Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Dr. Gesine Lötzsch
© Die LINKE
Geburtstag
07.08.1961
Berufliche Qualifikation
Philologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Lichtenberg
Ergebnis
47,5%
Landeslistenplatz
3, Berlin
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(...) Je stärker wir Druck von links ausüben, desto sozialer wird die SPD. Die SPD hat unsere Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn übernommen und nun denkt sogar die CDU darüber nach. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.03.2012
Von:

Frau Lötsch?
wissen Sie was ne Tschekistische Kampfmaßnahme ist?

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Frage zum Thema Inneres und Justiz
29.03.2012
Von:

hallo

wiedermal ärzte abrechnungsbetrug im fokus-milliarden schaden-
was tut die linke gegen diesen jahrzehnte langen misstand ?
Haft zur abschreckung oder götter in weis ?

mfg

Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
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18.04.2012
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte auf eine Rede meiner Kollegin Frau Vogler hinweisen, die ein Plädoyer für konsequente Transparenz um Gesundheitsbereich hält.

"Solange wir nicht verhindern, dass private Versicherungskonzerne Parteien sponsern, dass jemand, der über öffentliche Impfkampagnen mitentscheidet, auf den Gehaltslisten der Pharmaindustrie steht, oder dass Führungskräfte aus öffentlichen Einrichtungen nahtlos in Wirtschaftsunternehmen wechseln können, brauchen wir uns nicht über unterentwickeltes Unrechtsbewusstsein in der Ärzteschaft zu wundern."

Zudem schlägt sie die Ausweitung des Bestechungsparagrafen auf niedergelassene Ärzte vor. Es ist jedoch davor zu warnen, Ärzte unter Generalverdacht zu stellen.
Der folgende Link führt zur Rede von Frau Vogler, die ich Ihnen empfehlen möchte.
linksfraktion.de


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gesine Lötzsch
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Frage zum Thema Wirtschaft
31.03.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Gesine Lötzsch,

ich habe eine kurze Frage zu Ihrem Äußerungen zum Kommunismus/Sozialismus.

Sie haben in der Vergangenheit des Öfteren über den Kommunismus und den Sozialismus positiv gesprochen und gesagt, dass das das/ein Ziel Ihrer Person sei.
Ich kann Sie verstehen, dass Sie den Kapitalismus verabscheuen und verachten, bei diesem Punkt bin ich der selben Meinung wie Sie: Es ist Zeit für ein neues Wirtschaftssystem.
Aber muss es gleich ein solch krasses System sein? Außerdem könnten Sie doch ein ähnliches Wirtschaftssystem für gut heißen, ohne dass die Menschen bei dessen Erwähnung an Staaten denken, die das Wirtschaftssystem \"ausprobiert\" haben und gescheitert sind.

In dem Wirtschaftssystem der Gemeinwohlökonomie wird nicht nach Gewinnstreben und Konkurrenz gearbeitet, sondern nach dem größtmöglichen Gemeinwohl und der Kooperation der Unternehmen.
Bei dem Konzept \"Gemeinwohlstreben und Kooperation\" wird soziales Verhalten belohnt (Menschenwürde, Demokratie, ökologische Nachhaltigkeit, Vertrauen, gerechte Verteilung, Rücksicht, einander helfen, gemeinsam arbeiten, Großzügigkeit, ...)
Der Nachteil beim Geld ist, dass es nur den Tauschwert, nicht aber den Nutzwert darstellt (keine Aussagen über Frieden, politisches System, Wohlstand der Menschen, ökologische Verträglichkeit etc.)

Ich würde gerne wissen, wie Sie zu dem Konzept stehen, dem sich schon mehrere hundert Unternehmen angeschlossen haben. Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen, falls Sie sich über die Gemeinwohl-Ökonomie informieren wollen.

christian-felber.at

gemeinwohl-oekonomie.org

Ich danke Ihnen für Ihre Zeit, Ihr Interesse und Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
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18.04.2012
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Namen von Frau Lötzsch beantworten möchte.
Die Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie basierend auf Solidarität, Nachhaltigkeit, ökologischem Handeln und mehr Teilhabe der Arbeitnehmer, z.B. am Unternehmensgewinn, entspricht durchaus unseren Vorstellungen von einer Gesellschaft, die für alle besser ist. Die Frage bleibt letztlich: Ist der Kapitalismus mit diesen Prinzipien vereinbar? Wir denken nein. Der Kapitalismus steht im krassen Widerspruch zu den Prinzipien der Allgemeinwohl-Ökonomie (AÖ). Wir stehen deshalb für den demokratischen Sozialismus, der in der Tat viele Prinzipien der AÖ teilt.

