Dr. Martin Lindner (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Dr. Martin Lindner
Geburtstag
22.03.1964
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Pankow
Ergebnis
5,9%
Landeslistenplatz
1, Berlin
(...) Wer krank ist, dem muss geholfen werden. Gleichzeitig wollen wir einen Wettbewerb im Gesundheitssystem um die beste Qualität für die Patienten. Fairer Wettbewerb ist aus meiner Sicht das geeignete Mittel, das Gesundheitssystem zu optimieren und zukunftsfähig zu machen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
29.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

ich habe die Frage, warum die deutsche Regierung 200 Panzer an Saudi-Arabien liefert, nur um wahrscheinlich billiges Öl zu bekommen - an eine Regierung, die ein offensichtlich brutales Regime führt und ihre Leute unterdrückt? Brauchen wir das wirklich als ein Land, das relativ fortgeschritten ist was alternative Energien angeht? Müssen wir wirklich so jemanden unterstützen, nur um weiterhin billiges Öl für unser Land zu bekommen. Das finde ich nicht gut. Warum machen wir das?

, 23 Jahre




Die Frage wurde gestellt im Rahmen der Aktion duhastdiemacht.de, die u.a. von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Jugendportal des Deutschen Bundestags "Mitmischen.de" und dem Förderprogramm der Europäischen Union "JUGEND IN AKTION" unterstützt wird. duhastdiemacht.de will das demokratisches Bewusstsein bei Jugendlichen fördern und ihre Bereitschaft zum Engagement stärken. Gefördert wird das Portal von der Robert Bosch-Stiftung.

Mehr Infos zum Wahljahr 2011 hier auf duhastdiemacht.de.
Antwort von Dr. Martin Lindner
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02.04.2012
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zu den kontrovers diskutierten Panzerlieferungen.

Die Lieferung von Rüstungsgüter an Saudi-Arabien steht nicht in Zusammenhang mit Öl-Lieferungen. Die Beurteilung darüber, ob genehmigungspflichtige Rüstungsexporte in ein Land durchgeführt werden, liegt in Deutschland beim Bundessicherheitsrat. Eine wesentliche Frage spielen dort selbstverständlich auch die Menschenrechte. In diesem Rat entscheiden Vertreter der Exekutive nach Abwägung aller Punkte im außen- und sicherheitspoltischen Interesse der Bundesrepublik.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Finanzen
14.08.2011
Von:

Mainaschaff, 14.08.2011
Sehr geehrter Herr Lindner,

Das von der Bundesregierung ausgehandelte Abkommen mit der Schweiz schützt Steuersünder durch den nachfolgend fettgedruckten Satz, der Bestandteil des Abkommens ist, vor der Strafverfolgung in Deutschland.

"Beteiligte an einer Steuerstraftat oder einer Steuerordnungswidrigkeit, die vor Unterzeichnung dieses Abkommens begangen wurde, werden nicht verfolgt",

Dies stellt m.E. eine Art Ablasshandel mit Steuerhinterziehern dar und der Staat bzw. der Gesetzgeber leistet damit quasi Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Gleichzeitig ist es eine zynische Verhöhnung aller steuerehrlichen Bürger und untergräbt die Moral einer Gesellschaft. Ich hätte gerne gewusst, wie Ihrer Haltung zu diesem Gesetz ist, ob Sie dies unterstützen oder ob Sie für nicht Verfassungskonform halten.

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Martin Lindner
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02.04.2012
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage zum Abkommen mit der Schweiz. Dieser Absatz stellt einen Kompromiss mit den Vertretern der Schweiz dar, der sicher beim ersten Lesen seltsam anmutet. Im Gegenzug dafür zahlen die Schweizer Banken pauschale Beträge in Milliardenhöhe für die bei ihnen gelagerten Vermögen deutscher Staatsbürger. In der Vergangenheit hat es sich als nahezu unmöglich herausgestellt, Steuersünder mit unversteuertem Vermögen in der Schweiz zu identifizieren. Durch das von der Schweiz streng verteidigte Bankgeheimnis fand de facto auch bisher keine wirksame Verfolgung statt. Durch diese Regelung sollen die noch nicht verjährten Fälle pauschal abgegolten werden.

