Sehr geehrte Frau

,
sehr geehrter Herr Dr.

,
Sie haben mir vor wenigen Tagen eine Anfrage über abgeordnetenwatch.de zukommen lassen. Ich bin sehr froh, dass ich auf Ihrer Homepage Ihre Kontaktdaten finden konnte, um Ihnen auch später persönlich noch schreiben zu können, wenn ich Neuigkeiten über Ihren Fall erfahren habe. Diese Möglichkeit bietet abgeordnetenwatch.de – so sehr ich diese Plattform schätze – für den Angeschriebenen normalerweise nicht.
Ihr Thema ist sehr weitreichend und gehört nicht zum politischen Alltag eines Landtagsabgeordneten. Es liegt mir am Herzen Ihnen ehrlich und möglichst kompetent auf Ihre Fragen antworten zu können. Vor allem, da Ihr Anliegen ein sehr persönliches ist und ich angemessen auf Ihr Schicksal reagieren möchte. Dazu gehört auch, dass ich keine reißerischen Parolen veröffentliche.
Ich kenne die genauen Umstände leider nicht und kann sie aufgrund Ihrer Homepage nur wage einschätzen, hoffe jedoch sehr, dass es Ihnen, Frau

, den Umständen entsprechend gut geht. Vielleicht können Sie mich darüber über meine E-Mail-Adresse
h.lotz@ltg.hessen.de einmal informieren, ohne dass es gleich die ganze Welt lesen muss.
Gestatten Sie mir, dass ich zu Ihrer Anfrage ein paar Erkundigungen einholen werde. So möchte ich mich an den Sprecher für Petitionen der SPD-Landtagsfraktion, Herrn Ernst Ewald-Roth wenden. Durch die anstehenden Feiertage werden sich jedoch meine Recherchen verzögern.
Nun beantworte ich Ihnen jedoch zunächst Ihre Fragen:
1. Aufgrund Ihrer Internetseite ist das nicht zu sehen. Lassen Sie mich aber ergänzend hierzu sagen, dass ich im regelmäßigen Kontakt mit den Beamten der Polizeistation Gelnhausen stehe, erst vor kurzem dort einen Besuch abgestattet habe und eigentlich einen positiven Eindruck von den Beamten vor Ort habe. Deshalb erschüttert mich Ihr Fall umso mehr. Jedoch: durch das Verhalten des jetzigen Ministerpräsidenten und damaligen Innenminister Volker Bouffier hat die Polizei in Hessen einen schlechten Ruf erfahren. Das ist ein Führungsproblem von ganz oben, gehört hier aber nicht hin und löst Ihr Problem auch nicht.
2. Persönlich ist ein solches Verhalten für mich auf den ersten Blick befremdlich. Wer eine Beschwerde einlegt oder eine Petition stellt, sollte nach meinem Verständnis von Demokratie mit keinen negativen Konsequenzen rechnen müssen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass ich mich vor einer abschließenden Meinung erkundigen möchte.
3. Generell bin ich ein Verfechter unseres Rechtsstaates – mit all seinen Tücken und Fehlern. Unser Rechtsstaat ermöglicht es uns auch, Fehler zu erkennen und bestmöglich zu revidieren. Das ist längst nicht in allen Ländern so. Ich bin mit Ihrem Fall nicht ausreichend betreut, finde es aber vorbildlich, wie Sie um Ihr Recht kämpfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Sie viel Kraft und Ausdauer kostet.
Liebe Frau

, lieber Herr

, ich kann Ihnen auf die Schnelle leider keine andere Antwort geben, hoffe jedoch mehr herausfinden zu können. Ich möchte Ihnen keine falschen Hoffnungen machen: ich vermute, dass ich nichts anderes herausfinden werde, als das, was Sie nicht bereits schon wissen.
Ich wünsche Ihnen von Herzen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2012.
Freundliche Grüße nach Rodenbach
Heinz Lotz