Frank Junge (SPD)

Frank Junge
Geburtstag
05.05.1967
Berufliche Qualifikation
Diplomsportlehrer
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Wismar
Wahlkreis
Ludwigslust-Parchim II - Nordwestmecklenburg II - Landkreis Rostock I
Ergebnis
22,8%
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Mecklenburg-Vorpommern
(...) Zunächst ist festzustellen, dass wir riesige Defizite in der Bildungsfinanzierung haben. Und zwar von der Kinderbetreuung in den Kindertagesstätten angefangen, über die allgemein bildenden Schulen sowie die berufliche und die akademische Ausbildung. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de

Transparenz-Check

Selbstverpflichtung von Frank Junge: Im Fall meiner Wahl ins Parlament werde ich mich einsetzen für*:

  • Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung
  • komplette Veröffentlichung von Nebeneinkünften
  • unverzügliche Veröffentlichung aller Parteispenden über 10.000 €

* abgeordnetenwatch.de hat den Kandidierenden die Möglichkeit gegeben, die Selbstverpflichtung für Transparenz und gegen Korruption zu unterschreiben sowie ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Weitere Informationen zum Transparenz-Check

Fragen an Frank Junge
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Kinder und Jugend
20.08.2013
Von:
Max

Sehr geehrter Herr Junge,

mir ist vor einigen Tagen einer ihrer Flyer für die Bundestagswahl 2013 in die Hände gekommen. Ich habe auch in Wismar und Umgebung schon einige Ihrer Plakate gesehen. Meine Frage: Was würden Sie für die Jugend (16-25 Jahre) tun wollen? Ich gehe selber noch zur Schule und finde, dass in unserem Schulsystem viele Dinge nicht okay sind, u.a., dass wir Schüler, egal welchen Alters, nie um unsere Meinung gefragt werden obwohl es ja WIR sind, die mit den Entscheidungen leben. Aber vielleicht haben Sie ja einige Punkte in Ihrem Programm, welche die Jugend betreffen.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

M.
Antwort von Frank Junge
bisher keineEmpfehlungen
03.09.2013
Frank Junge
Sehr geehrter Herr ,

Bildung ist in meinen Augen das Wichtigste, was wir für unsere Kinder und Jugendlichen tun können, um ihnen alle Chancen auf ein eigenes, erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben in ihre Hände zu legen. Weil das in meinen Augen so ist, bin ich mit der gegenwärtigen Qualität und den Bedingungen im Bildungssystem in unserer Republik ganz und gar nicht zufrieden.

Zunächst ist festzustellen, dass wir riesige Defizite in der Bildungsfinanzierung haben. Und zwar von der Kinderbetreuung in den Kindertagesstätten angefangen, über die allgemein bildenden Schulen sowie die berufliche und die akademische Ausbildung. Die Lehr- und Lernbedingungen sind alles andere als gut. Nach der OECD haben wir ein Finanzierungsdefizit im Bildungsbereich von ungefähr einem Prozent unserer jährlichen Wirtschaftsleistung. Ein Prozent, das sind rund 25 Mrd. Euro! Soviel Geld muss jedes Jahr in diesen Zukunftsfaktor Bildung fließen, damit die Lehr- und Lernbedingungen an unseren Schulen auf die Höhe der Zeit gehoben und dort gehalten werden können.

Die SPD wird sich dieser Aufgabe stellen. Damit das gelingt, wollen wir die Steuern erhöhen. Nicht alle Steuern für alle, sondern einige Steuern für wenige. Wir glauben, dass diejenigen, denen es sehr gut geht, hier ein Stück weit mehr in die Verantwortung genommen werden müssen, damit Aufgaben für die Gemeinschaft und hier in diesem Fall für unsere Kinder und Jugendlichen besser bewältigt werden können.

Zusätzlich setze ich mich für bundesweit einheitliche Bildungsstandards und das (richtige!) Zentralabitur ein. Ich denke, dass nur so sicher gestellt wird, dass die Schülerinnen und Schüler im gesamten Bundesgebiet ihre schulische Ausbildung mit gleich hoher Qualität abschließen können.

