Dr. Robert Habeck (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Schleswig-Holstein 2009-2012
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Angaben zur Person
Dr. Robert Habeck
Geburtstag
02.09.1969
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Fraktionsvorsitzender, Schriftsteller
Wohnort
-
Wahlkreis
Flensburg
Landeslistenplatz
-, über Liste eingezogen
(...) Die geplanten Windparks sind so weit von HL entfernt, dass jede optische Beeinträchtigung seines Denkmalstatus´ ausgeschlossen werden kann. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Umwelt
29.03.2012
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

ich schließe an die Frage von Herrn Erb vom 25.03.2012 an bzw. möchte sie wiederholen, da sie bisher unbeantwortet ist:

"In Ihrer Antwort an Frau Tjile heben Sie die Bedeutung der Windenergie als Ersatz für Kernkraftwerke hervor. Am 23.03. waren von den installierten 29000 MW Windleistung über Stunden weniger als 400 MW am Netz.

Sind Sie wirklich der Meinung, daß man mit der schwankenden Einspeisung irgend ein anderes Kraftwerk ersetzen kann? Wie werden Sie die Stromversorgung in Schwachwindphasen sicherstellen?"

Mit freundlichen Grüßen
Udo
Antwort von Dr. Robert Habeck
1Empfehlung
29.03.2012
Dr. Robert Habeck
Sehr geehrter Herr ,

ja, der Meinung bin ich entschieden. Die Stromversorgung in Schwachwindphasen sichern wird a.) durch eine Verstetigung des Windstroms durch Off-Shore, b.) ein "smartes" Verbrauchsmagement, dass den Energieverbrauch der Produktion anpasst und so die Spitzen nimmt, c.) durch eine Verzahnung der Erneuerbaren Energien in ganz Europa und Nordafrika durch ein Hochspannungsgleichstromnetz, d.) durch den Aufbau von Speichern.


Mit besten Grüßen

Robert Habeck

 
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Frage zum Thema Wirtschaft
29.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Robert Habeck.

Wie würden Sie einen Menschen nennen, der sich heute ein Auto kauft, obwohl er weiß, dass die Straßen dafür erst in 20 Jahren gebaut werden?
Das passiert derzeit bei der Windkraft.
Sehen Sie einen Widerspruch darin, dass Wälder abgeholzt werden, um darin Windkraftwerke zu bauen - mit der Begründung wir müssen das Klima retten?
Ist Ihnen bekannt, wieviel Speicherkapazitäten heute und in den nächsten 20 Jahren zur Verfügung stehen?
Wie wollen Sie unser europäischen Nachbarn (gern sind ja Norwegen und Österreich im Gespräch) dazu bringen, für die deutsche Klimahysterie Speicher und Stromleitungen zu bauen?
Halten Sie einen militärischen Einmarsch in unsere Nachbarländer zur Sicherstellung unserer deutschen Vorstellung von Energie- und Netzsicherheit für angemessen?
Antwort von Dr. Robert Habeck
bisher keineEmpfehlungen
22.04.2012
Dr. Robert Habeck
Sehr geehrter Herr ,

erstmal Verzeihung, dass ich auf Ihre Frage nicht zeitnah geantwortet habe. Sie ist mir schlicht durchgerutscht. Ich muss allerdings zugeben, dass ich Ihre Vergleiche und Beispiele auch nicht teile. Die Windenergie und die Netze werden ja ausgebaut. Erst vor wenigen Monaten ist die Leitung Breklum-Flensburg eröffnet wurden. Bei 380 kv und HGÜ habe ich gestern vorgeschlagen, dass der Bund mit in die Planungen geht. Natürlich ist es unsinnig, Strom zu produzieren, der nicht abgeführt wird. Aber wenn wir nicht zurück zu Atom wollen oder das Klima mit Kohlekraftwerken ruinieren, dann ist der Ausbau der Erneuerbaren richtig. Die Möglichkeiten für Speicher sind mir bekannt, das Nordlink-Kabel nach Norwegen ist gegenseitig verabredet und von militärischen Interventionen für Erneuerbare ist mir nichts bekannt. Hingegen kenne ich diverse Beispiele von Kriegen um Öl oder Gas und weiß, dass die militärische Situation nicht einfacher wird, wenn Atomkraft - als Werk oder als Waffe - ins Spiel kommt. Insofern bitte ich Sie, Ihre Argumentation zu überdenken.

