Inge Höger (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2009-2013
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Angaben zur Person
Inge Höger
Geburtstag
29.10.1950
Berufliche Qualifikation
Diplom-Betriebswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Herford
Wahlkreis
Herford - Minden-Lübbecke II
Ergebnis
7,4%
Landeslistenplatz
3, Nordrhein-Westfalen
Seit 2007 hält Israel, mit Unterstützung Ägyptens, eine umfassende Blockade des Gazastreifens aufrecht. Diese Blockade geht weit über reine Sicherheitsinteressen (Waffenembargo) hinaus. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
27.04.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Höger,

auf Ihrer Website sgaen Sie, dass sie begründete Zweifel zu den Morden an Vittorio Arrigoni und Juliano Mer Khamis haben. Wie begründen Sie diese Zweifel? Und wie können Sie diese Zweifel belegen?
Antwort von Inge Höger
2Empfehlungen
28.04.2011
Inge Höger
Sehr geehrter Herr ,

hier meine Stellungnahme zur Ermordung von Vittorio Arrigoni:

Der Mord an Vittorio Arrigoni in Gaza ist ein Verbrechen!

"Die Ermordung des italienischen Aktivisten Vittorio Arrigoni durch die salafistische Gruppe ,The Brigade of the Gallant Companion of the Prophet Mohammed bin Muslima´ in Gaza ist ein Verbrechen, das wir aufs allerschärfste verurteilen", so Niema Movassat und Inge Höger, beide Abgeordnete der Linksfraktion im Bundestag. Die Gruppe hatte Vittorio am Donnerstag entführt, um damit salafistische Gefangene freizupressen, die von Hamas festgenommen worden waren. Am Freitag war seine Leiche gefunden worden. Movassat und Höger weiter:

"Vittorio war ein Aktivist, der seit Jahren in Gaza lebte und in vorderster Reihe für die Rechte der PalästinenserInnen kämpft, oft unter Lebensgefahr. 2008 wurde er durch die israelische Armee verletzt und entführt, als er palästinensische Fischer vor der Küste Gazas begleitete. Als Aktivist von ISM, dem International Solidarity Movement, blieb er sogar während Israels Militäroffensive "Cast Lead" die ganze Zeit über in Gaza und begleitete palästinensische Krankenwagen im Bombenhagel. Es ist tragisch, dass die gewaltsame israelische Besatzung und die Blockade Gazas sowie die politische Spaltung der PalästinenserInnen dazu führen, dass Gruppen gestärkt werden, die mit brutaler Gewalt gegen die palästinische Gesellschaft und die Solidaritätsbewegung vorgehen. Diese Gruppen haben keinerlei Rückhalt in der palästinensischen Gesellschaft und verschlimmern die ohnehin schon unerträgliche Situation in Gaza weiter. Sie missbrauchen die palästinensische Sache um ihre eigenen reaktionären Ziele voranzutreiben und am Ende profitiert einzig die Besatzungsmacht von solchen Verbrechen. Vittorios Ermordung ist ein großer Verlust, als Mensch und als Aktivist. Wir werden, wie so viele Menschen in Gaza und weltweit, ihn schmerzlich vermissen."

Den Text können sie auch auf meiner Homepage finden:

www.inge-hoeger.de

Die im Internet verbreitete Notiz, dass es begründete Zweifel an der Urheberschaft des Mordes gebe, stammt NICHT von mir und ist durch eine Kommunikationspanne während meines Urlaubs auf meiner Homepage gelandet. Ich habe veranlasst, dass diese Notiz entfernt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Inge Höger MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.06.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Höger,

zum Vorwurf des Antisemitismus bekundeten Sie, das Existenzrecht des Staates Israel zwar anerzukennen, schränkten dann jedoch ein:
"Ich sehe jedoch schon ein mögliches Dilemma darin, wenn ein Staat sich über eine Religion definiert. Ein Staat, der sich als jüdisch definiert, kann ein Problem mit seiner demokratischen Verfasstheit haben, wenn er nicht-jüdische Menschen nicht als gleichberechtigte Mitbürger akzeptiert" .
www.berlinerumschau.com

Wir wissen freilich, dass Kritik an Israel nicht gleich Antisemitismus ist.
Ein wenig anders verhält es sich hinsichtlich der Motivlage, wenn sich jemand nur und fast aussschließlich der Kritik an Israel betätigt .

