Dr. Martin Lindner (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Dr. Martin Lindner
Geburtstag
22.03.1964
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Pankow
Ergebnis
5,9%
Landeslistenplatz
1, Berlin
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Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
23.02.2011
Von:

Unterstützen Sie die CO2 Endlagerung in der Bundesrepublik?

Sehr geehrte Damen und Herren,
Herr Lindner,

das Verhalten von CO2 in Erdbodenspeichern ist noch nicht vollends erforscht. Unterirdische CO2-Speicher könnten daher "langfristige Zeitbomben" sein. Die CO2-Speicherkapazitäten sind jedoch möglicherweise das Rezept, um die vorhandene Klimaprobleme teilweise zu lösen.

In Deutschland sind diese sogenannten salinen Schichten (Erdbodenspeicher), in denen das CO2 gespeichert werden soll, vor allem in Schleswig-Holstein zu finden.
Mit der CCS-Methode ("Carbon Capture and Storage) wollen Energiekonzerne das Treibhausgas, das etwa beim Betrieb von Kohlekraftwerken entsteht, unterirdisch speichern.
U.a. produzieren Kohlekraftwerke CO2. Die Bundesregierung glaubt gegenwärtig, dass sich durch Abtrennung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid in tief gelegenen, Salzwasser führenden Erdschichten, die Speicherung von CO2 erfolgreich darstellt und so einen Beitrag für die Klimaschutzziele bietet.
Zumindest entnehme ich diese Sichtweise den unterschiedlichsten Quellen -aus dem Internet, Tageszeitungen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Mit lieben Grüßen


Stormarn
Antwort von Dr. Martin Lindner
bisher keineEmpfehlungen
02.03.2011
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

die von Ihnen dargelegten Vorteile des CCS belegen, warum sich die FDP-Fraktion für dieses Verfahren ausspricht und einsetzt.
Die Lagerung von CO2 in tief gelegenen Gesteinsschichten ist eine Chance für die energieintensive Industrie, langfristig CO2-frei zu werden. Diese Möglichkeit müssen wir vor dem Hintergrund der umweltpolitischen Ziele, die wir uns gesetzt haben, umsetzen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den umweltpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kauch, MdB.



Mit besten Grüßen,
Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Wirtschaft
03.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Lindner

folgender Kommentar aus dem spiegel-online Forum zur Einführung des neuen E10 Treibstoffs findet meine Zustimmung. Wäre dankbar zu diesem Thema von Ihnen eine Stellungnahme zu erhalten.

MfG Dr.

Zitat:
Sagen wir es mal so, wir können uns hier die Finger heiß schreiben im Forum, deswegen ändert sich gar nichts. Unsere ablehnende Meinung muß öffentlichkeitwirksam an die richtigen Stellen, das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesumweltministerium, die Bundeskanzlerin. Außerdem sollte jeder seinen Bundestagsabgeordneten beauftragen, gegen diesen Schwachsinn vorzugehen. ...

Um das Ethanol, was in den Benzin gemischt wird herzustellen, werden Ackerflächen in Deutschland, die zum Anbau von Nahrungsmitteln für Mensch und Tier gebraucht werden, zum Anbau für bestimmte Monokulture ......

