Hans-Michael Goldmann (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Hans-Michael Goldmann
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Tierarzt, Studiendirektor
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Unterems
Ergebnis
9,5%
Landeslistenplatz
3, Niedersachsen
weitere Profile
(...) Dies gilt insbesondere für Geringverdiener und Solo-Selbstständige. Dazu müssen die Vorteile der staatlich geförderten Altersvorsorge allen Bürgern zugute kommen. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Hans-Michael Goldmann hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Hans-Michael Goldmann
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales und Familie
01.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Goldmann,

Ihr Kollege Renè Rock, Abgeordneter in Hessen, hat im Mai folgende Aussage im Parlament gesagt: "Die FDP will keine gerechte Gesellschaft".
Meine Fragen:
Teilen Sie diese Auffassung? Wie stehen Sie zu dem Artikel 20 in unserem Grundgesetz?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Hans-Michael Goldmann
1Empfehlung
17.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

Art 20 GG halte ich für einen wichtigen und zentralen Artikel unseres Grundgesetzes.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Michael Goldmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umweltpolitik
02.09.2009
Von:

Moin, sehr geehrter Herr Goldmann,
wie stehen Sie zu den Plänen, im niederländischen Eemshaven Kohlekraft-, Gas- und Multifuelkraftwerke mit hohen Emissionen zu errichten? Wie stehen Sie zu den Plänen, die Ems bis zu 14 m Tiefe auszubaggern? Können Sie sich vorstellen, was die Realisierung dieser Pläne für die Urlaubsregion Ostfriesland und speziell Borkum ausmacht? Als Bewohner von Borkum machen wir uns große Sorgen um unsere Umgebung und unsere wirtschaftliche Lage, die zu 100% vom Tourismus abhängig ist.
Allerbest
Antwort von Hans-Michael Goldmann
bisher keineEmpfehlungen
07.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich bin gegen Pläne, im niederländischen Eemshaven Kohlekraft-, Gas- und Multifuel-Kraftwerke mit hohen Emissionen zu errichten. In Gesprächen mit der BBB habe ich meinen Standpunkt zum Ausdruck gebracht. Mit Bedauern muss ich feststellen, dass meines Erachtens die betroffenen Kommunen in Deutschland ihre Einspruchs- und Einwendungsrechte wohl nur unzureichend wahrgenommen haben. Meine politischen Möglichkeiten sind in Bezug auf den Standort Eemshaven begrenzt. Die Ausbaggerung der Außenems ist notwendig, um zum Beispiel den Seehafenstandort Emden im Markt zu halten. Ich weiß, dass Borkum extrem tourismusabhängig ist, dass gesunde Luft Borkum zur Gesundheits- und Heilinsel macht, deshalb teile ich Ihre berechtigten Sorgen in Bezug auf die Umgebung und wirtschaftliche Lage.

Grüße zurück
Ihr Hans-Michael Goldmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Goldmann,
auf Wahlplakaten der FDP kann man folgenden Satz lesen: "Arbeit muss sich wieder lohnen". Das soll angeblich eine Kernaussage Ihres Bundesvorsitzenden sein. Auf der anderen Seite stemmt sich die FDP und vor allen Dingen auch Ihr Bundesvorsitzender vehement gegen einen Mindestlohn. Finden Sie die o.a. Aussage nicht auch reichlich verlogen?
Mit freundlichen Grüßen
J.
Antwort von Hans-Michael Goldmann
bisher keineEmpfehlungen
08.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage. Der von Ihnen angeführte Widerspruch ist nur ein scheinbarer.

Für die FDP hat die Tarifautonomie absoluten Vorrang vor staatlicher Lohnfestsetzung. Wir lehnen die Einführung von Mindestlöhnen durch den Staat entschieden ab. Gesetzliche Mindestlöhne verschärfen den Abbau von Arbeitsplätzen in lohnintensiven Sektoren sowie im Niedriglohnbereich. Sie führen tendenziell zu höheren Preisen und schwächen darüber die Kaufkraft. Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert oder wandern in die Schwarzarbeit. Opfer von gesetzlichen Mindestlöhnen sind in erster Linie Langzeitarbeitslose, die kaum mehr eine Aussicht auf Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt haben.

