Ismail Tipi (CDU)
Abgeordneter Landtag Hessen

Grunddaten
Geburtstag
03.01.1959
Berufliche Qualifikation
 
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Redakteur
Wohnort
-
Wahlkreis
Offenbach Land II
Landeslistenplatz
-
(...) Gleich zu Beginn möchte ich Ihnen widersprechen, denn die Politik orientiert sich immer mehr am Willen des Volkes. Das perfekte Beispiel dafür ist der Atomausstieg. Die Bundesregierung ist da dem Wunsch des Volkes nachgekommen, aus dieser Energiegewinnung auszusteigen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
10.06.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Tipi,

können Sie mir zustimmen, wenn ich der Überzeugung bin, das im Bereich "Innere Sicherheit" sowohl mit Bezug auf organisierte Kriminalität, als auch auf Straftaten mit extremistischem Hintergrund, deutlich mehr Sonderkommissionen gebildet werden sollten?

Nach Vorbild anderer Nationen könnten durch mehrköpfige Sonderkommissionen, sicherlich gesetzliche Hindernisse in der Zuständigkeit, Zusammensetzung von Fachkompetenz der Fallsituation angepasst, personelle Überlegenheit auch einer Einflussnahme auf einzelne Ermittler und deren privates Umfeld vorbeugt !

Sonderkommissionen fallspezifisch, mit Spezialisten aus unterschiedlichen Fachgebieten: Tötungsdelikte incl. eigener Gerichtsmediziner, Urkundenfälschung, Betrug, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Internetkriminalität, Online-Games, Identitätsdiebstahl, biometrische Gesichtserkennung (Doppelgänger), Funkübertragungstechnologien, die Effiziens deutlich steigern.

Nach fast 10 Jahren kriminellen Wirkens, durch extremistisch veranlagter Personen, nur eine VIERköpfige Sonderkommission zu bilden, halte ich persönlich für ein völlig falsches Zeichen, mit Bezug auf die Mordserie an Gastarbeitern in Deutschland !

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Ismail Tipi
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04.07.2012
Ismail Tipi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kann Ihnen leider nicht zustimmen, dass es in Hessen zu wenige Sonderkommissionen bzw. zu wenige Spezialisten gibt. Vielmehr hat das hessische Innenministerium unter Boris Rhein (CDU) hier immens zugelegt. Im Kampf gegen Extremismus und Terrorismus gibt es seit Februar 2012 60 zusätzliche Einsatzkräfte. Insgesamt hat Hessen mit nunmehr 300 Mitarbeitern den anteilsmäßig größten Personalbestand bei Sondereinheiten aller Länder bundesweit.

Zudem stehen beim Hessischen Landeskriminalamt Spezialisten zur technischen Unterstützung bereit. Mitglieder der Verhandlungsgruppen komplettieren die Spezialkräfte in Hessen und kommen beispielsweise bei Geiselnahmen oder anderen Bedrohungsszenarien zum Einsatz. Als besonders gefährlich eingestufte Personen werden in Hessen umfangreich überwacht. Zudem gibt es regelmäßige ´Gefährderansprachen´, in denen die Verdächtigen auf die Polizeiüberwachung hingewiesen werden.

Parallel zur Verstärkung unserer Polizei muss jedoch auch eine frühzeitige Aufklärung der Bevölkerung über jegliches extremistisches Gedankengut stattfinden. Im Bereich des Rechtsextremismus gibt es in Hessen seit Jahren umfangreiche Initiativen und Projekte, wie beispielsweise das BeratungsNetzwerk Hessen oder das Programm "Informations- und Kompetenzzentrum Ausstiegshilfen Rechtsextremismus (IKARus)", mit dessen Hilfe bisher 56 Rechtsextremisten den Absprung aus der Szene geschafft hätten.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage ausreichend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ismail Tipi
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