Heiner Schönecke (CDU)
Abgeordneter Landtag Niedersachsen

Grunddaten
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Kaufmann und Landwirt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Geschäftsführer der Geflügelhof Schönecke GmbH, Neu Wulmstorf
Wohnort
-
Wahlkreis
Buchholz
Ergebnis
47,2%
Landeslistenplatz
keinen
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(...) Die immer noch wachsende Stadt, die in den letzten Jahren eine Vielzahl von neuen Arbeitsplätzen in ihren Gewerbegebieten geschaffen hat, braucht eine ganzheitliche Lösung. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
10.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Schönecke,

laut Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wird in der industriellen Tierhaltung das Tierschutzgesetz regelmäßig gebrochen, weil bei Hühnern, Puten, Schweinen und Rindern routinemäßig Amputationen durchgeführt werden, die eigentlich nur in Ausnahmefällen erlaubt wären. Was unternehmen Sie, damit solche Nutztierhaltungen nicht mehr genehmigt werden? Was unternehmen Sie, damit Betriebe, die solche illegalen Aktivitäten durchführen, geschlossen werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Heiner Schönecke
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12.04.2011
Heiner Schönecke
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage auf Abgeordnetenwatch.

Die Tierschutzgesetze in Deutschland gehören mit zu den schärfsten der Welt. Alle geltenden EU-Regeln werden in Deutschland zumeist weit vor den vereinbarten Terminen umgesetzt. Das bringt unsere Landwirte oft in deutliche Wettbewerbsnachteile.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Abschaffung der Käfighaltung. In Deutschland wurde dieses Gesetz bereits 2009 umgesetzt, EU-weit gilt das Gesetz erst am 01-01-2012. Einige EU-Länder verlangen eine Verlängerung der Übergangsfrist. Diese Eier werden dann in Deutschland billig verkauft und gekauft.

Die Überwachung unserer Tierschutzgesetze obliegt den Veterinärämtern. Diese kontrollieren die Betriebe sehr genau und häufig. Dass es leider immer wieder zu Skandalen in der Tierhaltung kommt, liegt weniger an einem Mangel an Gesetzen sondern an deren Umsetzung. Wir haben es in diesen Fällen mit einem erheblichen Maß an krimineller Energie zu tun. Es wird immer schwarze Schafe in allen Bereichen unserer Wirtschaft geben, so auch in der Tierhaltung. Es wird immer Menschen geben, die versuchen aus Profitgier die Richtlinien zu umgehen und somit den Bürgern, den Tieren und der Umwelt zu schaden.

Unsere Familie betreibt in der sechsten Generation einen landwirtschaftlichen Betrieb mit angeschlossener Vermarktung von Eiern und Geflügel. Wir haben in unserer Freilandhaltung ca. 18.000 Tiere und weitere 16.000 Tiere in Bodenhaltung. Ich lade Sie herzlich ein, unseren Betrieb zu besuchen und sich von den Vorschriften und deren Einhaltung persönlich zu überzeugen.

Am Sonntag, den 17. April 2011 findet auf unserem Hof ein Tag der offenen Tür statt. Besuchen Sie uns und sprechen Sie mich an. Ich stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, erhalten Sie umfangreiche Informationen unter www.schoenecke.de .

Mit freundlichen Grüßen

Heiner Schönecke
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
12.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Schoenecke,

verbindlichen Dank für Ihre Antwort. Leider gehen Sie nach Politikerart nciht auf die gestellte Frage ein, sondern begnügen sich mit Allgemeinplätzen. Die Frage bezog sich vor allem auf die eigentlich nur in Ausnahmefällen erlaubten Amputationen von Schnäbeln und Schwänzen, die aber aufgrund der nicht artgerechten Haltung in den Massentierhaltungsbetrieben unter Duldung der Amtsveterinäre routinemäßig und gesetzeswidrig durchgeführt werden. Das von Ihnen zitierte "schärfste Tierschutzgesetz der Welt" ist ein Papiertiger, da es durch Ausnahmebestimmungen regelmäßig unterlaufen werden kann und unterlaufen wird. Die von Ihnen zugegebenen "schwarzen Schafe" in der Massentierhaltung sind leider die Regel, nicht die Ausnahme. Die Amtsveterinäre schauen weg. Ich bitte Sie, diese Tatsachen zu würdigen und die Frage zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Umwelt
27.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Schönecke,