Beim Aspekt der "Mitbestimmung" kann ich Sie nur ermuntern, sich einzubringen. Die Möglichkeiten dafür sind gegeben. Es gibt vieler Orts Kinder- und Jugendparlamente. Die politischen Parteien haben ihre Bereiche für Jugendliche ab 14 Jahren. Außerdem ist die SPD Mecklenburg-Vorpommern für ein Wahlrecht im Land für Jugendliche ab 16 Jahren; genau so, wie es bei Kommunalwahlen schon ist. Oder Sie laden sich Ihre "zuständigen Politiker" regelmäßig zu Gesprächsrunden ein. In meiner ehrenamtlichen Funktion als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Nordwestmecklenburg komme ich über diesen Weg sehr häufig mit unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Solche Runden eigenen sich hervorragend, um die eigenen Belange zu vermitteln.

Viele Grüße,
Frank Junge
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Schulen
02.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Junge,

wie wollen Sie die Friedensbildung an Schulen weiter gestalten?
Halten Sie die Kooperationsvereinbarung des Landes mit der Bundeswehr dazu für ein geeignetes Instrument oder besteht hier nicht die Gefahr einer einseitigen Einflussnahme?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Frank Junge
bisher keineEmpfehlungen
02.09.2013
Frank Junge
Herzlichen Dank für Ihre E-Mail.
Bitte geben Sie mir etwas Zeit. Ich melde mich in Kürze.

Viele Grüße,
Frank Junge
Ergänzung vom 09.09.2013
Sehr geehrter Herr ,

der Kooperationsvertrag zwischen dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem Wehrbereichskommando I Küste der Bundeswehr, der im Jahr 2010 unter dem damaligen Minister Henry Tesch (CDU) geschlossen wurde, gilt auch heute noch. Eine Gefahr der einseitigen Einflussnahme sehe ich nicht.

Am 26. April 2012 hat Bildungsminister Mathias Brodkorb im Landtag Stellung zum Kooperationsvertrag bezogen. Er berichtete, dass ihm von Lehrkräften kein einziger Fall übermittelt wurde, in dem es eine konkrete Werbung für einen Einsatz in der Bundeswehr gegeben habe. Sollte dies der Fall sein und sollte uns das bekannt werden, dann wird dem selbstverständlich nachgegangen werden.

Angehörige der Bundeswehr treten nur auf Einladung der jeweiligen Schule auf. Das sollten sie m.E. als Repräsentanten eines staatlichen Organs auch dürfen. Mit dem bestehenden Kooperationsvertrag haben wir eine klare Vereinbarung und Regeln, was die Bundeswehr in Schulen tun darf und was nicht. Im Nachgang muss für jede Aktivität dieser Art Rechenschaft darüber abgelegt werden, was in der Schule getan und worüber gesprochen wurde. Damit liegt ein gutes Kontrollinstrument vor.

Ich hoffe, dass ich Ihre Bedenken ausräumen konnte.

Viele Grüße,
Frank Junge
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Junge,

sollten Sie tatsächlich in den Bundestag einziehen, für wie wahrscheinlich halten Sie es, daß Sie dort genauso plan- und konzeptlos sowie obrigkeitshörig agieren werden, wie Sie es bis dato in der Wismarer Verwaltung und im nordwestmecklenburgische Kreistag tun?
Antwort von Frank Junge
2Empfehlungen
08.09.2013
Frank Junge
Sehr geehrter Herr ,

was soll das? Finden Sie so etwas fair? Ich nicht!

Ich setze mich wirklich gerne mit jeder kritischen Meinung auseinander. Das gehört zu meinem demokratischen Grundverständnis dazu. Dafür ist diese Plattform hier im Übrigen auch hervorragend geeignet. Sie ist jedoch nicht dafür da, Kandidaten auf diese Art anzugehen oder zu diskreditieren. Ich bitte Sie daher, dies zu unterlassen.

