Florian Rentsch (FDP)
Abgeordneter Landtag Hessen

Grunddaten
Geburtstag
07.03.1975
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Vorsitzender der FDP-Fraktion
Wohnort
-
Wahlkreis
Wiesbaden I
Ergebnis
12,7%
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen
weitere Profile
(...) Vielen Dank für Ihre Frage. Das Ziel eines neuen Casa-Programmes kann nur der Versuch eines Ausgleich für einen materiellen Schaden zu sein, sicherlich nicht mehr, aber auch nicht weniger. Zu diesem Thema haben wir etliche Anfragen von Bürgern bspw. aus Hochheim und Flörsheim, die genau wissen wollen, ob es zu einem neuen Casa-Programm kommt und wenn ja, dies begrüßen würden. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Florian Rentsch
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
03.01.2012
Von:

Betreff: Informationsfreiheitsgesetz (IFG)

Sehr geehrter Herr Rentsch,

nun haben mehr als 115 Staaten mit mehr als 5,5 Milliarden Einwohnern entweder Informationsfreiheitsgesetze oder entsprechende Verfassungsbestimmungen (siehe: right2info.org In Europa fehlt ein IFG im Wesentlichen nur in Weißrussland. Weltweit fast nur in ca. 70 % der Staaten in Afrika und im nahen Osten. Selbst Bananrepublikken haben meist Informationsfreiheitsgesetze.

Das Menschenrecht des Zugangs zu Dokumenten der öffentlichen Verwaltung (Zivilpakt, EMRK) wird international als Voraussetzung für die Demokratie angesehen.
Dies wird auch im "General Comment No. 34 on Article 19 of the ICCPR" (Internationaler Paktes über bürgerliche und politische Rechte, Zivilpakt) bestätigt www2.ohchr.org

"18. Article 19, paragraph 2 embraces a general right of access to information held by public bodies. Such information includes all records held by a public body, regardless of the form in which the information is stored, its source and the date of production."
"19. (...) States parties should also enact the necessary procedures, whereby one may gain access to information, such as by means of freedom of information legislation."

Bisher gibt es in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen allgemeine voraussetzungslose Akteneinsichtsrechte nur für Umwelt (UIG) und Verbraucherinformationen (VIG).

In Schleswig-Holstein haben die 2 Abgeordneten der dänischen Minderheit trotz der Untätigkeit der Regierung schließlich eine Mehrheit für ein IFG bekommen. Auch in Berlin, im Bund, in Hamburg, in Thüringen und in Rheinland-Pfalz hat das Parlament selber IFG Gesetzentwürfe erarbeitet und trotz des Widerstandes der Verwaltung und der Regierungen verbaschiedet.

In Bayern haben 30 Gemeiden Informationsfreiheits-Satzungen verabschiedet.

Wann wird Bayern ein Informationsfreiheitsgesetz bekommen? Wird der Landtag die Initiative ergreifen?

Mit freundlichen Grüssen,

Antwort von Florian Rentsch
bisher keineEmpfehlungen
28.02.2012
Florian Rentsch
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Anfrage betreffend die Einführung eines Informationsfreiheitsgesetzes danke ich Ihnen. Den Kollegen in Bayern will ich zu diesem Thema jedoch nicht vorgreifen. Ich gehe allerdings davon aus, dass Sie von mir erfahren wollen, wie sich die Haltung der Fraktion in Hessen darstellt.

Der Hessische Landtag hat sich in den Jahren 2009/2010 intensiv mit Gesetzentwürfen von SPD (Drs. 18/450), BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN (Drs. 18/449), der Partei DIE LINKE (Drs. 18/1225) und einen gemeinsamen Gesetzesentwurf von SPD und Grünen (Drs. 18/1895) beschäftigt. Hierzu wurde eine umfassende Anhörung durchgeführt.

Das Ergebnis der Anhörung war im Kern, dass in den Ländern, in denen solche Gesetze bestehen, die Bürgerinnen und Bürger nahezu keinen Gebrauch davon machen, so z.B. in Berlin. Zudem ergaben die Anhörungen, dass ein Informationsfreiheitsgesetz immensen bürokratischen Aufwand für die Kommunen und Behörden mit sich bringt. Da betroffene Bürgerinnen und Bürger bereits heute (z.B. nach dem Datenschutzrecht) zahlreiche Möglichkeiten haben, auch ohne gesondertes IFG von Behörden, die Auskünfte zu bekommen, die sie brauchen, besteht für ein solches Gesetz nach unserer Auffassung keine Notwendigkeit. Daher haben wir konsequenter Weise gegen die vorgelegten Gesetzesentwürfe gestimmt.

In diesem Zusammenhang darf ich aus der Pressemitteilung unseres Innenpolitischen Sprechers, Herrn Wolfgang Greilich vom 24.09.2009 zitieren, die den Sachverhalt auch heute noch zutreffend beschreibt: "Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, ist es notwendig, kein Gesetz zu machen, denn das Informationsfreiheitsgesetz würde keine Fortschritte für Bürger bringen, letztlich wäre außer Spesen nichts gewesen."

Mit freundlichen Grüßen

Florian Rentsch
Fraktionsvorsitzender
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen
22.01.2012
Von:

Daneben muss es aber grundsätzlich auch eine möglichst unbürokratische Hilfe beim Ankauf von Immobilien durch die Fraport geben, auch wenn die Entscheidung, ihren Heimatort zu verlassen, sicherlich für viele Menschen nicht einfach ist. Zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht soll dieser schwere Schritt für die betroffen Bürgerinnen und Bürger ermöglicht werden. Eine deutliche Aufstockung des CASA-Programms ist dabei nur ein Weg unter vielen. Deshalb werden wir unseren Einfluss auch zum Wohle der Flörsheimer Bürgerinnen und Bürger weiterhin geltend machen.

Sehr geehrter Herr Rentsch,

ich beziehe mich auf Ihre Antwort vom 11.01.2012 über abgeordnetenwatch an Herrn Bill ...siehe oben...wie kann es das Ziel der Politik sein Menschen aus Ihrer Heimat zu vertreiben? Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld zu reisen? Wo sollen denn alle hin? Wie kann es sein das Herr Schulte sich in der Form äußert : Er ist nicht in der Situation etwas für die Flörsheimer zu tun und es im Moment nicht zur Debatte steht das Casaprogramm aufzustocken? Das Schallschutzprgramm eine pure Verhönung ist, da so ziemlich alle im Baugebiet Nord nichts bekommen werden (es hätten ja schon alle zu hohen Schallschutz sprich 38 Dezibel anstatt gesetzlich 32 Dezibel bei Überflügen mit über 80 Dezibel) ??

Mit freundichen Grüßen

Antwort von Florian Rentsch
bisher keineEmpfehlungen
23.01.2012
Florian Rentsch
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Das Ziel eines neuen Casa-Programmes kann nur der Versuch eines Ausgleich für einen materiellen Schaden zu sein, sicherlich nicht mehr, aber auch nicht weniger. Zu diesem Thema haben wir etliche Anfragen von Bürgern bspw. aus Hochheim und Flörsheim, die genau wissen wollen, ob es zu einem neuen Casa-Programm kommt und wenn ja, dies begrüßen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Rentsch MdL
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Florian Rentsch
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.