Jan Penz (PIRATEN)

Jan Penz
Jahrgang
1969
Berufliche Qualifikation
Fachkaufmann für Organisation/IT
Ausgeübte Tätigkeit
Leiter IT/Organisation
Wahlkreis
Bergedorf , Listenplatz 2, Stimmen (Wahlkreis): 835, 0,4%
Landeslistenplatz
23, Stimmen (Liste): 228
(...) Für die Piratenpartei ist die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen auch außerhalb von Wahlen von entscheidender Bedeutung. Volksentscheide, wie sie zum Beispiel bei der Schulreform durchgeführt wurden, zeigen deutlich, dass die Menschen nicht mehr bereit sind jede politische Entscheidung ohne Gegenwehr zu akzeptieren. (...)
 
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
22.01.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Penz,

wie ich gelesen hab, setzt sich die Piratenpartei sehr für Bürgerbeteiligung und Transparenz ein.
Was bedeutet das speziell für Bergedorf?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Jan Penz
6Empfehlungen
23.01.2011
Jan Penz
Sehr geehrter Herr

Vielen Dank für Ihre Frage. Es freut mich, dass Sie daran interessiert sind, wie sich die Piratenpartei im Bezirk Bergedorf Bürgerbeteiligung und Transparenz vorstellt. Darauf möchte ich ihnen folgende Antwort geben:

Die Piratenpartei lebt diese Transparenz und Beteiligung schon heute, indem sie, ganz anders als bekannte Parteien, Gäste zu allen Terminen wie Parteitagen, Sitzungen und Stammtischen sehr gerne begrüßt. Auch sind all unsere Protokolle und Beschlüsse im Internet frei für jeden einsehbar oder werden sogar live übertragen. Und wir lassen jeden Bürger ohne Einschränkungen auf all unseren Mailinglisten nicht nur mitlesen, sondern räumen vollständige Schreibrechte ein - ohne Parteibuch!

Für die Piratenpartei ist die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen auch außerhalb von Wahlen von entscheidender Bedeutung. Volksentscheide, wie sie zum Beispiel bei der Schulreform durchgeführt wurden, zeigen deutlich, dass die Menschen nicht mehr bereit sind jede politische Entscheidung ohne Gegenwehr zu akzeptieren. Diese mehr als sinnvolle Einrichtung gilt es auch auf kleinster politischer Ebene und damit auch im Bezirk Bergedorf zu etablieren. Das Ergebnis solcher Volksentscheide hat für die Politik zudem verbindlichen Charakter und darf nicht nur als Richtungsweisend angesehen werden.

Ein zensurfreies Internet gibt hinzukommend jedem Bürger vom heimischen Schreibtisch oder Sofa aus die Möglichkeit sich umfassend über jedes Thema zu informieren und auch bei komplexen Themen kompetente Entscheidungen zu treffen. Die Bürgereinbindung sorgt darum letztlich für mehr Akzeptanz und bessere Entscheidungen. Das diese neue Form der Bürgerbeteiligung und Einmischung, für viele Politiker der 80er und 90er unangenehm ist, wird offensichtlich durch die Prägung des Wortes "Wutbürger".

In Hamburg-Bergedorf hat sich bedauerlicherweise eine von den Bezirkspolitikern forcierte Hinterzimmerpolitik etabliert, deren Ergebnisse den Bergedorferinnen und Bergedorfern erst mitgeteilt werden wenn die Projekte bereits angelaufen sind. Dies zeigt sich zum Beispiel bei den Planungen zum Projekt Multiplexkino, wo Bauträger, Architekt und Kinobetreiber schon eingebunden sind ehe das Bebauungsplanverfahren für die breite Öffentlichkeit bekanntgemacht wird. Diese faktenschaffende Form der Bergedorfer Politik möchte ich abstellen und so früh als irgend möglich jedes zu entscheidende Thema den Bergedorfer Bürgern bekannt machen und deren Meinungen einfordern.

Politik hat den Ruf einsame Entscheidungen zu treffen. Ich möchte, dass wir ein gläsernes Rathaus bekommen, wo wir Bergedorfer jedes Protokoll und jede Entscheidung in einem gut zugänglichen und zu bedienenden Archiv abrufen können. Nötigenfalls auch auf Papier. Zudem wünsche ich mir die Live Übertragung und Aufzeichnung und Archivierung der Tagung der Bezirksversammlung im Internet.

