Fritz Kuhn (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Fritz Kuhn
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Sprachwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Heidelberg-Weinheim
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Baden-Württemberg
(...) Dies lässt sich leider kaum verhindern, muss jedoch natürlich verfolgt und geahndet werden. Privatspenden sind eine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, die politische Arbeit von Abgeordneten zu unterstützen. Angesichts dessen sollte man statt Verboten hier eher die Transparenz fördern. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Fritz Kuhn
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
02.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Kuhn

die Möglichkeit, Bahnfahrkarten online zu buchen, nutze ich gerne und oft. Weil ich oft mein Fahrrad mit auf die Reise nehme, vermisse ich die Möglichkeit, auch die Fahrradkarte online zu kaufen und einen Platz für das Rad reservieren zu lassen (was für die Fahrradmitnahme in Fernzügen verlangt wird). Für mich ergibt sich daher folgendes umständliche Verfahren: Ich muss zum Hamburger Hauptbahnhof fahren, was mich Geld und eine dreiviertel Stunde kostet, muss etwa eine halbe Stunde in der Schlange vor dem Schalter (auf DB-Deutsch "Counter") warten und dann nach Hause zurück fahren. Zwei Stunden sind weg.


Wenn ich versuche, die Fahrradkarte direkt vor der Reise zu kaufen, riskiere ich, dass alle Fahrradplätze im gewünschten Zug besetzt sind. Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass die Onlinebuchung für Personen ohne weiteres möglich ist, für Fahrräder aber nicht. Ich habe also zwei große Bitten: Können Sie sich dafür einsetzen, dass die Bahn endlich die Möglichkeit schafft, auch Fahrradkarten per Internet zu buchen?

Können Sie mir helfen, wenigstens eine plausible Erklärung dafür zu bekommen, weshalb das nicht möglich ist? Von der Bahn bekam ich auf meine Frage nur eine nichtssagende, offensichtlich von einem auf Abwimmelung programmierten Automaten verfasste Antwort.

Mit freundlichen Grüßen


P.S.: Diesen Brief schicke ich an Sie, weil ich in "Abgeordnetenwatch" gesehen habe, dass Sie auch Fragen zu Verkehrsproblemen beantwortet haben.
Antwort von Fritz Kuhn
1Empfehlung
19.06.2008
Fritz Kuhn
Sehr geehrter Herr ,

wir haben bei der Deutschen Bahn AG vor Monaten angefragt, warum das Prozedere so kompliziert und aufwändig ist, eine Fahrradkarte zu erwerben, allerdings bis zum heutigen Tage keine Antwort erhalten. Aus unserer Sicht zeigt sich damit ein weiteres Mal, dass die DB AG in punkto Kundenfreundlichkeit und Transparenz stark verbesserungsfähig ist. Daher ist es umso gravierender, dass die Bundesregierung dem Mehdorn-Konzern bei der anstehenden Teilprivatisierung nicht genauer auf die Finger schaut. Wir kritisieren unter anderem, dass der Fahrkartenverkauf weiter bei der Fernverkehrssparte der neuen DB Mobility Logistics verbleibt, obwohl es sich hierbei aus unserer Sicht um einen Bestandteil der Schienenverkehrinfrastruktur handelt. Wir Grünen setzen uns dafür ein, dass die Infrastruktur vom Betrieb getrennt wird, damit hier endlich Verbesserungen im Sinne eines kundenfreundlichen und komfortablen Bahnreisens stattfinden.

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Kuhn
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Inneres und Justiz
04.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Kuhn,

ich bitte Sie um Beantwortung folgender Fragen:

• Ist Ihnen das Internet-Weblog (Blog) ´Politically Incorrect´ (PI) bekannt?

• Wie beurteilen Sie den redaktionellen Inhalt und den Kommentarbereich des Blogs?

• Sind Sie der Ansicht, dass PI strafrechtlich relevante Inhalte veröffentlicht beziehungsweise duldet?

• Sind Sie unabhängig davon der Meinung, dass es bei PI in erheblichem Umfang zu Missbräuchen der grundgesetzlich garantierten Meinungfreiheit kommt?

• Glauben Sie, dass PI über den Islam und die Muslime sachlich und objektiv berichtet?

• Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass PI im November 2007 auf einen ausländischen Server umgezogen ist und dass der PI-Gründer - Stefan Herre - das Blog angeblich verkauft hat (was meinen Informationen zufolge allerdings nicht zutrifft)?

Diese Anfrage geht an alle Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Fraktionen. Für die Beantwortung und die damit verbundene Mühe bedanke ich mich schon im voraus.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Fritz Kuhn
66Empfehlungen
21.05.2008
Fritz Kuhn
Sehr geehrter Herr ,

vor dem Internet-Weblog "Politically Incorrect" kann aus meiner Sicht nur gewarnt werden, dieser Blog behauptet, proisraelisch und proamerikanisch zu sein und lehnt doch mit jedem neuen Beitrag genau die Werte ab, für die diese pluralistischen Demokratien stehen. Behauptet wird, angeblich unterdrückte Nachrichten über die Islamisierung Europas zu verbreiten, in Wahrheit wird Hass gegen alle Moslems geschürt. Dem Islam und allen Moslems wird unterstellt, nichts als Hass und Intoleranz zu verkörpern, dabei ist es dieser Blog, der nur aus Hass und Rassismus besteht und das perverserweise als Kampf gegen Intoleranz ausgibt. Der Blog versucht nichts anderes, als den Islam und die Muslime im wahrsten Sinne des Wortes zu verteufeln.