Leider habe ich bislang keine derartige Kritik von Ihnen zu irgendeinem anderen Staat, der sich über eine Religion definiert, gefunden.
Vom Iran, von Saudi-Arabien, vom Sudan oder von Malaysia und etlichen anderen Ländern wissen wir jedoch, dass Andersgläubige bei Androhung von Gefängnis oder Todesstrafe an der Ausübung ihrer Religion und damit einem Leben als "gleichberechtigte Mitbürger" gehindert werden.
Auch die Türkei hat hinsichtlich der Unterdrückung christlicher Minderheiten ein erhebliches Problem mit der " demokratischen Verfasstheit" . Vom Boykott des türkischen Schiffes Mavi Marmara unter Führung einer, vor kurzem noch in der Türkei als islamistisch eingestuften Gruppe konnte bei Ihnen indes keine Rede sein.

Können Sie mir weiterhelfen und mir entsprechende Beispiele Ihres Einsatzes gegen die religiöse Definition und die mangelnde Akzeptanz andersgläubiger Mitbürger im Falle dieser Länder nennen?

Bei Gelegenheit möglicherweise auch eine \"islamische Republik\", in der
jüdische Staatsangehörige im Parlament sind - so wie in Israel arabische Staatsbürger im Parlament vertreten sind?

Im Voraus besten Dank,
Antwort von Inge Höger
bisher keineEmpfehlungen
06.06.2011
Inge Höger
Sehr geehrter Herr ,

danke für eine Ihre Nachricht, die leider von grundlegend falschen Voraussetzungen ausgeht. Ein Blick auf meine Homepage müsste genügen um zu erfassen, dass der Schwerpunkt meiner politischen Tätigkeit auf der Kritik der deutschen Militärpolitik liegt. In diesem Zusammenhang setze ich mich kritisch mit der Strukturreform der Bundeswehr, mit der deutschen Kriegspolitik in Afghanistan, mit der Rüstungsexportpolitik und darüberhinaus auch mit Gesundheitspolitik auseinander. Das Nahostthema spielt in meiner praktischen Arbeit eine untergeordnete Rolle.

Probleme mit Menschenrechtssituation und Demokratiedefizite prangere ich dort an, wo ich im Zuge meiner regulären parlamentarischen und außerparlamentarischen Arbeit damit konfrontiert bin, das ist häufig genug in Deutschland selbst der Fall. Im Rahmen meiner Tätigkeit in der OSCE bereite ich mit anderen ParlamentarierInnen gerade eine Resolution zur Menschenrechtssituation Situation in Weißrussland vor. Kritik an der sozialen, demokratischen und Menschenrechtlichen Situation Bosnien-Herzegowina, in Afghanistan oder in der Türkei um nur einige Beispiele zu nennen, werden sie ebenfalls als Themen auf meiner Homepage finden.

Meine Kritik zielt auf eine Verbesserung der Situation der betroffenen Bevölkerung und in keinem Fall - selbstverständlich auch nicht im Falle Israels - auf eine Relativierung des Existenzrechtes der Länder ab.

Mit freundlichen Grüßen

Inge Höger MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.06.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Höger,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Leider fand ich sie nicht ganz zufriedenstellend.
Meine Frage hatte Ihre wörtlichen Aussage in einem Interview zur Voraussetzung. Daher ist es nicht recht nachvollziehbar, warum sie von "grundsätzlich falschen Voraussetzungen" ausgehen soll, wie Sie in Ihre Erwiderung erklären. Auch haben Sie nicht geantwortet, ob ähnlich dezidierte Kritiken von Ihnen hinsichtlich des "Dilemmas, wenn ein Staat sich über eine Religion definiert" zu tatsächlichen theokratischen Diktaturen, wie Saudi-Arabien, Sudan, Iran, Malaysia, usw. existieren. Und ob es zu diesen Staaten von Ihnen gegründete Arbeitskreise gibt, in deren Erklärung Sie Apartheit diagnostizieren -
"Bundesrepublik und EU fördern faktisch die israelische Apartheid- und Kolonialpolitik."
www.sueddeutsche.de
Tatsächlich konnte ich auch beim Blick auf Ihre Homepage nichts derartig Dezidiertes finden.

