Heike Hänsel (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Angaben zur Person
Heike Hänsel
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom Oecotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Tübingen
Landeslistenplatz
2, Baden-Württemberg
(...) Daher setze ich mich für die Stärkung außerparlametarischer Zusammenarbeit ein, um insgesamt ein anderes gesellschaftspolitisches Klima für eine progressive Politik zu entwickeln, dann würde sich eventuell auch wieder eine Regierungsbeteiligung lohnen.... (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Heike Hänsel
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Frage zum Thema Internationales
22.06.2009
Von:

Liebe Frau Hänsel,

weltweit fordern Nichtregierungsorganisationen die Regierungen dazu auf, die Botschaften ihrer Länder in Tehran für die Behandlung von verwundeten Demonstranten zu öffnen. Schließt sich Ihre Fraktion dieser Forderung an?

Herzlichen Dank für die Beantwortung der Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Heike Hänsel
5Empfehlungen
24.06.2009
Heike Hänsel
Sehr geehrte Frau ,

ich halte diese Forderung für ein wichtiges Zeichen. Auch DIE LINKE hat sich mit der Protestbewegung im Iran solidarisiert und die Repression gegen die Demonstrierenden verurteilt. Wir sind schockiert über den Tod von so vielen Demonstrantinnen und Demonstranten. Allerdings muß die Behandlung der Verletzten in den Botschaften dann auch wirklich medizinisch gewährleistet werden, damit dies nicht nur reine Symbolik bleibt.

Mit freundlichen Grüßen
Heike Hänsel, MdB
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Frage zum Thema Internationales
24.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Hänsel,

als entwicklungspolitisch interessierter Staatsbürger möchte ich Ihnen meine Sorgen in Bezug auf den geplanten Abschluss von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA´s) zwischen der EU und den AKP-Staaten mitteilen.

Die Abkommen stellen eher eine Bedrohung als eine Förderung von nachhaltiger Entwicklung in den AKP-Staaten dar. Bei Ratifikation würden die AKP-Staaten der kaum eingeschränkten (subventionierten) Konkurrenz der EU ausgesetzt. Die vorgesehenen Schutzinstrumente sind unzureichend. Es drohen eine massive Deindustrialisierung und die Verletzung sozialer Menschenrechte von Millionen Menschen. Außerdem werden die AKP-Staaten als Handelspartner der EU gefährdet.

Viele Regierungen der AKP-Länder haben erklärt, dass sie die Interim-EPAs nur unter dem Druck der EU abgeschlossen haben, weil ihnen sonst der Entzug von Marktzugangspräferenzen drohte.

Die Stop-EPA-Kampagne fordert, dass die Singapur-Themen ausgenommen bleiben müssen, falls die AKP-Staaten diese nicht verhandeln wollen. Ihnen muss das Recht eingeräumt werden, sich bei den Verhandlungen auf Bereiche zu beschränken, in denen sie die Konkurrenz der EU verkraften können. Es müssen Abkommen vereinbart werden, die der Entwicklung der AKP-Staaten dienen und ihre wirtschaftlichen, sozialen, und kulturellen Menschenrechte schützen.

Ich halte es für dringend erforderlich, die Ratifizierung der EPA´s auszusetzen, bis die problematischen Aspekte der Abkommen geklärt worden sind. Vermutlich noch in der aktuellen Legislaturperiode werden Sie persönlich im Bundestag über die Ratifizierung des karibischen EPA´s entscheiden müssen.