Demgegenüber fordern wir ein einfacheres und gerechteres Steuersystem, dass insbesondere den Familien mehr Netto vom Brutto gewährt.

Deutschland braucht einen funktionsfähigen Niedriglohnsektor. Es müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die Aufnahme einer auch nur gering entlohnten Beschäftigung gegenüber der alleinigen Inanspruchnahme staatlicher Transferleistungen attraktiver zu machen. Die bestehenden Regelungen zur sozialen Absicherung müssen vereinfacht und unbürokratischer ausgestaltet werden. Hierzu soll auch das von der FDP entwickelte Bürgergeldkonzept beitragen. Das Bürgergeld ist ein transparentes Steuer- und Transfersystem aus einem Guss. Es wirkt aktivierend durch einen gleitenden und lohnenden Übergang in die Erwerbstätigkeit. Reichen geringe Löhne nicht aus, um den Lebensunterhalt zu gewährleisten, greift das von der FDP entwickelte Bürgergeld unterstützend. So sorgt das Bürgergeld für ein Mindesteinkommen, das Beschäftigung fördert. Allen wird die Chance gegeben, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren und zugleich immer das notwendige Mindesteinkommen zu erreichen. Dadurch wird Armut besser verhindert als durch staatlich verordnete Mindestlöhne.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Hans-Michael Goldmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales und Familie
08.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Goldmann,
herzlichen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage vom 06.09.2009.

Dadurch ergibt sich eine Fülle - für die Betroffenen - sehr wichtige Fragen.
Findet die FDP es nicht menschenverachtend, Arbeitnehmer im Niedrig- bzw. Hungerlohnbereich zu beschäftigen? Findet die FDP es nicht menschenverachtend, diesen Hungerlöhnern damit zu verstehen zu geben, dass ihre Arbeit es nicht Wert ist, besser entlohnt zu werden? Ist es nicht genauso menschenverachtend Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern und dann dort die Arbeitskraft der Hungerlöhner auszubeuten? Wie verlagert man Hotelarbeitsplätze im Bereich Zimmerreinigung ins Ausland um die Tätigkeit dort durch Hungerlöhner erledigen zu lassen? Hat die FDP schon einmal darüber nachdedacht, dass diesen Hungerlöhnern, wo auch immer, ihre Menschenwürde, ihr Selbstwertgefühl genom-
men wird. Ist es richtig, dass Beschäftigung verloren geht, wenn man nicht bereit ist, Hungerlöhne zu akzeptieren?
Was nennt die FDP ein gerechtes Steuersystem? Wie hoch ist eine Steuerentlastung im Hungerlohnbereich?
Ist es richtig, dass die von der FDP propagierte Absenkung des Spitzensteuersatzes von ca. 45 auf 35 Prozent nur für Einkommensmillionäre pro Million ca. 100.000,- Euro an Steuerentlastung einbringt, während bei Normaneinkommen und Hungerlöhnen - wenn überhaupt - mit nur mäßiger Entlastung zu rechnen ist?
Können Sie den Wähler mit konkreten Zahlenbeispielen aufklären? Und zuletzt, mit wieviel Rente können Hungerlöhner am Ende ihres Arbeitslebens rechnen? Man muss natürlich berücksichtigen, dass Hungerlöhner nicht in der Lage sind, privat vorzusorgen.
Für eine umgehende Beantwortung dieser Fragen wäre nicht nur ich Ihnen sehr dankbar.

MIt freundlichen Grüßen

j.
Antwort von Hans-Michael Goldmann
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

die meisten Ihrer Fragen habe ich bereits beantwortet.