Zu Ihrer Frage nach den strafrechtlichen Möglichkeiten: Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) ist eine Strafbarkeit wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) über das Internet nicht ausgeschlossen, wenn der Server im Ausland steht (BGH, Urteil v. 12.12.2000, 1 StR 184/00). Strafanzeigen müssen daher nicht schon zwangsläufig hieran scheitern. Allerdings lässt das Grundgesetz auch zugespitzte und scharfe Kritik an den Religionen - hier dem Islam - zu. Im Einzelfall kann es deshalb strittig sein, ob die Grenze zur Volksverhetzung bereits überschritten wurde. Dies zu prüfen, obliegt den Staatsanwaltschaften und letztlich den unabhängigen Gerichten.

Mit freundlichen Grüßen,

Fritz Kuhn
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Kuhn,

nachdem Sie beim Spiegel kommentieren, dass Frau Roth durch Herrn Schlauch gemobbt wird, stellt sich mir die Frage ob Sie überhaupt wissen was Mobbing heißt und bedeutet?
Wenn Sie sich über diese Thematik informiert haben, wäre meine Frage was tut die Fraktion der Grünen gegen diese vorsätzliche Körperverletzung, oder provozierten psychosozialen Stress, oder "sogenanntes Mobbing", meist von Arbeitgebern ausgehend, heute und in Zukunft in ihrer politischen Arbeit.
Als Betroffener und heute als Berater für Betroffene bin ich gern bereit Ihnen und Ihrer Fraktion Auskunft über geeignete Prävention und Intervention zu geben.

Antwort von Fritz Kuhn
1Empfehlung
04.07.2008
Fritz Kuhn
Sehr geehrter Herr ,

In der heutigen medial vermittelten politischen Kommunikation muss man Dinge manchmal bildhaft oder umgangssprachlich formulieren. Abgesehen von den schon vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten, sich gegen Mobbing zu wehren, sieht unsere Fraktion Handlungsbedarf im Hinblick auf eine bessere gesetzliche Verankerung des Diskriminierungsschutzes.

Diskriminierung wegen des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der ethnischen Herkunft, des Alters oder einer Behinderung kann bei Hinzutreten weiterer Charakteristika auch eine Erscheinungsform bzw. Ausübungsart von Mobbing sein. Die Grünen setzen sich stets für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz mit verbesserten Rechtsschutzmöglichkeiten ein.

Mit freundlichen Grüßen,

Fritz Kuhn
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.03.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Parteikollege MdB Kuhn.

Mit Entsetzen lese ich, dass Ihre ehemalige Mitarbeiterin Marianne Tritz (die ebensolange Mitglied unserer Partei ist, wie ich) jetzt Cheflobbyistin der Tabakdrogenmafia werden soll.

Für mich ist die gemachte Tabak-Sucht mit 140.000 Toten jährlich in Deutschland (1) eines der größten Verbrechen seit 1945 - die WHO urteilt im aktuell Welt-Tabak-Bericht: Tabak entwickelt sich zu einer der größten Gesundheitskatastrophen der Menschheitsgeschichte.

Was hat dieser Eintritt in die Tabaklobby zu bedeuten?
Reinigt sich unsere Partei von Tabak-U-Booten?

Oder versucht oder versuchte diese subversive Einflussnahme?
Muss man fürchten, dass jetzt auch für Die Grünen Presseverlautbarungen und Beschlussvorlagen bei Reetsma geschrieben werden?
Wenn man die "liberale" Maßstäbe anlegt, hat sich die Frau ja jetzt Qualifikation als Drogenpolitische Sprecherin?!

Mit Fragen über Fragen
, Emsdetten

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
X
Frage zum Thema Arbeit
24.03.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Kuhn!

Die FAZ schreibt, dass die Regierung 3,2 Mio. Arbeitslose nicht in der Statistik berücksichtigen würde. So würden hemmungslos 1 Euro-Jobber usw. heruasgerechnet. Die umstrittene 58-Regelung spiele dabei auch eine Rolle. Auf der Seite von FAZ ist das zu sehen, wenn man Arbeitslosenstatistik eingibt.

Frage: Glauben Sie der Darstellung der FAZ? Auch andere Medien haben darüber berichtet.

Werden die Grünen das gegebenenfalls ändern, wenn sie wieder mitregieren?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Fritz Kuhn
5Empfehlungen
23.05.2008
Fritz Kuhn
Sehr geehrte Frau ,

tatsächlich tauchen viele Arbeitslose nicht in der offiziellen Statistik auf. Im November 2007 waren 5.921.000 Millionen Menschen in Deutschland Leistungsempfänger, von denen waren jedoch nur 2.832.000 Millionen als arbeitslos geführt. Das hat im im Sozialgesetzbuch III (in dem das ALG I geregelt ist) und Sozialgesetzbuch II (indem das ALG II geregelt ist) jeweils unterschiedliche Gründe, die alte 58er Regelung spielt im Sozialgesetzbuch III die größte Rolle. Diese Regelung ist nun ausgelaufen, aber in der Nachfolgeregelung hat die Regierungskoalition wiederum eine Klausel verankert, die dazu führt, dass Menschen nach einer gewissen Zeit aus der Statistik verschwinden. Das haben wir von Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt.

Mit freundlichen Grüßen,
Fritz Kuhn
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Fritz Kuhn
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.