Evelyne Gebhardt (SPD)
Abgeordnete EU

Grunddaten
Evelyne Gebhardt
© SPD Europa
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Übersetzerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
2
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Wie bei jedem Entscheidungsprozess werde ich die Positionen widerstreitender Meinungen, in diesem Fall also Befürwortung und Kritik einer Aufnahme in den Anwendungsbereich von NCP in die Tabakrichtlinie, im erforderlichen Maße zur Kenntnis nehmen, mich mit den zuständigen Experten in unserer Fraktion sowie Kollegen und Kolleginnen beraten, die vorgebrachten Argumente sorgfältig abwägen und mir daraufhin eine Meinung bilden. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Wirtschaft
30.10.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gebhardt,

Wieso kann/darf die EZB nicht einfach die Staatsanleihen Griechenlands aufkaufen? Dann wäre Griechenland vor den Spekulationen geschützt und die Zinsen würden nicht in die Höhe schießen das Griechenland zahlungsunfähig wird. Und wir könnten uns unsere 211 Milliarden € sparen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Evelyne Gebhardt
1Empfehlung
10.11.2011
Evelyne Gebhardt
Sehr geehrter Herr ,

Tatsächlich hat die Europäische Zentralbank in der jüngeren Vergangenheit auch Aufkäufe von Staatsanleihen im größeren Volumen vorgenommen. Sie agiert dabei aber als unabhängiges Organ der Europäischen Union und kann dazu nicht verpflichtet werden.

Zudem haften die einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union auch anteilig für Verluste, die aus den Geschäften der EZB entstehen.
Eine tatsächliche Einsparung wäre also durch Ihren Vorschlag nicht gegeben.
Es gilt deshalb die entstandenen strukturellen Probleme zu lösen und sie nicht von der einen Seite in die andere zu kehren.

Mit freundlichen Grüßen

Evelyne Gebhardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.02.2012
Von:

Wie gedenken sie zu ACTA abzustimmen und warum?

Was Antworten sie den Millionen Petitionsunterzeichnern und Demonstranten, die ACTA verhindern möchten? Bzw. Haben Sie persönlich bedenken bzgl. unserer Demokratie und Redefreiheit in Verbindung mit dem ACTA-Abkommen?

Im gleichen Zuge möchte ich Sie fragen, wie Sie den Rücktritt von Kader Arif, dem EU-Berichterstatter für das Handelsabkommen ACTA, sehen. Haben Sie dessen Rücktritt und seine Begründung für diesen Schritt zur Kentniss genommen?
Antwort von Evelyne Gebhardt
1Empfehlung
10.02.2012
Evelyne Gebhardt
Sehr geehrte Frau ,

ich werde gegen das ACTA-Abkommen stimmen.

Grundsätzlich sehe ich zwar die Notwendigkeit, geistiges Eigentum international zu schützen und Produktpiraterie zu bekämpfen. Allein in Deutschland beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch Produktpiraterie nach Schätzungen 30 Milliarden Euro pro Jahr und kostet ca. 50.00 Arbeitsplätze.
Deshalb bedaure ich sehr, dass der Text des Abkommens diese eigentlichen Ziele überschreitet, insbesondere bei der beabsichtigten Zusammenarbeit zwischen Internet-Zugangsanbietern und Rechteinhabern zulasten der User und beim Datenschutz. Diese Einschnitte für Bürger und Bürgerinnen sind nicht aktzeptabel.

Zwar hat das Europäische Parlament, auch durch den Einsatz meines Kollegen Kader Arif, dafür gesorgt, dass gegen Ende der Verhandlungen zum Abkommen überhaupt ein Mindestmaß an Transparenz gegeben war, allerdings hätte das Europäische Parlament viel früher in die Verhandlungen miteinbezogen und die Möglichkeit eingeräumt erhalten müssen seinerseits Änderungsvorschläge zu unterbreiten.

Mit meinem Kollegen Kader Arif habe ich in der Sache persönlich gesprochen. Herr Arif hat sein Amt als Berichterstatter zum Handelsabkommen aus zwei Gründen niedergelegt. Einerseits wegen der fehlenden Transparenz und der mangelnden Einbindung der Zivilgesellschaft und andererseits aufgrund des Drucks der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament, die den Zeitplan bis zur Abstimmung unangemessen beschleunigen wollte, weswegen Herr Arif der Aufassung war, seine Aufgabe nicht mehr gewissenhaft durchführen zu können.

