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Sehr geehrter Herr Dr. Kaufmann!
Aktuell soll mit dem Abbruch des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofes begonnen werden:
www.swr.de
Dies ist der erste einschneidende Arbeitsschritt für das sehr umstrittene Großprojekt Stuttgart 21.
de.wikipedia.org
Seit Beginn der diesbezüglichen Planung stehen sich Befürworter und Gegner von S 21 fundamental gegenüber und mit den Abbrucharbeiten droht die Situation zu eskalieren.
Die ZDF-Sendung "Frontal 21" berichtete unter dem vielsagenden Titel "Milliardenloch im Schwabenland" über die Gefahr erheblicher offiziell nicht eingeplanter Mehrkosten:
frontal21.zdf.de
Die Sendung weist auf einen Bericht des Bundesrechnungshofs, welcher der bisherigen Finanzierung des Projektes ein vermutetes Defizit von 2,4 Milliarden Euro unterstellt.
Frage 1:
Wie werten Sie diesen Sachverhalt?
Frage 2:
Kann die befürchtete Kostensteigerung für Stuttgart 21 möglicherweise sehr negative Konsequenzen für den Bundeshaushalt bedeuten, so dass die von der Bundesregierung geplante Konsolidierung desselben erheblich gefährdet erscheinen kann?
Ich gebe zudem zu bedenken:
Über 200 alte Bäume sollen im angrenzenden Stuttgarter Schlosspark gefällt und ca. 40% der historischen Substanz des denkmalgeschützten Stuttgarter Hauptbahnhofes sowie 18 weitere teils alte Häuser abgerissen werden.
Frage 3:
Wie gehen Sie mit den Eingriffen in den Bestand um, welche durch die geplanten Bauarbeiten zwingend nötig scheinen?
Frage 4:
Wie werten Sie den zunehmenden Protest gegen das Projekt?
Frage 5:
Halten Sie die notwendige breite gesellschaftliche Unterstützung für das Projekt überhaupt gegeben?
Frage 6:
Was halten Sie von einer Denkpause und dem Abhalten eines Volksentscheides, einer Idee, welche im Stuttgarter Appel begründet wird:
stuttgarterappell.de ?
Mit freundlichen Grüßen,
