Elke Twesten (DIE GRÜNEN)
Abgeordnete Niedersachsen 2008-2013
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Angaben zur Person
Elke Twesten
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
ausgebildete Fremdsprachensekretärin, Studium an der Fachhochschule des Bundes - Fachbereich Finanzen
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Rotenburg
Ergebnis
8,2%
Landeslistenplatz
9
Der notwendige Umbau der Energieversorung auf einhundert Prozent Erneuerbare Energien ist eine gewaltige Herausforderung. Ein Hauptroblem dabei ist, wie die stark schwankende und ständig zunehmende Stromerzeugung aus Wind oder Sonne mit dem ebenfalls schwankenden Verbrauch übereingebracht werden kann. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
07.12.2011
Von:

Biomasse zur Herstellung von Biogas ist meines Erachtens wegen der schlechten CO2-Bilanz (Ackerbau, Aussaat und Ernte durch Trecker und Häcksler, Transport zur Biogasanlage, Einsatz von CO2 erzeugtem Dünger und Verteilung der Biogülle auf Äckern), der Denaturierung der Böden durch Intensivlandwirtschaft und des Verlustes von Artenvielfalt ökologisch ein falsch eingeschlagener Weg (Vermaisung der Landschaft wohin man schaut).
Mich würde interessieren, wie Sie und Ihre Partei über die Erzeugung von Biogas durch Solarenergie und Windkraft denken. Es ist möglich in einem Kraftwerk durch Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen. Dieser Wasserstoff kann als kostbarer Energieträger ins reguläre Gasnetz eingespeist werden. Die für die Elektrolyse erforderliche Energie könnte hauptsächlich durch Windkraftanlagen erzeugt werden. Außerdem besteht damit die Möglichkeit, überschüssige Energie der Windkraft, die nicht mehr ins Netz eingespeist werden kann zu speichern, anstatt die Windräder abzustellen.
In einem weiteren Schritt könnte aus dem Wasserstoff Methan hergestellt werden.Wasserstoff und Methan könnten somit langfristig das fossile Erdgas zu 100 % ersetzen, und das auch noch 100% CO2-neutral. Die Äcker könnten dann wieder für Nahrungsmittel und Wiesen genutzt werden anstatt für Energiepflanzen.

mfG
Antwort von Elke Twesten
bisher keineEmpfehlungen
17.12.2011
Elke Twesten
Sehr geehrter Herr ,

der notwendige Umbau der Energieversorung auf einhundert Prozent Erneuerbare Energien ist eine gewaltige Herausforderung. Ein Hauptroblem dabei ist, wie die stark schwankende und ständig zunehmende Stromerzeugung aus Wind oder Sonne mit dem ebenfalls schwankenden Verbrauch übereingebracht werden kann. Die Energiespeicherung wird dabei eine wichtige Rolle spielen - wenn auch aus Effizienzgründen vermutlich nicht die Wichtigste. Ein anderes Problem - Sie haben es angesprochen - ist, dass der heute übliche Energiepflanzenanbau in (Mais-) Monokulturen nicht zukunftsfähig ist.

Mit der Erzeugung von Wasserstoff oder Methan aus Wind- und Sonnenstrom und ihrer Einspeisung in das Gasnetz ist ein neuer Weg zur Speicherung von erneuerbarer Energie eröffnet worden.
Welche Rolle dieses "Windgas" in unserem zukünftigen Energiesystem spielen kann und wird, ist jedoch derzeit noch nicht geklärt. Auch die Technik selbst befindet sich noch in der Erprobung, praktische Erfahrungen müssen noch gesammelt werden. So ist es wünschenswert, dass die jetzt noch erheblichen Verluste bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder Methan verringert werden.

Wir verfolgen die spannende Entwicklung im Bereich Windgas deshalb mit sehr großem Interesse. Eine verbindliche Einschätzung zu diesem kommenden Thema haben wir noch nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Twesten
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Frage zum Thema Integration
15.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Twesten,

im Dezember 2011 haben wir vom Unterstützerkreis der Familie Salame/Siala Sie schon einmal um Ihre Unterstützung gebeten. Jetzt bitten wir Sie erneut um Hilfe.

