag zur Krisenbewältigung und eine europäische Antwort. Und insbesondere um die derzeitigen Probleme zu meistern, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa. Nur mit einer starken Europäischen Union wird Deutschland in einer immer stärker globalisierten Welt auch in Zukunft wirtschaftlich und politisch eine Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Johannes Pflug
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Frage zum Thema Zweites Rettungspaket für Griechenland
29.02.2012
Von:
Isa

Sehr geehrter Herr Pflug,

vielen Dank für ihre Antwort, nur leider gehen sie auf keine meiner Fragen/Anmerkungen ein. Ihre Antwort kommt mir vor als hätte diese die SPD Führung schreiben lassen, so dass Abgeordneten diese verwenden sollen.

Ich stelle Fragen zum 2. Griechenlandpaket und sie gehen auf den ESM ein, dazu habe ich bereits am 20.02.2012 Fragen gestellt. Ich kann mir gut vorstellen das das Vertragswerk zum ESM für nicht Juristen schwer zu verstehen ist deshalb hat der Taxpayers´ Association of Europe eine Zusammenfassung heraus gegeben.

Sie schreiben in ihrer Antwort vom 28.02.12 "Aber ebenso wichtig ist es, Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Die notwendige Konsolidierung kann ohne wirtschaftliche Belebung nicht gelingen." Nur interessiert das die Banken nicht, da aber diese die sind die das Geld aus sämtlichen Rettungspaketen erhalten werden und nicht wie suggeriert das griechische Volk oder andere in Notgeratene Staaten, aber anstatt das Geld in den Wirtschaftskreislauf einfließen zulassen, wird das Geld Übernacht bei der EZB geparkt, da das mehr Rendite verspricht. Also genau das Gegenteil wird gemacht von dem was sie schreiben.

Wenn schon ein Land wie Griechenland, das nur 2% vom gesamten BIP der EU ausmacht, so in Bedrängnis geraten kann und wir schon seit 2010 es nicht geschafft bekommen es zu stabilisieren, wie soll das dann aussehen wenn z.B. ein Land wie Spanien, Italien oder Frankreich in solch eine Schieflage geraten? Ab wann ist der Bundestag bereit einzusehen dass diese Projekt EU nur eine Umverteilung von unten nach oben ist und eine Bevormundung der Europäischen-Völker?

Bitte nehme sie sich die Zeit und lesen sie sich bitte die Ausführungen der Taxpayers´ Association of Europe zum ESM durch.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Isa

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Frage zum Thema Integration
06.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Pflug,

da ich fast täglich über die Kampstr. fahre, bitte ich um eine Antwort zu meiner folgenden Frage.

Die so toll erbaute Mosche an dieser Straße, als ersatz der alten Mosche an der Schlachthofstr. bringt mich immer zum grübeln, wenn ich dort vorbei fahre.

Ist diese Mosche, deren Name ich nicht kenne, eigendlich voll im Betrieb? Ich hörte das dort ein Wohnheim für junge Menschen oder Muslime mit errichtet wurde. In meinem Umfeld spricht der Volksmund von einer Kaderschmiede wo junge Menschen eine Kopfwäsche bekommen sollen.

Habe die Tage durch Zufall einen Blick auf die Facebookseite von meinem Enkel (12 Jahre) geworfen. Da hat ein Mitschüler von ihm sinngemäß eingestellt: Ich liebe Allah, ich bete für Allah, ich kämpfe für Allah, ich sterbe für Allah. Wohlgemerkt 12 Jahre ist dieser Junge. Meine erste Frage für mich selbst war, was geht ab bei ihm zu Hause? Ein Kind kommt nicht allein auf solche Gedanken.
Mein Enkel sagte mir das der Junge aus seiner Klasse ist und lachte dabei. Ich fragte wo er denn wohnt? Da gab er mir zur Antwort, im Dichterviertel.
Hat die nähe zur Mosche etwas damit zu tuhen? Es macht mir Angst wenn hier etwas im Dunkeln liegt. Welche Infos haben sie? Bitte kein Blah blah sondern korekte Antworten. Wie sicher sind wir hier? Ich denke das diese Glaubenskrieger nicht nur im Ausland leben sondern auch unter uns.
Für eine ehrliche Antwort danke ich ihnen schon jetzt.

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