Elisabeth Jeggle (CDU)
Abgeordnete EU

Grunddaten
Elisabeth Jeggle
© info@cducsu.eu
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Meisterin der städtischen, sowie der landwirtschaftlichen Hauswirtschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
4
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(...) Haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage vom 6. April 2011. Ich kann Ihren Unmut gut verstehen, auch ich lehne das Töten von Stassentieren in Rumänien strikt ab. Aus diesem Grund habe ich mich als stellvertretende Vorsitzende der Intergruppe Tierschutz im Europäischen Parlament, gemeinsam mit Vier Pfoten und vielen Kolleginnen und Kollegen, mit einem Aufruf an die rumänischen Abgeordneten gewandt, um die bevorstehende Gesetzesänderung zu verhindern. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Wirtschaft
20.04.2013
Von:

Sehr geerhrte Frau Jeggle,

mich interessiert, wie Sie bei der Abstimmung bezüglich des CO2-Zertifikatehandels abgestimmt haben und was Ihre Beweggründe dafür waren.

Vielen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße aus Mannheim
(38J.)
Antwort von Elisabeth Jeggle
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22.04.2013
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr ,

wie die Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament, habe ich bei der Abstimmung bezüglich des CO2-Zertifikatehandels für eine Ablehnung des Kommissionsvorschlags zu den CO2-Zertifikaten gestimmt.

Leider wird in den Medien, wie wir meinen falsch dargestellt, dass dies eine Abstimmung gegen den Klimaschutz war. Und obwohl das Parlament mehrheitlich dagegen gestimmt hat, wird diese Ablehnung vor allem der EVP (Europäische Volkspartei) angelastet, deren Mitglied auch ich bin.

Die gestrige Abstimmung war eine Grundsatzentscheidung darüber, ob man in das funktionierende System des Emissionsrechtehandels eingreifen solle oder nicht. Vor dem Hintergrund, dass die EU ihre Klimaziele bis 2020 auch mit dem aktuellen, sehr günstigen Zertifikatspreis erreichen können wird, wenn man dies will, haben wir Abgeordnete der EVP-Fraktion uns dazu entschieden, gegen den Kommissionsvorschlag und damit gegen eine Verknappung der CO2-Zertifikate zu stimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
24.04.2013
Von:
Bar

Sehr geehrte Frau Jeggle,

mit Besorgnis habe ich einen Bericht gelesen, in dem davon die Rede ist, dass die EU Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Nutzung von Einheits-Saatgut vorschreiben will.
Link zum Artikel:
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Derart starke Eingriffe in die Biodiversität halte ich für kursichtig und für Ergebnisse der Arbeit zu mächtiger Lobbyisten.
Der erweiterte Eingriff in den privaten Bereich ist, meiner Meinung nach, eine Machterweiterung von Konzernen, wie Monsanto, die mich nicht nur beim Einkauf im Supermarkt oder dem Wochenmarkt einschränkt, sondern mich zu einem Kriminellen machen würde, wenn ich auf meinem eigenen Grund und Boden mein eigenes Gemüse züchten würden.

Meine Fragen dazu:
1.) Wie ist der Stand dieser Entwicklung?

2.) Wie stehen Sie zu dem Thema?

3.) Wer ist ggf. der richtige Ansprechpartner für dieses Thema und wo kann man konkret etwas zu den Plänen der EU-Komission dazu finden?

Mit freundlichen Grüßen,

Bar
Antwort von Elisabeth Jeggle
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25.04.2013
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr Bar,

vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich des geplanten Verordnungsvorschlags der Europäischen Kommission zum EU-Saatgutrecht, der am 6. Mai 2013 vorgestellt werden wird. Die Verordnung hat zum Ziel die verschiedenen bestehenden Regelungen zusammenzufassen und zu vereinfachen.

Verschiedene interessierte Gruppen spielen mit den Ängsten der Menschen und verbreiten schon jetzt aus der Luft gegriffene Gerüchte, dass der Vorschlag den Anbau von alten und seltenen Sorten unmöglich machen würde und somit negative Auswirkungen auf die Vielfalt habe. Aufgrund der zahlreichen Zuschriften und Meldungen hat die Europäische Kommission eine Klarstellung herausgegeben und lässt verlauten, "Privatgärtner können auch in Zukunft ihr Saatgut wie bisher verwenden". Alte Sorten sollen zwar aus Transparenzgründen erfasst werden, der Aufwand für Kleinstunternehmen würde nach dem jetzigen Vorschlag jedoch minimal ausfallen.

Auch in einer Erklärung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz heißt es, dass es einen einfachen Marktzugang für alte Sorten und Nischensorten geben soll.

Ich werde mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht an den Spekulationen über den möglichen Inhalt und die Auswirkungen des Kommissionsvorschlags beteiligen. Wir werden den Verordnungsvorschlag im Landwirtschaftsausschuss, dem auch ich angehöre, sehr genau prüfen und entsprechende Änderungen einbringen.

