Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Dr. Gesine Lötzsch
© Die LINKE
Geburtstag
07.08.1961
Berufliche Qualifikation
Philologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Lichtenberg
Ergebnis
47,5%
Landeslistenplatz
3, Berlin
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(...) Leider ist es in der Tat so, dass in vielen Ländern Osteuropas eine Gleichsetzung der Verbrechen des Nationalsozialismus mit denen des Stalinismus, oft auch verbunden mit einem versteckten oder offenen Antisemitismus, in großen Teilen der Gesellschaft verbreitet und in den genannten Ländern diese Geschichtssicht "gesetzlich vorgeschrieben" ist. (In Polen und Tschechien gab bzw. gibt es ähnliche Bestrebungen.) DIE LINKE teilt die Auffassung, dass eine solche Sichtweise eine Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus und besonders der Shoah darstellt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
03.02.2013
Von:

Stimmen Sie mit Egon Krenz überein, dass soziale Menschenrechte in der ehemaligen DDR für existenzwichtiger gehalten wurden als politische Menschenrecht. wenn ja / nein warum?

Warum geben jezt Sie das Fernziel " Errichtung einer kommunistischen GO " auf. Wir wussten doch das diese GO erst in ferner Zukunft erreichbar ist in Jahrzehnten o. sogar Jahrhunderten, aber es war doch unsere Vision von einer besseren Gesellschaft, bitte erklären Sie sich.

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Frage zum Thema Finanzen
07.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Lötzsch,

in Ihrer Antwort vom 12.05.2011 setzten Sie sich für einen "Marshallplan" ein, der das Wachstum in den europäischen Krisenregionen fördern soll. Die notwendigen Mittel sollen über eine Millionärssteuer erbracht werden.

Gemäß www.destatis.de

  • ca. 1% der Arbeitnehmer hat ein Einkommen größer 500.000€ und erbringt ca. 25% der Steuern
  • ca. 5% der Arbeitnehmer hat ein Einkommen größer 75.000€ und erbringt ca. 25% der Steuern
  • ca. 20% der Arbeitnehmer hat ein Einkommen größer 37.500€ und erbringt ca. 33% der Steuern
  • die restlichen 74% der Arbeitnehmer zahlen in Summe 17% der Steuern.

Wenn Sie jetzt wesentliche Steuermehreinnahmen generieren möchten, wird die Millionärssteuer nicht ausreichen!

Ab welcher konkreter Einkommensgrenze werden Sie künftig mehr Steuern erheben wollen?

Herzlichen Dank für Ihre Mühen im Voraus
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
bisher keineEmpfehlungen
06.05.2013
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

die Millionärsteuer, wie wir sie planen, ist eine Vermögensteuer für Millionäre. Nicht die Höhe des Einkommens, sondern des Vermögens ist hier die Bemessungsgrundlage. Dabei bleibt die erste Million des Vermögens unangetastet, d.h. steuerfrei. Danach wird ein Steuersatz in Höhe von fünf Prozent auf Privat- und Betriebsvermögen erhoben. Für betriebsnotwendiges Sachvermögen von Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmern und Personenunternehmen gilt ein erhöhter Freibetrag von zwei Millionen Euro. Für ein privates Geld- bzw. Immobilienvermögen von zwei Millionen Euro müssten zum Beispiel 50.000 Euro Steuern im Jahr bezahlt werden. Wir rechnen hier mit Steuermehreinnahmen von 80 Milliarden Euro (Entwurf zum Wahlprogramm Partei DIE LINKE, S. 26). Darüber hinaus wollen wir auch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 53 %. Dorthin also, wo er unter der Regierung Kohl bereits einmal war und erst durch SPD und Grüne auf 42 % abgesenkt wurde. Dieser Steuersatz soll ab einem Jahreseinkommen von 65.000 Euro greifen (op. cit., S. 28) . Einkommen über einer Million Euro pro Jahr (nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge) wollen wir besonders hoch besteuern: mit 75 %. Verbunden mit weiteren Steuermaßnahmen wie der Abschaffung der Abgeltungsteuer und Wiedereinführung der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen gemäß individuellem Einkommensteuersatz werden wir in ausreichendem Maße Mittel generieren, um ein umfassendes Investitionsprogramm zu finanzieren, das vor allem auf die Entwicklung im Bereich öffentlicher und sozialer Dienstleistungen und sozial-ökologische Konversion setzt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gesine Lötzsch
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