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Sehr geehrte Frau Brantner,
der Winter ist Gott sei Dank nun vorbei, der Anteil an Zweiradfahren nimmt dementsprechend wieder kontinuierlich zu. Auch ich gehöre zu denen, die morgens statt des Autos einen Motorroller nutzen. Nicht aus Geiz, nicht aus finanziellem Unvermögen, sondern weil ich es einfach für absolut unsinnig erachte, 2 to Stahl und Eisen zu bewegen, um mich kleinen Angestellten von 80kg von A nach B zu befördern. Natürlich tragen die weiterhin gestiegenen Kraftstoffpreise ein Übriges dazu bei; diese "jucken" mich nicht, bei einem effektiven - nicht auf dem Prüfstand im NEFZ gemittelten, unrealistischen Verbrauch - von gerade mal 2,5 L spielt es keine Rolle ob der Liter Benzin 1,70 EUR oder meinetwegen auch 2 EUR kostet. Pech für die, die lange Anfahrtwege in Kauf nehmen müssen.
Doch nun zu meinem Anliegen: wie kann es denn sein, daß weiterhin die Geschwindigkeit dieser Roller europaweit auf 45 km/h gedrosselt ist ? Es gibt KEINE europäische Stadt - auch wenn ich nicht jede kenne - innerhalb der 45km/h erlaubt sein sollen. Diese Geschwindigkeitsreduktion hat des Weiteren NICHTS mit der Verkehrssicherheit zu tun. Sie verleitet Autofahrer zu riskanten Überholmanövern, die sowohl sie selbst als auch den Gegenverkehr gefährden, als auch den Rollerfahrer, der durch scharfes Einscheren und die Unterschreitung des Mindestabstandes von 1,5 m beim Überholen gefährdert wird. Nun müßten Sie als Mitglied einer Umweltpartei doch daran interessiert sein, daß die Verkehrsdichte und auch der Kraftstoffausstoß mit der verbundenen Co2 Einsparung gerade in den Städten gesenkt wird. Ich könnte mir vorstellen, daß viele Verkehrsteilnehmer auf einen Roller umsteigen würden und die Akzeptanz von Rollern gesteigert würde, könnten diese im Verkehr "mitschwimmen". Warum kann diese völlig unsinnige und an der Realität vorbeigehende Vorschrift nicht beseitigt werden (zumal sie sowieso viel zu oft durch "tunen" der Roller umgangen wird) ?
Danke für Ihre Rückmeldung.
P.