Wenn Ihnen wirklich an einem Austausch von Standpunkten oder Argumenten gelegen ist, dann lassen Sie´s mich wissen. Wenn Sie wollen, können wir uns auch gern persönlich treffen, um über unsere Ansichten zu reden. Das hier stellt jedoch keine Basis für eine Diskussion dar.

Mit freundlichen Grüßen,
Frank Junge
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bildung und Forschung
11.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Junge,

wie möchte Ihre Partei erreichen, dass die Fianzierung der Ausstattung einer Schule nicht an finanziellen Problemen der einzelnen Kommune scheitert und manche Schulen somit benachteiligt sind und die Lehrer ständig zu Einsparungen von Lehr- und Lernmitteln aufgefordert werden?

Übrigens wird in unserer Schule aus finaziellen Gründen immer noch mit alter PC-Technik und Windows XP gearbeitet.
Antwort von Frank Junge
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2013
Frank Junge
Sehr geehrte Frau ,

zunächst muss festgestellt werden, dass wir in unserem Land einen riesigen Investitionsstau im Bereich der Bildungsinfrastruktur haben. Die OECD beziffert diesen Bedarf auf ungefähr ein Prozent unserer jährlichen Wirtschaftsleistung. Ein Prozent, das sind zwischen 20 und 25 Mrd. Euro! Soviel Geld muss jedes Jahr in den Zukunftsfaktor Bildung fließen, damit die Lehr- und Lernbedingungen an unseren Schulen auf die Höhe der Zeit gehoben und dort gehalten werden können.

M.E. zeigt das, welche Versäumnisse hier in der Vergangenheit - aus welchen Gründen auch immer - zugelassen wurden. Das zeigt aber auch, dass Kommunen - egal, wie gut es ihnen finanziell geht - einfach überfordert wären, diese Aufgabe alleine zu lösen.

Die SPD will ein Investitionsprogramm für Bildung in solchen Größenordnungen, für das die Bundesregierung die Verantwortung trägt. U.a. dafür wollen wir die Steuern erhöhen. Nicht alle Steuern für alle, sondern einige Steuern für wenige. Wir glauben, dass diejenigen, denen es ausgesprochen gut geht in unserem Land, ein Stück weit mehr in die Verantwortung genommen werden müssen, damit Aufgaben für die Gemeinschaft und hier in diesem Fall für unsere Kinder und Jugendlichen besser bewältigt werden können.

Gleichzeitig will die SPD das Grundgesetz ändern. Dort wurde festgeschrieben, dass Bildung hoheitlich Länderaufgabe ist, in die sich eine Bundesregierung nicht einzumischen hat (Kooperationsverbot). Ich halte sehr viel von der Souveränität und der Eigenständigkeit der einzelnen Bundesländer. Sie ist der Garant unseres föderalen Systems. In puncto Bildung führt das Kooperationsverbot allerdings zu solchen Verwerfungen, wie Sie sie aufgeführt haben. Damit aber eine Bundesregierung in Größenordnungen in die Bildungsinfrastruktur der Länder investieren kann, muss die Änderung des Grundgesetzes entsprechend vorgenommen werden.

Beide Schritte, welche die SPD gehen wird, ebnen den Weg, den Bereich Bildung "hardware-seitig" so weit stärken, dass man zukünftig ehrlichen Herzens von gleichen Lehr- und Lernbedingungen im ganzen Land sprechen kann. Und das, ohne dass dafür vordergründig die Dicke des Geldbeutels einer Kommune ausschlaggebend wäre.

Zusätzlich - das will ich der Vollständigkeit halber hier auch anfügen - setze ich mich "software-seitig" für bundesweit einheitliche Bildungsstandards und das richtige(!) Zentralabitur ein. Ich denke, dass nur so eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse auf hohem qualitativen Niveau sicher gestellt und die "Kleinstaaterei" in unserem Bildungssystem abgebaut werden kann.

Viele Grüße,

Frank Junge
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Frank Junge
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.