Unser einfacher und verständlicher Stufentarif mit Grundfreibetrag (Steuersatz 0 Prozent) und den drei weiteren Stufen von 10, 25 und 35 Prozent senkt die Steuerbelastung und schafft den dringend benötigten finanziellen Spielraum für Bürger und Unternehmen: Für mehr privaten Konsum, für Vorsorge für Alter, Gesundheit und Pflege, als Impuls für Wachstum und Investitionen. Dazu erhält jeder Bürger - ob Erwachsener oder Kind - einen Grundfreibetrag von 8.004 Euro. D.h. Familien mit zwei Kindern zahlen überhaupt erst ab 32.000 € Jahreseinkommen Einkommenssteuer.
Für Einkommen, das den Grundfreibetrag übersteigt, gilt für die ersten 20.000 Euro zu versteuerndem Einkommen ein Steuersatz von 10 Prozent, für Einkommensteile zwischen 20.000 Euro und 50.000 Euro ein Steuersatz von 25 Prozent, für Einkommensteile ab 50.000 Euro ein Steuersatz von 35 Prozent.

Wir Liberalen sind außerdem für eine generationengerechte Rentenpolitik, die den Erfordernissen einer älter werdenden Gesellschaft entspricht. Jüngere und Ältere, Beitragszahler und Rentner müssen in einem fairen Miteinander die demografischen Lasten tragen.

Die Anzahl derjenigen, deren Rentenanwartschaften nicht ausreichen werden, um im Alter eine Rente über Grundsicherungsniveau zu erhalten, wird künftig zunehmen. Zur Verhinderung von Altersarmut vertritt die FDP einen präventiven Ansatz in der Altersvorsorge. Wir treten dafür ein, Anreize zu setzen, dass Erwerbstätige schon in jungen Jahren mit dem Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge beginnen. Dies gilt insbesondere für Geringverdiener und Solo-Selbstständige. Dazu müssen die Vorteile der staatlich geförderten Altersvorsorge allen Bürgern zugute kommen. Außerdem fordert die FDP, dass Einkommen aus Altersvorsorge nicht voll auf die Grundsicherung im Alter angerechnet werden. Denn derjenige, der für das Alter vorgesorgt hat, muss im Alter besser dastehen, als derjenige, der keine Vorsorge getroffen hat.

Damit sich private und betriebliche Altersvorsorge auch für Geringverdiener lohnen, soll bei der Grundsicherung im Alter die eigene Altersvorsorge nur zum Teil angerechnet werden. Bis zu 100 Euro monatliches Einkommen aus privater und betrieblicher Vorsorge sollen daher bei der Grundsicherung im Alter anrechnungsfrei bleiben, darüber hinausgehendes Einkommen wird zu 60 Prozent angerechnet.

Die Zahl der erwerbsgeminderten Menschen, die Grundsicherung bei Erwerbsminderung und im Alter beantragen müssen, wird künftig anwachsen, wenn das Erwerbsunfähigkeitsrisiko nicht privat versichert werden kann. Die FDP setzt sich dafür ein, Verträge zum Schutz gegen Erwerbsminderung voll Riester-förderungsfähig auszugestalten. Bisher ist dies nur sehr begrenzt möglich. Künftig soll jeder Versicherungsnehmer bei der Riester- und Rürup-Rente frei wählen können, welcher Anteil der Beiträge in den Schutz gegen Erwerbsminderung und welcher Teil in die Lebensstandardsicherung fließt.