Leider weigern sich das Innenministerium und die Ausländerbehörde des Landkreises Hildesheim bis heute, der im Jahr 2005 abgeschobenen Gazale Salame und ihren beiden Kindern Schams (8) und Gazi (6) endlich die Rückkehr zu ihrer Familie (Vater Ahmed Siala mit Amina (15) und Nura (13)) in den Landkreis Hildesheim zu ermöglichen. Die Behörden missachten damit in unseren Augen sowohl die UN-Kinderrechtskonvention als auch die Europäische Menschenrechtskonvention.

Die Abschiebung der Gazale Salame nach 17 Jahren Aufenthalt mit einem Teil der gemeinsamen Kinder stellte eine offenkundige Menschenrechtsverletzung dar. Nach sieben Jahren ist es mehr als höchste Zeit, die gegen Gazale und ihre Kinder praktizierte Politik der Verbannung endlich zu beenden, unter der vor allem Gazale extrem leidet. Der Fall der sechsköpfigen Familie ist mittlerweile zu einem bundesweiten Symbol für eine kinder- und menschenrechtsverletzende Flüchtlingspolitik in Niedersachsen geworden. (siehe Berichte unter www.nds-fluerat.org / Infomaterial / Gazale Salame / zurückliegende Aktivitäten.

Etliche Prominente, unter ihnen Rita Süßmuth und Heiner Geißler, Prof. Dr. Klaus J. Bade, Prof. Dr. Lothar Krappmann, Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Tom Koenigs und andere, haben sich ebenso wie unzählige Unterstützer/innen an den Ministerpräsidenten McAllister gewandt und ihn um eine Lösung gebeten. Leider blieben alle bisherigen Bemühungen ohne den gewünschten Erfolg.

Um dem Rest der Bundesrepublik zu zeigen, dass Niedersachsen nicht "gebrandmarkt als bedeutendes Negativbeispiel der deutschen Immigrationsdebatte" (HAZ vom 04.04.2012) ist, sondern im Sinne der Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention handelt, bitten wir Sie hiermit, persönlich Stellung zu beziehen:

Freundliche Grüße
Antwort von Elke Twesten
bisher keineEmpfehlungen
12.12.2012
Elke Twesten
Sehr geehrte Frau ,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage und die Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit der Antwort habe ich absichtlich gewartet, weil in dieser Sache in den letzten Monaten viel in Bewegung war und sich nun zum Guten wendet. Inzwischen halte ich die Ergebnisse für so gesichert, dass ich sie Ihnen hiermit gern mitteile. Vielleicht haben Sie heute (04.12.2012) auch schon in den Zeitungen darüber gelesen.

Die gemeinsamen Bemühungen der Oppositionsfraktionen von SPD, GRÜNEN und LINKE haben nun endlich auch bei CDU und FDP zu einer Kehrtwende in diesem Fall geführt. Am Freitag, den 7.12.2012 wird der Landtag über einen gemeinsamen Antrag der Oppositionsfraktionen beschließen. CDU/FDP haben den Lösungsweg für dieses menschliche Drama etwas abgewandelt, aber die Rechtsgrundlage ist für uns nicht entscheidend, sondern die Lösung an sich. Und diese ist nun greifbar, weil CDU/FDP endlich mitmachen. Die Zusammenführung der Familie soll nun über ein Bleiberecht für eine Tochter erreicht werden, womit dann auch ein Aufenthaltsrecht für die Mutter Gazale Salame verbunden wird, so dass die Familie hoffentlich endlich wieder zusammenkommen wird. Der einstimmige Beschluss des Landtags dazu am Freitag hat das klare politische Signal an die Landesregierung gesendet, die Familie schnellstmöglich wieder zu Vereinen. Das Schicksal der Familie liegt nun in den Händen des Ministerpräsidenten.

Ich persönlich freue mich außerordentlich, dass nach dieser viel zu langen Zeit der Trennung für die Familie nun endlich das Ziel in Sicht ist. Leider wurden die Widerstände im Innenministerium und der Verwaltung des Landkreises Hildesheim erst im Angesicht der Landtagswahlen aufgegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Twesten
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