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Sehr geehrter Herr Bellino,
vorab möchte ich Ihnen Ihre Worte: "wir als demokratisch gewählte Abgeordnete stellen an uns den Anspruch, auch ohne einen Vermittler für die Bürger ansprechbar zu sein" in Erinnerung rufen.
In diesem Zusammenhang fühle ich mich geradezu genötigt fogende Frage zu stellen:
- Fürchten Sie die öffentliche Diskussion?
Wenn nicht habe ich Sie an dieser Stelle augzufordern ein öffentliches Forum für die Anfragen Ihrer Wähler einzurichten, dass meinetwegen auch CDU-interne Betreuung findet.
- Denken Sie dass Sie nach abgeschlossener Wahl einen Freibrief für die Dauer Ihrer Amtsperiode haben sich nicht mehr mit Ihren Wählern auseinandersetzen zu müssen?
Hierzu möchte ich Sie daran erinnern, dass Sie als Abgeordneter ein öffentliches Amt bekleiden und sind somit gleichsam der Öffentlichkeit verpflichtet sind. Somit haben Sie insbesondere nach erfolgter Wahl die Belange und Fragen der Öffentlichkeit zu würdigen. Dass Sie nunmehr die Möglichkeit einer öffentlichen Diskussion deformieren und boykottieren finde ich über alle Maßen dreist, unverhohlen und schlichtweg unhaltbar für den Träger eines öffentlichen Amtes. Ich fühle mich in diesem Zusammenhang dazu verpflichtet Sie nochmals ausdrücklich daran zu erinnern, wem Sie dienen (sollten). Nicht Ihren Geldgebern sondern Ihren Wählern, Herr Abgeordneter.
Mit freundlichen Grüßen