Die FDP ist für eine möglichst lange Teilhabe älterer Beschäftigter am Erwerbsleben - auf Grundlage einer freien Willensentscheidung. Die FDP lehnt die flächendeckende Frühverrentung im Rahmen der geförderten Altersteilzeit ebenso ab wie die Anhebung des starren gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Die FDP ist für einen flexiblen Übergang vom Arbeitsleben zur Rente. Danach soll für alle Versicherten ab 60 Jahren der Rentenzugang möglich sein, wobei die Versicherten wählen können, ob sie eine Vollrente oder eine Teilrente aus den bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Entgeltpunkten beziehen wollen. Gleichzeitig werden die Grenzen für Zuverdienst neben dem Rentenbezug aufgehoben. Die Versicherten entscheiden selbst, ob und in welchem Umfang sie neben einem Rentenbezug noch erwerbstätig sein wollen. Für den Zuverdienst sind Sozialversicherungsbeiträge - mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung ? zu zahlen. Die durch die Rentenbeiträge neu erworbenen Entgeltpunkte können vom versicherten Arbeitnehmer zu einem von ihm wählbaren Zeitpunkt zur Erhöhung der eigenen Rente eingesetzt werden. Dadurch wird es möglich, den Lebensstandard auch bei einem vorzeitigen Rentenbezug zu halten und trotzdem dem Arbeitsmarkt in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Mindestrenten und fiktive Anrechungen von nicht erbrachten Beitragsleistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung lehnt die FDP ab. Sie führen zu zusätzlichen Kosten in der Rentenversicherung und damit zu höheren Beitragssätzen der heutigen Erwerbstätigen und zukünftigen Renterinnen und Rentnern.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Michael Goldmann
Ergänzung vom 15.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

unser einfacher und verständlicher Stufentarif mit Grundfreibetrag (Steuersatz 0 Prozent) und den drei weiteren Stufen von 10, 25 und 35 Prozent senkt die Steuerbelastung und schafft den dringend benötigten finanziellen Spielraum für Bürger und Unternehmen: Für mehr privaten Konsum, für Vorsorge für Alter, Gesundheit und Pflege, als Impuls für Wachstum und Investitionen. Dazu erhält jeder Bürger - ob Erwachsener oder Kind - einen Grundfreibetrag von 8.004 Euro. D.h. eine Familie mit zwei Kindern zahlt überhaupt erst ab 32.000 €Jahreseinkommen Einkommenssteuer.
Für Einkommen, das den Grundfreibetrag übersteigt, gilt für die ersten 20.000 Euro zu versteuerndem Einkommen ein Steuersatz von 10 Prozent, für Einkommensteile zwischen 20.000 Euro und 50.000 Euro ein Steuersatz von 25 Prozent, für Einkommensteile ab 50.000 Euro ein Steuersatz von 35 Prozent.

Wir Liberalen sind für eine generationengerechte Rentenpolitik, die den Erfordernissen einer älter werdenden Gesellschaft entspricht. Jüngere und Ältere, Beitragszahler und Rentner müssen in einem fairen Miteinander die demografischen Lasten tragen.

Die Anzahl derjenigen, deren Rentenanwartschaften nicht ausreichen werden, um im Alter eine Rente über Grundsicherungsniveau zu erhalten, wird künftig zunehmen. Zur Verhinderung von Altersarmut vertritt die FDP einen präventiven Ansatz in der Altersvorsorge. Wir treten dafür ein, Anreize zu setzen, dass Erwerbstätige schon in jungen Jahren mit dem Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge beginnen. Dies gilt insbesondere für Geringverdiener und Solo-Selbstständige. Dazu müssen die Vorteile der staatlich geförderten Altersvorsorge allen Bürgern zugute kommen. Außerdem fordert die FDP, dass Einkommen aus Altersvorsorge nicht voll auf die Grundsicherung im Alter angerechnet werden. Denn derjenige, der für das Alter vorgesorgt hat, muss im Alter besser dastehen, als derjenige, der keine Vorsorge getroffen hat.

Damit sich private und betriebliche Altersvorsorge auch für Geringverdiener lohnen, soll bei der Grundsicherung im Alter die eigene Altersvorsorge nur zum Teil angerechnet werden. Bis zu 100 Euro monatliches Einkommen aus privater und betrieblicher Vorsorge sollen daher bei der Grundsicherung im Alter anrechnungsfrei bleiben, darüber hinausgehendes Einkommen wird zu 60 Prozent angerechnet.

