Hans-Jürgen Irmer (CDU)
Abgeordneter Hessen 2009-2014
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Angaben zur Person
Hans-Jürgen Irmer
Geburtstag
20.02.1952
Berufliche Qualifikation
 
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, stellv. Vorsitzender der CDU-Fraktion
Wohnort
-
Wahlkreis
Lahn-Dill II über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
42,4%
Landeslistenplatz
-
(...) Ihren darin geäußerten Unmut verstehe ich sehr gut. Die Grundproblematik ist die, dass nach der derzeitigen gültigen Rechtslage auf Bundesebene es keine andere Möglichkeit gibt, als dass alle noch lebenden Bundespräsidenten davon partizipieren, wenn das Gehalt des Bundespräsidenten, das nun insgesamt gesehen wirklich nicht überhöht ist, erhöht wird. Dies gilt auch für Herrn Wulff. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Familie
12.12.2012
Von:

Sehr geehrter Hr. Irmer,

uns als Eltern macht die geplante Änderung des KiFöG Sorgen. Viele der geplanten Veränderungen verschlechtern bereits bestehende, bedarfsgerechte Angebote, z.B. was die Finanzierung langer Öffnungszeiten angeht, die für berufstätige Eltern unerlässlich sind. Wenn es darauf hinauslaufen sollte, dass "wer das braucht, es auch bezahlen muss", dann könnten Eltern mit geringen Einkommen oder gerade berufstätige Alleinerziehende in ernste Schwierigkeiten kommen.
Ein Anteil von 20% oder mehr Nicht-Fachkräften widerspricht doch allem, was bisher über frühkindliche Bildung und Erziehung diskutiert worden ist! Gab es nicht bereits einen öffentlichen (und auch politischen?) Konsens, dass hier ein Schwerpunkt liegen sollte? Pädagogische Laien können das nicht qualifiziert gewährleisten! Ebenso gefährden die geplanten Regelungen zur Gruppengröße vor allem die individuelle Förderung gerade der Kinder, deren Bedarf größer ist. Unserer Meinung nach wird das Ziel "Sicherung und Verbesserung der Qualität in der frühkindlichen Bildung in Hessen" klar verfehlt!

Mit freundlichen Grüßen,


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Frage zum Thema Integration
17.01.2013
Von:
-

Sehr geehrter Herr Irmer,

als Konsequenz und Ausdruck des Protestes gegen die seitens der Landesregierung geplante Einführung von Islamunterricht an hessischen Schulen haben Sie im September vergangenen Jahres Ihr Amt als bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion niedergelegt.

Welche Argumente sprechen aus Ihrer Sicht gegen die Einführung von Islamunterricht an staatlichen Schulen in Hessen?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Arbeit
30.08.2013
Von:

Sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrter Abgeordneter,

ich unterrichte an einer beruflichen Frankfurter Schule. Fachlehrkräfte für arbeitstechnische Fächer (FLatF) haben gemeinsam (in gleichen Veranstaltungen - gleiches Examen) mit Studienreferendaren für das Lehramt an beruflichen Schulen ihr Referendariat erfolgreich abgeschlossen, werden jedoch bezüglich Besoldung und Aufstiegsmöglichkeiten ungleich behandelt. So endet die besoldungstechnische Karriere in der Besoldungsstufe A 11 im Gegensatz zu den Berufsschullehrkräften mit Lehramt berufliche Schulen, deren Einstiegsgehalt bei A 13 beginnt. Fachlehrkräfte und Berufsschullehrkräfte unterrichten gemeinsam in den gleichen Lernfeldern und leisten die gleiche Arbeit. Auch wird in der Dienstordnung keine Differenzierung gemacht, lediglich die "rechtlichen Voraussetzungen" werden immer angeführt. Der Meisterbrief und langjährige ausgeübte berufliche Qualifikationen, sowie der Erwerb von u.a. Sozial-, Medien-, und Personalkompetenzen sind gleichwertig zu betrachten. Das Wissen (theoretisch und praktisch) von Arbeitsprozessen und Geschäftsprozessen werden insbesondere in beruflichen Schulen benötigt.
Oder werden Landtagsabgeordnete mit akademischen Titel anders als Landtagsabgeordnete ohne akademischen Titel besoldet ? Bei uns Fl.a.t. erfolgt in dieser Frage jedoch ein Ungleichbehandlung.
Wie stehen Sie zu der Forderung "Gleiche Arbeit – gleiches Geld"?

Unterstützen Sie die Forderung für gerechte Besoldung und die Schaffung der Möglichkeit für Fachlehrkräfte zu einem Besoldungsaufstieg, sowie die Einführung einer Laufbahn-Verordnung!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hans-Jürgen Irmer
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03.09.2013
Hans-Jürgen Irmer
Sehr geehrte Frau ,

Sie haben aus meiner Sicht völlig zu Recht ein Problem angesprochen, das einer Lösung bedarf. Ich habe selbst eine Reihe von Jahren an einer Kooperativen Gesamtschule unterrichtet und hatte einen Kollegen, der mich auf diese Problematik aufmerksam gemacht hat.

