Dr. Werner Hoyer (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Angaben zur Person
Dr. Werner Hoyer
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirt, Staatsministe a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Köln II
Ergebnis
10,8%
Landeslistenplatz
4, Nordrhein-Westfalen
(...) Dass die USA den beschriebenen Weg gegangen sind, ist für überzeugte Transatlantiker, zu denen ich mich zähle, kein Grund zur Schadenfreude. Im Gegenteil. (...)
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
18.07.2009
Von:

In der nun zuende gehenden Legislaturperiode ist der sogenannte 2. Korb des Urheberrechts verabschiedet worden. Nach Meinung vieler Beteilgter aus Wissenschaft und Forschung wird die Gesetzgebung den Ansprüchen der speziellen Situation im Wissenschaftsbereich nicht wirklich gerecht (s. z.B.: www.urheberrechtsbuendnis.de ). In der nächsten Legislaturperiode steht nun die Entscheidung zum 3. Korb an, der den Bedürfnissen aus Wissenschaft und Forschung angepasst werden soll. Was kann der Wissenschaftsstandort Deutschland erwarten, wenn die FDP auf die Entscheidung Einfluss hat?

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Frage zum Thema Umweltpolitik
22.08.2009
Von:

Bei der anstehenden Bundestagswahl stellt die Umweltpolitik für mich das entscheidene Kriterium für meine Stimmabgabe dar. Insbesondere möchte ich, dass sich die nächste Bundesregierung entschlossener für den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien einsetzt und auf Strom aus Kohlekraftwerken sowie Atomkraft so weit wie möglich verzichtet.

Deswegen interessiert mich Ihre Position zu diesem Thema. Wie möchten Sie in der nächsten Legislaturperiode den Ausbau erneuerbarer Energien fördern? Welche konkreten Maßnahmen sind geplant und wieviel Prozent den Strombedarf kann dadurch mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden?
Antwort von Dr. Werner Hoyer
4Empfehlungen
26.08.2009
Dr. Werner Hoyer
Sehr geehrter Herr ,

den Klima- und Ressourcenschutz bewertet die FDP als eine der weltweit herausragenden umweltpolitischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die FDP begrüßt die Beschlüsse des Europäischen Rates, bis 2020 den Ausstoß der Treibhausgase um zwanzig Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, als ersten wichtigen Schritt. Wir brauchen einen Entwicklungspfad für 2050 mit einer Reduzierung um 60 bis 80 Prozent in den Industrieländern.

Mittelfristig brauchen wir einen Energiemix aus Erneuerbaren Energien, Gas, Kohle und Kernenergie. Langfristig strebt die FDP eine CO2-neutrale Energieversorgung an. Die Liberalen unterstützen den Ausbau der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien über das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Zugleich setzen wir uns dafür ein, dass es zu keinen Überförderungen kommt. Parallel gilt es, die Strategie eines Stromverbundes mit Nordafrika mit Nachdruck weiter zu verfolgen, um auch solarthermische Kraftwerke für Deutschland nutzbar zu machen. Die Einspeisung von Biogas ins Gasnetz muss erleichtert werden. Auch die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Quellen muss deutlich besser gefördert werden.

Die Kernenergie brauchen wir als Übergangstechnologie, bis Erneuerbare Energien in ausreichendem Umfang grundlastfähigen Strom erzeugen oder die CO2-Abscheidung für Kohlekraftwerke großtechnisch zur Verfügung steht. Die Laufzeiten sicherer Kernkraftwerke müssen daher verlängert werden. Im Gegenzug müssen Betreiber einen Teil der finanziellen Vorteile an eine zu gründende "Deutsche Stiftung Energieforschung" abführen, die innovative Energietechnologien, vorrangig Energiespeichertechnologien, fördert. Die FDP will die Kohleverstromung durch CO2-Abscheidung klimaverträglicher machen. Der Bau von Pipelines zum Transport von CO2 soll erleichtert werden.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen in der Kürze der Zeit ausreichen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen zur Umweltpolitik haben, schreiben Sie mir doch eine E-Mail oder schlagen Sie im 5. Kapitel unseres Wahlprogramms ( www.deutschlandprogramm.de g.PDF ) die umwelt- und energiepolitischen Positionen der FDP nach.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Werner Hoyer
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Frage zum Thema Außenpolitik
02.09.2009
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Dr. Hoyer,

in Ihrem Wahlprogramm schreiben Sie zu den transatlantischen Beziehungen, daß das Ansehen der westlichen Welt durch "außen- und innenpolitische Fehlentscheidungen der USA verloren gegangen" ist.

Wie beurteilen Sie den Beitrag deutscher Fehlentscheidungen in diesem Prozess?

Mit freundlichen Grüßen
Udo
Antwort von Dr. Werner Hoyer
3Empfehlungen
18.09.2009
Dr. Werner Hoyer
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Die neokonservative Administration von Präsident Bush hat die Erfahrung machen müssen, dass wirtschaftliche und militärische Stärke im Zeitalter der Globalisierung nicht automatisch mehr Macht gewähren, sondern vor allen Dingen größere Verantwortung auferlegen. Hans-Dietrich Genscher beschrieb den Grundirrtum des neokonservativen Politikansatzes zu Recht als "die gefährliche Illusion, ein Land könne Kraft seiner militärischen Stärke die globalen Regeln nach eigenem Ermessen bestimmen, ohne ihnen selbst unterworfen zu sein, und es könne die Regelverstöße nach eigenem Ermessen
sanktionieren".

