Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE)

Dr. Gesine Lötzsch
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Philologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Berlin-Lichtenberg , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
47,5%
Landeslistenplatz
3, Berlin
(...) Natürlich reichen 170 Euro keineswegs aus,
um den Bedarf einer Familie mit einem Neugeborenen zu decken. (...)
 
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Frage zum Thema Arbeit
24.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Lötzsch,

wie wollen Sie den Lohndumping verhindern? Ist überhaupt die Lohnsubventionen bei Arbeitnehmern (aufstockendes ALG II) erlaubt, werden deutsche Firmen damit nicht gegenüber europäischen Mitbewerbern bessergestellt? Im europäischen Ausland gibt es Mindestlöhne/allgemeinverbindliche Tarifverträge. Danke für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
2Empfehlungen
01.10.2009
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

Lohndumping kann nur durch einen gesetzlichen Mindestlohn verhindert werden. Die LINKE fordert perspektivisch 10 Euro pro Stunde. Andere europäische Staaten, z.B. Frankreich, machen es vor.Der Mindestlohn ist also keinesfalls, wie oft behauptet eine Erfindung der deutschen Linken. Leider haben die bisher an der Regierung beteiligten Parteien aus dem Blick verloren, dass eine Vollzeitstelle die Existenz sichern muss. Das Instrument der Bezuschussung durch die Arbeitsagentur ist in vielerlei Hinsicht falsch. Mal abgesehen von Wettbewerbsvorteilen, die Sie ansprechen, wird der Arbeitnehmer gedemütigt, wenn er trotz Vollzeitarbeit noch Hilfe beim Staat beantragen muss. Zum anderen muss der Steuerzahler dafür gerade stehen, wenn der Unternehmer Hungerlöhne zahlt. Das ist eine unhaltbare Situation. DIE LINKE will das ändern. DIE LINKE hat für ihre Forderungen am Wahlsonntag viel Rückenwind erhalten und wird für einen gesetzlichen Mindestlohn kämpfen und zwar nicht nur im Bundestag. Außerparlamentarisch werden wir dem neoliberalen Wind, der von Schwarz-Geld her weht, ein breites und starkes Bündnis aus Gewerkschaften und sozialen Bewegungen entgegensetzen. Wir hoffen,dass die SPD ihre Verluste zum Anlass nimmt, grundlegende Positionen zu überdenken. Erst dann kann es auch wieder zu einer linken Mehrheit im Bundestag kommen, die den gesetzlichen Mindestlohn einführen, die Rente mit 67 abschaffen, Hartz IV überwinden und den Krieg in Afghanistan beenden kann.
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