Jochen Liedtke (SPD)
Abgeordneter Berlin-Spandau
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Jochen Liedtke
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Journalist, Taxifahrer, Großhandelskauf.
Ausgeübte Tätigkeit
Redakteur, Taxifahrer, Fraktionsass.
Wohnort
-
Wahlkreis
Berlin-Spandau (BVV)
Landeslistenplatz
-
1) Asbestgefahr besteht nur bei mechanischer Bearbeitung der verbauten Platten. Ansonsten keine Gefahr. (...)
Fragen an Jochen Liedtke
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
23.09.2014
Von:

Hallo Jochen,

ich bin der Sohn von Peter . Ich wollte dich auf diesem Wege mal bitten, Möglichkeiten zu nennen, wie man sich gegen die geplante S-Bahn-Verlängerung zum Johannesstift wehren kann.
Im Moment werden die Interessen der Anwohner durch den CDU Abgeordneten Melzer vertreten von dem ich mich aus meinem politischem Grundverständnis nicht einspannen lassen möchte. Wie stehst du dazu?

Ich würde mich über Informationen freuen!

Viele Grüße


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
X
Frage zum Thema Gesundheit
14.12.2015
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Liedtke,
ich habe folgende Fragen an Sie:
1) Wie ist Ihre Einstellung dazu, dass in Spandau bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften bei 8.319 Wohnungen Asbestgefahr besteht?
2) Gedenken Sie etwas gegen die Asbestgefahr in Spandauer Wohnungen zu tun?
3) Was halten Sie von der Online-Petition "Schutz vor Asbest in Mietwohnungen"? ( www.openpetition.de )
4) Unterstützen Sie die Online-Petition "Schutz vor Asbest in Mietwohnungen"?
Für die Beantwortung meiner Fragen danke ich bereits im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
RA Uwe , 1. Vorsitzender AMV - Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V.
Antwort von Jochen Liedtke
bisher keineEmpfehlungen
14.12.2015
Jochen Liedtke
Hallo Herr ,

ich danke für Ihr Interesse und beantworte Ihre Fragen wie folgt:


1) Asbestgefahr besteht nur bei mechanischer Bearbeitung der verbauten Platten. Ansonsten keine Gefahr. Bei Modernisierung MUSS entfernt werden (sehr aufwendig). Das ist keine Frage. Im bewohnten Zustand würde ich wegen des hohen Aufwands und der erheblichen Beeinträchtigungen für die wohnenden Mieter immer davon abraten.

Asbest war in den 70er Jahren weit verbreiteter Baustoff, weil es nicht brennt und nicht verwittert. Die Phasern sind krebserregend. Aber die Platten im verbauten Zustand sind es in der Regel nicht. Entsprechende Messungen bestätigten das. Sollten Asbestphasern in die Raumluft gelangen - eben durch mechanischen Verschleiß der Platten, der aber nur durch Anbohren usw. entstehen kann, muss aber umgehend gehandelt werden.

2) Ich persönlich nicht. Die Vermieter zeichnen hier jeweils verantwortlich. Von Panikmache ist abzuraten. Emissionen etwa durch den Autoverkehr oder Industrie und Kraftwerke sind unter Berücksichtigung des unter 1) erwähnten Aspektes erheblich (!) gesundheitsschädlicher.

3) Kenne ich bislang noch nicht. Ich halte aber generell wenig von Online- Petitionen und unterstütze sie nur um Ausnahmefall.

4) Vorerst nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Jochen Liedtke
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
06.03.2016
Von:

Sehr geehrter Herr Liedtke,

es ist Ihnen sicher bekannt, dass der Busverkehr in Spandau in vielen Teilen überlastet ist, daher keine Alternative für Autofahrerinnen und Autofahrer zum Umsteigen auf den ÖPNV darstellt und dafür auch kaum Kapazitäten vorhanden wären.