Ich empfehle Ihnen auch die Lektüre unseres Parteiprogramms und Sie werden überrascht sein, wie viele Gemeinsamkeiten wir doch haben.
www.die-linke.de


Mit freundlichen Grüßen

i.A. N. Wolf
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Frage zum Thema Finanzen
06.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Lötzsch,

seit Jahrzehnten gelingt es dem Bund nicht mehr Einnahmen zu erzielen als er an Ausgaben vorsieht. Zu diesem Zweck wurde vor einiger Zeit die so genannte Schuldenbremse eingeführt.

DIE LINKE ist ja bekanntlich Gegner dieses Instruments und sieht beispielsweise eine Millionärssteuer (Vermögenssteuer) bzw. generell Steuererhöhungen als bessere Begrenzung der Neuaufnahme von Schulden an.

Dies scheint zunächst einleuchtend, würde dies doch zu einer Erhöhung der Einnahmen führen, die dann unter Umständen die Ausgaben endlich übersteigen. Nun kann man jedoch der Vergangenheit entnehmen, dass die Einnahmen auch ohne Steuererhöhungen, u. a. aufgrund der kalten Progression etc., jedes Jahr steigen. Die Ausgaben steigen jedes Jahr ebenfalls und leider immer stärker als die Einnahmen.

Insofern stellt sich mir die Frage wie Ihre Partei dieses Problem angehen will. Immerhin plant DIE LINKE ja neben einer kräftigen Erhöhung der Einnahmen auch eine kräftige Erhöhung der Ausgaben. Wie wollen sie durch ihre Haushalts- und Finanzpolitik sicherstellen, dass die Ausgaben hinter den Einnahmen zurückbleiben? Einnahmen kann man als Staat ja nur in begrenzter Höhe erwirtschaften, da irgendwann immer mehr Steuerpflichtige - wenn sie es sich leisten können - auswandern werden, da sie die individuelle Steuergerechtigkeit bei sich nicht mehr erfüllt sehen. Ausgaben hingegen sind schnell erdacht und generiert, wie die Vergangenheit eindrucksvoll zeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
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09.05.2012
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. DIE LINKE strebt an, dass die Einnahmen so weit zu erhöhen, dass davon alle notwendigen Ausgaben geleistet werden können. D.h., wenn wir Ausgaben erhöhen wollen, müssen wir auch die Einnahmen erhöhen, z.B. über eine Millionärsteuer. DIE LINKE steht mit ihrer Politik übrigens nicht allein da. "In einer Wirtschaftskrise drastische Kürzungsprogramme aufzulegen, ist dumm und gefährlich. Das sagt die Chefin des IWF, Christine Lagarde. Sie hatte völlig Recht, als sie Spanien davor warnte, nur auf Sparpolitik zu setzen. Schade nur, dass sie sich nicht zu einer Kritik an der Bundesregierung durchringen kann, die eine solch unsinnige Kürzungspolitik mit dem Fiskalvertrag in Stein meißeln will.

In Fragen der Steuergerechtigkeit ist festzustellen, dass Abwanderungsbewegungen, wenn sie dann stattfinden, in großen Volkswirtschaften wie Deutschland weitaus weniger ins Gewicht fallen als in kleinen Volkswirtschaften. Doch zurück zur Kürzungspolitik.

Eine unsoziale Kürzungspolitik verschärft die Krise, statt sie zu lösen - dies gilt nicht nur für Griechenland oder Spanien, sondern auch für viele deutsche Kommunen. DIE LINKE wird daher weiter gegen den europäischen Fiskalvertrag und die Politik der ´Schuldenbremse´ mobilisieren. DIE LINKE wird daher gegen die Ratifizierung des Fiskalvertrags Klage einreichen. Statt Banken zu retten und anschließend Sozialausgaben zu kürzen, wollen wir den gesellschaftlichen Reichtum umverteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Gesine Lötzsch
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