Angesichts der Komplexität des Themas rechne ich nicht mit einer schnellen Einigung. Das Europäische Parlament wird ausreichend Zeit haben, um sich intensiv mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Integration
02.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Jeggle,

mit Entsetzen lese ich in unserer Tageszeitung, (s. Morgenweb )
www.morgenweb.de
daß die EU-Kommission ein weiteres Balkanland, nämlich Kroatien, zum 1.7.13 in die EU aufnehmen will. Obwohl nur eine Minderheit der dortigen Bürger, nämlich 21% überhaupt, Interesse an einer solchen Aufnahme zeigen, obwohl die kroatische Regierung ganz offensichtlich nur Gesetze erlassen hat um den Auflagen der EU zu genügen, obwohl alle Beteiligten wissen, daß dies nur Kosmetik ist und keinesfalls erfüllt wird, trotzdem wird man Kroatien aufnehmen. Ja ist denn die europäische Union von allen guten Geistern verlassen?
Jeder Außenstehende der diesen trickreichen Eintritt in die EU gewahr wird, erkennt, daß es hier wiederum nur um möglichst hohes abgreifen von Fördermilliarden geht, die in diesem korrupten Land wohl nur zur Hälfte am Ziel ankommen. Gerade müssen wir uns um die ungebremste Armutseinwanderung aus Bulgarien und Rumänien Sorgen machen, (s. Morgenweb)
www.morgenweb.de
und schon wird wieder ein neues Faß ohne Boden aufgemacht. So kann man Europas Bürger nicht für Europa begeistern.

Meine Frage an Sie Frau Jeggle,
1. Wie stellen Sie sich zu diesem Thema. Wie haben Sie und wie das
Parlament abgestimmt?
2. Welche Möglichkeiten haben die Bürger eigentlich noch dieses Treiben
zu stoppen, oder müssen wir diese Brüsseler Eskapaden einfach schlucken?

Ihre Stellungnahme erwarte ich mit Interesse.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim,

Antwort von Elisabeth Jeggle
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06.05.2013
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich der Aufnahme Kroatiens in die Europäische Union.

Bei der Abstimmung über die Aufnahme sowie über den umfassenden Monitoring-Bericht zu Kroatien hab ich mich der Stimme enthalten.

Ich unterstütze weiterhin ausdrücklich eine baldige Mitgliedschaft Kroatiens in der EU. Die Bürger Kroatiens haben große Erwartungen an die Mitgliedschaft. Diese können jedoch nur erfüllt werden, wenn Kroatien wirklich reif für einen Beitritt ist und sämtliche Aufnahmekriterien erfüllt sind. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass Kroatien im Beitrittsprozess heute schon weiter ist, als es mancher jetzige EU-Mitgliedstaat zum Zeitpunkt des Beitritts war.

Dennoch sind Zweifel angebracht, wie dauerhaft und unumkehrbar Verbesserungen sind, die bezüglich einiger, von Seiten der Kommission noch im Fortschrittsbericht 2011 enthaltenen Beanstandungen, erzielt wurden.

Beitritte sind darüber hinaus gegenwärtig nur dann vermittelbar, wenn sowohl das Beitrittsland als auch die Union selbst, wirklich reif dafür sind.

In der aktuellen Lage ist das, meiner Meinung nach, politisch und wirtschaftlich nicht gegeben.

Für mich gehen Genauigkeit vor Schnelligkeit und verlässliche Umsetzung vor Versprechungen. Das dient weder der EU, noch Kroatien und seinen Bürgern. Alte Fehler dürfen nicht wiederholt werden.

Daher habe ich mich bei der Abstimmung der Stimme enthalten.

Mit freundlichen Grüßen,

Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Integration
07.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Jeggle,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort vom 6.5.13 zum Thema "Aufnahme Kroatiens in die Europäische Union". Leider ist die Antwort aber absolut unbefriedigend und für mich enttäuschend. Sie sind zwar auch gegen die aktuelle Aufnahme von Kroatien, Sie stimmen aber nicht dagegen, Sie enthalten sich der Stimme. Meine 2. Frage "Welche Möglichkeiten haben die Bürger eigentlich noch dieses Treiben zu stoppen usw." beantworten Sie nicht, d.h. Sie enthalten sich auch hier Ihrer Stimme. Was nützt den Bürgern ein Europa-Parlament, das die EU-Kommission gewähren läßt, wider besseres Wissen? Wenn es vielleicht eine Mehrheit im Parlament gegen die Sofortaufnahme gäbe und diese wagt es nicht aufzubegehren, sondern enthält sich der Stimme, ist uns Bürgern damit nicht geholfen. Nur der Verdruß gegenüber dem Eu-Apparat, der wächst.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Elisabeth Jeggle
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08.05.2013
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr ,

das Europäische Parlament hat sich mehrheitlich für eine Aufnahme ausgesprochen und auch die Zustimmung des Rates der Europäischen Union, also der Regierungen, gilt als sicher.

Die Aufnahme abzuwenden ist nicht mehr möglich und mit der Enthaltung wollte ich, wie gesagt, zeigen, dass ich nicht grundsätzlich gegen eine Aufnahme Kroatiens in die Europäische Union bin, sondern diesen Schritt zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht halte.

Ein demokratisch gewähltes Europäisches Parlament und die demokratisch gewählten Regierungen der Mitgliedsstaaten haben sich für die Aufnhame Kroatiens ausgesprochen.

Der Europäischen Kommission ist keine "Schuld" zuzusprechen. Sie fragen, was die Bürger tun können. Die Antwort ist, das tun, was Sie im Grunde gerade tun, aber im frühzeitigen Stadium damit beginnen. Eine Aufnahmeprozess läuft über Jahre, fast Jahrzehnte. Nationalstaaten und die nationalen Parlamente sind im gleichen Maße wie das Europaparlament beteiligt.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Jeggle
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