Andererseits sind viele Straßen in unserem Bezirk überlastet. Eine Entlastung ist hier ebenso dringend erforderlich.

Deshalb interessiert es uns, wie Sie sich eine Verbesserung der Verkehrssituation besonders im ÖPNV-Bereich in den nächsten 10 bis 20 Jahren vorstellen könnten. Das betrifft sowohl eine Steigerung der Kapazitäten im ÖPNV als auch eine wirksame Entlastung der Straßen vom Autoverkehr.

Vielen Dank im Vorraus, dass Sie sich für unsere Frage etwas Zeit nehmen.

Mit freundlichen Grüßen


(Initiative Spandauer Tram)
Antwort von Jochen Liedtke
bisher keineEmpfehlungen
06.03.2016
Jochen Liedtke
Sehr geehrter Herr ,

ich danke für Ihr Interesse. Ich bin prinzipiell für JEDE Verlagerung des
Verkehrs weg vom Auto und hin zu Öffentlichem Personenverkehr sowie Fahrrad-
und Fußverkehr.

Deswegen arbeiten wir in der SPD- Fraktion in der BVV Spandau eng mit der
Landesebene und mit der BVG zusammen und konnten bereits zahlreiche
Taktverdichtungen auf mehreren Spandauer Buslinien erreichen - so auch mit
dem aktuellen Fahrplanwechsel. Der vielleicht größte Erfolg der vergangenen
Jahre war die Umwandlung der Linie 145 in eine Metrolinie (M 45) mit den
damit verbundenen Taktverdichtungen

Es gibt aber noch viel zu tun, insbesondere bei der Förderung des
Fahrradverkehrs und bei Sicherheitsaspekten für FußgängerInnen auf den
zentralen Verkehrsknoten des Bezirks

Als Aktiver der Spandauer Tram- Initiative erwarten Sie vermutlich von mir
eine Antwort zum Straßenbahnausbau, die ich Ihnen gerne geben will - auch
wenn Sie nicht explizit danach gefragt haben. Die Spandauer SPD hat sich
gegen eine Insellösung ausgesprochen, da sie nach unserer Ansicht weder
kostenmäßig noch städtebaulich verhältnismäßig wäre. Wir begrüßen aber die
Pläne des Stadtentwicklungssenators, bei der Ausdehnung des vorhandenen
Straßenbahnnetzes in die Westbezirke an Tempo zuzulegen. Die praktischen
Probleme bei Städtebau (Umbau der Straßen, Neubau von Gleisanlagen und
Haltepunkten) und Kosten werden etwa bei der Verlängerung in Moabit
sichtbar. Die Bauarbeiten waren sehr komplex, obwohl es nur um eine
vergleichsweise kurze Verlängerung ging. Wir hoffen, dass wir den Spandauer
Anschluss an das gesamtstädtische Netz noch erleben dürfen, damit dieses
Kapitel der autogerechten Stadt wieder befriedet werden kann. Eine
Insellösung lehnen wir aus den genannten Gründen aber ab.

Die Spandauer Straßen sind nur zeitweilig überlastet, wenn ich das noch
anmerken darf. Einzig die zentralen Verkehrsknoten sowie temporär die eine
oder andere Baustelle sorgen für längere Staus. Ansonsten ist das
Straßennetz relativ leistungsfähig - auch wegen seiner Dimensionierung, die
hier und da für meinen Geschmack städtebaulich zu üppig ausfällt.

Die Alternativen sind aber schon jetzt gegeben. Das Busnetz ist attraktiv
und zumindest in Ost-West-Richtung stehen mit der S- Bahn und dem
Regionalverkehr gute Alternativen zum Auto zur Verfügung. Ich lege meine
alltäglichen Wege selbst ohne Auto zurück und erleide dabei keinen
Zeitverlust.

Nochmals vielen Dank für Ihre Anfrage.


Mit freundlichen Grüßen
Jochen Liedtke
SPD- Fraktion
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Jochen Liedtke
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.