Beste Grüße

Robert Habeck
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Frage zum Thema Umwelt
29.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Habeck,

In Ihrer Antwort an vom 29.03.2012 sprechen Sie von "ein "smartes" Verbrauchsmagement, dass den Energieverbrauch der Produktion anpasst und so die Spitzen nimmt".
Das produzierende Gewerbe darf also nur bei ausreichendem Windaufkommen Waren herstellen.
Halten Sie dies für eine sinnvolle Wirtschaftspolitik?
Werden Sie Strom in windschwachen Zeiten für private Haushalte rationieren?
Befürworten Sie eine Planwirtschaft?

Weiterhin führen Sie aus: "Verzahnung der Erneuerbaren Energien in ganz Europa und Nordafrika durch ein Hochspannungsgleichstromnetz".
Sind Sie der Überzeugung, daß ein wichtiger Teil der Energieversorung der europäischen Wirtschaftsnationen aus einer krisengeschüttelten und politisch nicht stabilen Region dieser Welt stammen soll?

Die DESERTEC Industrieinitiative (Dii GmbH) geht von einem Volumen von 400 Milliarden Euro für das DESERTEC-Projekt aus. Nimmt man den Elbphilharmonie-Faktor hinzu, so könnten schnell Kosten in Höhe des 2 - 2,5 fachen dieses Betrages entstehen. Hinzu käme noch der Ausbau des Hochspannungsgleichstromnetzes (HGÜ) kreuz und quer durch ganz Europa.
Wer soll Ihrer Meinung nach diese Kosten tragen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Robert Habeck
bisher keineEmpfehlungen
22.04.2012
Dr. Robert Habeck
Sehr geehrter Herr ,

richtig ist, dass sich auch die Wirtschaft/ Industrie der Energiewende stellen muss. Das bedeutet aber nicht Planwirtschaft, im Gegenteil, es ist gutes marktwirtschaftliches Prinzip, dass sich Innovationen durchsetzen. Die Branchen werden im Vorteil sein, die schnell auf neue Technologien, Energieeffizienz und Einsparungen umstellen. Wir ich bei zahlreichen Besuchen in hoch-Energie-verbrauchenden Firmen diskutiert habe, ist es erstens sehr wohl möglich, Produktionsprozesse zu flexibilisieren und zweitens, Industrie selbst als Energiesenke oder Speicher zum Lastausgleich in das System der Energiewende einzubetten.

Was den Ausbau der Sonnen-Energie in Nordafrika angeht, so halte ich ihn für eine der besten Wirtschaftsförderungen und damit Krisen-Überwindungsmaßnahmen. Er wird die Region stabilisieren (im Gegensatz zu AKW, die Westeuropa immer noch und immer wieder fördert).

Beste Grüße

Robert Habeck
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Frage zum Thema Gesundheit
22.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck

viele Studien von Medizinern und objektive Messungen anerkannter Akustiker (McPherson Study googeln) zeigen, dass die Abstände von Wohnbebauung zu Windkraftanlagen zu gering und gesundheitsgefährdend sind. WKA-Investoren bestreiten dies noch immer.

Nicht bestreiten kann man jedoch die Gefährdungen durch herumfliegende Trümmer, wenn die Anlagen zerbrechen, explodieren oder abbrennen. Im Netz findet man eine 100-seitige Aufstellung mit über 1000 bekannt gewordenen WKA-Unfällen (caithnesswindfarms googeln). Einen nennt das Nordfriesland Tageblatt am 20.2.97:
Eine nur 41 m hohe HSW 250 auf Nordstrand verlor zwei Rotorblätter, die über eine Straße mehr als 300 m weit flogen. Besitzer H. P. Carstensen war erleichtert, dass niemand getroffen wurde. Mit zunehmender Höhe und größeren Rotordurchmessern fliegen die Teile viel weiter. In Schottland werden deshalb 2000 m Abstand von Wohnbebauungen verlangt.
Auch schon darum sind die Abstände von Wohnbebauung zu WKA in SH zu gering und 2011 wurden sie sogar noch um 1/5 reduziert.
Was unterscheidet den Bewohner einer Splittersiedlung 400 m von einer WKA von einem am Ortsrand und einem Ferienhausvermieter in SH, dass diesen der doppelte Abstand gewährt wird? Wieso bekommt ein Gewerbegebiet 500 m zugebilligt, wo nachts keiner schläft?
Gibt es dafür einen einleuchtenden Grund? Gilt da nicht der allgemeine Gleichheitssatz nach Art. 3 I GG, das allgemeine Willkürverbot?
Danach darf der Staat nicht willkürlich wesentlich Gleiches ungleich bzw. wesentlich Ungleiches gleich behandeln. Es muss hierfür ein Differenzierungskriterium vorliegen. Dieses fehlt nach einer vielfach verwandten Formel der Rechtsprechung, wenn sich ein vernünftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonst sachlich einleuchtender Grund für die staatliche Maßnahme nicht finden lässt.