Ihre Kritik an der "Menschenrechtssituation Situation in Weißrussland, der sozialen, demokratischen und Menschenrechtlichen Situation Bosnien-Herzegowina, in Afghanistan oder in der Türkei" findet selbstverständlich meine Zustimmung.

Allein habe ich von einer Flottille-Teilnahme Ihrerseits zur Unterstützung der Kurden in der Türkei, der Christen im Irak und in Saudi-Arabien, der Bahai im Iran oder der Entrechteten in Weißrussland und Bosnien-Herzegowina, noch dazu unter "Einsatz des Lebens", wie Sie es im Falle der Gasa-Flotille betonten, noch nie etwas gehört. Und das, obwohl das Nah-Ost-Thema, wie Sie sagen, in Ihrer "praktischen Arbeit eine untergeordnete Rolle" spielt.
Wie kommt dieses Missverhältnis zustande?

mit freundlichen Grüßen,


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Frage zum Thema Gesundheit
17.06.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Höger,

ich habe eine Frage an Sie bzw. ihre Partei bzgl. des Gesundheitssystems bzw. im Besonderen bzgl. des Nichtraucherschutzes.
Seit Jahrzehnten weiß man mittlerweile um die Gefahren des Rauchens und seit einiger - europaweit gesehen leider sehr kurzer - Zeit befasst sich die Bundesregierung mit dem Nichtraucherschutz und hat entsprechend auch bereits einige Gesetze erlassen. Meiner Ansicht nach gehen diese Mechanismen jedoch bei weitem nicht weit genug.
Wenn der Regierung wirklich daran gelegen wäre alle Bürger zu schützen, so würde das Rauchen insgesamt sofort verboten werden müssen - dass dies weder durchsetzbar noch gewollt ist, sehe ich zwar ein, dennoch muss meiner Ansicht nach weit mehr getan werden um Nichtraucher zu schützen.
So sollte das Rauchen im Freien komplett verboten werden, ebenso bei offenen Fenstern wenn der Rauch Nichtraucher belästigt. Dies mag - insbesondere aktiven Rauchern - drastisch erscheinen, aber wenn ich mir die Zigarettengifte zusammenmischen und versprühen würde, dann würden sich meine Mitmenschen - und garantiert auch die Raucher - sicherlich nicht nur beschweren sondern den Fall - zurecht - zur Anzeige bringen... und Rauchen tut im Prinzip nichts anderes.
In bestimmten Fällen sollte besonders hart durchgegriffen werden. Damit spreche ich z.B. ganz gezielt das Rauchen in der Schwangerschaft an. Betrachtet man die Gesetze, so wird dadurch der Tatbestand der (absichtlichen!) Körperverletzung am Ungeborenen erfüllt, jedoch nicht geahndet. Ein solches Kind hat evtl. sein ganzes Leben lang gesundheitliche Einschränkungen, hängt in der Entwicklung stark hinterher oder kommt deswegen sogar gar nicht erst auf die Welt - der Nachweis im Einzelfall dürfte natürlich schwierig, aber sicherlich nicht unmöglich sein.

Wie stehen Sie bzw. Ihre Partei zu diesem Problem bzw. dieser Gesundheitsfrage?

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
06.09.2011
Von:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13588084/Video-enthuellt-verborgene-Ziele-der-Euro-Rettung.html

Die neue EU-Finanzbehörde strebt Rechte an, die Demokraten sprachlos machen. Die Politik weiß es seit Mai - und schweigt

Seit einigen Tagen macht ein Video zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) im Internet die Runde. Darin wird der von den Euro-Staaten im Frühjahr niedergeschriebene Vertragsentwurf auseinandergenommen. Interessant daran ist zweierlei. Zum einen sind die hier genannten Fakten in Deutschland öffentlich bislang nicht debattiert worden, obwohl der Vertragsentwurf den Fraktionen bereits seit Mai vorliegt. Zum anderen mögen sich die Volksvertreter nicht direkt zu den im Video thematisierten Sachverhalten äußern.


Frau Höger, meine Frage an Sie ist: Was sagen Sie dazu und wie werden Sie in Zukunft über unsere Zukunft abstimmen?

MfG


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Ihre Frage an Inge Höger
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