Dr. Peter Ramsauer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
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Angaben zur Person
Dr. Peter Ramsauer
Geburtstag
10.02.1954
Berufliche Qualifikation
Diplomkaufmann, Müllermeister
Ausgeübte Tätigkeit
MdB; Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Wohnort
Traunwalchen
Wahlkreis
Traunstein
Ergebnis
54,6%
Landeslistenplatz
1, Bayern
(...) Sowohl mit den zusätzlichen Mitteln der Mautmehreinnahmen, als auch der Konjunkturprogramme wurden zahlreiche Maßnahmen begonnen, wie die Ortsumgehung Dreieich-Offenthal. Durch die zeitlich begrenzten Zusatzmittel und durch die notwendigen Bauvorbereitungen muss nunmehr der Bauablauf der Maßnahme auf die veränderten Finanzierungsbedingungen abgestellt werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
31.07.2011
Von:
Udo

Guten Tag Herr Dr. Ramsauer

Das Busunglück in Hamburg Tondorf mit einigen Toten (Zusammenstoß Bus mit Feuerwehr) und viele vorherige Unfälle hätten vermieden werden können !
Vor einigen Jahren hatte ich vorgeschlagen, Einsatzfahrzeuge mit Sendern auszustatten, die in allen anderen Fahrzeugen im Autoradio Im Umkreis von 500 Metern Pieptöne erzeugen und so das Annähern von Polizei, Feuerwehr usw. im Einsatz melden.
Konkrete Vorschläge von mir dazu wurden von einem verherigen Verkehrsministerium ohne zu Hinterfragen abgelehnt.
Auch die Fa. Blaupunkt antwortete ausweichend.
Mit einem geringen Aufwand könnten Sie in Zukunft damit viele Leben retten und sich ein politisches Denkmal setzen.
Ich bitte Sie, darüber nachzudenken (Nachdenken zu lassen) und mir mitzuteilen, wie Sie darüber urteilen und ob Sie diesbezüglich ggf. handeln werden.

Mit freundlichen Grüßen

Udo

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
31.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr VM Ramsauer,

in Ihrer Antwort bei Abgeordentenwatch.de vom 15.07.2011

www.abgeordnetenwatch.de

beziffern Sie die Zuschüsse des Bundes für S21 mit 563,8 Millionen €

[...]Der Bund übernimmt mit einem Festbetrag i.H.v. 563,8 Mio. für das
Projekt Stuttgart 21 den Anteil, der für die Einbindung der
Neubaustrecke (NBS) Wendlingen - Ulm in den Knoten Stuttgart auch ohne
Verwirklichung von Stuttgart 21 erforderlich gewesen wäre.[...]

Innenminister Gall hat auf seiner Homepage einen "offenen Brief" verlinkt,
der Zuschüsse des Bundes in Höhe von 1.229,4 Millionen € aufzeigt.

[...]Der neue Bahnknoten kostet 4,088 Milliarden Euro. Davon übernimmt
die Deutsche Bahn 1.469 Millionen Euro, die Bundesrepublik Deutschland,
inklusive EU-Hilfe, 1.229,4 Millionen Euro,[...]


spdnet.sozi.info

Dies ist eine Differenz von 665,6 Millionen €.

Welche Zahl ist korrekt?

Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
04.08.2011
Von:

Die Spritpreise in Deutschland sind seit vergangener Woche erneut um einen Cent gestiegen. Wie der ADAC mitteilte, zahlen Autofahrer für einen Liter Super E10 im Durchschnitt 1,58 Euro. Diesel verteuerte sich auf 1,46 Euro.
in schöner Regelmäßigkeit lesen und spüren wir das
da ich nicht wie DAX Größen jedes Jahr 20 % Plus in der Westentasche habe.

nun meine Fragen:

Was tun Sie dagegen ?
Wann hört die Abzocke auf ?
Wann senkt der Staat die Steuern auf Benzin bzw Diesel ?
Wissen sie was es bedeutet in einen Flächenland zu leben und jeden Monat Hunderte € nur in den Tank zu stecken , zumal der Lohn in Mecklenburg 20 % unter Bundesdurchschnitt liegt ?
Kartellbehörde weiß es seit 3 Jahren , der Staat weiß es seit x Jahren
nur es tut sich nichts , Warum tut sich nichts bei Ihnen ??
Verkehrspolitik ist für den Bürger da und nicht für Konzerne und Steuereintreiber, oder habe ich da eine falsche Vorstellung ??
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
bisher keineEmpfehlungen
22.08.2011
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem sie Ihren Unmut über die Benzinpreise in Deutschland zum Ausdruck bringen.