Die USA haben im sogenannten "Krieg gegen den Terror" und im unilateralen Politikansatz ihren Kompass mehr als einmal verloren. Guantanamo und Abu Ghraib stehen in der Außenpolitik der USA symbolhaft für ein vorübergehendes Verlassen der uns verbindenden gemeinsamen Wertebasis, die uns, "den Westen", auch heute noch definiert. Zentraler Baustein dieser Wertebasis ist die Würde des Menschen, die es in jeder Situation zu achten und zu schützen gilt.

Der 1. Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages in der 16. WP hat sich mit der Frage der Beteiligung der Bundesregierung an den beschriebenen Fehlentwicklungen beschäftigt. Die Vertreter der FDP-Fraktion haben sich dem Mehrheitsvotum der Ausschußmitglieder nicht angeschlossen, sondern ein eigenes Votum abgegeben, das die Beteiligung der Bundesregierung klar herausarbeitet. Sie finden den Text dieses Votums unter:

www.hellmut-koenigshaus.de

Dass die USA den beschriebenen Weg gegangen sind, ist für überzeugte Transatlantiker, zu denen ich mich zähle, kein Grund zur Schadenfreude. Im Gegenteil. Der Politikwechsel in den USA unter der Führung von Präsident Obama hat nicht nur die Selbstheilungskräfte der amerikanischen Demokratie unter Beweis gestellt, sondern bietet auch ganz konkret die Chance zur Kurskorrektur in den internationalen Beziehungen. Deutschland sollte Präsident Obama dabei aktiv unterstützen.

In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Ausführungen behilflich gewesen zu sein,
verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Dr. Werner Hoyer
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Frage zum Thema Gesundheit
07.09.2009
Von:
J.

Wie stehen Sie zur Einführung des Kostenerstattungsprinzips bei der gesetzlichen Krankenversicherung und zur Abschaffung des bisherigen Systems mit Regelleistungsvolumina etc?
Befürworten Sie Medizinische Versorgungszentren mit Beteiligung von Kapitalgesellschaften oder setzen Sie sich dafür ein, dass nur durch die beteiligten Ärzte finanzierte MVZ gegründet werden dürfen?
Sind Sie für den Bestand der privaten Krankenversicherungen oder setzen sie sich für deren Abschaffung ein?
Antwort von Dr. Werner Hoyer
2Empfehlungen
18.09.2009
Dr. Werner Hoyer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zum Thema Gesundheit, die ich im Folgenden gerne beantworte:

1. Die FDP spricht sich für die Kostenerstattung auf der Basis einer leistungsgerechten Gebührenordnung aus. Sowohl Arzt als auch Patient müssen im vornherein genau wissen, was für die zu erbringenden Leistungen zu bezahlen ist. Das ist eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlich verantwortliches Handeln.

2. Der Kapitalbedarf ärztlicher und zahnärztlicher Praxen wird in den nächsten Jahren weiterhin zunehmen. Von daher muss nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden, wie sich dies im ambulanten niedergelassenen Bereich finanzieren lässt. Beispiele wie eine Zusammenarbeit von Freiberuflern funktionieren kann, gibt es u. a. bei den Rechtsanwälten und Notaren. Auch Medizinische Versorgungszentren (MVZ) können eine sinnvolle Ergänzung sein. Es spricht nichts dagegen, wenn Ärzte verschiedener Fachrichtungen sich unter dem Dach eines MVZ zusammenschließen. Allerdings darf das nicht dazu führen, dass eine hervorragende Versorgung der Patienten untergraben wird. Wir begrüßen daher, wenn MVZ von Ärzten selbst getragen werden. Bestrebungen, die fachärztliche Versorgung nur noch an Krankenhäusern oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ansiedeln zu wollen, tritt die FDP mit großem Nachdruck entgegen.

3. Eine Abschaffung der privaten Krankenversicherungen steht für uns nicht zur Debatte. Im Gegenteil, der Wettbewerb im Gesundheitssektor muss zum Vorteil aller gestärkt werden. Dazu gehört eine starke private Krankenversicherung. Zu einem fairen Wettbewerb im Gesundheitssektor gehört auch, den gesetzlichen Krankenkassen ihre Beitragsautonomie zu belassen und den bürokratischen und überflüssigen Gesundheitsfonds abzuschaffen. Die FDP ist gegen ein staatliches und zentralistisches Gesundheitswesen, das nur zu Mangelverwaltung, Zwei-Klassen-Medizin und längeren Wartezeiten führt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Werner Hoyer
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Frage zum Thema Außenpolitik
20.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Hoyer,

am 15. September 2009 hat die EU ihre "tiefe Sorge über die politische Krise und die andauernde Verletzung der verfassungsmäßigen Ordnung in Honduras" Ausdruck verliehen.

Welche Position beziehen Sie zu dieser Erklärung, zur Rechtfertigung des Militärputsches in Honduras durch die FDP-nahe "Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit" und zu Ihren Kontakten mit den neuen Machthabern in jenem Land?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Dr. Werner Hoyer
2Empfehlungen
25.09.2009
Dr. Werner Hoyer
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail vom 20. September 2009, in der Sie um
eine Stellungnahme zu den Ereignissen in Honduras bitten.

Mit Datum vom 24. September 2009 habe ich ausführlich auf abgeordnetenwatch.de auf die gleichlautende Anfrage von Herrn Reinhard Wartenhorst zu den Entwicklungen in Honduras geantwortet. Daher verweise ich auf meine Antwort an dieser Stelle sowie auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag (Bt-Drs. 16/13977, abzurufen unter: dipbt.bundestag.de )

Mit freundlichen Grüßen

Werner Hoyer
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