Mich interessiert, welche politische Position Sie bezüglich der angesprochenen Punkte einnehmen und wie Sie beabsichtigen, sich bei der bevorstehenden Befassung im Bundestag zu verhalten. Es ist mir besonders wichtig, dass Sie mir Ihre persönliche Meinung mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Heike Hänsel
3Empfehlungen
27.07.2009
Heike Hänsel
Sehr geehrte Frau ,

DIE LINKE lehnt die Freihandelspolitik der EU ab. Insbesondere die Kritik an den EPAs war einer meiner Arbeitsschwerpunkte in der zu Ende gehenden Wahlperiode. Ich habe dazu mehrere parlamentarische Initiativen eingebracht (BT-Drs. 16/3193; 16/6257; 16/7473) und mich auch an vielen Aktionen - unter anderem am Stop-EPA-Marsch in Nairobi am Rande des Weltsozialforums 2007 - beteiligt. Gemeinsam mit meiner Fraktion DIE LINKE haben wir die Argumente, die auch Sie in Ihrem Schreiben anführen, im Bundestag gegen die EPAs vorgebracht. Leider halten die Bundesregierung und ihre Parlamentsmehrheit ebenso wie die EU-Kommission an den Abkommen fest, mit denen sie die weitere Marktöffnung für EU-Konzerne durchsetzen wollen. Wir werden deshalb weiterhin gemeinsam mit der Stop-EPA-Kampagne und vielen Partnerinnen und Partnern in der EU und in den AKP-Staaten gegen die EPAs auftreten und versuchen, die Ratifizierung noch zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen
Heike Hänsel MdB
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Frage zum Thema Internetsperren
10.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Hänsel,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage wen ich bei den kommenden BTs-Wahlen wählen werde und bin zwischen Ihnen und Herrn Hermann noch unentschlossen. Deshalb hätte ich einige mir sehr wichtige Fragen:

1. Warum sind sie der Abstimmung über Internet-Sperren fern geblieben anstatt dagegen zu stimmen?
2. Warum sind sie der Abstimmung über das Anbauverbot von Genmais fern geblieben anstatt dafür zu stimmen?
3. Warum sind sie der Abstimmung über das BKA-Gesetz fern geblieben anstatt dagegen zu stimmen?
4. Sind Sie dafür alle AKWs sofort abzuschalten, oder, was ich zwecks Klimaschutz sinnvoller finde, zuerst alle Kohle- und Erdgaskraftwerke und erst dann die AKWs abzuschalten?

Vielen Dank im Voraus.

Beste Grüße aus Hagelloch,
Antwort von Heike Hänsel
1Empfehlung
10.09.2009
Heike Hänsel
Sehr geehrter Herr ,

Zu Frage 1,2 und3:

Auf Grund einer längeren Erkrankung und eines Reha-Aufenthaltes konnte ich an diesen Abstimmungen nicht teilnehmen. Selbstverständlich lehne ich, so wie meine Fraktion, alle drei Gesetze ab.

Zu Frage 4:

Ich setze mich dafür ein, das atomar-fossile Zeitalter so schnell wie möglich zu beenden. Dazu gehört der schnellst-mögliche Atomausstieg, denn jeder Tag, an dem Atomkraftwerke weiterlaufen, produziert mehr Atommüll und birgt Unfallrisiken in sich. Durch den Abbau von Überkapazitäten, Stromeinsparung und verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien statt wie bisher milliardenschwere Subventionen für die Atomkonzerne, wäre ein Ausstieg aus der Atomkraft in kurzer Zeit möglich, das haben mehrere wissenschaftliche Studien erwiesen. Wir brauchen auch keinen neuen Kohlekraftwerke mehr, wenn konsequent die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden.

Mit freundlichen Grüßen

Heike Hänsel MdB
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Frage zum Thema Umwelt
10.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Hänsel,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Kann es jedoch sein, dass Sie hier gerade aus Versehen das Gegenteil von dem gesagt haben, was Sie meinen? Sind Sie tatsächlich gegen das Anbauverbot von Genmais oder gegen den Anbau von Genmais?

Zu 4.: Das war eine typische Politiker-Antwort und nichts Neues für mich. Deshalb noch mal konkret meine Frage: was wollen Sie ZUERST abschalten, Kohle- oder Atomkraftwerke? Auf lange Frist beides, ist klar, will ich auch, aber was zuerst?

Vielen Dank und beste Grüße,

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