mit der geplanten Energiewende werden auch die Einspeisungsvergütungen für Strom
aus Solaranlagen fortgeschrieben.
Sind die Bedenken der Wissenschaftler was das finanzielle Risiko dieser garantierten Zahlungen im Zusammenhang mit mangelnder Speicherung des Stromes und der geringen Versorgungssicherheit (kein Strom bei Nacht und Schlechtwetter) ausreichend berücksichtigt? Zumal ja Kraftwerke zum Ausgleich bereit gehalten werden müssen.
Ist da die Windkraft nicht deutlich effektiver?
Wie wird Ihr Abstimmungsverhalten sein?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Heiner Schönecke
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07.07.2011
Heiner Schönecke
Sehr geehrte Frau ,

in Berlin werden im Bundestat und Bundesrat gerade die notwendigen Gesetze verabschiedet um die Energiewende in Deutschland durchzuführen. Ihre Fragen zeigen, in ganzer Breite die Risiken der Veränderung.

Die Photovoltaik (PV) soll im Mix der Stromerzeugung auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Die Vergütung für PV-Anlagen soll dabei deren Zubaurate und Bedeutung für die Stromversorgung angemessen berücksichtigen und widerspiegeln. Angesichts eines zunehmenden Anteils von Strom aus PV-Anlagen haben Maßnahmen zu deren Netzintegration eine besondere Bedeutung.

Ihre Frage der mangelnden Speicherung von Strom aus PV oder Wind beschäftigt nicht nur die Politik sondern auch die Wissenschaft. Von daher muss neben einem erweiterten Netzausbau auch die Forschung für Stromspeicherung intensiviert werden.

Mein Abstimmungsverhalten die Gesetze zur Energiewende werden in Berlin verabschiedet daran bin ich nicht beteiligt. Wenn es aber im Land Niedersachsen notwendiger Weise zu Änderungen von Raumordnung, Netzausbau oder dem Umsteuern auf erneuerbare Energien kommt, wird das mit meiner Stimme geschehen.

Mit freundlichen Grüßen
 
Heiner Schönecke
 
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Frage zum Thema Umwelt
01.02.2012
Von:
G.

Sehr geehrter Herr Schönecke,

nachdem nun CDU und FDP sich unnötigerweise auf die Durchsetzung des Ostrings gegen den offenbaren Bürgerwillen (seit Jahren bekundet) festgelegt hatten und bei der letzten Wahl daran gescheitert sind, frage ich Sie, wie Sie sich jetzt das Verkehrskonzept für Buchholz (ohne Ostring) vorstellen. Es gibt ja die Umgehung über B 75 (über vier Zugänge nach Buchholz) und die Ver-bindungsstraße quer durch den Lohbergenforst zwischen Holm-Seppensen und Sprötze.
Das sollte für die Holm-Seppenser genügen, die ja auch in Rade auf die B 3 abbiegen können.
Wer in Buchholz einkaufen will, fährt sowieso hinein.
Der Tunnel wird durch die Anwohner dort blockiert, die ihre Grundstücke auch nicht teilweise hergeben wollen (wieso gibt es kein Gesetz, das den gemeinen Nutzen gegenüber dem privaten abwägt - so auch bei der Gasleitung, deren Verlauf ein Bürger blockieren kann...).
Gibt es überhaupt eine Lösung? Das Nadelör ist ja offenbar die Canteleu-Brücke.
Also noch mal die Frage: Gibt es eine sinnvolle Lösung, die nicht ein Landschaftsschutzgebiet zerstört und die immer noch wachsende Stadt dennoch vm Verkehr entlastet?

Mit freundlichem Gruß

G,
Antwort von Heiner Schönecke
bisher keineEmpfehlungen
07.02.2012
Heiner Schönecke
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen und Bemerkungen auf Abgeordnetenwatch.

Durch Entscheidungen des Stadtrates und des Kreistages sollte Buchholz eine Umgehungsstraße im Osten der Stadt bekommen. Durch eine falsche Einschätzung der Juristen wurde der Ostring zumindest was die Anbindung von Wohngebieten anbelangt vor Gericht gestoppt.