Die Zahl der erwerbsgeminderten Menschen, die Grundsicherung bei Erwerbsminderung und im Alter beantragen müssen, wird künftig anwachsen, wenn das Erwerbsunfähigkeitsrisiko nicht privat versichert werden kann. Die FDP setzt sich dafür ein, Verträge zum Schutz gegen Erwerbsminderung voll Riester-förderungsfähig auszugestalten. Bisher ist dies nur sehr begrenzt möglich. Künftig soll jeder Versicherungsnehmer bei der Riester- und Rürup-Rente frei wählen können, welcher Anteil der Beiträge in den Schutz gegen Erwerbsminderung und welcher Teil in die Lebensstandardsicherung fließt.

Die FDP ist für eine möglichst lange Teilhabe älterer Beschäftigter am Erwerbsleben - auf Grundlage einer freien Willensentscheidung. Die FDP lehnt die flächendeckende Frühverrentung im Rahmen der geförderten Altersteilzeit ebenso ab wie die Anhebung des starren gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Die FDP ist für einen flexiblen Übergang vom Arbeitsleben zur Rente. Danach soll für alle Versicherten ab 60 Jahren der Rentenzugang möglich sein, wobei die Versicherten wählen können, ob sie eine Vollrente oder eine Teilrente aus den bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Entgeltpunkten beziehen wollen. Gleichzeitig werden die Grenzen für Zuverdienst neben dem Rentenbezug aufgehoben. Die Versicherten entscheiden selbst, ob und in welchem Umfang sie neben einem Rentenbezug noch erwerbstätig sein wollen. Für den Zuverdienst sind Sozialversicherungsbeiträge - mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung ? zu zahlen. Die durch die Rentenbeiträge neu erworbenen Entgeltpunkte können vom versicherten Arbeitnehmer zu einem von ihm wählbaren Zeitpunkt zur Erhöhung der eigenen Rente eingesetzt werden. Dadurch wird es möglich, den Lebensstandard auch bei einem vorzeitigen Rentenbezug zu halten und trotzdem dem Arbeitsmarkt in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Mindestrenten und fiktive Anrechnungen von nicht erbrachten Beitragsleistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung lehnt die FDP ab. Sie führen zu zusätzlichen Kosten in der Rentenversicherung und damit zu höheren Beitragssätzen der heutigen Erwerbstätigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentnern.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Michael Goldmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umweltpolitik
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Goldmann,

im Vorfeld der Kommunalwahl in Aachen teilte mir die Aachener FDP mit, dass Sie ein ausgewiesener Fachmann hinsichtlich des Tierschutzes sind, der sich seit Jahren für ein Verbot des Haltens von Wildtieren in Zirkussen einsetzt.

Weil mir das Thema sehr am Herzen liegt, habe ich mich darüber sehr gefreut.
Nun möchte ich gerne von Ihnen erfahren,
  • wie sich Ihr Einsatz für die Zirkustiere gestaltete und vor allem gestaltet,
  • welche Vorhaben es zur weiteren Umsetzung des Bundesratsbeschlusses von 2003 gibt?
  • Und was Sie mir für mein Engagement zu dieser Thematik auf Bundes-, Landes- sowie kommunaler Ebene empfehlen können?

Vielen Dank für Ihre Antwort und
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hans-Michael Goldmann
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

ich bin der Auffassung, dass man für Elefanten, Bären, Wildkatzen und auch weitere Wildtiere keine optimalen und gesunden Lebensbedingungen in Zirkussen schaffen kann. Ich glaube, dass Zirkusse auch mit heimischen Tieren oder tollen Akrobatenvorführungen ein hochwertiges Programm bieten können und die Haltung von Wildtieren schnellstmöglich ein Ende haben muss.