Gegnern des ACTA-Abkommens möchte ich antworten, dass ich es gut, wichtig und richtig finde, wenn Bürger und Bürgerinnen sich politisch einmischen. Dies ist ein essentielles Grundrecht unserer Demokratie. Ich hoffe dabei, dass die Gegner sich aus verschiedenen Quellen zu dem wichtigen Thema informiert haben und sich nicht als Sprachrohr weniger Populisten missbrauchen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Evelyne Gebhardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Gebhardt,

wie positionieren Sie sich zum ACTA-Abkommen? Wir werden Sie hierzu öffentlich in den Medien dazu Stellung nehmen?

Vor allem in Hinblick, das Kader Arif seinen Rücktritt erklärte. Er ist der Mann, der vom EU-Parlament in die Verhandlungen entsendet wurde, um das EU-Parlament daraufhin über ACTA zu informieren, aufzuklären und zu "schulen".

Herr Arif hält es schlicht und einfach für undemokratisch.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Evelyne Gebhardt
bisher keineEmpfehlungen
10.02.2012
Evelyne Gebhardt
Sehr geehrter Herr ,

ich werde gegen das ACTA-Abkommen stimmen.

Grundsätzlich sehe ich zwar die Notwendigkeit, geistiges Eigentum international zu schützen und Produktpiraterie zu bekämpfen. Allein in Deutschland beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch Produktpiraterie nach Schätzungen 30 Milliarden Euro pro Jahr und kostet ca. 50.000 Arbeitsplätze.
Deshalb bedaure ich sehr, dass der Text des Abkommens diese eigentlichen Ziele überschreitet, insbesondere bei der beabsichtigten Zusammenarbeit zwischen Internet-Zugangsanbietern und Rechteinhabern zulasten der User und beim Datenschutz. Diese Einschnitte für Bürger und Bürgerinnen sind nicht aktzeptabel.

Zwar hat das Europäische Parlament, auch durch den Einsatz meines Kollegen Kader Arif, dafür gesorgt, dass gegen Ende der Verhandlungen zum Abkommen überhaupt ein Mindestmaß an Transparenz gegeben war, allerdings hätte das Europäische Parlament viel früher in die Verhandlungen miteinbezogen und die Möglichkeit eingeräumt erhalten müssen seinerseits Änderungsvorschläge zu unterbreiten.

Mit meinem Kollegen Kader Arif habe ich in der Sache persönlich gesprochen. Herr Arif hat sein Amt als Berichterstatter zum Handelsabkommen aus zwei Gründen niedergelegt. Einerseits wegen der fehlenden Transparenz und der mangelnden Einbindung der Zivilgesellschaft und andererseits aufgrund des Drucks der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament, die den Zeitplan bis zur Abstimmung unangemessen beschleunigen wollte, weswegen Herr Arif der Aufassung war, seine Aufgabe nicht mehr gewissenhaft durchführen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Evelyne Gebhardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.02.2012
Von:

Zensur in unseren Massenmedien - Bilderberger – Freiheit in Gefahr

Sehr geehrte Frau Gebhardt,

seit 1954 finden jährlich die Treffen der ultramächtigen "Bilderberger" statt.
Unsere Massenmedien verschweigen diese Treffen nahezu völlig, und dies, obwohl wesentliche europäische und weltpolitische Weichenstellungen mit direkter Auswirkung auf Deutschland getroffen werden!!!

Siehe hierzu das Video auf www.youtube.com "Die Weltherrschaft der Bilderberger", insbesondere jedoch folgende Stellen des oben genannten Videos:
Zensur der Medien: 19min25sek bis 20min20sek
Steuerung Medien vor Irakkrieg: 25min10sek bis 26min25sek
Zensur der Medien und Bilderbergertreffen in Deutschland: 40min10sek bis 50min10sek
Ölkrise 1973: 34min50sek bis 37min10sek
Europäische Union Vorläuferbeschluss: 37min10sek bis 38min20sek
Margaret Thatcher Ablösung: 54min25sek bis 55min00sek

Wie stehen Sie zu den Aktivitäten der "Bilderberger"?
Wie stehen Sie zum Schweigen unserer Massenmedien und der dadurch
stark eingeschränkten Freiheit wegen fehlender Information?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Evelyne Gebhardt
1Empfehlung
20.02.2012
Evelyne Gebhardt
Sehr geehrter Herr ,

nach meinem Dafürhalten steht jedem Bürger und jeder Bürgerin, gleich ob arm oder reich, mit oder ohne Einfluss, das Recht zu, mit anderen über wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Fragen zu debattieren und die Ergebnisse dieser Diskussion an Politiker und Politikerinnen weiterzuleiten. Dieses Recht räume ich auch den Teilnehmer der sog. "Bilderberg-Gruppe" ein. Mutmaßungen, Spekulationen und Gerüchte über eine geheime Weltregierung gehören dagegen ins Reich der Verschwörungstheorien.