Gern möchte ich Ihnen allgemeine Informationen zu den Benzinpreisen übermitteln.

Es ist richtig, in Deutschland hat die Häufigkeit und Stärke der Preisänderungen für Kraftstoffe in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Preisschwankungen dürften in mehreren Faktoren begründet liegen: Auf der Angebotsseite des deutschen Kraftstoffmarkts vereinigen die fünf größten Gesellschaften mehr als 70 % des Kraftstoffabsatzes auf sich; zugleich gibt es aber eine Reihe weiterer, kleinerer Anbieter. Insgesamt besteht auf dem Kraftstoffmarkt ein intensiver Wettbewerb, nicht zuletzt, weil die Nachfrager sehr stark auf Preisänderungen reagieren. Das Bundeskartellamt hat hierzu festgestellt, dass zumindest die großen Gesellschaften ihre Tankstellenbetreiber verpflichten, regelmäßig die Preise von benachbarten Tankstellen zu beobachten und zu melden. Dies ist wettbewerbsrechtlich zulässig und befördert Preissetzungsmuster wie sie zu beobachten sind. Das Beobachten der Preise der Wettbewerber ist im Kraftstoffsektor aufgrund der dortigen hohen Preistransparenz leichter als in anderen Warenmärkten möglich.

Die Preise werden allerdings grundsätzlich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt. Betrachtet man die Kostenseite, stehen die Kraftstoffpreise in engem Zusammenhang mit den Produktpreisen (nicht: Ölpreisen) am Rotterdamer Ölmarkt. Dieser ist in Europa das Zentrum des Handels für Rohöl und Mineralölprodukte. Gehandelt wird in Dollar, so dass für die Umrechnung in Euro der jeweilige Wechselkurs des Dollars zu berücksichtigen ist. Angebot und Nachfrage nach den einzelnen Waren auf dem Rotterdamer Ölmarkt sind maßgeblich für die Preise in Deutschland wie in anderen mitteleuropäischen Staaten. Die Tankstellenpreise korrelieren daher nicht unbedingt mit dem Rohölpreis, sondern mit dem Produktpreis für Diesel- und Ottokraftstoffe. Als weitere Kostenbestandteile fallen bei allen Unternehmen in ähnlicher Höhe zudem Kosten für Transport, Lagerung und Vertrieb sowie für die Beimischung von Bioethanol bzw. Biodiesel an. Hinzu kommen die für alle gleichen Beiträge für die gesetzlich geregelte Erdölbevorratung sowie die Energiesteuer und die Mehrwertsteuer.

Die Energiesteuern auf Ottokraftstoffe und auf Dieselkraftstoff betragen seit Anfang des Jahres 2003 unverändert 65,45 Euro-Cent je Liter bzw. 47,04 Euro-Cent je Liter. Die Energiesteuern sind mithin nicht mitverantwortlich für etwaige Preisänderungen in den vergangenen Jahren. Lediglich die Umsatzsteuer wurde im Jahr 2007 von 16 % auf 19 % erhöht, dies hatte allerdings keine Auswirkungen auf den Bundeshaushalt.

Der Kartellamtsbericht Sektoruntersuchung Kraftstoffe enthält keine Hinweise auf gezielte Preisabsprachen zwischen den Mineralölkonzernen, bestätigt aber die oligopolistische Marktmacht einiger weniger Mineralölkonzerne.

Im Einzelnen hat die Analyse zyklische Preisanpassungen innerhalb einer Woche ergeben. So gehört der Kraftstoffpreis am Freitag zu den höchsten innerhalb einer Woche, Sonntag und Montag ist das Preisniveau tendenziell geringer. In der Regel beginnt ein Konzern mit einer Erhöhung oder Senkung der Preise, wenige Stunden später ziehen die anderen Konzerne nach. Diese Praxis kommt ohne Preisabsprachen aus, da der Kraftstoffmarkt sehr transparent ist. Tankstellen liegen häufig in direkter Nachbarschaft, die Preisauszeichnung ist klar ersichtlich und Pächter melden die Preise umliegender Tankstellen an ihre Zentralen. Eine verpflichtende Preisveröffentlichung im Internet würde diese Systematik wahrscheinlich noch vereinfachen, wobei bereits jetzt private Internetdienste ähnliche Möglichkeiten zur Information bieten.
Natürlich würde eine verbesserte Transparenz auch die Möglichkeit der Verbraucher verbessern, regelmäßig die günstigste Tankstelle in ihrer Region zu wählen. Konkrete Pläne des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Preisveröffentlichungen von Tankstellen festzuschreiben, liegen zurzeit jedoch nicht vor. Hier müssten innerhalb der Bundesregierung zunächst die rechtlichen Möglichkeiten und der zu erwartende Nutzen geklärt werden, da solch eine Regelung auch mit zusätzlichem Bürokratieaufwand verbunden wäre.


Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
04.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

ich bin Fluglotse.
Meine Kollegen und ich erhalten sicherlich keine 120.000 Jahresvergütung im Durchschnitt.
Weder ich noch irgend jemand in meinem Kollegenkreis arbeitet lediglich eine 25-Stunden Woche.
Weder ich noch irgend jemand in meinem Kollegenkreis erhält im Jahr 50 Tage Urlaub.

Wo kommen diese Zahlen her, die sie nennen?
Und wie werden Sie damit umgehen, daß man Ihnen offensichtliche Falschinformationen liefert?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
2Empfehlungen
14.09.2011
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

gerne beantworte ich Ihre Frage vom 4. August 2011. Der Bund ist Eigentümer der Deutschen Flugsicherung ("DFS"). Die DFS wiederum ist - wie Sie sicherlich wissen - der Arbeitgeber der Fluglotsen in Deutschland. Im Zuge dieser Struktur hat ein beamteter Staatssekretär meines Hauses den Aufsichtsratsvorsitz bei der DFS inne. Mit meinem Amt als Bundesverkehrsminister bin ich der für die DFS zuständiger Vertreter des Bundes. Es ist daher selbstverständlich, dass ich mich, in verantwortungsvoller Wahrnehmung meiner Pflichten, über die Arbeitsbedingungen und Arbeitsabläufe der DFS informiere.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
04.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer!

Ich bin Fluglotse in München und habe deshalb Fragen bezüglich Ihres Auftretens in der Öffentlichkeit (Interviews zum Thema Streik der Lotsen):

Woher haben Sie Ihre Zahlen?

Ich bin in der höchsten Vergütungs- und der zweithöchsten Belastungskategorie. Ich arbeite 28,5 Stunden die Woche bei einer 35-stündigen Anwesenheitspflicht. Regenerationszeiten sind in unserem Beruf dringend nötig; sie als Freizeit zu deklarieren ist absolut unwahr! Sie sprechen von 25 Stunden Arbeitszeit! Wie kommen Sie darauf? Wenn die DFS mir dieses anbeitet, akzeptiere ich sofort!

Ich habe im Jahr einen Anspruch von 35 Urlaubstagen. Von diesen darf ich maximal 17 Tage in der Zeit von Mai bis Oktober bentragen. Wie kommen Sie auf 50 Tage Urlaub? Auch hier: Wenn dies ein Angebot der DFS sein sollte, welche dem Bund zu 51 % gehört und damit voll in Ihr Ressort fällt; ich nehme dieses gerne an!

Sie sprechen davon, dass die GDF die Tarifverhandlungen und den Streik absichtlich auf den Sommer legt, um den Streik auf dem Rücken der Passagiere auszutragen. In Wahrheit war die letzte Laufzeit des Tarifvertrags von der DFS so gewünscht worden. Ablaufdatum 30.6.2011!

Also nochmal meine Frage: Woher haben Sie Ihre Zahlen? Woher haben Sie Ihre Informationen? Im Fernsehen haben Sie nur populistische Äusserungen auf Stammtischniveau von sich gegeben. Haben Sie auch substantielle Antworten? Und ja, ich BIN CSU-Wähler. Noch...

Ich bin über Ihre Äusserungen der letzten Tage erschüttert. Niemand von uns "überspannt den Bogen". Wir wehren uns nur gegen versteckte Arbeitszeiterhöhungen und den Abbau von Sicherheitsstandards in der Flugsicherung. Wollen Sie wirklich dass Fluglotsen bis zu 250 Überstunden machen? (=32 zusätzliche Arbeitstage!) Sehen Sie da keinen Sicherheitsaspekt, wenn Belastungsgutachten zu unserem Beruf für irrelevant erklärt werden?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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