Dr. Wolfgang Wodarg (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Dr. Wolfgang Wodarg
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Arzt, Leitender Medizinaldirektor a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Flensburg - Schleswig
Landeslistenplatz
7, Schleswig-Holstein
(...) Ich habe mir seit dem Amoklauf von Winnenden viele Gedanken zu einem solchen Verbot gemacht und bin, nach langem, schwierigem Abwägen, zum Schluss gekommen, dass ein Verbot kein gangbarer Weg bei der Lösung des Problems wäre. Eine Abgrenzung zu anderen Kampfsportarten wie Fechten ist schwer, da gebe ich Ihnen Recht. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wodarg,

persönliche Enttäuschung will ich hintanstellen und Ihnen meine Frage als SPD-Abgeordneten des Landes Schleswig-Holstein stellen, weil mir zumindest Ihr Antwortverhalten zeigt, dass Sie zu antworten bereit scheinen. Ob es auch hinsichtlich dieser Frage so bleiben wird, mag sich zeigen.

Betreiben auch deutsche Behörden, oder werden unter Mitwissen, Duldung oder/und Förderung durch deutsche Behörden "Geheimgefängnisse" oder diesen vergleichbare - u. U. unter anderem Namen und Deckmantel, verdeckt firmierende - Einrichtungen auch in DEUTSCHLAND betrieben?

Um unnötige Nachfragen zu vermeiden: das könnten sein Einrichtungen zur Resozialisierung, Ausländer-Integration, Migrationshilfe oder auch der "klassischen" Terroristenbekämpfung, bei denen rechtsstaatlich relevant die Frage nach Einsatz von technischen Mitteln der Überwachung nachzufragen wäre.

Gerne dürfen Sie meine Frage auch an etwa dafür Zuständige weiterleiten, doch ist mir - und vielleicht auch anderen Bürgern - an einer zeitnahen Antwort, auf jeden Fall noch VOR den Bundestagswahlen, gelegen.
Antwort von Dr. Wolfgang Wodarg
7Empfehlungen
03.09.2009
Dr. Wolfgang Wodarg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Als Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates habe ich meinen Schweizer Kollegen Dick Marty, der unseren Bericht über die CIA-Untaten verfasst hat, konsequent unterstützt. Im Bundestag habe ich selbst nicht aktiv an den Recherchen des Untersuchungsausschusses teilnehmen können. Hier bin ich also auf Berichte in der Fraktion oder in den Medien angewiesen.

Nach meinen Informationen gibt es jedoch keine Geheimgefängnisse oder vergleichbare Einrichtungen, die von deutschen Behörden betrieben werden.

Darüber hinaus ist nun bekannt, dass die Außenstelle der CIA in Frankfurt das organisatorische Hauptquartier für die Geheimgefängnisse der US-Regierung war. In einem Untersuchungsausschuss befasste sich der Bundestag mit der Frage des Mitwissens und der Mitverantwortung des Bundesnachrichtendienstes (BND). Im Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses wurde festgestellt, dass diese Vorgänge der damaligen Bundesregierung nicht bekannt gewesen sind.

Ich hoffe, hiermit Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Wodarg Wodarg
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Frage zum Thema Gesundheit
31.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wodarg,

gerne spreche ich Ihnen meine Hochachtung aus für Ihren Klartext zur "Schweinepanik"-Kampagne, und deren merkwürdigen Begleitumständen.
Bravo! Wer sich etwas mit dem Thema befaßt, weiß um die Macht von "Big Pharma" ...
Meine Frage: War Ihnen folgende Straftat im Zusammenhang mit Tamiflu-Impfschäden-Vertuschung bekannt?:

" (...) wird inzwischen im Beipackzettel davor gewarnt, dass das Mittel zu Verwirrtheit und suizidalem Verhalten führen kann. Mehrfach wurde von Sprüngen aus dem Fenster nach der Einnahme von Tamiflu berichtet.
Zwar hat eine vom Gesundheitsministerium in Tokio durchgeführte Untersuchung keinen Zusammenhang finden können. Aber das könnte auch andere Gründe haben. Der Vorsitzende der Untersuchungskommission hat eingeräumt, umgerechnet rund 58.000 Euro vom japanischen Tamiflu-Importeur erhalten zu haben." (SZ vom 01.07.2009/beu) - www.sueddeutsche.de


Mit freundlichen Grüßen

W.
Antwort von Dr. Wolfgang Wodarg
7Empfehlungen
10.09.2009
Dr. Wolfgang Wodarg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ja, der Fall ist mir geläufig. Der betreffende Stoff hat eine aufputschende Wirkung und Hemmschwellen werden gesenkt. Bei Neuraminidase-Hemmern ist diese Nebenwirkung durchaus bekannt. Es wird eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem erzeugt. Dies kann indirekt durchaus suizidal sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Wodarg
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Frage zum Thema Gesundheit
06.09.2009
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Dr. Wodarg,

private Aufkäufer wollen mit Krankenhäusern Profit machen, dies geht jedoch nur auf Kosten der Löhne, da andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dies Profite kommen also nur wenigen Personen zu Gute. Bei den Verkäufen der Kommunen suchen sich die Privaten die " Sahnestücke " heraus, der defizitäre Bereich bleibt bei den Kommunen. Die Krankenversorgung ist somit dann auch nicht mehr das, was sie sein sollte.

Wie stehen Sie und Ihre Fraktion zur Privatisierung des Universitätsklinikum SH?
Welche Bereiche werden Sie privatisieren, die Vorbereitungen werden vom derzeitigen Vorstand bereits koordiniert.

Mit freundlichen Grüßen

Udo
Antwort von Dr. Wolfgang Wodarg
7Empfehlungen
17.09.2009
Dr. Wolfgang Wodarg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 06.09. Ich kann Ihnen die ganz klare Antwort geben, dass ich die Privatisierung einer Universitätsklinik für unverantwortlich und für einen großen Fehler halten würde. Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre, aber auch eine an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierte und nicht vom Aktionärsinteresse geprägte Universitätsklinik halte ich fachlich und ökonomisch für vernünftiger.
Ich bin auch froh, dass die Lands-SPD dies offensichtlich genauso sieht. Sogar im Landtagswahlprogramm der SPD Schleswig-Holstein ist auf Seite 18 zu lesen: "Wir halten an der öffentlichen Trägerschaft des UKSH fest...".

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Wodarg
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Frage zum Thema Gesundheit
05.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wodarg,

ich war selbständig in einer s.g. "Ich AG" und bin jetzt in einer Privatinsolvenz. Ich bin Alleinstehend.
Der Gesetzgeber zwingt mich in eine Krankenkasse. Ich kann auf Antrag bei Bedürftigkeit 50% der Beiträge erstattet bekommen. Dies nutzt mir als nunmehr Harz4 Fall nichts, da ich die anderen 50 % auch nicht aufbringen kann. Ulla Schmidts Gesetz droht mir aber massive Sanktionen an, falls ich keiner Kasse angehöre. Für nur 50% versichert mich die PKV nicht einmal im Standardtarif. Was hat Ulla Schmidt für meinen, sehr konkreten und keineswegs Einzelfall vorgesehen? Ich bitte um keine Rechtsberatung nur darum, was Frau Schmidt als konkrete Lösung anbietet. Sie werden verstehen, dass mir nur allgemeingültige Aussagen nicht hilfreich sind.

Mit freundlichem Gruß

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