Aber das in Europa "angebaute" Ethanol reicht ja nicht. Also wird vor allem aus Brasilien Ethanol importiert. Weil auch dort nicht genügend Ackerflächen zur Verfügung stehen, wird in großem Stil Regenwald gerodet. ...
E 10 Benzin bringt weniger Leistung als normales Benzin. Es wird also mehr verbraucht für die gleiche Leistung. Wo ist da die meßbare Reduzierung der Umweltbelastung? Einen Vorteil hat es allerdings, aber nicht für den Verbraucher, sondern für die Benzin - Kartelle. Sie verkaufen mehr Sprit und der Profit erhöht sich! Und nur darum geht es!...
Das normale Super wird entgegen der Richtlinie nicht mehr angeboten. Jedenfalls bei uns in der Gegend gibt als nicht gemischten Treibstoff nur noch Super Plus zu unverschämten Preisen. Der Gipfel der Frechheit ist, daß jetzt vom Mineralölverband gedroht wird, daß die Verluste durch den Nichtverkauf von E 10 auf die anderen Spritpreise aufgeschlagen werden.
Zitat Ende
Antwort von Dr. Martin Lindner
bisher keineEmpfehlungen
11.04.2011
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 03.03.2011 zum Thema E10.
Ihre Kritik zum E10 Kraftstoff kann ich nachvollziehen. Bedingt ist diese sicherlich auch durch eine unzureichende Aufklärung über die Vor- und Nachteile von E10. Die Verbraucher müssen hier mehr Klarheit und Sicherheit bekommen. Es muss also noch stärker erklärt werden was mögliche Nebenwirkungen, auch ökologische Nebenwirkungen sind. Auch Autokonzerne müssen hier stärker in die Pflicht genommen werden und genau und rechtsverbindlich mitteilen, welche Auto-Modelle E10 vertragen. Ansonsten ist E10 zum Scheitern verurteilt.
Anders als die Grünen, welche jahrelang predigten, Biokraftstoffe seien als "Energie vom Acker" ökologisch wertvoll und nun, kaum gibt es gesellschaftliche Widerstände, auf der anderen Seite der Barrikade stehen, bin ich der Auffassung das Biokraftstoffe notwendig sind, um das Land unabhängiger vom Erdöl aus Krisenregionen zu machen. Auch für das Erreichen nachhaltiger Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien sind Biokraftstoffe unabdingbar.
Gerne möchte ich an dieser Stelle näher auf die von Ihnen vorgebrachten Argumente zum Thema E10 eingehen.
In Deutschland werden auf 2,15 Millionen Hektar Fläche nachwachsende Rohstoffe angebaut. Sie werden energetisch für die Produktion von Biogas und Biokraftstoffen sowie rohstofflich genutzt. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 20 Prozent bis 2020, im vergangenen Jahr betrug der Anteil 10 Prozent, ist ohne die energetische Nutzung von Biomasse nicht möglich. Es besteht große Einigkeit darüber, dass der Weg "weg vom Öl" richtig ist. E10 kann hierzu einen Beitrag leisten. Auch wird für Bioethanol an deutschen Tankstellen keine Regenwälder abgeholzt. Die Bundesregierung hat mit der Zertifizierung nachhaltig produzierter Biokraftstoffe alle ökologischen Sicherungen eingebaut. Es hungern wegen unseres E10 auch keine Kinder in Afrika, denn Europa hat genug Reserven an Landwirtschaftsflächen. Richtig ist aber auch, dass Bioethanol nicht die beste Möglichkeit darstellt, Biomasse in Energie umzuwandeln. Aber für den Verkehr ist es eine der wenigen Optionen, da Erdöl definitiv die schlechtere Öko-Bilanz hat.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Lindner,

mit großer Verwunderung aber gleichzeitig auch Zustimmung, habe ich durch einen Fernsehbericht auf Youtube erfahren, dass Sie für die Legalisierung von Hanf ("Cannabis/Marihuana/Haschisch") sind und den Vertrieb über Coffeeshops, ähnlich wie in den Niederlanden, befürworten.

"Rausch aus dem Gewächshaus - Berlin will Freigabe von Hanf"
www.youtube.com (ab Minute 7)

Nun würde ich gerne wissen, ob Sie dieses Thema in Ihrer Fraktion bereits angesprochen haben, und ob Sie die Drogenbeauftragte Frau Dyckmanns, die sich diesem Thema verwehrt, bereits über ihren progressiven Standpunkt aufgeklärt haben?

Mit besten Grüßen,
.
Antwort von Dr. Martin Lindner
5Empfehlungen
28.04.2011
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

zu meiner Aussage, dass eine Legalisierung von Hanf wünschenswert ist, stehe ich natürlich. Die Beschlusslage der FDP auf Bundesebene ist allerdings eine andere. Leider sind die Delegierten des Bundesparteitags keinem Antrag zur Legalisierung gefolgt, sodass die progressive Meinung der Berliner FDP weder durch Bundespartei, noch durch Bundestagsfraktion vertreten werden kann.
Auch der Koalitionspartner steht einer Liberalisierung der Gesetzeslage äußerst skeptisch gegenüber.

Mit besten Grüßen,
Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
01.04.2011
Von:
-

Sehr geehrter Herr Lindner,

am 17. März 2011 stimmten Sie im Bundestag gegen die sofortige Abschaltung von Alt-AKW.

Da ja nach der Landtagswahl in BW Ihr Parteivorsitzender Herr Westerwelle geäußert hat "Wir haben verstanden" möchte ich gerne wissen, wie weit Sie das Wahlergebnis verstanden haben.