Mit freundlichen Grüßen

Evelyne Gebhardt
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Frage zum Thema Finanzen
19.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Gebhardt,

ich würde gerne Ihren Standpunkt sowie Ihr Abstimmungsverhalten zum ESM-Vertrag kennen lernen.

Insbesondere die Erläuterung Ihres Standpunktes zu sowie eine kritische Diskussion der nachfolgenden ESM-Artikel im Zusammenhang mit dem essentiellen Budgetrecht des Bundestages wünsche ich mir:
Artikel 8: ... 700 Miliarden Euro ... die Brandmauer reicht nicht aus für alle Staaten und noch mehr Geld löst das Problem nicht, sondern schafft mehr Risiken. Eine Fiskalunion ist vertraglich ausgeschlossen.
Artikel 9: ... unwiderruflicher Kapitalabruf binnen 7 Tagen ...kein Einspruch seitens des Parlaments möglich ... sofort haushaltswirksam ... setzt europaweit die Abwärtsspirale in Gang
Artikel 10: ... Änderung des Grundkapitals ... jederzeit kann eine beliebige Erhöhung stattfinden, ohne Widerspruchsrecht ... keine Revidierung der Entscheidung möglich, auch nicht durch neu gewählte Volksvertreter
Artikel 27: ... volle Rechts- und Geschäftsfähigkeit des ESM und umfassende gerichtliche Immunität ... d.h. ESM kann klagen, aber nicht verklagt werden und dies auch nicht von den gewählten Parlamenten
Artikel 30: ... Immunität von Personen ... keinerlei Rechenschaftspflicht, noch nicht einmal Offenlegungspflicht

Es ist kaum vorstellbar, dass Sie als Privatperson einen Vertrag unterzeichnen würden, der Ihnen wie oben ausgeführt unwiderruflich jegliches Recht aus der Hand nimmt und über Ihr Leben sowie das Ihrer Nachfahren so tiefgreifend bestimmen kann.

Sie sind als Abgeordneter in erster Linie Ihrem Gewissen verpflichtet. Würden Sie diesen ESM-Vertrag stellvertretend für die Bundesbürger ihres Wahlkreises unterzeichnen?

Bitte nehmen Sie öffentlich dazu Stellung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Evelyne Gebhardt
bisher keineEmpfehlungen
03.07.2012
Evelyne Gebhardt
Sehr geehrter Herr ,

da die Abstimmungen über den Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus die nationalen Haushaltspolitiken, also ausschließliche Hoheitsrechte der einzelnen Mitgliedstaaten betreffen, stimmt nicht das Europäische Parlament, sondern stimmen darüber die jeweiligen nationalen Parlamente ab. Für Deutschland ist demnach der Bundestag zuständig.
Aus diesem Grund kann ich über mein Abstimmungsverhalten natürlich keine Rechenschaft ablegen.

Dennoch möchte ich daran erinnern, dass Solidarität innerhalb der Europäischen Union das probateste Mittel darstellt, um Krisenzeiten zu meistern und die Staatsfinanzierungen und die Stabilität unserer gemeinsamen Währung dauerhaft zu sichern.

Dafür benötigen wir eine angemessene Kapitalausstattung und deshalb ist die Stärkung des Rettungschirms ESM unerlässlich. Wir benötigen außerdem einen europäischen Schuldentilgungsfonds gekoppelt an einen verbindlichen Schuldenabbauplan der betroffenen Länder. Schließlich halte ich es für dringend erforderlich gezielte Wachstums- und Beschäftigungsimpulse in diesen Ländern zu setzen, damit die einseitige Sparpolitik nicht jede aufkeimende Konjunktur vernichtet und eine maßvolle Schuldenpolitik unmöglich macht.

Wenn wir in Europa außerdem den Mut finden eine gemeinsame Wirtschaftsregierung zu installieren und dadurch unsere Wirtschaftspolitik besser zu koordinieren, dann, bin ich mir sicher, werden Staatskrisen eines solchen Ausmaßes der Vergangenheit angehören.

Mit freundlichen Grüßen,

Evelyne Gebhardt
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