Günter Kursawe (NPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Günter Kursawe
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Staatlich geprüfter Techniker (Fachrichtung Maschinenbau)
Ausgeübte Tätigkeit
Technischer Angestellter
Wohnort
-
Wahlkreis
Coburg
Ergebnis
2,6%
Landeslistenplatz
8, Bayern
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Frage zum Thema Landwirtschaft
29.08.2005
Von:

Guten Tag Herr Kursawe,

wie ich aus ihrem Wahlprogramm für die BTW´06 entnehmen konnte, steht ihre Partei für einen Wechsel zur "raumorientierten Volkswirtschaft".

Was genau muß man sich unter diesem Schlagwort vorstellen?

Wie gedenkt ihre Partei sich gegen Billig-Import-Ware (meist mit Pestiziden verseucht und von der WTO mit allen Mitteln unterstützt) zu wehren?

Ist es möglich aus der WTO wieder auszutreten?

Vielen Dank für Ihre Mühen,
Antwort von Günter Kursawe
11Empfehlungen
29.08.2005
Sehr geehrter Herr !

WTO steht für die englische Abkürzung von Welthandelsorganisation (World Trade Organisation). Sie wurde 1995 gegründet und löste das bis dahin geltende Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen GATT ab. Nach ihrer Gründung traten ihr fast alle Länder bei. Sie hat gegenwärtig 147 Mitgliedsländer und regelt den Fluß von mehr als 90 Prozent des weltweiten Warenhandels.

Die WTO hat sich vollständig der Verbreitung der Ideologie der freien Marktwirtschaft verschrieben. Sie will die totale Liberalisierung in allen Bereichen des wirtschaftlichen, öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens durchsetzen.

Die Regelungen der WTO schränken das Recht der Nationalstaaten ein, ihre Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz zu schützen oder durch staatliche Maßnahmen Vorteile gegenüber anderen Nationalstaaten zu erlangen. Deshalb bin ich für einen Austritt aus dieser Vollstreckungsorganisation des Kapitals.

Als Gegenkonzept dient die raumorientierte Volkswirtschaft. Die raumorientierte Volkswirtschaft wird die sozialen und ökonomischen Belange mit den Bedingungen von Land, Volk und Ökologie in Übereinstimmung bringen. Grund und Boden sind und bleiben Eigentum des deutschen Volkes und dürfen nicht an Ausländern veräußert werden. Durch die Kontrolle der Geld-, Güter- und Menschenströme, die in unser Land ein- und ausgeführt werden, können soziale Spielregeln, die in Deutschland gelten nicht länger durch Kapitalisten, die im Ausland produzieren, unterlaufen werden.

Durch eine Naturschutzabgabe werden Produkte belegt, die im Ausland hergestellt werden, um deutsche Unternehmen, die unter wesentlich strengeren Naturschutzvorschriften produzieren, den Wettbewerb mit ausländischen Firmen zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Kursawe, 29. August 2005
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