Bisher ist es keiner Vorgängerregierung gelungen, mit der Schweiz ein wirksames Abkommen über unversteuertes Vermögen bei Schweizer Banken auszuhandeln. Während dem ehemaligen Finanzminister der SPD, Peer Steinbrück, nicht viel mehr einfiel, als mit der Kavallerie zu drohen, haben wir mit diesem Abkommen einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss gefunden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Finanzen
16.08.2011
Von:

Sehr geehrter Dr. Lindner,

seit der Bankenkrise hat die Regierungskoalition versprochen, die Spekulationsräume zu verengen. Aktuell wird das Thema "Leerverkäufe" diskutiert.

Meine Frage an Sie ist:

Macht ein Verbot von Leerverkäufen Sinn, wenn nicht alle Staaten/Börsen mitziehen und wollen Sie auch die Optionen und Zertifikate, speziell gegen Währungen, die ähnliche Spekulationsmöglichkeiten eröffnen, verbieten?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Dr. Martin Lindner
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02.04.2012
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

ich kann Ihnen in diesem Punkt nur Recht geben. Natürlich wäre es sinnvoller und wirksamer, wenn alle bei der Regulierung der Finanzmärkte mitzögen. Auch in den Vereinigten Staaten ist diese Art Spekulation bereits verboten, wir stehen hier nicht alleine.
Für weitere Schritte ist jetzt ein mit unseren europäischen und internationalen Partnern abgestimmtes Vorgehen notwendig. Wir setzten uns hier selbstverständlich bei allen Verhandlungen in der Tradition der deutschen Stabilitätskultur für eine wirksame Regulierung ein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Soziales
31.08.2011
Von:

Ihre Partei will die Pflegeversicherung um eine Kapitalgestützte Versicherung erweitern. Ich bin 55 Jahe, zu 70 % behindert und beziehe die volle Erwerbsminderungsrente. Welche private Versicherung würde mich aufnehmen? Habe bis jetzt noch keine gefunden.
Antwort von Dr. Martin Lindner
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02.04.2012
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrte Frau ,

einher mit unserem Konzept von der kapitalgestützten statt umlagefinanzierten Vorsorge geht eine Mindestversicherung, die die Versicherungen jedem Bürger anbieten müssen. Die Umlagefinanzierung stellt sich angesichts der demografischen Situation als kein tragfähiges Modell heraus. Immer häufiger muss mit Steuergeld nachgeholfen werden. Ein Systemwandel ist aus Sicht der FDP daher unvermeidlich. Unvermeidlich ist indes, dass dies nicht ohne Belastungen an der einen oder anderen Stelle umzusetzen ist. Die Solidarität verlangt aber, dass Belastungen in unserer Gesellschaft nicht einseitig auf den Schultern der Pflegebedürftigen oder der Steuerzahler liegt.

Mit besten Grüßen

Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
04.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

da Sie momentan sicher sehr viel um die Ohren haben, will ich mich mit 2 Fragen recht kurz halten:

1.) Stichwort Lärmschutzwand Autobahn A114 für Blankenburg
Wurde schon oft durch die Bürger Blankenburgs angesprochen. Der Lärm ist phasenweise nicht mehr zumutbar. Man soll sich ja als Politiker immer in die Lage der Bürger versetzten, doch leider wird das diesbezüglich nach jeder Wahl vergessen.

2.) Tempo 20 Zone in Malchow. (für alle Autofahrer, die täglich durch Malchow fahren müssen, eine Repressalie. Die B2 ist eine Bundesstraße und darum ist die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h eine Zumutung für alle Bürger, die gezwungen sind, Malchow mit dem Auto zu durchfahren. Was können bzw, wollen Sie dagegen unternehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Familie
Antwort von Dr. Martin Lindner
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02.04.2012
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrte Familie ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kann Ihren Unmut über die Lärmsituation vollkommen nachvollziehen. Leider hat es der damals zuständige rot-rote Senat versäumt, beim Ausbau der Strecke auch auf die sich verändernde Geräuschkulisse zu achten. Die Zuständigkeit hierfür, wie auch für die Geschwindigkeitsbegrenzung in Malchow, liegt jedoch nicht beim Bund, sondern bei der Berliner Senatsverwaltung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Lindner
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