Jens Kerstan (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Hamburg

Angaben zur Person
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom-Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Fraktionsvorsitzender
Wohnort
Hamburg-Bergedorf
Wahlkreis
Bergedorf über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
2
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(...) Kulturelle Unterschiede zwischen der EU und Kairo prägen natürlich die Realität. Wir sollten sowieso in Europa, wo ein recht idealtypische Bild einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung doch weiterstgehend verwirklicht haben, diese kulturellen Unterschiede generell respektieren, aber bereit sein, dennoch konditionierte Hilfestellungen zu leisten, um den dortigen Gesellschaften in Umbruch einen friedvollen Wandel vom Despotismus hin zur Selbstbestimmung zu ermöglichen. Konkret bedeutet dies, dass wir dabei behilflich sein müssen, zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort durch das BMZ oder unseren politischen Stiftungen zu unterstützen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.07.2013
Von:

Guten Tag Herr Kerstan,

als Bürger ist man immer wieder verwundert, irritiert und verärgert wenn man gravierende Fehlplanungen oder Nicht-Planungen wahrnimmt. Die ganz aktuell vorgenommenen Änderungen der Geh- und Radwegeführung im Bereich der Kurt-A.-Körber-Chaussee (Höhe Obi-Baumarkt) möchte ich zu Anlass nehmen, zu zwei "schildbürger-artigen" Radwegeführrungen in Bergedorf Fragen zu stellen.

1. Radewegeführung vom Nettelnburger Landweg kommend in Richtung Bergedorf, Höhe Oberer Landweg:
Im Nettelnburger Landweg befindet sich nur auf der linken Fahrbahnseite ein Radweg. In Höhe der ARAL-Tankstelle muss an einer Ampel mit langen Wartezeiten die Fahrbahn überquert werden, dann führt der Radweg in den Oberen Landweg in entgegengesetzter Richtung. Nach wenigen Metern muss auch dieser überquert werden um dann in den Wehrdeich abzubiegen. Auch diese Straße muss nach einigen Metern überquert werden um dann endlich erneut in den Oberen Landweg auf Höhe der Eisenbahn-Unterführung einzubiegen.

2. Rad- und Gehwegführung in der Kurt-A.-Körber-Chausse Höhe OBI-Baumarkt in Richtung Bahnhof:
Dieser Bereich ist besonders zu den Stoßzeiten wenn die HAUNI-Werke Arbeitsbeginn und -ende haben ausgesprochen stark frequentiert, aber auch sonst werden Rad- und Gehweg viel genutzt. Durch die Neuansiedlung des OBI-Baumarktes wurde die Breite beider Wege auf ein geradezu irrwitzig-schmales Maß reduziert, so dass es regelmäßig zu Konflikten und z.T. zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern kommt. Dieser Konflikt war für jeden Laien vorhersehbar!

Gerne möchte ich von ihnen wissen:
  • wie beurteilen sie die von mir beschriebenen Radwegeführungen?
  • welche Position haben sie während der Planungsphasen vertreten?
  • welche Position hat ihre Fraktion während der Planungsphasen vertreten?
  • sehen sie Handlungsbedarf, wenn ja: was werden sie wann unternehmen?

Ich freue mich von ihnen zu hören!
MfG
R.
Antwort von Jens Kerstan
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26.08.2013
Jens Kerstan
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte.
Bitte entschuldigen Sie, dass es bedingt durch die Sommerferien einen Moment gedauert hat, bei der für das Thema zuständigen GRÜNEN Fraktion in Bergedorf zu recherchieren.
Nun habe ich die Informationen erhalten und ausgewertet.

Ihrer Kritik an der Situation am Oberen Landweg kann ich nur zustimmen. Die Radwegeführung ist eine Zumutung, kompliziert und gefährlich. Die anderen Fraktionen in der Bergedorfer Bezirksversammlung hatten sich mit einem unbezahlbaren Tunnel beschäftigt. Die GRÜNE Bezirksfraktion hatte im Mai eine pragmatische Lösung beantragt. Diese sieht vor, dass es am Knoten Oberer Landweg / Ladenbeker Furtweg in Richtung Süden nur noch eine Geradeaus-Spur und einen Rechtsabbieger geben soll. Der Straßenraum des Oberen Landweges zwischen Ladenbeker Furtweg und der Einfahrt zur Tankstelle sollte neu aufgeteilt werden (ein Fahrstreifen Richtung Süden, zwei Fahrstreifen Richtung Norden, an beiden Seiten jeweils ein Radfahrstreifen). Realisiert soll dies durch eine Veränderung der Fahrbahnmarkierung werden. Baulich wäre dafür nur eine Aufleitung der Radfahrer in nördlicher Richtung notwendig. Der Antrag wurde in den Verkehrsausschuss überwiesen. Allerdings wurde von SPD, CDU und FDP schon Ablehnung signalisiert.

Aus meiner Sicht ist Ihre Kritik an der Geh- und Radwegeführung im Bereich der Kurt-A.-Körber-Straße ebenfalls vollkommen berechtigt. Im Bereich des neuen OBI-Marktes ist ein vorhandener Radweg von 1 Meter Breite auf 60 cm reduziert worden. Über diese unsinnigen Planungen war die Politik nicht informiert worden. Im Verkehrsausschuss wurden zwar Pläne zur verkehrlichen Erschließung vorgestellt, aber die Reduzierung war daraus nicht zu erkennen. Durch den sehr schmalen Radweg und
der eingeschränkten Breite des Gehweges sind Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern vorprogrammiert. Die Planung widerspricht insbesondere auch dem politischen Willen, den Radverkehr zu fördern, denn dieser Radweg ist Teil der Velo-Route 9.
Die GRÜNE Bezirksfraktion in Bergedorf hat im Mai eine entsprechende Große Anfrage gestellt und sich bereits mit der zuständigen Behörde, dem ADFC und dem verkehrspolitischen Fachsprecher der Bürgerschaftsfraktion im Verbindung gesetzt.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr
Jens Kerstan
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