Mein Einsatz für Zirkustiere gestaltete sich in der 16. Legislaturperiode dadurch, dass ich in intensiven Kontakt mit Tierschutzorganisationen wie "Vier Pfoten" getreten bin, da diese sich gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen einsetzen und zudem nicht nur in Deutschland, sondern auch international Auffangstationen für Zirkus- und Tanzbären geschaffen haben, stetig ihre Stationen erweitern und neue eröffnen. Im März dieses Jahres hatte ich die großartige Möglichkeit, mir eine solche Auffangstation anzuschauen und angesichts der stark traumatisierten Tiere wurde wieder deutlich, dass der Bundesratsbeschluss aus dem Jahr 2003 bisher keine Wirkung entfaltet.

Aufgrund dieser schlechten Ausgangslage hatte ich in diesem Frühjahr im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Tierschutz einen Bericht angefordert. Der Bericht verdeutlichte, dass von Seiten der Länder oder auch der Regierung leider noch keine effizienten Maßnahmen eingeleitet worden sind, um den Schutz dieser Tiere voranzubringen. Es wurde zwar angeführt, dass seit März 2008 die Zirkusregisterverordnung in Kraft getreten ist und verschiedenste Daten von Zirkussen und deren Tierbestand wohl auch schon vorher den Veterinärämtern zur Verfügung standen. Das grundsätzliche Problem läge aber woanders. Die Wildtier-Zirkus-Problematik sei leider Länderfrage, daher gäbe es natürlich auch verschiedene Register in den Ländern. Laut § 11 TierschutzG müssen die Zirkusse eine Erlaubnis haben, um in den unterschiedlichen Bundesländern zu gastieren, allerdings lägen die Daten der Zirkusse nicht zentral vor und man wisse auch nicht, aus welchem Jahr die jeweilige Zulassung demnach stamme.

Genau aus diesem Grund soll nun nach Aussage der noch amtierenden Bundesregierung ein zentrales Zirkusregister angelegt werden, eine HIT-Datenbank in München ist hierfür in Planung. Derzeitig wird gerade an der Datenmaske und an der Frage nach der Datenpflege gearbeitet. Leider können damit die Daten nicht rückwirkend eingefügt werden und somit wird wieder bei NULL angefangen. Das entsprechende Ministerium erbittet sich zwar eine zweijährige Prüfzeit, allerdings werde ich zu Beginn der kommenden Legislaturperiode anfragen, wie weit der Stand der Entwicklung ist. Sie sehen, der aktuelle Stand der Dinge erfordert dringend, dass wir uns auch in der kommenden Legislaturperiode aktiv mit dieser Thematik befassen. Dazu ist natürlich auch besonders das Engagement jedes Einzelnen wichtig. Für Sie, liebe Frau , bietet es sich auf Bundesebene immer an, in den Dialog mit den Tierschutzorganisationen zu treten, um auch auf diesem Wege in einer Gruppe auf die Missstände aufmerksam zu machen. Auch können Sie natürlich die Gelegenheit nutzen, die tierschutzpolitischen Sprecher der verschiedenen Bundestagsfraktionen anzusprechen und diese zu sensibilisieren, um weitere Schritte einzuleiten.

Auch auf Landesebene können Sie sich an die entsprechenden Abgeordneten wenden, die sich mit dem Themenfeld Tierschutz befassen, um immer wieder auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Allgemein gilt natürlich besonders auf Landes- und auch Kommunalebene, dass Sie gerade in Ihrem Wohnort oder auch Ihrem Landkreis etwas bewegen können, wenn Sie Ihre kommunalen Vertreter für dieses Problem sensibilisieren, wenn wieder einmal ein Zirkus in Ihrer Region halt macht. Dies ist dann die richtige Gelegenheit, um zu überprüfen, ob die Tiere gesund und korrekt gehalten werden, dies gilt dann natürlich für alle Tiere, die im jeweiligen Zirkus gehalten werden. Es wird also noch viel Arbeit kosten, um effektive und zufrieden stellende Ergebnisse in der Wildtier-Zirkus-Problematik zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Hans-Michael Goldmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Hans-Michael Goldmann
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.