Innerhalb Ihrer Partei ist ja bei einigen Mitgliedern ein Meinungswandel vollzogen worden.

Nochmals meine konkrete Frage: Haben Sie Ihre Meinung vom 17.03.2011 zur sofortigen und endgültigen Abschaltung der 7 Alt-AKW´s geändert oder sind Sie für eine Wiederinbetriebnahme nach Ablauf des Moratoriums?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Martin Lindner
1Empfehlung
28.04.2011
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr -,

ich war, bin und bleibe gegen die sofortige Abschaltung von Kernkraftwerken.
Das kurzfristig in Kraft gesetzte Moratorium dient gerade einer weiteren umfassenden Sicherheitsüberprüfung der betreffenden Kernkraftwerke. Nur entsprechend dieser Untersuchung ist darüber zu entscheiden, ob ein Kernkraftwerk abzuschalten ist. Ich halte die sofortige, pauschale Abschaltung aller Kernkraftwerke nach wie vor für eine überzogene Reaktion auf die schrecklichen Ereignisse in Fukushima.
Wer "aussteigt" muss auch erklären können, wo auch kurzfristig "eingestiegen" wird. Der Import von (Atom-) Strom aus dem Ausland – wie zur Zeit – kann dabei keine vernünftige Lösung sein!

Mit besten Grüßen,

Dr. Martin Lindner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.04.2011
Von:

Guten Tag Herr Dr. Lindner,

im Zusammenhang mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen der IG Metall interessiert mich Ihre Auffassung als Jurist bezüglich der Verfassungswidrigkeit der MLPD.
Für literarische Hinweise bzw. Argumentationshilfen wäre ich dankbar.
Freundliche Grüße aus Thüringen

Antwort von Dr. Martin Lindner
bisher keineEmpfehlungen
09.06.2011
Dr. Martin Lindner
Sehr geehrter Herr ,

die Feststellung der Verfassungswidrigkeit von Parteien steht allein dem Bundesverfassungsgericht zu, Art. 21 Abs. 2 GG.

Die Rechtmäßigkeit des Unvereinbarkeitsbeschlusses, der in der Satzung der IG Metall enthalten ist, wurde vom Bundesgerichtshof im Urteil vom 15.10.1990 (AZ: II ZR 255/89) bestätigt:

"Orientierungssatz:
1. Gewerkschaften sind grundsätzlich befugt, zum Schutz ihres Rechtes auf Selbstbewahrung in ihren Satzungen die Beendigung der Mitgliedschaft vorzusehen, wenn ein Mitglied einer mit den Zielen der Gewerkschaft unvereinbaren Gruppierung, insbesondere einer gegnerischen politischen Partei, angehört. Das in GG Art 9 Abs 3 verfassungsrechtlich garantierte Recht des einzelnen, einer Koalition beizutreten, sich in ihr zu betätigen und in ihr zu verbleiben, findet seine Grenzen an dem ebenfalls durch GG Art 9 Abs 3 gewährleisteten Recht des Verbandes, seine innere Ordnung gegen Mitglieder zu verteidigen, die sich im Widerspruch zu ihrer Pflicht, jederzeit für die gewerkschaftlichen Ziele einzutreten, zu politischen Gruppen bekennen und diese aktiv fördern, deren Bestrebungen darauf hinauslaufen, die Gewerkschaft in ihrem durch die historische Entwicklung geprägten, vom Gesetzgeber anerkannten und von der überwältigenden Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder bejahten Erscheinungsbild zu beseitigen oder wesensmäßig umzugestalten. Ein Recht, Mitglied einer Gewerkschaft zu sein und gleichzeitig eine Organisation mit gegensätzlichem Programm als aktives Mitglied (hier: Vorsitzender des Zentralkomitees der MLPD) zu unterstützen, ist ungeachtet der Bedeutung, welche die Gewerkschaftszugehörigkeit unter den heutigen Verhältnissen für den einzelnen Arbeitnehmer besitzt, auch und gerade unter dem Gesichtspunkt des GG Art 9 Abs 3 nicht anzuerkennen (Festhaltung BGH, 1984-12-10, II ZR 91/84, BGHZ 93, 151)."

Mit besten Grüßen,
Dr. Martin Lindner
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Ihre Frage an Dr. Martin Lindner
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