Die CDU Stadtratsfraktion hat sich bereits sehr früh für eine Bürgerbefragung in Sachen "Ostring" ausgesprochen. Der neu gewählte Stadtrat hat sich diesem Problem erneut angenommen und will über ein Mobilitätsgutachten neue Erkenntnisse gewinnen.

Dass Buchholz Entlastungsstraßen benötigt ist im Stadtrat und im Kreistag unbestritten.

Sie empfehlen eine weiträumige Umgehung über die Lohbergenforststraße nach Sprötze. Weiter fragen Sie nach einer Lösung des Tunnels unter der Eisenbahn. Sie stellen richtiger Weise die Canteleau-Brücke als das Nadelöhr in Buchholz dar.

Ich begrüße es ausdrücklich, dass der Buchholzer Rat jetzt die Probleme erneut angehen will. Bin allerdings der festen Meinung, dass wenn man die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten will, man nicht an einem Neubau von Straßen, Brücken und ggf, eines Tunnels vorbei kommt.

Die immer noch wachsende Stadt, die in den letzten Jahren eine Vielzahl von neuen Arbeitsplätzen in ihren Gewerbegebieten geschaffen hat, braucht eine ganzheitliche Lösung.

Die CDU-Stadtrats- und Kreistagsfraktionen stehen weiterhin zu den Beschlüssen zwischen Stadt- und Landkreis. Sie werden sich aber natürlich der weiteren demokratischen Auseinandersetzung in dieser Frage stellen.

Als Landtagsabgeordneter begrüße ich es sehr, dass es zur Umgehung Dibbersen kommt und dort eine Lösung in Sicht ist.


Mit freundlichen Grüßen
 
Heiner Schönecke
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
15.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Schönecke,

im Dezember 2011 haben wir vom Unterstützerkreis der Familie Salame/Siala Sie schon einmal um Ihre Unterstützung gebeten. Jetzt bitten wir Sie erneut um Hilfe.

Leider weigern sich das Innenministerium und die Ausländerbehörde des Landkreises Hildesheim bis heute, der im Jahr 2005 abgeschobenen Gazale Salame und ihren beiden Kindern Schams (8) und Gazi (6) endlich die Rückkehr zu ihrer Familie (Vater Ahmed Siala mit Amina (15) und Nura (13)) in den Landkreis Hildesheim zu ermöglichen. Die Behörden missachten damit in unseren Augen sowohl die UN-Kinderrechtskonvention als auch die Europäische Menschenrechtskonvention.

Die Abschiebung der Gazale Salame nach 17 Jahren Aufenthalt mit einem Teil der gemeinsamen Kinder stellte eine offenkundige Menschenrechtsverletzung dar. Nach sieben Jahren ist es mehr als höchste Zeit, die gegen Gazale und ihre Kinder praktizierte Politik der Verbannung endlich zu beenden, unter der vor allem Gazale extrem leidet. Der Fall der sechsköpfigen Familie ist mittlerweile zu einem bundesweiten Symbol für eine kinder- und menschenrechtsverletzende Flüchtlingspolitik in Niedersachsen geworden. (siehe Berichte unter www.nds-fluerat.org / Infomaterial / Gazale Salame / zurückliegende Aktivitäten.

Etliche Prominente, unter ihnen Rita Süßmuth und Heiner Geißler, Prof. Dr. Klaus J. Bade, Prof. Dr. Lothar Krappmann, Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Tom Koenigs und andere, haben sich ebenso wie unzählige Unterstützer/innen an den Ministerpräsidenten McAllister gewandt und ihn um eine Lösung gebeten. Leider blieben alle bisherigen Bemühungen ohne den gewünschten Erfolg.

Um dem Rest der Bundesrepublik zu zeigen, dass Niedersachsen nicht "gebrandmarkt als bedeutendes Negativbeispiel der deutschen Immigrationsdebatte" (HAZ vom 04.04.2012) ist, sondern im Sinne der Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention handelt, bitten wir Sie hiermit, persönlich Stellung zu beziehen:

Freundliche Grüße

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