Hält Ihre Partei diesen SH-Erlass und diese Abstandsregelungen mit dem Grundgesetz für vereinbar?

Mit freundlichem Gruß

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Frage zum Thema Umwelt
24.04.2012
Von:
Dr.

Wann beichten Sie Ihren Wählern die Klimalüge?

Sehr geehrter Herr Dr. Habeck,

seit Jahren beglücken Sie und Ihre Partei uns mit dem menschgemachten Klimawandel. Insbesondere fokussieren Sie sich hierbei auf den Anstieg des CO2. Nun hat vor kurzem die NOAA den Jahresbericht 2011 herausgegeben. Einzelheiten dazu finden Sie hier
www.freiewelt.net

Wer oder was die NOAA ist, muß ich Ihnen als Experten nicht erklären. Die Erkenntnisse der NOAA sind doch für Sie und DIE GRÜNEN niederschmetternd. Die schöne CO2-Blase ist mit lautem Knall geplatzt.

Müßte ein ehrlicher und verantwortungsbewußter Politiker jetzt nicht auf die Bühne steigen und klar und deutlich verkünden:
\"Sorry, ich habe mich geirrt. CO2 hat mit dem Klimawandel nichts zu tun!\"

Wie bewerten Sie den Bericht der NOAA und welche Konsequenzen werden Sie und DIE GRÜNEN daraus ziehen?

Für eine Antwort noch vor den Landtagswahlen wäre ich Ihnen dankbar.


Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Dr. Robert Habeck
bisher keineEmpfehlungen
24.04.2012
Dr. Robert Habeck
Sehr geehrter Herr Söchting,

erlauben Sie, dass Ihnen mit einer gleichlautenden Mail an eine anderen Fragesteller antworte, der vor wenigen Tagen die den gleichen Rat suchte:

Falls Sie Zweifel an einem Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und CO2-Emissionen haben, rate ich Ihnen meinerseits, sich die Berichte des Weltklimarates IPCC einmal anzuschauen. Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), wurde ins Leben gerufen, um Entscheidungsträgern und anderen am Klimawandel Interessierten eine objektive Informationsquelle über Klimaänderungen zur Verfügung zu stellen. Der IPCC betreibt selbst keine Wissenschaft und überwacht keine Klimadaten oder -parameter. Seine Aufgabe besteht darin, die aktuelle wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Literatur, die weltweit zu dem Thema publiziert wird, umfassend, objektiv, offen und transparent zusammenzutragen und zu bewerten. An den Berichten haben mehr als 1000 WissenschaftlerInnen aus fast 50 Ländern mitgewirkt.

Es handelt sich also nicht um eine isolierte Betrachtung eines Forschungsergebnisses einer einzelnen Stelle, sondern um eine systematische Auswertung weltweit vorliegender Forschungsergebnisse verschiedenster wissenschaftlicher Institute. Eine politische oder durch wirtschaftliche Interessen bedingte Einflussnahme auf dieses Gremium ist wohl daher auszuschließen.

Es scheint mir doch ein sehr großer Konsens in der internationalen Klimawissenschaft zu geben, dass der durch Menschen verursachte erhöhte C02-Ausstoß mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen Einfluss auf die Erderwärmung hat. Im ICPP-Bericht von 2007 (4. Bericht) ist von mehr als 90 Prozent Wahrscheinlichkeit für diese These die Rede. Es ist bekannt, dass insbesondere aus den USA immer mal wieder angebliche Gegenbeweise auftauchen. Da ich kein Klimaexperte bin, bin ich nicht in der Lage, diese im Einzelnen prüfen. Ich halte aber die Erkenntnisse des IPCC für glaubwürdig und ausreichend belegt. Auch wenn die These nicht zu 100 Prozent sicher ist, was wohl aufgrund der komplexen Zusammenhänge wohl auch nicht möglich sein wird, legen die Erkenntnisse doch nahe, dass es in höchstem Maße anzuraten ist, die CO2-Emissionen einzuschränken, um die negativen Folgen einer weiteren globalen Erwärmung zu begrenzen.

www.ipcc.ch

www.de-ipcc.de

www.ipcc.ch

In Kürze wird es ja einen aktualisierten Bericht (5. Sachstandsbericht) des IPCC geben, er ist bereits in Arbeit. Ich habe aber bisher nicht gehört, dass in der Zwischenzeit seit 2007 Zweifel an der These des menschenverursachten Klimawandels aufgekommen sind, die von einem großen Kreis internationaler Wissenschaftler gestützt werden.

Freundliche Grüße

Robert Habeck
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