Das ist für mich gelebte Bürgerbeteiligung und transparente Politik.

Ich hoffe Ihre Frage damit ausreichend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Penz
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Frage zum Thema Stadtplanung
25.01.2011
Von:

Hallo Herr Penz,

ich habe bereits ihrem Kollegen Dittmer 3 Fragen gestellt, nach intensivem Gespräch mit meiner Frau ist mir aber noch eine eingefallen:

Es fällt auf, dass gerade in Bergedorf, einem ländlich geprägten Bezirk, ein großer Unterschied zwischen Stadt- und Landgebiet herrscht. Gebiete in den Stadtteilen Lohbrügge, Bergedorf und Allermöhe (ich denke da zum Beispiel an Neuallermöhe, Dorfanger Boberg, ... ) werden immer dichter und dichter bebaut, darunter leidet die Wohnqualität der bisherigen Einwohner und der Immobilienwert fällt ab. Die eher ländlichen und komplett ländlichen Stadtteile hingegen bieten meiner Meinung nach noch riesiges Baupotenzial um wohl durchdachten und durchgeplanten Wohnraum zu schaffen, der gleichzeitig bezahlbar ist und Wohnqualität bietet, ohne befürchten zu müssen, dass die Immobilie in ein paar Jahren nur noch die Hälfte wert ist.
Wie steht die Piratenpartei zu diesem Thema und welche Lösungsansätze schlägt sie vor?

Besten Dank für ihre Zeit
Es grüßt
Antwort von Jan Penz
bisher keineEmpfehlungen
13.07.2012
Jan Penz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank zunächst für Ihre Frage und entschuldigen Sie die doch sehr späte Rückmeldung. Dafür kann ich aber ein paar aktuellere Informationen geben.

Sie sprechen von Boberg und Allermöhe, wo die dichte Bebauung von Ihnen als Problem angesehen wird. Dazu möchte ich sagen, dass diese Gebiete ja genauso geplant waren und jeder der sich dort niederlässt, auch grundsätzliche Kenntnis darüber hat auf was er sich einlässt. Ein Wertminderung nach Jahren sehe ich da nicht, im Gegenteil, durch die neuen Nahversorgungszentren und die bessere Verkehrsanbindung profitieren auch angrenzende Gebiete.

Wir und ich unterstützen das Hamburger Wohnungsbauprogramm, auch wenn es uns nicht in allen Punkten zusagt. Doch es ist mir wichtiger anzufangen und Wohnraum zu schaffen, als noch lange darüber zu verhandeln - in den wesentlichen Punkten ist der Weg richtig. Auch wenn ich 30% soziale Wohnungen recht wenig finde bei dem Nachholbedarf den Hamburg hat, ist es wie gesagt besser, als nichts zu tun. Darum haben wir dem Programm auch zugestimmt.

Was Ihrem Wunsch nach mehr Wohnraum in den Landgebieten betrifft, kann ich ihnen sagen, dass auch hier Wohnraum geschaffen wird. Vor allem schon deshalb, um diese Gebiete nicht ausbluten zu lassen. Denn viele junge Menschen ziehen lieber in die Stadt als auf dem Land zu bleiben. dabei vergessen sie aber, dass man zum Beispiel aus Ochsenwerder grade einmal 25 Minuten in die Hamburer City braucht (egal ob HVV oder PKW) und 20 Minuten in die Innenstadt Bergedorfs. Das bei einer derart ländlichen Wohnlage findet man nicht so oft.

Allerdings muss man hier auch bedenken, dass die Bergedorfer Landgebiete als Naherholungsgebiet dienen und man auch hier sehr vorsichtig agieren muss und wie ich finde auch in die Landschaft passende Gebäude errichten sollte. Eine scheeweiße Villa mit großen Glasfassaden passt da nun mal nicht hin (siehe Billwerder Billdeich).

Wir haben zur Wahl gesagt: Landgebiete fördern und da ist der moderate Wohnungsbau ein Teil davon, aber immer vor dem Hintergrund die Wohnqualität und den besonderen Charakter des Bezirkes nicht zu vernachlässigen. Wenn Sie die aktuelle Presse verfolgen, dann werden sie gelesen haben, dass dem Bezirk fast 3000 Sozialwohnungen in den nächsten Jahren verloren gehen. Hier müssen Lösungen geschaffen werden. Und dabei darf man den demographischen Wandel nicht aus dem Auge verlieren!

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage beantworten.

Jan Penz
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