Elisabeth Jeggle (CDU)
Abgeordnete EU-Parlament 2009-2014
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Angaben zur Person
Elisabeth Jeggle
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Meisterin der städtischen, sowie der landwirtschaftlichen Hauswirtschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
4
Vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich des geplanten Verordnungsvorschlags der Europäischen Kommission zum EU-Saatgutrecht, der am 6. Mai 2013 vorgestellt werden wird. Die Verordnung hat zum Ziel die verschiedenen bestehenden Regelungen zusammenzufassen und zu vereinfachen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
26.03.2014
Von:

Sehr geehrter Frau Jeggle!

Der SoVD hatte eine Umfrage zur Massentierhaltung durchgeführt. Das Ergebnis wurde in der Ausgabe 3/2014 veröffentlicht. Danach sind 94 % für eine Einschränkung der Massentierhaltung. Wird Ihre Partei auf die Meinung dieser sozial engagierten und lebenserfahrenen Menschen reagieren und die EU-Regeln zur Tierhaltung so verschärfen, dass sie den GG Artikel 20a entsprechen und für eine wirkungsvolle Überprüfung dieser Regeln sorgen? Oder ist weiterhin zu befürchten, dass die Lobby der Fleischindustrie Vorrang vor der Meinung der Bürger hat?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Elisabeth Jeggle
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01.04.2014
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht, auf die ich Ihnen gerne antworten werde.

Die Europäische Union hat bereits weltweit mit die strengsten Regeln, was Tierhaltung in der Landwirtschaft angeht. Ebenso streng sind die Kontrollen für die Landwirte die damit einhergehen.

Die Anforderungen an die Nutztierhaltung wurden in den letzten Jahrzehnten und Jahren ständig verschärft. Diese Verschärfungen müssen immer auf eine wissenschaftlich fundierte Basis gestützt werden. Wir wollen keine willkürliche Gesetzgebung, die auf Ideologien beruht und wissenschaftlich nicht haltbar ist.

Wie und in welcher Form Tiere gehalten werden liegt auch maßgeblich an der Kaufentscheidung des Verbrauchers. Ich habe in meiner Zeit als Landwirtin und Politikerin leider die Erfahrung machen müssen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger bei Umfragen grundlegend anders äußern, als sie sich im Supermarkt verhalten. Hier wird oft einfach das billigste Produkt gekauft ohne auf die Haltungsform oder die Herkunft zu achten.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Umwelt
28.03.2014
Von:

Sehr geehrte Fra Jeggle

In südlichen euröpaischen Ländern werden nach wie vor zahlreiche Singvögel auf ihren Vogelzügen gefangen und abgeschlachtet. Angesichts der rückläufigen Populationen wäre es höchste Zeit in der EU ein Verbot des Vogelfanges durchzusetzen. Sonst ist die EU ja auch ein wesentlicher Player im Natur-und Artenschutz. Werden Sie sich im neuen Parlament dafür engagieren ?
Vielen Dank
Antwort von Elisabeth Jeggle
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01.04.2014
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrte Frau ,

vor zwei Wochen habe ich, gemeinsam mit einigen Kollegen aus verschiedenen Fraktionen und Nationen und gemeinsam mit der Organisation "BirdLife", einen Brief an Kommissar Potocnik geschrieben, um das von Ihnen angesprochene Problem des Vogelschutzes zu thematisieren.

Die Art der Vogeljagd, wie sie in einigen Mitgliedsstaaten noch betrieben wird, ist durch die EU-Vogelschutzrichtlinie bereits untersagt. Das Problem ist also nicht, dass es keine klare Regelung zum Vogelschutz von Seiten der EU gibt, sondern dass diese in den Mitgliedsstaaten nicht entsprechend umgesetzt wird. Darauf haben wir den Kommissar nun nochmals nachdrücklich hingewiesen.

Ich kämpfe seit Jahren dafür, die Umsetzung von Vorschriften, insbesondere zum Tierschutz, von den Mitgliedsstaaten stärker einzufordern und Nichteinhaltung strenger zu sanktionieren.

Ich habe mich nun 15 Jahre für diese Themen engagiert. Für die neue Legislaturperiode trete ich nicht mehr an.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
01.04.2014
Von:

Sehr geehrter Frau Jeggle!

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Sie wissen offensichtlich, wie die Verbraucher tikken. Wenn aber durch das Verhalten der Menschen andere Lebewesen massenhaft leiden, ist es dann nicht die Aufgabe der Politik dagegen vorzugehen? Im Straßenverkehr haben Sie doch auch Regeln, welche die Bürger vor gefährlichem Verhalten einzelner Autofahrer schützen sollen. Wenn Sie schon nicht die Haltebedingungen für Nutztiere verbessern wollen, dann führen Sie doch wenigsten eine Kennzeichnungspflicht für Produckte ein, welche aus nicht artgerechter Tierhaltung erzeugt wurde. Was halten Sie von solch einer Negativkennzeichnung? Bei Zigaretten ist so etwas Standard.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Elisabeth Jeggle
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03.04.2014
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr ,

es gibt bereits verschiedene Labels, an denen die Verbraucher erkennen können, ob bei der Haltung der Tiere mehr für deren Wohl getan wurde, als der gesetzliche Mindeststandard festschreibt. Beispielsweise die Qualitätssicherungssysteme in Deutschland oder das relativ neue Label des Deutschen Tierschutzbundes. Je mehr Bürgerinnen und Bürger solche Produkte nachfragen, desto mehr Produzenten werden in diese Systeme aufgenommen werden wollen und müssen sich dann an die strengeren Standards halten. Wir haben mit diesen freiwilligen Programmen gute Erfahrungen gemacht, wohl gerade weil sie eben für die Landwirte freiwillig sind.