In der Vergangenheit scheiterten Bemühungen, etwas zu verändern, an formalen Bedingungen. Mein Eindruck ist, dass die Bereitschaft durchaus parteiübergreifend gewachsen ist, ernsthaft zu prüfen, wie wir Ihre Situation verbessern können. Ich kann Ihnen heute keine Patentlösung anbieten, kann Ihnen aber versichern, dass für mich das Thema absolut auf der Tagesordnung bleibt.

Sollten wir die Möglichkeit haben, auch nach der Landtagswahl am 22.09.2013 in Hessen die Regierungsmehrheit zu behalten, wird es Koalitionsverhandlungen geben. Dieses Thema ist für mich wichtig. Sie können davon ausgehen, dass ich das als langjähriger bildungspolitischer Sprecher einbringen werde. Ich bin überzeugt davon, dass Änderungsbedarf besteht. Soviel für heute in der gebotenen Kürze.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Hans-Jürgen Irmer, MdL
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Frage zum Thema Schulen
08.09.2013
Von:

Guten Tag Herr Irmer,

die hessischen Schüler belegen bei Bundesländervergleichen meist einen unterdurchschnittlichen Platz.
Ein Beispiel ist der Ländervergleich 2011 zu "Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik" siehe www.iqb.hu-berlin.de

Wie kann dieses Problem nachhaltig gelöst werden?

Im Österreichischen Bundesland Tirol wird jetzt Flächendeckend das Konzept "Neue Mittelschule" eingeführt siehe tibs.at

Dort wird grundlegend der Unterricht ist der Mittelstufe reformiert u.a. werden die Lehrer dort sechs Stunden pro Klasse im Teamteaching d.h. 2 Lehrer gemeinsam in einer Klasse, in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eingesetzt.
Ist so ein Konzept auch in Hessen finanzierbar?
Antwort von Hans-Jürgen Irmer
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17.09.2013
Hans-Jürgen Irmer
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre E-Mail vom 08.09.2013, zu deren Beantwortung ich wahlkampfbedingt erst heute komme, bedanke ich mich. Die Schule in Deutschland insgesamt ist aus meiner Sicht, davon bin ich sehr überzeugt, weitaus besser als ihr Ruf, denn wenn wir nicht gute Schulen, gute Pädagogen und gute Schüler hätten, würden wir im internationalen Vergleich nicht so exzellent dastehen, ob bei der Jugendarbeitslosigkeit, ob im Bereich der Exportwirtschaft, der Technik…

Gleichwohl darf dies nicht Anlass dafür sein, die Hände in den Schoß zu legen. Es gibt mit Sicherheit auch noch einiges zu tun. Aber das Problem gerade im Bildungsbereich ist, dass Maßnahmen erst nach längerer Zeit greifen. Ich darf darauf hinweisen, dass wir in Hessen unter der Verantwortung von CDU und FDP in den letzten 14 Jahren rund 6500 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen haben, so dass Hessen bundesweit im Bereich der Grundschule eine durchschnittliche Klassengröße von rund 19,5 Schülern hat. Das ist ein absoluter Spitzenplatz in Deutschland. Andere Bundesländer haben Größenordnungen zwischen 25 und 28 Schülern, so dass die unterrichtlichen Voraussetzungen dadurch bedingt schon sehr gut sind.

Was ich in der nächsten Legislaturperiode gerne verändern möchte, ist die Erhöhung der Stundentafel in den Klassen 1 - 4 in der Grundschule in den Fächern Deutsch und Mathematik. Auch hier ist unter der Verantwortung von CDU und FDP einiges erreicht worden. Als wir die Regierung übernommen haben, gab es für die vier Grundschuljahre theoretisch 87 Jahreswochenstunden, also in der Klasse 1 19 Stunden, Klasse 2 19 Stunden usw. Davon sind in der Regel maximal 80 gehalten worden. Heute haben wir 92 Jahreswochenstunden, die auch zu 100 Prozent erteilt werden, so dass ein hessischer Schüler heute am Ende der Klasse 4 in der Grundschule rund ein dreiviertel Jahr netto mehr Unterricht hat als zu rot-grünen Zeiten. Auch dies bedeutet Qualitätsverbesserung.

Unabhängig davon würde ich gleichwohl gerne jeweils in Deutsch und Mathematik eine Stunde mehr zur Verfügung stellen. Teamteaching kann man sicherlich gelegentlich einmal machen. Ein Dauerzustand ist dies nicht. Es ist vor allen Dingen auch nicht finanzierbar, denn dieser Wunsch stößt auf viele andere Wünsche. Ob es sich dabei um den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen handelt, verstärkte Stundenkontingente für die Inklusion, das Prüfen von Entlastungsmomenten für Pädagogen, mehr Poolstunden für Schulen/Schulleitungen…

Daher halte ich solche Überlegungen, so sinnvoll sie im Einzelfall durchaus sein mögen, flächendeckend für nicht umsetzbar. Ich denke, dass Sie vor der Wahl auch das Anrecht darauf haben, eine offene und ehrliche Antwort zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Hans-Jürgen Irmer, MdL
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