Haltungsformen bei denen Lebewesen leiden, sind in der Europäischen Union nicht erlaubt. Ein Label für nicht artgerechte Haltung ist deshalb nicht sinnvoll. Wie auch im Straßenverkehr gibt es trotz Vorschriften immer Personen, die sich nicht an die Regeln halten. Das muss auch bei der Tierhaltung entsprechend bestraft werden.

Gerade im Tierschutz gibt es oftmals das Problem, dass die bestehenden europäischen Gesetze in manchen Mitgliedsstaaten nicht korrekt umgesetzt und kontrolliert werden. Ich kämpfe seit Jahren dafür, dass Mitgliedsstaaten, welche die EU-weiten Regelungen nicht richtig einhalten und kontrollieren strenger sanktioniert werden. Wir müssen uns zunächst auf die Umsetzung konzentrieren. Es nützt leider nichts, wenn wir ein Gesetz verschärfen, das momentan nicht richtig eingehalten wird.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.04.2014
Von:

Sehr geehrte Frau Jeggle,

in wenigen Wochen stehen EU Parlaments Wahlen an, deswegen habe ich eigentlich
nur eine Frage an Sie.

Welchen Grund gibt es bei der Wahl am 25. Mai überhaupt wählen zu gehen?

Betrachtet man das Erreichte, so ist das Ergebnis mehr als dürftig!!
Immer mehr werden die Bürger der EU vom Parlament gegängelt.

Hier einige wenige Beispiel: Die von Februar diesen Jahres verbindliche neue
Kontonummer mit 22 Stellen. Hier wurde allerdings zugegeben, dass dies vornehmlich der Wirtschaft diene. Dabei dachte oder hoffte ich,Politik
würde für die Menschen gemacht. Die Auswirkungen liegen auf der Hand, alle
EU Bürger müssen sich nunmehr mit diesem Kontonummernmoloch auseinander
setzen.

Viele weitere skurile Entscheidungen wurden getroffen,getoppt von der Aufweichung der deutschen Bestimmungen von Giften in Kinderspielzeug.
Hier gibt es keinerlei vernünftigen Grund diese zu erhöhen, die Frage müsste
eigentlich sein, was hat Gift überhaupt in Spielsachen zu suchen.
Geht es Menschen verachtender??

Können Sie mir gute Gründe nennen an dieser Wahl teilzunehmen?
Was ändert eine Wahlstimme, kann man zum Beispiel bei Bundestagswahlen die generelle Richtung wählen so ist das bei dieser Wahl nicht der Fall.
Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera!

Mit freundlichen Grüssen

harnecker
Antwort von Elisabeth Jeggle
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16.04.2014
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrter Herr ,

wenn Sie sich genauer mit der Europäischen Union auseinandersetzen, werden Sie feststellen, dass der Rahmen für 70% der deutschen Gesetzgebung auf europäischer Ebene gemacht wird. Da der Deutsche Bundestag diese Beschlüsse nochmals absegnen muss, denken viele Bürgerinnen und Bürger, die Gesetze würden in Berlin beschlossen. Wenn Sie also bei der generellen Ausrichtung der Politik mitreden wollen, würde ich Ihnen dringend empfehlen, am 25. Mai von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Für Sie steht auf der einen Seite die Wirtschaft und auf der anderen steht das Wohl der Menschen. So lässt sich keine nachhaltige Politik machen. Wenn es gerade den Menschen in Baden-Württemberg besonders gut geht, dann liegt das daran, dass wir eine starke Wirtschaft, viele mittelständische Unternehmen, kaum Arbeitslosigkeit und einen soliden Haushalt haben. Dadurch können wir uns auch Investitionen leisten, die die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger weiter erhöhen. Baden-Württemberg exportiert im Übrigen 70% seiner Produkte in den EU-Binnenmarkt und profitiert somit wirtschaftlich enorm von der Europäischen Union.

Grundsätzlich finde ich es sehr bedauerlich, dass die Menschen, die in einer Demokratie leben dieses Privileg nicht mehr zu schätzen wissen. Wenn Sie über den Tellerrand hinausschauen, werden Sie feststellen, dass überall auf der Welt Menschen immer noch bereit sind, für freie Wahlen ihr Leben zu riskieren. Ich empfinde die oft geringe Wahlbeteiligung bei uns als beschämend.

Wenn Sie nun sagen, dass Sie ja schließlich nur die Wahl zwischen "Pest und Cholera" hätten, dann möchte ich Sie dazu ermutigen, sich politisch zu engagieren und für Ihre Vorstellungen und Interessen zu kämpfen. Wenn Sie die Errungenschaften der Europäischen Union "dürftig" finden und sich zudem "gegängelt" fühlen, müsste das ja Motivation genug sein, aktiv zu werden.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Jeggle
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